Nick Horten joins us to answer the question - what happens when you shoot steel shot without a shot cup?

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Wir diskutieren hier ja sehr selten über Flinten und ihre Munition, obwohl z. B. das Thema Non-Toxic-Schrot immer aktueller wird. Ich habe jetzt bei Youtube eine sehr praxisorientierte Erörterung dazu gefunden, mit teilweise sehr verblüffenden Ergebnissen bzw. Einschätzungen. Der Link

https://www.youtube.com/watch?v=m24JhYDmxkU

bietet den Einstieg einer insgesamt vierteiligen Serie. Bevor dir schnell selbst eine (abschlägige) Antwort auf die gestellte Frage herausrutscht - bitte mindestens den ersten Beitrag ansehen.

PSA: Das Thema interessiert mich auch so sehr, weil ich Pächter eines ziemlich guten Feder- und Haaarwildreviers bin und außerdem am Flintenkaliber 16 und den klassischen Flinten hänge. Experimentiere schon länger mit eigenen Eisenschrotlaborierungen - das mache ich jetzt entspannter!

Elmar
 
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Ist zwar ein typisches Youtube mit viel Laberei und drumherum, aber in der Aussage informativ.

Wiederladen von Schrot kann interessant werden, wenn Blei entgültig verboten werden sollte, die EU ist da ja schon dran und wird kompetent von Munitionsherstellern "beraten".:sneaky:

Dann wäre Kupfer mein Favorit. Auffällig: Gab es vor einem Jahr noch italienische und französische Lieferanten von Kupferschrot lose, so sind alle Angebote vom Markt verschwunden.
Da möchten sich wohl die Hersteller unerwünschte Konkurrenz für Ihre völlig überteuerten "Alternativen zu Schrot" vom Hals halten, oder irre ich mich?
 
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verschossen wurde Weicheisen, kein Stahl. Schrotstärke?
 
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verschossen wurde Weicheisen, kein Stahl. Schrotstärke?

Größe 5, 28g Ladung, habe ich glaube ich herausgehört? Um 3mm. Ich weiss auch nicht was Du mit "Stahl" meinst, das ist immer Weicheisen, oder eine sehr "weiche Stahlsorte", auch wenn "Steel" draufsteht, jedenfalls kein speziell gehärtetes Produkt. Im Englischen wird m.E. sprachlich da nicht so fein unterschieden wie bei uns. Weicheisen ist verglichen mit Blei natürlich immer noch sehr hart.
 
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Nee, war mir zumindest neu.
Weicheisenschrot hat die bekannten Nachteile. Bismut und Tungsten irre teuer. Kupfer ist mMn ein guter Kompromiss - nur als Fertigmunition unverhältnismäßig teurer, 10Stück jeweils:
Rottweil Copper unlimited: 19,80€
Rottweil BiLoad Magnum 12/70: 12,80 (Weicheisen/Bismut)€
Rottweil Waidmannsheil HV 12/70 3,0mm: 8,60€
Der Kupferpreis ist natürlich höher als der von Blei, aber der Rohmaterialpreis geht ja nur prozentual in den Herstellungspreis ein. Riecht irgendwie nach gutem Geschäft bei einem VK-Preis von 2,3 fach zum "Blei" Preis, oder? Und nur das stört mich daran. Da wird einfach Kohle mit Umwelt gemacht.
 
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...Wiederladen von Schrot kann interessant werden, wenn Blei entgültig verboten werden sollte, die EU ist da ja schon dran und wird kompetent von Munitionsherstellern "beraten".:sneaky:...
Wiederladen wird gleich mit verboten oder zumindestens unmöglich gemacht.
Und ob Kupfer nun toxikologisch deutlich besser ist als Blei...
Gruß-Spitz
 
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Schieß mit Stahlschrot. Das geht, wirklich. Und kostet nicht mehr. :)
Wir nehmen hier in Dänemark nur im Wald (je nach Auflage des Waldbesitzers) Bismuth oder andere etwas weichere Ladungen. Ich habe für mich selbst entschieden, auf der Jagd ausschließlich mit Bismuth zu schießen. Da ist der Verbrauch ja nicht so hoch, wie auf der Bahn. Ich gehe aber auch nicht jedes Wochenende auf die Jagd, der Munitionsverbrauch ist gemessen an den übrigen Kosten verschwindend gering. Ursache ist dass meine Flinte einen "Full-Choke" hat. Den muss ich erstmal aufbohren lassen - sicherheitshalber. Ich glaube nicht, dass das die Vorbesitzer weiter interessiert hat, aber mehr also Größe 3 würde ich im Moment nicht verschießen wollen.

