Nutria Bejagung TIPPS GESUCHT

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Bei uns im Revier gibt es Nutrias und ich weiss jetzt auch, wo.

Geräumige Kastenfallen sind vorhanden und ich habe alles gelesen, was ich dazu finden konnte.

Für das Revier gibt es eine explizite Schiesserlaubnis, die seltsamerweise nur für die Nutrias, nicht aber für die ebenfalls vorkommenden Bisam gilt - die müssen lebend freigelassen werden, wenn sie in die Kastenfalle gehen würden.


Nun die Frage:

Wer kennt diese Tiere (Wild ist es ja nicht) und kann etwas dazu sagen?
 

FTB

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Moin,

die gehen in alle Fallen, als Köder eignen sich z.B. Karotten und Äpfel.
In Niedersachsen ist der Schutz von Elterntieren ausgesetzt, in anderen Ländern nicht, meine ich. Muttertiere sind im Vorfeld kaum als solche zu erkennen.
Die Bejagung mit der Büchse geht anfangs gut, irgendwann werden sie vorsichtig.
Möchtest du irgendwas bestimmtes wissen?
 
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Man sieht an den oben bereits erwähnten Gräben und Kanälen ihre bevorzugten Wechsel und zudem im Uferbereich deutlich die Frassspuren. Meistens auf anliegenden Äckern. Zuckerrüben z.b. sind sehr beliebt, da liegt ja auch momentan noch genug rum. Sie gehen aber auch in frisch aufgelaufenes Getreide. Dort ansitzen und mit der Kugel bejagen klappt ganz gut.
 
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Moin @Streichelzoo,

erster Tipp: Wende Dich, sofern vorhanden, an den Nutriabeauftragten Eurer Landwirtschaftskammer oder an den zuständigen Wasserverband. Dort kriegst Du gute Unterstützung (auch in Form geeigneter Fallensysteme), etc...
Bei uns zahlt der Wasserverband zur Zeit eine Prämie von € 6,-/Nutriaschwanz.

zweiter Tipp: Nutrias gehen nicht allzu gern durch Kastenfallen hindurch - also eine Klappe geschlossen halten und so quasi einen Nutriabau simulieren. Gestreckte Nutrias in der Falle ausschweißen lassen => Artgeruch in der Falle (funktioniert zumindest bei mir gut).

dritter Tipp: die Falle möglichst nah an das Gewässer stellen - Nutrias gehen nicht gern allzu weit an Land.

Beköderung: Zuckerrüben, Äpfel, Birnen, Bananen, Rettich

Bei mir äsen sie im Moment sehr gern den Raps.

munter bleiben!!

hobo
 
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Ich habe mir überlegt, mich gegenüber des Ausstieges (der deutlich sichtbar ist) auf die andere Seite des Baches zu stellen und von dort aus mit Schrot zu sehen.

Mit der Bockbüchsflinte und Zielfernrohr mit LP sollte das auch in der Dämmerung gut gehen.

In RLP sind Nutrias wohl nicht so das Problem.
 

FTB

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Moin,
das klingt nach einem Plan. Man kann sie bei uns aber auch einfach tagsüber erwischen. Ein Jäger im Revier ist da sehr aktiv, unsere Strecke ist bei über 100. An Land geht Schrot natürlich, im Wasser ist KK besser.
 
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dritter Tipp: die Falle möglichst nah an das Gewässer stellen - Nutrias gehen nicht gern allzu weit an Land.

Ähem, zur Fallenarbeit kann ich mich nicht äußern, aber die gehen schon einige Meter, auf dem Acker sind sie gut bis 200-300 m unterwegs auch abseits der Gewässer. Reagieren allerdings deutlich auf Bejagung.
Wenn ich in dem Zusammenhang von Intervalljagd rede, klingt das lustig, funktioniert aber ganz gut.

Wende Dich, sofern vorhanden, an den Nutriabeauftragten Eurer Landwirtschaftskammer oder an den zuständigen Wasserverband. Dort kriegst Du gute Unterstützung (auch in Form geeigneter Fallensysteme), etc...
Bei uns zahlt der Wasserverband zur Zeit eine Prämie von € 6,-/Nutriaschwanz.

(y)(y)(y)

CdB
 
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Ich habe mir überlegt, mich gegenüber des Ausstieges (der deutlich sichtbar ist) auf die andere Seite des Baches zu stellen und von dort aus mit Schrot zu sehen.

