Nochmal Präzision mit und ohne SD

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Thema ist sicher versteckt in irgend einer Diskussion bereits erörtert worden. Aber vieleicht hat einer der SD Anwender in letzter Zeit mal den Test gemacht Streukreise mit und ohne SD zu schiessen. Mich würde da mal die Erkenntnisse/Ergebnisse dbzgl. interessieren.

Dieser Anwender hat da eine Verschiebung zu ungunsten des SD dokumentiert.

https://youtu.be/5pVGOuRBohE
 
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Nabend,
in 22lfb auf 50m mit oder ohne keinen Unterschied , aber du meinst wahrscheinlich die grösseren Murmeln.
Wmh
 
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Bei mir ist es geringfügig besser mit SD, hatte aber vorher schon gute Streukreise, u.A. wegen Kompensator.

Kaliber: .308
Waffen: Tikka T3 CTR und OA 10
 
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Bei fast allen Kalibern, die ich probiert habe, werden die Streukreise etwas enger.

Das kann auch daran liegen, das man durch das Fehlen von Knall und Blitz konzentrierter schiesst.

Getestet wurden 308, 300 Win, 338 LaMa.
 
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Rückstoss ist auch viel angenehmer

Im April packe mein bester Freund, beim Prüfungsschuss im Revier, zur Überraschung aller Mitpächter seinen Knallstock (8x57) mit Schalldämpfer aus.
Jeder war überrascht!

Trefferlage genauso wie ohne SD. Rückstoss, optisch, weniger hart.
Für mich als,früher bei der Bundeswehr Schießlehrer, war es überraschend wie leise geworden und wie wenig Rückschlag die Waffe hat.

Die Präzision hat mit gleicher Laborierung und Charge nicht gelitten.
 
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Thema ist sicher versteckt in irgend einer Diskussion bereits erörtert worden. Aber vieleicht hat einer der SD Anwender in letzter Zeit mal den Test gemacht Streukreise mit und ohne SD zu schiessen. Mich würde da mal die Erkenntnisse/Ergebnisse dbzgl. interessieren.

Dieser Anwender hat da eine Verschiebung zu ungunsten des SD dokumentiert.

https://youtu.be/5pVGOuRBohE

Andere haben andere Feststellungen und erklären dies auch
https://youtu.be/w4ubtcxgklc?t=9m2s
Man muss sich einfach mal Gedanken über umströmende Gase und die daraus erfolgende Abgangsballistik machen und warum eine Mündungsbremse diesbezüglich anders ist.

Auch in Martin Erbingers Büchern zu SD ist dazu einiges lesbar.

Allgemein muss immer die jeweilige Abstimmung passen. Durch die veränderte Laufschwingung kann es zu verschiedenen Ergebnissen kommen.
Man kennt das doch auch von der Abstimmung Lauf/Munition. Es bleibt immer das gleiche Prinzip.
Wenn die Abstimmung passt (wie bei der LAdeleiter) dann ist es prinzipiell besser, da weniger Störeinflüsse auf das Geschoss(heck) wirken.
 
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Gelöschtes Mitglied 18527

Guest
Waffe: Mauser M12 .30-06, 56cm Lauf, mit Roedale Deltabrake (Mündungsbremse mit Gewinde) auf die ein Roedale Delta Ultralight Magnum S6 Schalldämpfer aufgeschraubt wird.

Mit Dämpfer schiesst sie 4cm höher (auf 100m).
Streukreis wird etwas enger.

Also ja: Dämpfer hat, abgesehen von der zusätzlichen Länge, bei mir nur Vorteile:
+ höhere Präzision
+ mehr Leistung
+ weniger Rückstoß
+ kein Mündungsfeuer
+ deutlich weniger Lärm

Die Länge kann halt manchmal zum Problem werden. Aber vom Gewicht her stört der Dämpfer überhaupt nicht, er ist ja schließlich "Ultralight" :lol:
 
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@justus jonas

Ich denke, das liegt am anderen "Abgangswinkel" des Geschosses.

Wenn das Geschoss durch den Lauf getrieben wird, gerät dieser in Schwingung. D.h. auch in dem Moment, in dem das Geschoss den Lauf verlässt und damit nicht mehr geführt wird, zeigt der Lauf "irgendwohin".

Durch die zusätzliche Masse des SD ist es nun gut möglich, dass der Lauf anders schwingt, wenn das Geschoss durch getrieben wird. Das wiederum bedeutet, dass er auch woanders hinzeigen kann im Moment, wo das Geschoss ihn verlässt. Und entsprechend trifft die Kugel dann woanders hin.

Soweit meine laienhafte Erklärung. Sollte das nicht korrekt sein, bitte ich um Berichtigung und Entschuldigung.

Gruß

Michel
 
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Wieso eigentlich 4cm höher, fliegt die Kugel schneller?

Eine höhere Treffpunktlage auf 100m muss nicht zwingend eine höhere v0 bedeuten. So ein Büchsenlauf schwingt massiv während das Geschoss seinen Weg durch den Lauf nimmt. Zum Zeitpunkt des Verlassens der Mündung hast du einen gewissen Punkt in der Amplitude der Schwingung erreicht, das muss aber nicht zwangsläufig der Hoch- oder Tiefpunkt sein. (Deswegen ist die Gleichmäßigkeit dieser Schwingungen und ihre Reduktion auch ein Faktor für die Präzision - Stichwort: kurze, dicke Läufe etc.)
Wenn du nun auf deinen schwingenden Lauf plötzlich 300-500g Schalldämpfer vorne drauf setzt, dann verändert sich die Schwingung und wie es die Statistik so will, kann das Geschoss unter Umständen nun den Lauf weiter "oben" in der Schwingungsamplitude verlassen... und du bekommst den beobachteten Hochschuss.

Sorry, klingt viel komplizierter als es ist - Fachlektüre mit Bildern ist einfacher zu verstehen. :help:


edit: Michel hat schneller getippt, weil er sich knapper und verständlicher ausgedrückt hat :thumbup:
 
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Anderes Beispiel bzgl. Laufschwingung: Meine Sako A7 in 308 mit dünnem 48cm Lauf schießt mit angeschnalltem Magnetospeed ca. 12cm hoch, bei der 6.5x47 mit dickem 65cm Lauf fast kein sichtbarer Unterschied.
 
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