Ökojäger unter Verdacht

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Im "Nationalpark" Berchtesgaden gibt´s eben keinen "Hirschflüsterer" ...

"Verein Wildes Bayern e.V.
Seit über 20 Jahren hat ist Thomas Tscherne nicht nur Pächter einer Jagd im Angertal, sondern rettet die Tiere mit seiner Fütterung auch über den Winter. Auch viele Waisenkinder, deren Mütter - ohne Rücksicht auf die Waisenkinder - abgeschossen wurden, sind unter seinen Schützlingen..."


https://www.youtube.com/watch?v=lUqMGjt3x4o

https://forum.wildundhund.de/threads/bundesforste-waisenkind.120732/
 
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Muß die Alte mit Ihrem Jagdhund ausgerechnet DA rumlaufen?
Was hat die denn da verloren?
 
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Im "Nationalpark" Berchtesgaden gibt´s eben keinen "Hirschflüsterer" ...

"Verein Wildes Bayern e.V.
Seit über 20 Jahren hat ist Thomas Tscherne nicht nur Pächter einer Jagd im Angertal, sondern rettet die Tiere mit seiner Fütterung auch über den Winter. Auch viele Waisenkinder, deren Mütter - ohne Rücksicht auf die Waisenkinder - abgeschossen wurden, sind unter seinen Schützlingen..."


https://www.youtube.com/watch?v=lUqMGjt3x4o

https://forum.wildundhund.de/threads/bundesforste-waisenkind.120732/
Vielleicht sind sie ja auch verhungert weil sie sich mal zu weit vom tscherne-Buffet wegbewegt haben und nie gelernt haben das am Boden auch essbares wächst? 🤪
 

steve

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Für eine promovierte Biologin kommt Frau Miller aber erstaunlich schnell und unwissenschaftlich zu einer Bewertung der Todesursache. Wenn sie so weiter macht qualifiziert sie sich noch für eine Leitungsfunktion bei PETA.

Das sehe ich auch so. Ich hab bisher keinen Ökojäger kennengelernt der sauber jagt. Aber dieser Rückschluss ohne Begründung vermag mir nicht einleuchten.
 
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Das sehe ich auch so. Ich hab bisher keinen Ökojäger kennengelernt der sauber jagt. Aber dieser Rückschluss ohne Begründung vermag mir nicht einleuchten.
Genau. Wobei sich bei Deiner Aussage die Frage stellt, was Du
a) unter Ökojäger verstehst und
b) unter sauber jagen.

Wenn man nämlich unter Ökojäger Jäger versteht, die nicht sauber jagen, ist das ja mehr als logisch...;)

Zum Artikel

Man kann ja über vieles diskutieren, über Abschusshöhen, über Jagdformen, etc...

Aber der ganze Artikel ist ein Konstrukt von Behauptungen und Anschuldigungen...

Geht schon in der Überschrift los... "Dutzende Kälber"... im Artikel wird dann ein knappes Dutzend draus. Auf welcher Fläche? Der Königssee selber hat 500 ha sein Einzugsgebiet einige tausend. umringt von steilen Berghängen. Im Januar hats relativ zügig starke Schneefälle gegeben. Ohne eine Untersuchung der gefundenen Kadaver hinsichtlich Fettgehalt etc wäre ich mit solchen Schlüssen extrem vorsichtig. Aber das will die gute Millerin gar nicht sein. Selöbst wenn alles gar nicht stimmt, es bleibt genug dran hängen. Nicht zu vergessen der Seitenhieb, dass mit ÖJV-Förstern besetzt wird. Ich kenn keine Stelle, die nach Parteibuch besetzt wird. Die allermeisten in Leitungsposition haben mit dem ÖJV aber so was von wenig zu tun. Im Gegenteil: Man hört eher mal davon, dass Leitungsdienstler wegen zu viel ÖJV-geplänkel mal zur Ordnung gerufen worden sein sollen.
Ganz abgesehen davon, dass Nationalpark dem Umweltministerium untersteht, und nicht dem "Forstministerium"
Bei dem ganzen braucht sich die Miller auch nicht beschweren, dass keiner mit Ihr tanzen will.
Auf "der" oder "die hat aber angefangen" will ich mich jetzt nicht herablassen..

Wohl gemerkt: Natürlich kann es eine Ursache sein, dass den Kälbern ihre Mutter weggeschossen wurde, und dann isses eine mords Sauerei, im Gebirg gleich dreimal. Ich kanns nicht ausschließen, auch wenns ich für unwahrscheinlich halte, aber dann soll man auch Beweise oder zumindest belastende Hinweise bringen, oder eben so formulieren wies is: eine Vermutung.
 
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Mir hat einmal ein alter Förster - zufällig aus dieser Gegend - sein Leid geklagt. Er meinte sinngemäß:
"Die Menschen haben kein Verständnis mehr für die Jagd. Sie wollen, besonders im Nationalpark, dass die Wildtiere in Ruhe gelassen werden und sich die Natur ungestört entfalten kann. Andererseits gibts jedesmal wenn ein Skigeher oder eine Schulklasse ein Rehskelett entdeckt, einen Aufschrei. Wir können gerne aufhören zu jagen, aber dann muss die Bevölkerung zur Kenntnis nehmen dass der Tod durch Hunger und Krankheit zur intakten Natur einfach dazugehört."

