nur für Bleischrot zugelassen, Alternativen?

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Liebe alle,
das Bleischrotverbot ist ja nun recht weit verbreitet und dieses Jahr auch bei uns im Schiessstand angekommen.
Ihr kennt sicher das Problem: die wenigsten Flinten der betagten Jägerschaft sind für Stahlschrot zugelassen (wenn man sich an den Stempeln orientiert).

Technisch kommt der Unterschied zwischen Stahl und Blei bei der Choke-Bohrung zum Tragen (so meine bescheidene Auffassung): hier werden die Schrote nochmals gewürgt, dh. gegen einander gepresst.
Mit Blei mag das gehen, bei Stahl, weil weniger verformungsfreudig, wird das schwieriger.
Nun könnte man ja als findiger Tüftler auf die Idee kommen, mittig im Schrotbecher ein Plastikstäbchen zu platzieren, welches den seitlichen Druck, der während des Passierens der Chocke-Bohrung auftritt, aufnimmt, ohne dass der Lauf diese Kräfte aufnehmen muss.
Ungefähr verstanden, was ich mir vorstelle?
Und: gibt es ggf. sogar schon diese Munition in Serie?
Die alten Flinten würde eine solche Nachricht freuen! Die Bockbüchsen und Drillinge auch :) :)
 
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Auf dem Stand der benachbarten Kreisgruppe schieße ich schon gut ein Jahr mit Stahlschrot.
Bisher keine Probleme an meinen alten Eisen.
Selbst wenn es mehr schadet als Blei, es ist leider Vorschrift.
Ob die alten Flinten jetzt in den Ofen kommen oder langsam mit Stahlschrot "zerschossen" werden ist doch egal. Es ist ein Werkzeug das irgendwann nicht mehr genutzt wird.
Eine neue DF/BF mit Stahlschrotbeschuss kommt erst in den Schrank wenn die vorhandenen kaputt sind.
 
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Das Eisen kommt ja gar nicht in Kontakt mit dem lauf, da ja im Schrotbecher.
Problem ist zu enger choke (<0,5) weil sich Stahlschrote nicht so "verdichten" lassen, es kommt zu Druckerhöhungen.
2,5 nie ein Problem, ich meine die DEVA schreibt bis 3,2 mm....
 
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Bei vielen steel shot Patronen ist der Schrotbecher dickwandiger. Das vermeidet wahrscheinlich
eine Beschädigung des Laufes und des chokes. Bei Flinten mit Wechselchokes gibt es wohl auch sg steel chokes. Ob die wirklich die Lage noch verbessern können ist zweifelhaft.
Echte Waffenschäden kommen scheinbar nicht häufig vor, da man darüber nichts hört.
Nachteil der "starkwandigen" Schrotbecher ist das quasi Unwirksammachen der verschiedenen chokebohrungen. Wenn überhaupt, wäre ein Materialabrieb oder eine ganz leichte Aufbauchung direkt in der Laufmündung denkbar. Nur auf diesen wenige mm langen Stück berührt der nl Schrot überhaupt die innere Laufwandung. Die Hinweise des Beschußamtes sind zu beachten.
 
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Nun könnte man ja als findiger Tüftler auf die Idee kommen, mittig im Schrotbecher ein Plastikstäbchen zu platzieren, welches den seitlichen Druck, der während des Passierens der Chocke-Bohrung auftritt, aufnimmt, ohne dass der Lauf diese Kräfte aufnehmen muss.
Ungefähr verstanden, was ich mir vorstelle?
Und: gibt es ggf. sogar schon diese Munition in Serie?

Zumindest gab es sie mal, Rottweil Steel Game Dispersante...

Und wie der Name schon sagt, eine ziemliche Streupatrone, denn genau nach dem Prinzip funktionieren Streupatronen (haben nicht alle ein Streukreus, Saga zB. hat genau so ein Kunststoffröhrchen). Dürfte wohl für die meisten uninteressant sein zum Trap schießen, für Skeet eher interessant... aber der Markt dafür dürfte auch sehr überschaubar sein. Wer viel Skeet schießt, hat eine passende Flinte, wer wenig schießt, der schießt oft die eine Runde mit dem, was er gerade hat.
 
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Streupatronen sind für feste, enge Chokebohrungen gedacht, um eben damit auch auf kürzere Distanzen schiessen zu können.
Die üblichen 2,5mm/ 24 oder 28g Stahlschrot- Sportladungen kann man schon verschiessen. Ob es mit 3/4 oder Vollchoke eine gute Deckung gibt, ist wieder was anderes.
 
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