Kupfer ist übrigens auch giftig, reichert sich aber im Körper nicht im gleichen Maße an.
 
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So manches Video von TGS ist ja durchaus unterhaltsam.
Aber das ? Avanti Dilletanti!
Das die Engländer jetzt Panik wg WE bekommen,versteh ich ja,schließlich hat man das ganze Thema noch länger als bei uns unter den Tisch gekehrt und verdrängt.
Aber so ein "Test"?

Man benützt eine Flinte die von Haus aus auf die Verwendung von WE ausgelegt war,man inspiziert das Laufinnere mit der Brille, weils für ein Endoskop nicht reichte...
Man lässt von "a friend" irgendwelche Ladungen zusammenbasteln und glaubt "wissenschaftlich" zu handeln, wenn man eine notwendige Komponente weglässt...
Druckverlauf und Druckmessung lässt man auch weg,aber man hat sichtlich Spass an der infantilen Wichtigtuerei.
...und mit keinem Wort erwähnt man den Härtegrad des Schrotmaterial...klar ist: "steel"; was zu genau der sprachlich Verwirrung führt, die auch bei uns verbreitet ist.
Stahl ist was anderes als Eisen in der Patrone! Bisher sind nur Wahnsinnige auf die Idee gekommen Kugellager zu verschießen.
der Franzos hats da einfacher ,der benennt es korrekt "acier",der Spanier ruft Acero auf,der Italiener sprach von ferro (bis er auf den internationalen Zug aufsprang),was zu weniger Verwirrung führt.

Durch solche Clips wird man nicht "beruhigt",man sollte lieber mehr aus qualifizierten Quellen schöpfen.
Youtuber,VideoBlogger,Influenzer und sonstige bunte Vögel sind keine Fachleute, sondern letztendlich nur Selbstdarsteller mit"backend orientation".
 
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verschossen wurde Weicheisen, kein Stahl. Schrotstärke?

Für Stahlschrot wird wohl ein sog. unlegierter "Eisen"-Draht wie hier beschrieben verwendet:
https://www.baumbach-metall.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=41&idart=52&m=&s=
Reines Eisen als Werkstoff gibt es nicht. Strenggenommen ist alles an Werkstoffen mit Basis Eisen und etwas anderen Elementen Stahl. Belibt man unter einer gewissen Menge an Legierungsbesatndteilen handelt es sich um sog. "unlegierten" Stahl:
Td_SS-deutsch.pdf
Letztes Jahr auf dem Schiesstand, ich habe mir erlaubt einen Schützen auf die Verwendung von Bleischrot und das Verbot von Stahlschrot auf dem Stand hinzuweisen: "Das ist kein Stahl, das ist Eisen." Tja...
Also kurzgesagt: Stahlschrot und Eiseneschrot ist dasselbe.
 

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  • Td_SS-deutsch.pdf
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Youtuber,VideoBlogger,Influenzer und sonstige bunte Vögel sind keine Fachleute, sondern letztendlich nur Selbstdarsteller mit"backend orientation".
Du hast Forenschreiber in der Aufzählung vergessen ;)
Im Grunde ist das alles das Selbe. Für die einen Unterhaltung. Für die anderen Ratgeber. Manche wollen andere abwerten usw. Da gibts hundert Möglichkeiten.
Das schöne ist: Jeder kann sich ausuchen was er wie findet, es benutzen, daraus etwas ableiten oder auch nicht oder das Ganze einfahc nicht beachten.
:D
 
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Ist zwar ein typisches Youtube mit viel Laberei und drumherum, aber in der Aussage informativ.

