Ökologische Jagd

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Bluadwurz ist jedenfalls nicht Pressesprecher des ÖJV. Ob ersie überhaupt Mitglied ist, wage ich zu bezweifeln. Auf eine PN, um die er ja gebeten hat, hat er nicht reagiert.
Ich habe ihn auch deshalb ausgeblendet, weil ich bei mir merke, dass ich bei ihm immer ÖJV mitdenke. Das wird dem ÖJV nicht gerecht. Ich teile viele Einschätzungen des ÖJV nicht, vor allem im Bereich Niederwild und Prädatoren, aber bislang war der ÖJV eher neutral bei mir eingestuft, weder negativ noch positiv, so in etwa wie die AbL im landwirtschaftlichen Verbände-Kanon. Das wollte ich so beibehalten.
 
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Bluadwurz ist jedenfalls nicht Pressesprecher des ÖJV. Ob ersie überhaupt Mitglied ist, wage ich zu bezweifeln. Auf eine PN, um die er ja gebeten hat, hat er nicht reagiert.
Dennoch ist es ja gerade in letzter Zeit ein beliebtes politisches Stilmittel, die Extremen vorzuschicken um deren Position dann im Anschluss als vermeintliche Einzelmeinung halbherzig zu relativieren.

Die Version von "geplatzten Kragen" und / oder "durchgegangenen Gäulen" unter der Überschrift "ist jedem einmal passiert" kann ich nicht im Ansatz nachvollziehen - schließlich äußern wir uns hier schriftlich, also nicht so wirklich spontan, sondern mit Wissen und Wollen und erst nach dem Klick zum Absenden.

Mir ist darum noch nie ein Post "rausgerutscht" - oder seit von Storch "mausgerutscht" - dessen Inhalte ich danach bereut habe.
 
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Nicht jeder, verehrter @Skogman, schafft es die Contenance so konsequent einzuhalten wie Du. Ich auch nicht. Und rückblickend gibt es sich einige meiner Posts, die ich nicht mehr so schreiben würde, weil sie entweder unangemessen unfreundlich waren oder im Ton zu hitzig. Fühlte sich jemand beleidigt, habe ich mich entschuldigt. Mit der Zeit und der Erfahrung in diesem Medium bin ich ruhiger geworden, man muss auch nicht zu jedem Altmetall seine Meinung kundtun.

Zu einem aus meiner Sicht wichtigen Thema, man könnte statt „ökologische Jagd“ auch „naturverträgliche“ oder „gesellschaftsnützliche Jagd“ sagen, ist es bedauerlich, wenn der Eine oder Andere vom Thema abgleitet oder dies gar bewusst macht, aus welchem Grund auch immer.

Wieviel Gestörte sich zu einem Thema äußern können, von dem sie keine Asieht man an Querdenkern und anderen Verschwörungsspezialisten.
 
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Bluadwurz ist jedenfalls nicht Pressesprecher des ÖJV. Ob ersie überhaupt Mitglied ist, wage ich zu bezweifeln. Auf eine PN, um die er ja gebeten hat, hat er nicht reagiert.
Mein lieber Herr Oberförster, ich bin kein Angestellter einer öffentlich-rechtlichen Anstalt. Da hast Du Vorteile, die ich nicht genieße und somit kann ich auch nicht immer im Zirkus anwesend sein. Und im Wald bzw. auf dem Feld ist es jetzt schnell finster. Da schleppt der Bluadwurz momentan andere Technik mit, sodass er Dir auch da nicht immer sofort antworten kann. Aber mittlerweile habe ich es ja - lieb und brav wie ich nun mal bin - ausführlich nachgeholt. ;)
 
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Ich kann ja dem Argument etwas abgewinnen, wenn ein höherer Abschuss beim Schalenwild gefordert wird. Wenn aber Raubwild nicht bejagt werden soll weil man das Wildbret nicht essen kann bzw. weil das "niemand" versteht warum man diese putzigen Füchse totschießen muss, frage ich mich wie man es dann mit dem Artenschutz hält. Jagd bedeutet nicht, nur das Schalenwild zu bejagen sondern auch z.B.: den übermäßigen Raubwilddruck für das nicht jagbare Wild zu reduzieren. Als Jäger sollte man unsere Kulturlandschaft als Ganzes sehen und nicht nur einen Teil. Ich hatte noch nie das Problem jemanden mein Tun zu erklären (nicht zu verwechseln mit rechtfertigen) und die meisten verstanden danach sogar die Notwendigkeit der Raubwildbejagung.
Wenn aber jemanden als Jäger Schlagwörter wie Hobbyjäger im negativen Sinne, teitscher Jäger, Bauernjäger, Lodenjockel usw. benutzt, frage ich mich, ob diese Person wirklich an einer Diskussion Interesse hat oder nur provozieren möchte.
 
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Ich kann ja dem Argument etwas abgewinnen, wenn ein höherer Abschuss beim Schalenwild gefordert wird. Wenn aber Raubwild nicht bejagt werden soll weil man das Wildbret nicht essen kann bzw. weil das "niemand" versteht warum man diese putzigen Füchse totschießen muss, frage ich mich wie man es dann mit dem Artenschutz hält. Jagd bedeutet nicht, nur das Schalenwild zu bejagen sondern auch z.B.: den übermäßigen Raubwilddruck für das nicht jagbare Wild zu reduzieren. Als Jäger sollte man unsere Kulturlandschaft als Ganzes sehen und nicht nur einen Teil. Ich hatte noch nie das Problem jemanden mein Tun zu erklären (nicht zu verwechseln mit rechtfertigen) und die meisten verstanden danach sogar die Notwendigkeit der Raubwildbejagung.
Wenn aber jemanden als Jäger Schlagwörter wie Hobbyjäger im negativen Sinne, teitscher Jäger, Bauernjäger, Lodenjockel usw. benutzt, frage ich mich, ob diese Person wirklich an einer Diskussion Interesse hat oder nur provozieren möchte.
Ich kann Deinem Raubwildbejagungsargument folgen, wenn es sich um ein echtes Management handelt. Also nicht den Zufallfuchs am Trester oder bei der DJ oder am Bau mal einzwei Jungfüchse. So etwas bewegt die Population: überhaupt nicht und nützt dem Artenschutz: gar nichts. Wer dann nicht wenigstens den Balg verwertet, dem fehlt dann de vernünftige Grund, um ein Säugetier zu töten.
 