Mit der Bockbüchsflinte und Zielfernrohr mit LP sollte das auch in der Dämmerung gut gehen.

In RLP sind Nutrias wohl nicht so das Problem.
Würde irgendwas leiseres nehmen.
Irgendwas Kleines mit Schalli oder/und Subsonic. Damit macht man sie nicht so scheckig und hat länger Erfolg, wenn es eben nur mal Bätsch macht, statt Booouuum.
 
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Scharfes Champignon-Rahm-Nutria, legga! :giggle:
KK oder Hornet, bei uns sind die quasi ein mal über die komplette Revierbreite verteilt, mal hier, mal dort eins entnehmen, auf die Art hab ich keine gravierende Reaktion bemerken können.
Und, wie gesagt: lecker :)
 
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Bei uns im Revier gibt es Nutrias und ich weiss jetzt auch, wo.

Geräumige Kastenfallen sind vorhanden und ich habe alles gelesen, was ich dazu finden konnte.

Für das Revier gibt es eine explizite Schiesserlaubnis, die seltsamerweise nur für die Nutrias, nicht aber für die ebenfalls vorkommenden Bisam gilt - die müssen lebend freigelassen werden, wenn sie in die Kastenfalle gehen würden.


Nun die Frage:

Wer kennt diese Tiere (Wild ist es ja nicht) und kann etwas dazu sagen?


Als allererstes, lass den Hund zu Hause!
Die Tiere können wenn sie sich bedroht fühlen, einem Hund tödliche Verletzungen zufügen.
Lassen sich sehr gut mit Mais locken, wenn sie Menschen nicht gewohnt sind, sind sie regelrecht doof...
Jetzt kommt es ein bisschen auf das Habitat an:
wenn ihr einen kleinen Teich oder See habt, Nutrias kommen ans Ufer, graben sehr gerne Löcher.
Bei einem Fließgewässer lassen sie sich gerne treiben, nur mit der Nase oben und irgendwo meinen sie an Land zu Hüpfen und Futter zu suchen.
Hier hat sich bewährt, eine Art Trittstufe in die Uferböschung zu graben, dann ein einfaches Holzbrett reindrücken als "Stufenbelag".
Und darauf dann Mais oder Zuckerrüben.
Meist kommen sie in der Dämmerung Abends, mag aber anders sein wenn sie Menschen nicht gewohnt sind.
Oftmals kann man mehrere nacheinander erlegen, weil Nutria nicht gerade die hellsten sind.
Aber bis zu 15Kg können sie schon haben und wenn im Wasser nicht schießen, die flüchten direkt in ihre unterwasserbauten wenn sie nicht sofort tödlich getroffen werden.
Wenn sie Junge haben zum Teil sehr aggressiv.
Ansonsten, .22 lfb und Tarnsitz in 15m Entfernung reichen. 5m gehen auch, wenn sie an der Fütterung sind, werden sie unvorsichtig, so wie der Auerhahn bei der Balz
Evtl zahlt dein Kreis eine Nutria Prämie, würde mich da mal informieren.
Offiziell brauchst du zum Verzehr bei Nutria eine Trichinenprobe, weil die hin und wieder mal eine Schnecke oder Flusskrebse futtern.
Aber bisher wurden bei Nutria keine Trichinen festgestellt, weshalb im Geslräch ist, die Probenpflicht abzuschaffen. Aber noch gilt sie ☺
 