Ich werfe mal eine provokante Frage auf:
Wie wäre wohl der Artikel und das Urteil von Frau Miller ausgefallen wenn die Kälber nicht verhungert, sondern von einem Wolfsrudel gerissen worden wären (mit Sicherheit auch kein "schöner" Tod)? Einfach mal drüber nachdenken :rolleyes:
 
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Frage an Sender Jerewan: Ist es richtig gedacht,daß sich totgeweihte,hungernde Rotkälber auf sogenannten Kälberfriedhöfen sammeln ? Antwort: Im Prinzip ja ,das wurde ihnen von Rotwildfachkräften in einschlägigen Foren so beigebracht !
 
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Super Typen halt die vom ÖJV... Jagdgesetzte gelten nur für die anderen, wir machen das besser!

Hackt ihr mal einen Baum um, dann stehen die gleich auf der Matte.
 
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"Als Christine Miller am Karsamstag mit ihrem Jagdhund an den Ufern des Königs- und des Obersees entlang ging, stockte ihr der Atem: An beiden Gewässern fand sie nahe der Wanderwege ein knappes Dutzend verhungerte Rotwild-Kälber."
Dann muss die Frau ja ganz schön Kilometer gemacht haben, wenn sie da alle Wanderwege abgelaufen ist und rechts und links davon gesucht hat. Wenn ich mir die so anschaue ist das schon eine ganz schöne Leistung - in dem Alter. Und so ein Zufall aber auch, dass ausgerechnet die Traditionshardlinerin schlechthin beim Spazierengehen tote Rotwildkälber findet.
Interessant ist auch, dass in der Überschrift noch von "duzenden" Kälbern geredet wird, einen Absatz später sind es dann aber nichtmal ein duzend.

„Als Erklärung gibt es nur, dass die Mütter gefehlt haben“, sagt Miller .
„Das ist ein höchst unnatürlicher Vorgang, der nichts mit der natürlichen Wintersterblichkeit zu tun hat. Erwachsene vitale Hirschkühe sterben nicht einfach so.“

Aha, eine promovierte Biologin weiß also ganz genau, dass alle betreffenden Hirschkühe vollkommen vital waren und dass es absolut unmöglich ist, dass auch mal gesunde Tiere dem winterlichen Flaschenhals zum Opfer fallen. Und wie kann man mit so einer Sicherheit schließen, dass der Tot eines Kalbs zwingend aus dem Tot des Alttieres resultiert haben muss?Ist es nicht möglich, dass es bei den harten Witterungsbedingungen des letzten Winters vermehrt vorgekommen ist, dass besonders schwächer konditionierte Alttiere ihre Kälber nicht mehr ernähren konnten und sie deshalb zurücklassen mussten?

"Würde doch einmal ein Tier sterben, dann nur mit seinem Jungen."
Was soll das heißen? Dass ein Kalb sich im natürlichen Todesfall der Mutter grundsätzlich neben diese legt, um auf den eigenen Tod zu warten? Oder dass ein Muttertier, dessen Kalb stirbt immer sofort dessen Beispiel folgt?

"Der Fund [...] deute folglich darauf hin, dass die Kälber verwaist waren, weil ihre Mütter geschossen worden[...]"

Das ist gerade nach so einem Winter schon eine ziemlich steile These.

""Das endet für die Kälbchen im Gebirge fast immer tödlich“, weiß Miller."
Solche Verniedlichungen sind ein beliebtes (Propaganda-)stilmittel, um bei einem ahnungslosen Publikum das maximale Maß an Mitleid mit den armen Tierchen zu erzeugen, sodass sich Frau Miller dann als edle Retterin des Wildes präsentieren kann. Ähnliches hat man auch in der "Gams am Abgrund" - Debatte schon lesen dürfen. Frau Miller sollte sich mal was Neues ausdenken.

„Sie verharrten während der Winterwochen dort, bis sie erschöpft waren und am Ufer zusammenbrachen und starben.“
Das macht Frau Miller ... woran genau fest?

"Ihre Mütter sind für die Rotwildkälber die Garanten für das Überleben."
Nein, sind sie nicht. Auch ein Muttertier kann dem Kalb ein Überleben des Winters nicht garantieren.

"Jede freiwerdende Förster- oder Berufsjägerstelle werde von Kadern des Ökologischen Jagdverbands besetzt."
Schon interessant, wie hier auf Biegen und Brechen versucht wird, den Bogen von der Nationalparkverwaltung zum ÖJV zu schlagen, um das reißerische "Ökojäger unter Verdacht" in den Titel schreiben zu können.

"Deren Tätigkeit entziehe sich jeder Kontrolle."
Inwiefern entziehen sich diese "Ökoberufsjäger" jeder Kontrolle? Und warum entziehen die sich mehr jeder Kontrolle als jeder andere Jäger bzw. ihre nicht-ökologischen Vorgänger? Soweit ich weiß gibt es in solchen Bereichen ziemlichen Ärger, wenn ein Alttier ohne das Kalb daliegt. Also wie genau sollen die eine solche Menge an Alttieren verschwinden lassen?

Der ganze Artikel ist nichts anderes als eine Aneinanderreihung von Behauptungen, Unterstellungen und stumpfer Hetze. Aber diese Strategie ist ja eigentlich nichts Neues.
Sollte Frau Miller wirklich Behauptungen ohne jeden Beweis verbreiten, wäre das eigentlich mal eine Anzeige wert.
 
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