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Ich kann Deinem Raubwildbejagungsargument folgen, wenn es sich um ein echtes Management handelt. Also nicht den Zufallfuchs am Trester oder bei der DJ oder am Bau mal einzwei Jungfüchse. So etwas bewegt die Population: überhaupt nicht und nützt dem Artenschutz: gar nichts. Wer dann nicht wenigstens den Balg verwertet, dem fehlt dann de vernünftige Grund, um ein Säugetier zu töten.
Es ist wohl eine beruflich verordnete oder gegebene eindimmensionale Sicht auf den Artenschutz. Wer die negativen Auswirkungen von Neozoen, Fuchs, Elster und Krähe auf andere Arten nicht erkennt, wird auch für den weiteren unbeschränkten Freilauf der Hauskatzen plädieren. Vom Nabu geschätzte 20000000 Singvögel, welche den Katzen angelastet werden, spielen wohl keine Rolle.
Abgesehen davon gibt es im Bereich der Neozoen einen gesetzlichen Auftrag durch die EU.

Möchtest Du die Prädatoren genauso verzweifelt managen wie das zu Schaden gehende Schalenwild? Na, dann mal gute Nacht.

wipi
 
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Nein, das tut es nicht und ich weis auch nicht, ob Du tatsächlich willens bist, dies zu begreifen. Du musst das, was ich schreibe, geistig zur Kenntnis nehmen können und willens sein, es zu verstehen. Wenn Du das nicht möchtest, benütze lieber die "Ignore"-Funktion, damit Du Deine Zeit nicht mit meinen Posts verschwenden musst. ;)
Würdest Du mir bitte den Unterschied von Dir und einem Hobbyjägern erklären? Ich bin willens dies zu begreifen, allerdings hat es bislang noch nicht geklappt.
Gibt es noch andere Variationen zwischen Berufsjäger/Förster und Hobbyjägern?

wipi
 
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Es ist wohl eine beruflich verordnete oder gegebene eindimmensionale Sicht auf den Artenschutz. Wer die negativen Auswirkungen von Neozoen, Fuchs, Elster und Krähe auf andere Arten nicht erkennt, wird auch für den weiteren unbeschränkten Freilauf der Hauskatzen plädieren. Vom Nabu geschätzte 20000000 Singvögel, welche den Katzen angelastet werden, spielen wohl keine Rolle.
Abgesehen davon gibt es im Bereich der Neozoen einen gesetzlichen Auftrag durch die EU.

Möchtest Du die Prädatoren genauso verzweifelt managen wie das zu Schaden gehende Schalenwild? Na, dann mal gute Nacht.

wipi
Ich weiß nicht wie Du drauf kommst, dass ich ein katzenliebender Singvogelhasser wäre.
Ich habe lediglich und gewiss barrierefrei geschrieben, dass das gelegentliche Erlegen von Raubwild dem Artenschutz nichts bringt. Mir ist das persönlich völlig egal, ob jemand just for fun mal Füchse schießt (solange er Rehe oder Sauen dafür nicht laufen lässt), nur sollte er nicht behaupten, dass das nun eine große Tat für den Artenschutz gewesen sei.
Ich würde auch keinen Begeher bremsen, der gerne mit der Falle zu Werke gehen wollte, um einen Bereich, der für den Artenschutz von besonderer Bedeutung ist, raubwildfrei zu bekommen.
 
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Moin,
vielleicht kennt jemand die Situation vor Ort:

https://www.wild-auf-wild.de/sites/default/files/holy_dmmer_ev_prdatorenmanagement_0.pdf

Ich habe da mal einen Vortrag dazu gehört und muss sagen, wenn die Förster so mit dem Rehwild umgehen würden, wie die "Naturschutzverbände die im öffentlichen Gewissen die Guten sind" mit den Prädatoren, hätten die Jäger einen guten Grund sich aufzuregen!
In meiner näheren Umgebung wird mit den Prädatoren ähnlich verfahren. Mancher Jäger, in meinem Umfeld, glaubte wirklich bislang das die "Naturschutzverbände" die Prädatoren lebend fangen und anderswo aussetzen. Den Zahn konnte ich ihnen ziehen, denn die Angestellten mit Jagdschein der Verbände himmeln die Prädatoren gnadenlos.

Gruß vom Mannlicher
 
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ich zitiere mal Dr. Adenauer: "Jäger sind faule Leute, die wollen am Freitag früher gehen und am Montag später kommen."
 
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Logischerweise gibt es immer auch genügend "Mischformen", aber das sind i.d.R. Minderheiten. Im Wesentlichen jedoch kann man diese Differenzierungen so treffen. Die Übersättigung der Jagd als "Hobby" wird überall erkennbar, insbesondere auf den jagdlichen Messen, den Bilanzen der Jagdausstatter und Jagdreisevermittler.
Die Mehrzahl der "Hobbyjäger", die ich kenne, war in ihrem jagdlichen Leben noch nicht einmal auf einer Messe und schon gar nicht auf einer veranstalteten Reise. Irgendwie hast Du schon ein etwas schräges Bild der Zunft.
 
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