FTB

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Als allererstes, lass den Hund zu Hause!
Die Tiere können wenn sie sich bedroht fühlen, einem Hund tödliche Verletzungen zufügen.
Lassen sich sehr gut mit Mais locken, wenn sie Menschen nicht gewohnt sind, sind sie regelrecht doof...
Jetzt kommt es ein bisschen auf das Habitat an:
wenn ihr einen kleinen Teich oder See habt, Nutrias kommen ans Ufer, graben sehr gerne Löcher.
Bei einem Fließgewässer lassen sie sich gerne treiben, nur mit der Nase oben und irgendwo meinen sie an Land zu Hüpfen und Futter zu suchen.
Hier hat sich bewährt, eine Art Trittstufe in die Uferböschung zu graben, dann ein einfaches Holzbrett reindrücken als "Stufenbelag".
Und darauf dann Mais oder Zuckerrüben.
Meist kommen sie in der Dämmerung Abends, mag aber anders sein wenn sie Menschen nicht gewohnt sind.
Oftmals kann man mehrere nacheinander erlegen, weil Nutria nicht gerade die hellsten sind.
Aber bis zu 15Kg können sie schon haben und wenn im Wasser nicht schießen, die flüchten direkt in ihre unterwasserbauten wenn sie nicht sofort tödlich getroffen werden.
Wenn sie Junge haben zum Teil sehr aggressiv.
Ansonsten, .22 lfb und Tarnsitz in 15m Entfernung reichen. 5m gehen auch, wenn sie an der Fütterung sind, werden sie unvorsichtig, so wie der Auerhahn bei der Balz
Evtl zahlt dein Kreis eine Nutria Prämie, würde mich da mal informieren.
Offiziell brauchst du zum Verzehr bei Nutria eine Trichinenprobe, weil die hin und wieder mal eine Schnecke oder Flusskrebse futtern.
Aber bisher wurden bei Nutria keine Trichinen festgestellt, weshalb im Geslräch ist, die Probenpflicht abzuschaffen. Aber noch gilt sie ☺


Wir haben mal über den Hegering die Mitteilung bekommen, dass die Trichinenuntersuchung nicht mehr vorgeschrieben ist.
Das gilt in Niedersachsen, ob es am Landesrecht liegt, oder bundesweit gültig ist, weiß ich leider nicht.
Das Schreiben dazu finde ich gerade nicht, aber eine Mitteilung v. LJN:

https://m.ljn.de/ueber_uns/aktuelles/news_artikel/news/nutria_wegfall_der_trichinenuntersuchung/


Edit: Liest sich wie "bundesweit", sicher bin ich mir da aber nicht. Wer Lust hat, kann sich ja mal durch die zitierte Verordnung lesen.
 
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Wir haben mal über den Hegering die Mitteilung bekommen, dass die Trichinenuntersuchung nicht mehr vorgeschrieben ist.
Das gilt in Niedersachsen, ob es am Landesrecht liegt, oder bundesweit gültig ist, weiß ich leider nicht.
Das Schreiben dazu finde ich gerade nicht, aber eine Mitteilung v. LJN:

https://m.ljn.de/ueber_uns/aktuelles/news_artikel/news/nutria_wegfall_der_trichinenuntersuchung/


Edit: Liest sich wie "bundesweit", sicher bin ich mir da aber nicht. Wer Lust hat, kann sich ja mal durch die zitierte Verordnung lesen.



Danke fürs einstellen, dachte es wäre noch nicht so weit☺
 
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11 Okt 2014
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Also, bei 15 Kilo wirklich KK?

Ich würde lieber Schrot (3,5 mm) oder 222 nehmen.

Gute alte BBF eben.

In RLP wurde die neue Regelung nicht umgesetzt, weil wohl vergessen wurde, das es Nutria gibt.
 
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Also, bei 15 Kilo wirklich KK?

Ich würde lieber Schrot (3,5 mm) oder 222 nehmen.

Gute alte BBF eben.

In RLP wurde die neue Regelung nicht umgesetzt, weil wohl vergessen wurde, das es Nutria gibt.

Mit .22 lfB oder .22 Mag kannst Du sie problemlos bejagen. Die "vertragen nicht viel", sofern die Kugel gut platziert ist. Mit Schrot gibt es eher Probleme.
Entgegen den Erfahrungen von @Cstar wurden die bei uns auch handzahm. In einem Teich wurden sie lange von Spaziergängern gefüttert. Die liefen danach einem eher hinterher als das sie Scheu zeigten. Leider konnte man sie dort wegen der Häuser nicht bejagen.
Angeflickt können sie Hunden schon zusetzen, allerdings sollte ein ausgewachsener Vorstehhund keine Probleme damit haben. Ansonsten wäre er auch für andere Aufgaben ungeeignet.
Sofern es Biber bei Euch gibt, verbietet sich die Bejagung im Gewässer, da die Verwechslungsgefahr zu hoch ist.
Grundsätzlich sehe ich die Fallenjagd als erfolgversprechender, da sie teilweise erst nachts an Land kommen. Normale Kastenfallen bringen bei uns die Strecke. Abschüsse sind immer Einzelerfolge geblieben, es sei denn, dass die ans Gewässer grenzende Feldfrucht besonders zieht.

wipi
 
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