Nwr ii

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#2
Noch mehr Bürokratie, v.a. für den kleinen Händler.

Interessant sind die Zahlen:

Eckwerte zum Nationalen Waffenregister


Zum 31.12.2016 waren beispielsweise im NWR gespeichert:
- ca. 970.000 private Waffenbesitzer mit jeweils mind. einer Waffe im Besitz
- ca. 5,9 Mio. Waffen und Waffenteile (inkl. z.B. bereits vernichteter oder exportierter Waffen)


davon - ca. 2,4 Mio. mit Bedürfnisgrund Jäger
- ca. 1,4 Mio. mit Bedürfnisgrund Sportschütze
- ca. 300.000 mit Bedürfnisgrund Waffensammler

- ca. 2,5 Mio. waffenrechtliche Erlaubnisse

davon - ca. 1,6 Mio. Standard-Waffenbesitzkarten

- ca. 260.000 Sportschützen-Waffenbesitzkarten („alt“ und „neu“) - ca. 10.000 Sammler-Waffenbesitzkarten
- ca. 3.500 Waffenhandelserlaubnisse
- ca. 600 Waffenherstellungserlaubnisse (gewerblich)



 
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#3
Das mit den knapp 1 Mio Waffenbesitzern war schon aus einer kleinen Anfrage bekannt, aber (zumindest mir) nicht, dass es aktuell nur so 4,2 Mio Waffen (-teile) aufgrund der üblichen Bedürfnisgründe gibt.
Ansonsten darf man wohl des NWR als gelungenes IT Großprojekt bezeichnen?
Wird mal Zeit, dass die WBK auch digitalisiert wird und man nicht immer zum Amt tigern muss.
 
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#4
[...]
Wird mal Zeit, dass die WBK auch digitalisiert wird und man nicht immer zum Amt tigern muss.
Ich bin mir gerade nicht sicher, ob Ironie vorliegt; tatsälich wäre das meiner Meinung nach eines der wenigen Digitlaiserungsprojekte, die ich gut fände. Jagdschein in Scheckkartenformat mit Chip. Eingestanz sind nur Name und JS-Nummer. Auf dem Chip direkt die WBK Funktion.
 
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#5
Ich bin mir gerade nicht sicher, ob Ironie vorliegt; tatsälich wäre das meiner Meinung nach eines der wenigen Digitlaiserungsprojekte, die ich gut fände. Jagdschein in Scheckkartenformat mit Chip. Eingestanz sind nur Name und JS-Nummer. Auf dem Chip direkt die WBK Funktion.
Und dann hat der Kontroll-Lurchi in der tiefsten Walachei kein Netz .... Und man muss alles stehen und liegen lassen und mit aufs nächste Amt.
 
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#6
Eckwerte zum Nationalen Waffenregister
Zum 31.12.2016 waren beispielsweise im NWR gespeichert:


  1. - ca. 970.000 private Waffenbesitzer mit jeweils mind. einer Waffe im Besitz

  2. - ca. 5,9 Mio. Waffen und Waffenteile (inkl. z.B. bereits vernichteter oder exportierter Waffen)
    davon
  3. - ca. 2,4 Mio. mit Bedürfnisgrund Jäger
  4. - ca. 1,4 Mio. mit Bedürfnisgrund Sportschütze
  5. - ca. 300.000 mit Bedürfnisgrund Waffensammler

  6. - ca. 2,5 Mio. waffenrechtliche Erlaubnisse
    davon
  7. - ca. 1,6 Mio. Standard-Waffenbesitzkarten
  8. - ca. 260.000 Sportschützen-Waffenbesitzkarten („alt“ und „neu“)
  9. - ca. 10.000 Sammler-Waffenbesitzkarten
  10. - ca. 3.500 Waffenhandelserlaubnisse
  11. - ca. 600 Waffenherstellungserlaubnisse (gewerblich)
Bei 1. stehen nur 970.000 private Waffenbesitzer, bei 6. aber 2,5 Mio waffenrechtliche Erlaubnisse - wie wird da was gezählt?
Bei 2. stehen 5,9 Mio, 2-5 = 4,1 Mio und die restlichen 1,8 Mio?
Bei 6. stehen 2,5 Mio, 7-11 = 1,8 Mio und die restlichen 626 Tsd?

