ÖJV und die "Trophäenballerer"

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eine Blutwurst steht am Waldesrand den Wachturm fest in linker Hand.;)
Ein Förster sieht Ihn alleine stehen kann nicht einfach weiter gehen.(y)
So steht heut der Förster mit Blutwurst am Waldesrand beide den Wachturm fest in linker Hand.;)
 
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Was schlägst Du vor? Ich bin z.B. für Vorzeigepflicht jedes erlegten Stückes Schalenwild.
Da wird die Statistik dann schon mal ehrlicher.
genau und der Nachweis muss gegenüber dem Förster erbracht werden :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO: Eure feuchten Träume möchte ich auch nicht haben
 
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@ Bluadwurz: Ergänzung - Jagd ist ein Eigentumsrecht und kann daher vom Eigentümer, faktisch erst vom Eigenjagdeigentümer, innerhalb gesetzlicher Schranken so ausgeübt werden, wie er/sie/es das wollen. Das kann dienend für Land- und Forstwirtschaft sein, das kann auch als Dambordell geführt werden.
Für die hier Schreibenden, die in der übergroßen Mehrzahl Begehr oder Pächter sein dürften, gilt, dass sie gemäß den Grundeigentümerzielen jagen sollten. Tun sie es nicht, sind sie am falschen Ort.
@OberförsterVS

herzlichen Dank, dass Du es speziell in deinem letzten Absatz sehr schlicht aber absolut zutreffend auf den Punkt gebracht hast.

Soweit ich ein Revier pachte, bzw. pachten möchte, stimme ich mich sinnvollerweise mit dem Eigentümer ab und mit sonst niemandem ... schon gar nicht mit irgendeinem imaginären (nicht klar definierten) gesamtgesellschaftlichen Auftrag (der mich moralisch gleich ein wenig erhabener macht). Kann ich mit den Zielsetzungen des Eigentümers umgehen und denke sie erfüllen zu können und auch zu wollen, kommt eine Pacht oder auch ein Begehungsschein in Frage. Kann oder will ich die Pacht nicht bezahlen, erledigt sich aber bereits im Vorfeld der Interessenabgleich.

Nach meiner Auffassung ist es mehr als legitim, mit dem Waldeigentum ökonomische Ziele zu verbinden und im Kontext der Nutzung darauf zu achten, dass die 'Mitagierenden' diesen Zielsetzungen nicht im Wege stehen oder sie auch bestenfalls mit stützen. Es erscheint ratsam, meinen Pachtpreis so zu gestalten, dass ich als Eigentümer auch die Jagenden finde, die bereit sind, meine Ziele zu 'supporten'.

Wer als Waldbesitzer oder dessen Vertreter in Zeiten spezifischer Kalamitäten und einer anzunehmenden Klimaveränderung über das zukünftige Setup seines Eigentums und dessen nachhaltiger Sicherung nachdenkt, hat jedes erdenkliche Recht dazu. Nach meiner Einschätzung ist er gut beraten, sich die Mitstreiter zu suchen, die sich der Verfolgung auch dieser mittel-/ langfristigen Zielsetzungen anschließen können und wollen.

Soweit sich in diesem Dunstkreis Waldbesitzer oder deren Beauftragte (bis zu einem gewissen Maße) in einem ÖJV zusammenschließen um sich ein wahrnehmbares Sprachrohr zu schaffen, kann ich das nachvollziehen. Sympathisch fände ich es, wenn sie dann auch ein klares Bekenntnis zu den berechtigten ökonomischen Zielsetzungen leisten würden. Noch sympathischer fände ich es, wenn die Art der Öffentlichkeitsarbeit weniger abgrenzend und offensichtlich feindselig wäre.

Nach meiner Einschätzung sind die genannten Waldbesitzer sehr gut beraten vorsichtig zu sein, wenn sie nun die - neu entdeckten - ökologischen Zielsetzungen so sehr auf ihr sichtbares Schild heben, ihr Eigentum aber weiterhin ökonomisch sinnvoll nutzen wollen. Wenn ich das richtig beurteile, frisst da die Revolution sehr schnell ihre Kinder.

