Nur noch ein Fasanenhahn!!!

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#1
Dieses Jagdjahr habe ich ein fast reines Waldrevier gepachtet. Allerdings sind ca. 20ha nasse und sauere Wiesen vorhanden. Ehemalige Moorflächen halt. Pappeln, Kiefern, Hecken, Altgras, Bromm- und Himbeeren bilden die Randbepflanzung. Auch ein grösserer Teich ist vorhanden. Jetzt kann ich einen einzigen Fasanenhahn beobachten. Leider ohne Hennen :17: Anscheined der letzte seiner Art. Natürlich möchte ich jetzt was tun um nicht auch noch diesen zu verlieren. Es würde mich sehr reizen nächstes Jahr ein paar Hennen auszusetzen. Das jetzt alles möglich zu tun ist um Raubwild fern zu halten ist klar. Da wäre jetzt noch die Sache mit füttern. Soll ich oder soll ich es bleiben lassen?? Futterrohr wäre schnell aufgestellt. Habe nur Bedenken wegen dem Habicht :25: Wie würdet ihr die Sache angehen?? War schon jemand von euch in einer ähnlichen Situation?? :14:
Brauche gut Ideen von den Praktikern.......
 
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#2
mM nach ein deutliches Zeichen dafür,daß das Raubwild die Hennen während der Brut und AUfzuchtsphase inhaliert hat.Der Hahn baumt ganzjährig auf und wird deshalb nicht so schnell vom Raubwild nachts gerissen.(Marder mal ausgenommen,weil der die auch aus den Schlafbäumen holt)

Aussetzen laß voerst mal stecken.

Füttern auf alle Fälle ja,im dicksten Busch und an mehreren Stellen.Von saurer Wiese allein können die auch nicht leben.....

Das entscheidende ist die intensive Raubwildjagd.

Sofern in der Nachbarschaft Fasanen vorhanden sind und das Biotop paßt werden sich auch Hennen einfinden,die ,da Wildbruten, 1000mal wertvoller sind als die Volierenvögel an die Du "auf die Schnelle" kommst.....

Insgesammt beschreibst Du aber Dein Revier jetzt nicht so ,als ob es ein wirklich guter Fasanenbiotop wäre.....
 
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#3
Leupold hat gesagt.:
Dieses Jagdjahr habe ich ein fast reines Waldrevier gepachtet. Allerdings sind ca. 20ha nasse und sauere Wiesen vorhanden. Ehemalige Moorflächen halt.............Jetzt kann ich einen einzigen Fasanenhahn beobachten. Leider ohne Hennen :17: ...........anscheined der letzte seiner Art. Natürlich möchte ich jetzt was tun um nicht auch noch diesen zu verlieren.
Natürlich. Irgendwie ein wenig gefühlsduselig beschrieben mit dem letzten im Waldrevier verbliebenen Mohikaner, aber selbst die spärlichen Information zeigen doch deutlich, das so ein Unterfangen aus verschiedenen Gründen eigentlich sinn & chancenlos ist, wenngleich Deine Überlegungen erstmal erfreulich sind. Grundsätzlich natürlich.
 
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#4
Hähne beobachtet man erstmal viel leichter als Hennen, ich würde also die Flinte nicht gleich ins Korn werfen.

Wie dernieauslernt schon sagt würde ich auch 2-3 Fasanenschütten im wirklich dichten Busch unterbringen. Wenn das Biotop passt, Du konsequent das Raubwild bejagst und du mit dem füttern noch bisl nachhilfst kommen auch wilde Fasane wieder rein, bzw. stabilisiert sich der Besatz.

Aussetzen würde ich bleiben lassen, letztendlich ist das Raubwildfütterung.
 
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#5
Leupold hat gesagt.:
Dieses Jagdjahr habe ich ein fast reines Waldrevier gepachtet. Allerdings sind ca. 20ha nasse und sauere Wiesen vorhanden. Ehemalige Moorflächen halt. Pappeln, Kiefern, Hecken, Altgras, Bromm- und Himbeeren bilden die Randbepflanzung.

Sorry, ich möchte dich nicht enttäuschen, aber da kannst du Hennen dazusetzen wie du willst und es wird nichts werden.
Soweit ich mal gelernt habe, brauchen Fasane vor allem Wärme und auch trockenes Geläuf. Es darf auch mal Schilf sein,
aber nicht ausschließlich staunasse Wiesen.
Wir haben selber ein noch einigermaßen gutes Fasanenrevier, man kann da gut beobachten, wo sie sich aufhalten und was sie meiden. Auf den feuchteren Wiesen sind sie so gut wie nie.
 