Ich habe meine erste WBK damals ziemlich genau in der Jahresmitte bekommen, wenige Tage nachdem ich meinen ersten Jagdschein gelöst hatte, die WBK-Nr. <Lfd. Nr.>/<Jahr> ist nur um eins größer, als die genau so aufgebaute des Jagdscheins und liegt bei etwa 60. Selbst wenn man unterstellt, dass im zweiten Halbjahr genau so viele WBKen ausgestellt werden (Jagdschulen gab es damals noch nicht und die Jägerprüfung fand nur einmal jährlich im Frühjahr statt) wären das ca. 100 neue WBK pro Jahr.

Neulich sah ich einen Eintrag in einer "Erbwaffen-WBK": "übernommen aus der WBK 1976/73".
1973 mussten alle bis dahin frei verkäuflichen Langwaffen in eine WBK eingetragen werden (Stichwort: Altbesitz) und das WaffG wurde unter dem Eindruck der RAF deutlich strenger, ohne "Bedürfnis" kein Schusswaffenerwerb mehr.

Unterstellt man, dass diese knapp 2000 WBKen der Durchschnitt aller Landkreise und kreisfreien Städte wären (zusammen 320 in den alten Bundesländern), dann wären 1973 640.000 WBKen ausgestellt worden.
Natürlich ist das jetzt gut 40 Jahre her und etliche der 1973 und 1976 (Amnestie-Regelung für noch nicht gemeldete Waffen) dürften obsolet sein durch Erbschaft, Verkauf, Abgabe zur Vernichtung (wg. Schrankpflicht u. Erbwaffensperre).
Mir fehlt dieser "Altbesitz" in der Statistik trotzdem.


WaiHei
 
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#7
Ansonsten darf man wohl des NWR als gelungenes IT Großprojekt bezeichnen?
Gelungen in Bezug auf was genau?
Einhaltung der Termine
Einhaltung des Kostenrahmens (Entwicklung und lfd. Betrieb) - kennt jemand eine Zahl?
Volle Funktionalität
...

Das NWR ist ja eine vergleichsweise primitive Datenbank:
Tabelle Waffenbesitzer (ggf. mit Historie Umzüge, waffenrechtliche Erlaubnisse)
Tabelle Waffen (mit Lookup-Tabellen Waffentyp, Kaliber, Hersteller)
Tabelle Waffenbesitz (M:N-Relation: Personen-Id, Waffen-ID, Erwerbs- u. Verkaufsdatum - damit ist eine Waffe "verfolgbar")
Also nur ca. 8 Tabellen.

Das bisschen Front-End "d'rum 'rum" dürfte auch kein allzu großer Aufwand sein.


WaiHei
 
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#8
Ja, und wenn es nicht funktioniert, dann sitzen drei dutzend Leute im Flur rum und warten bis es weiter geht.... Um am Ende, nach drei Stunden Wartezeit, doch soweit zu sein, dass man alles auf Zettel vermerkt. Für eine spätere Eingabe....

Meine größten Bedenken sind einfach, was ist, wenn das nicht Berechtigte einsehen können. Warum oder wie auch immer....
Und, ich halte den Nutzen für noch nicht sichtbar. Dieser gigantische Aufwand wegen nicht mal einer Millionen Bürger? Selbes gilt auch für das NWR II. Ich hab es meinem Vater gesagt, Gott sei Dank sperren wir Ende 18 zu. Mein Vater, der einen PC mit der Kneifzange anfasst.... Da werden einige kleine Händler aufgeben. Noch ist ja auch nicht geklärt, wer die Schnittstelle übernehmen soll..... Bürokratisches Monster....
 