In NRW haben Waldbesitzer und Forst schon einen kleinen Vorgeschmack von grüner Öko-Politik bekommen und Herr Remmel hat in seiner Amtszeit bereits durchblicken lassen, was er von Förstern und den Zielen der Waldbesitzer so hält: im Zweifelsfalle gar nix und er schreckte bekanntlich auch nicht davor zurück, im Kontext seiner Nationalpark-Senne Fantasien, das so ausdrücklich zu formulieren.

Wer im Umfeld der vorgenannten ÖJV-Waldbesitzer und deren Interessenvertreter jagt und wem das ggf. auch eine/ die wirtschaftlich darstellbare Eintrittskarte liefert, der mag das tun. Soweit derjenige sich aber dann als Erfüllungsgehilfe eines nicht definierten gesamtgesellschaftlichen Auftrages gibt und die einzig zukünftig legitimierte und zulässige Form der Jagd propagiert, weist er sich - in der Realität - als jemand aus, der ansonsten nicht mitspielen darf oder kann und nun eine Kanzel gefunden hat, von der er endlich mal auf die bösen Wohlstandsjäger hinunter predigen kann.

Der Ruf nach dem Staat zeigt auch hier das Ausmaß der eigenen Unselbstständigkeit und dem Vermeiden eigener Verantwortung. Da wird dann der Wunsch nach endlich gerechter, sozialistischer Umverteilung des Jagdrechtes sichtbar. Wie schön wäre es doch, wenn das Jagdrecht/ das Bejagungsrecht mit der Nähe zur reinen sozialistischen, ökologischen Lehre korrelieren würde. Nach Helmut Kohls ehemaliger Definition sind wir mit einer Staatsquote von über 50% ja bereits mitten im Sozialismus.


grosso
 
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... Der missionarische Eifer der ÖJV Hobby Funktionäre ist beeindruckend, aber auch ein bißchen erschreckend ...
Eigentlich mehr als nur ein "bißchen" erschreckend, weil dieser jakobinische Eifer ja derzeit alle gesellschaftlichen Bereiche durchdringt. Wenn Moral zur Ersatzreligion wird, dann sind Diejenigen, welche von der eigenen moralischen Höherbegabung ausgehen, immer in der ersten Reihe um jede Abweichung vom vorgeschriebenen Tugendpfad mit der Humorlosigkeit mittelalterlicher Tugendrichter anzuklagen.

Ginge es nur um das Thema Jagd und nicht um so ernsthafte Konsequenzen, man könnte darüber lachen. Auf der einen Seite der gute Jäger, der sich aus Idealismus in den Dienst der Gesellschaft stellt und sogar ganz grundsätzlich dauerhaft finanzielle Einbußen hinnimmt, nur um der guten Sache der ökologischen Jagd zu dienen. Und auf der anderen Seite der böse Jäger, der die Jagd zum eigenen Vergnügen und ohne den moralischen Überbau eines höheren Auftrages ausübt und dafür sogar noch in nicht unerheblichem Maße eigene finanzielle Mittel (die zu haben ohnehin schon Ausweis gesellschaftsfeindlicher Gesinnung ist) einsetzt. Platter geht's kaum.

Ich plädiere - nicht nur hier - für mehr Gelassenheit. Eine Jägerschaft, die abweichende Meinungen mit zukünftigen Sanktionen bedroht und die Schere am "Warum jemand jagt" statt am "Wie jemand jagt" anlegt, fällt deutlich hinter die Maßstäbe jeder aufgeklärten Gesellschaft zurück.

Denkbar wäre ja auch, daß man sich hart streitet, ohne unliebsamen Diskutanten "Bullshit" vorzuwerfen und / oder "den Golfplatz" zu empfehlen. Als Gegengift zu solchem Niveauverlust empfehle ich: mehr Sportlichkeit, mehr Widerspruchsgeist, mehr Humor.

Nachtrag: Darf ich den Begriff "Sportlichkeit" überhaupt in einem deutschen Jagdforum benutzen? ;)
 
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Wie das Demokratieverständnis im BJV verstanden, wird haben ja der Vocke und seine Konsorten gezeigt. Soweit ist da Russland nicht mehr entfernt!
Und der nächste Haken wird geschlagen, immerweg vom Punkt deiner Unkenntnis.
Der BJV ist hier nicht Thema, hat auch nichts mit deinem unterstellten Demokratieverständnis im DJV zu tun, tatsächlich hat er mitdem DJV überhaupt nichts zu tun. Aber sei es drum, sprich doch mal deine eigenen Erfahrumgen als BJV- Mitglied hier an. Dazu kommen dann noch deine frisch erworbenen Kenntnisse zur Mitgliederstruktur des ÖJV und schon bist du als Diskussionsteilnehmer ernstzunehmen.