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#6
Danke für die bisherigen Beiträge. Es ging mir ausschliesslich darum wie ich dem letzten Fasan noch helfen kann. Anscheinend hat es vorher in diesem Revier mehrere gegeben. Wenn ich da was machen könnte um wieder Fasane zu haben wäre das ein Erfolg. Für jeden guten Tip bin ich dankbar.
 
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#7
Hier gibts ja etliche wirkliche Fasanen - Experten. (Ich gehöre nicht dazu ... :13: )
Eventuell würde es ja helfen einige aussagekräftige Bilder von der Revierecke einzustellen.
Eventuell beschreibst du auch was ausserhalb des revieres so an Fasanen vorkommt und wie die gegend strukturiert ist.
Damit können die Fachleute sicher eher was anfangen.
Sonst ist das alles schon ziemliche Kaffeesatzleserei.

Waihei und Gruß

Kastljaga
 
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#8
Du musst die Fasanen vor dem Raubwild schützen.
D.h. unter anderem auch eine starke Fuchs Bejagung.
Hast du die nötige Zeit für die Fallenjagd?

Dann eine Fasanenschütte am besten so plazieren das dort kein Beutegreifer ran kommt.

Mehr fällt mir jetzt gerade auch nicht ein.
Mein Jagdherr hat auch schon versucht Fasanen auszusetzen, die habens aber nicht lange gemacht.
Die gezüchteten Tiere sind recht "doof" :19:
Die rennen sogar über die Strasse wenn ein Auto kommt.

Hab jetzt schon lange keine mehr gesehen bei uns, wird es wohl die letzten auch schon erwischt haben.

Grüße
Alexander
 
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#9
mal eben aussetzen ist raußgeschmissenes Geld
die Raubwildbejagung ist das A und O
sie kostet viel Geld und Zeit
einer alleine schafft das nicht, es sei denn er ist nicht gebunden und hat viel Zeit
 
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#10
@ Marderhund und Wildesau,
an der Zeit sollte es nicht liegen. Das Revier liegt 2km vor der Haustür und ich bin jeden Tag mindestens zwei mal dort. :27: Muss anscheinend ein paar Euro in Fallen investieren. Habt ihr Fallen und mit welchen hattet ihr den meisten Erfolg?? Je mehr ich mich mit dieser Sache befasse um so interessanter wird es :12:
 
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#13
Kastljaga hat gesagt.:
... alles schon ziemliche Kaffeesatzleserei ...
:27: Dein Problem wird hier im www alleine auch nicht von Fasanenexperten zu lösen sein. Der Bestand wird von so vielen Umständen bestimmt, dass die Einleitung von Maßnahmen nur durch eine genaue Kenntnis Deines Revieres und der Nachbarreviere zu begründen ist. Mit der Fangjagd zu beginnen, dass ist eine löbliche Absicht - das Ergebnis muss aber keineswegs zwangsläufig eine Bestandserholung sein.
btw: Damit ein Bestand sich erholt, muss erst einmal einer vorhanden sein.
 
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#14
Hi Skogman, gebe dir und allen Recht. Aber warum sollte ich die Flinte ins Korn werfen?? Hätte selbst nicht daran gedacht einem Hahn im Revier zu begegnen. Der Nächste, allerdings sehr dünne Besatzt an Fasanen ist mindestens 5km entfernt!! Da muss doch was zu machen sein. Es waren schliesslich Fasane im Revier. Das Erste wird wohl sein die Raubwildjagd zu intensivieren. Dann mal versuchen das Biotop zu verbessern. Da muss ich mich aber nochmal schlau machen was noch geht. Die Idee mit dem aussetzen werde ich mir überlegen. Klar das ich nicht tausende Euronen ausgeben will. Das würde auch meinen finanziellen Rahmen sprengen. Jetzt wären Tips zur Fallenart und Fallenbauart (Holz, Kunststoff etc.) zu gebrauchen.
 
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#15
Biotop muß stimmen(4W).Statt Weizen-W helfen auch Mais oder Susu als Biotopersatz. Bei mir gibts noch Einige ,weil die Lebensumstände passen und aus der Aue Nachschub einwandert.Wenn das nicht stimmt,bringt Aussetzen wenig.In den letzten Jahren gingen allerortens auch die Bestände zurück.Die Ursachen wurden untersucht und veröffentlicht.Fasane wandern auch größere Strecken,möglicherweise handelt es sich nur um ein solches Exemplar.Aber ich will Dir den Mut nicht nehmen,probiers einfach und sag den Nachbarn Bescheid..... :wink:
 
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