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#9
Bei 1. stehen nur 970.000 private Waffenbesitzer, bei 6. aber 2,5 Mio waffenrechtliche Erlaubnisse - wie wird da was gezählt?
Bei 2. stehen 5,9 Mio, 2-5 = 4,1 Mio und die restlichen 1,8 Mio?
Bei 6. stehen 2,5 Mio, 7-11 = 1,8 Mio und die restlichen 626 Tsd?
Ich sehe das so:
Personen <-> Scheine
Alle mal aufgenommenen (auch verschrottete, exportierte, Verluste) <-> aktuell vorhanden
Erlaubnisse für scharfe Waffen <-> kl. Waffenschein
 
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#10
Im Zusammenhang NWR II habe ich wohl letztens zwei Registriernummern in die WBK eingedruckt bekommen, am Rand.
Ab nächsten Jahr sollen die zur Identifikation zwischen Händler und Amt bei An- und Verkäufen dienen.

Frühestens ab nächstem Jahr, war die Auskunft.
 
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#11
Im Grunde kann uns das ja egal sein, wenn die im „System“ da extra Nummern vergeben. Interessant wäre, ob diese Nummer auch auf die Waffe muss irgendwann. Dann kannst nämlich alles an Sammlerwaffen in die Tonne hauen.... Auch muss das ja wer machen und bezahlen.
Ich hab dazu schon mal was geschrieben und auch nochmal versucht genaueres zu erfahren. War aber wie auch bei der Geschichte mit den Verbotenen Geschossen und Sammlermun ergebnislos....
 
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#13
Angeblich nur ID Nummer, damit der Händler keine Klarnamen verwenden muss.
Mit den Waffennummern hat das nix zu tun. Sonst müsste ja bei jedem Besitzerwechsel eine neuer Nummer drauf....

Die Nummer kam auch nur auf die neue WBK nicht auf die erste, volle.

Die Zeiten wo man beim Erwerb beim Händler einen von ihm hangeschriebenen Zettel mit den Daten zur Eintragung erhielt, sind damit wohl vorbei.
 
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#14
Angeblich nur ID Nummer, damit der Händler keine Klarnamen verwenden muss.
Mit den Waffennummern hat das nix zu tun. Sonst müsste ja bei jedem Besitzerwechsel eine neuer Nummer drauf....

Die Nummer kam auch nur auf die neue WBK nicht auf die erste, volle.

Die Zeiten wo man beim Erwerb beim Händler einen von ihm hangeschriebenen Zettel mit den Daten zur Eintragung erhielt, sind damit wohl vorbei.
Wieso Zettel, er muss die direkt eintragen.
 
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#15
Im Grunde kann uns das ja egal sein, wenn die im „System“ da extra Nummern vergeben. Interessant wäre, ob diese Nummer auch auf die Waffe muss irgendwann. Dann kannst nämlich alles an Sammlerwaffen in die Tonne hauen.... Auch muss das ja wer machen und bezahlen.
Ich hab dazu schon mal was geschrieben und auch nochmal versucht genaueres zu erfahren. War aber wie auch bei der Geschichte mit den Verbotenen Geschossen und Sammlermun ergebnislos....
Ich bin nun tatsächlich das erste Mal über das NWR froh.
Die Meldung mus sowieso raus.
Es wird aber einfacher, wenn ich das direkt selbst machen kann.
Das ist kein Aufwand und es entfällt ds Waffenhandelsbuch.
Mit etwas Glück hat man so auch noch den (auf den Einzelfall bezgerenzten) Einblick, ob eine gültige EWB vorliegt.
Könnte den Versand der WBK sparen.

Mein "Schmerzen" mit dem NWR sind der viel zu große Kreis Zugriffsberechtigter und die Datensicherheit.
 
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