Andernfalls bleib bei deinen allseits belächelten, plumpen Provokationen.


CdB
 
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@ Bluadwurz: Ergänzung - Jagd ist ein Eigentumsrecht und kann daher vom Eigentümer, faktisch erst vom Eigenjagdeigentümer, innerhalb gesetzlicher Schranken so ausgeübt werden, wie er/sie/es das wollen. Das kann dienend für Land- und Forstwirtschaft sein, das kann auch als Dambordell geführt werden.
Für die hier Schreibenden, die in der übergroßen Mehrzahl Begehr oder Pächter sein dürften, gilt, dass sie gemäß den Grundeigentümerzielen jagen sollten. Tun sie es nicht, sind sie am falschen Ort.
Hab grad nachgeschaut, noch keine Überweisung auf mein Konto der Grundeigentümer auf deren Boden ich jage gefunden.
Lief bisher immer umgekehrt.
Also jage ich weiter wie Ich es für richtig halte.
 
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Genauso ist das und weil ich das - im Gegensatz zu Dir - mache, schaue ich mir auch an, wie das mit den FLächenverhältnissen in D ist (Flächen mit Schutzstatus, etc) und wie wichtig Holz als Rohstoff in der Zukunft sein wird. Und ich schaue mir auch die Jagd in D an und stelle fest, dass zahlreiche Landesforsten ganz klare jagdliche Strategien präferieren, zum Teil Flächen auch gar nicht mehr verpachten sondern in Regiejagd erledigen. Aber einfach mal abwarten, wie sich die Jagd entwickelt ....
Prächtiges Beispiel zum Schauen über den Tellerrand: Du schaust offensichtlich lediglich auf die Waldflächen des Staatsforstes und vergißt die rund anderen 50% in privater Hand gefliessentlich. Von den landwirtschaftlichen Flächen ganz zu schweigen.
Bleib bei Deinen Ansichten und werde glücklich, verschone uns aber bitte künftig mit beleidigenden und diffamierenden Beiträgen zu Personen die Du nicht beurteilen kannst.

wipi
 
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Was schlägst Du vor? Ich bin z.B. für Vorzeigepflicht jedes erlegten Stückes Schalenwild.
Da wird die Statistik dann schon mal ehrlicher.
Geeenau - der Teufel steckt auch hier im Detail.
Am einfachsten werden alle Forderungen am leichtesten von solchen "Jägern" erfüllt, die nicht jagen.
Wenn wir schon dabei sind, dann aber auch mit welchem Aufwand an Zeit, Munition und Sprit gejagd wird. Vorher werden natürlich zumindest die beiden letzten Aspekte von den Vorschreiberist/innen festgelegt.
Die Ordnungsämter benötigen dafür Fachkräfte, die ökologischen Ambitionen keinen Zwang antun müssen.
Vorschriften reizen zu deren Umgehungen, was die Vorschreiberisten nicht weiter stört, rechnen sie doch einfach mit dafür entwickelten PC-Programmen die relevanten Zahlen einfach hoch.
Bafin lässt grüßen.
 
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Grunsätzlich würde ich jetzt mal vorschlagen, wir atmen tief durch, vergessen den "Spiegel" und hören auf, mit Dreck zu werfen. Per Saldo über die vergangenen Jahrzehnte betrachtet, zöge die wohlständige Hobby-Jägerschaft nämlich glasklar den Kürzeren und ob sie für die Zukunft reif und fit ist, muss sie erst noch beweisen.
Hobbyjäger... Wenn ich das schon wieder lese... Ich hoffe Sie brauchen nie die Hilfe der freiwilligen Feuerwehr. Nennt mich hier jemand so, dessen Adresse dann irgendwann auf meinem Melder steht, denke ich mir meinen Teil.
 