Wiederladen von Schrot kann interessant werden, wenn Blei entgültig verboten werden sollte, die EU ist da ja schon dran und wird kompetent von Munitionsherstellern "beraten".:sneaky:

Dann wäre Kupfer mein Favorit. Auffällig: Gab es vor einem Jahr noch italienische und französische Lieferanten von Kupferschrot lose, so sind alle Angebote vom Markt verschwunden.
Da möchten sich wohl die Hersteller unerwünschte Konkurrenz für Ihre völlig überteuerten "Alternativen zu Schrot" vom Hals halten, oder irre ich mich?

Ich hatte schon angenommen, dass mein Aufschlag niemanden weiter interessieren würde. Aber offensichtlich wurden die Videos tatsächlich erst mal angesehen, vor einer Rückmeldung. Mein Gesamteindruck von Nick Horten & Co. ist die Absicht, den GB-Wildschützen mit ihrer Anhänglichkeit an ältere, wertvolle Flinten etwas die Umstellungsangst zu nehmen.

Bei uns wird das Thema NT-Schrot bald aktueller sein, der Grund ist bekannt. Für Schützen mit modernen Flinten in den Kal. 12 und sogar 20 wird die Umstellung kein Problem sein - schon gar nicht, wenn die Flinten gar nicht mehr auf der Jagd geführt werden (können). Ich selbst schieße schon lange mit meinen alten, eng gechokten 16-er Flinten (Heym und Merkel) die 24g Eisenschrotpatronen auf dem Stand, ohne jegliche Probleme. Aber damit käme ich jagdlich nicht weit, habe mir deshalb auch eine Schachtel Eley in 3,1 mm Wismuth gegönnt. In den angelsächsischen Ländern gibt es tatsächlich immer wieder jagdtaugliche Steel-Patronen im Kal. 16. Unser inländisches Angebot ist hier, realistisch betrachtet, gleich Null. Sogar Steelschrote über 3 mm sind derzeit in D praktisch nicht/schwer erhältlich, dito Kupfer u.s.w.

Das Kal. 16 in NT wiederladen (man sollte besser schreiben "laden") ist eine echte Herausforderung. Und dabei kann ein Blick über den Ärmelkanal oder nach Dänemark nicht schaden. E.
 
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@Model 13

natürlich hast Du Recht und danke für die links.
Nur umgangssprachlich wird aus dem Unterschied oder Nichtunterschied ein Problem,wie Dein Erlebnis vom Stand zeigt.

Für Metaller und Menschen mit metallurgischem Wissen sind die Unterschiede klar und die Belastungen entsprechend einschätzbar.

Ohne aber diese Unterschiede (Härtegrade) zur erklären, sollten derartige "Tests" nicht dargestellt werden,besonders nicht in einem Rahmen der sich professionell beratende Form gibt.

@Mantelträger
Und was die Forenschreiber betrifft,da gibts die famose Einrichtung des Ignorierbuttons!:):whistle:
 
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Ich denke, die Gefahr geht eher bei starkem Stahl- oder anderem hartem Schrot von zu großen Körnungen und engen Chokes aus (Verklemmung, Verformung, ggf. Verstopfung und reißen), als durch einen möglichen Abrieb im Lauf (glatte, runde Kugeln in glattem Rohr).
Wenn ich unbedingt ein altes Schätzchen (DF) mit Stahlschrot benutzen wollen würde, würde ich wohl
auf 1/2 oder 1/4 Choke aufbohren lassen und mich mit der Vorlage nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Mit offeneren Chokes hätte ich wohl bis 3,5mm und 32g bei 12/70 (keine Magnum) keine allzugroßen Bauchschmerzen (ich persönlich, ohne jegliche Empfehlung für andere).
Knüppelhartes Wolframschrot würde ich nicht aus alten Flinten verschiessen, da gibt gar nichts nach, außer der Lauf im Zweifelsfall. OK, meine alte Mossy mit 76er Lagern und Zylinderchoke dürfte das vielleicht verdauen. Und eine 682 aus den 90ern wahrscheinlich auch.
Ob sich da ausser dem Stempel viel geändert hat in punkto Festigkeit? Man weiß es nicht.
Eine alte 16/65 mit Damastläufen muss man vielleicht nicht unbedingt ständig auf der Jagd dabeihaben und mit Magnum- Stahlschrot füttern.
 
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