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@ Bluadwurz: Ergänzung - Jagd ist ein Eigentumsrecht und kann daher vom Eigentümer, faktisch erst vom Eigenjagdeigentümer, innerhalb gesetzlicher Schranken so ausgeübt werden, wie er/sie/es das wollen. Das kann dienend für Land- und Forstwirtschaft sein, das kann auch als Dambordell geführt werden.
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Will man es so formaljuristisch sehen, dann gilt für einen Jagdpächter erstmal lediglich die Gesetzeslage und der Pachtvertrag - nichts anderes. Stehen die Ziele der Eigentümer im Vertrag fest, ist ja alles in Deinem Sinne geregelt. Tun sie das nicht, ist das eben das Problem des Verpächters - und nicht das des Oberforstamtes.

Erfüllt der Pächter seinen Vertrag, braucht sich wahrlich niemand zu beschweren. So die Eigentümer befinden, die Jagd würde nicht nach ihren Wünschen ausgeübt, steht es ihnen frei, einen anderen Pächter zu suchen, eine Regiejagd zu betreiben oder einen Berufsjäger zu bestellen.

Letzteres wurde hier notwendig, da das Revier, das ich nun pachte einige Monate brach lag. Die Kosten von einigen tausend Euro in wenigen Monaten wollte seltsamerweise niemand dauerhaft übernehmen, überstiegen sie doch den jährlichen Wildschaden um ein vielfaches.

Natürlich tut man als Pächter gut daran, sich mit den Landeigentümern gut zu stellen - das Leben wird eben ganz wesentlich vereinfacht. Das bedeutet aber nicht, daß man sich zu deren Dienstleister degradieren lässt. Wozu auch? Man bezahlt gutes Geld und trägt alle weiteren Kosten auch noch selbst. Sogar für Schäden steht man gerade.

Das ist beim Forst natürlich anders, schließlich gehört die Jagd dort zur Berufspflicht. Befehl und Gehorsam, fertig. Die Kosten übernimmt eine Kostenstelle, nur der Amtsleiter muss eben dafür Sorge tragen, daß am Ende des Jahres die Zahlen halbwegs vertretbar sind.
Das Prinzip ist aber eben nicht überall anwendbar, erst recht nicht in der freien Welt.
 
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11 Jan 2006
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- in der Realität - als jemand aus, der ansonsten nicht mitspielen darf oder kann und nun eine Kanzel gefunden hat, von der er endlich mal auf die bösen Wohlstandsjäger hinunter predigen kann. Der Ruf nach dem Staat zeigt auch hier das Ausmaß der eigenen Unselbstständigkeit und dem Vermeiden eigener Verantwortung. Da wird dann der Wunsch nach endlich gerechter, sozialistischer Umverteilung des Jagdrechtes sichtbar. Wie schön wäre es doch, wenn das Jagdrecht/ das Bejagungsrecht mit der Nähe zur reinen sozialistischen, ökologischen Lehre korrelieren würde.
grosso
Der Jagdvirus war schon immer in den Kreisen der Reichen und Mächtigen verbreitet. Nur wenige blieben davon verschont. Kaiser Wilhelm II, Erich H. US Präsident Theodore R. usw. Alle hatten willige, fachkundige Helfer in ihrem Beritt.
Die 3 größen Massenschlächter der mod. Geschichte waren übrigens privat keine Jäger.
Der älteste Jungjäger aller Zeiten war der Pharao Tutanchamun .
 
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Hobbyjäger... Wenn ich das schon wieder lese... Ich hoffe Sie brauchen nie die Hilfe der freiwilligen Feuerwehr. Nennt mich hier jemand so, dessen Adresse dann irgendwann auf meinem Melder steht, denke ich mir meinen Teil.
Da denk ich mir dann nicht viel, da dreh ich mich auf die andere Seite und schlaf weiter.
Ich muss meine Gesundheit/Leben nicht dür irgendein blödes A********* riskieren.
 
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Hobbyjäger... Wenn ich das schon wieder lese... Ich hoffe Sie brauchen nie die Hilfe der freiwilligen Feuerwehr. Nennt mich hier jemand so, dessen Adresse dann irgendwann auf meinem Melder steht, denke ich mir meinen Teil.
Kamerad auf die 1.000.000,- Hobby Feuerwehr Leute kann so eine Blutwurst gut verzichten wir haben doch eh keine Ahnung.

UBM Dergerl
 
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