Offenbach: Reh aufgebrochen und im Müll entsorgt

Anzeige

Westwood

Moderator
Registriert
4 Apr 2016
Beiträge
1.871
In der gelben Tonne hat es halt nichts zu suchen.

Die Biotonne geht, insbesondere in Offenbach, im Gegensatz zu Konfiskattonnen nicht in den Ofen sondern zur Aufbereitung.
In einem Müllheizkraftwerk würde ein Reh aber ohne Probleme durch den Aufnahmetrichter passen.
 
Registriert
3 Apr 2014
Beiträge
9
Bei uns (Nordrand Westerwald, RLP) dürfen keinerlei! tierische Abfälle in die Biotonne. Nicht mal Küchenpapier, Komposttüten oder extra braune Papier- Biomülltüten. Gelbe Tonne ist nur für ehemalige Verpackungen, der Ort der Wahl wäre hier also die "graue", sprich die Restmülltonne.
Wobei die Vorgabe da klar besagt "Kleintiere".
Nun ist so ein Reh ja nicht besonders groß, jedoch ist ab kleinem Hauskaninchen (bis 2,5 kg) Schluss, habe ich mir vom Müllmann sagen lassen.

Somit wäre größeres Getier (Kleinhund bis max. 10 kg) statthaft, im eigenen Garten zu bestatten, alles darüber muss in die Tierkörperverwertung (oder zur Haustierbestattung). Im Falle von Fallwild wäre also die Straßenmeisterei zuständig. Die sich aber auch manchmal quer stellt, wenn das Stück nicht auf öffentlichem Straßenland, sondern in Ortslage umkam.
So einen Fall hatten wir vor gut acht/ neun Jahren mal, da wurde im Spätherbst unmittelbar hinter einem Ortsschild eine Ricke überfahren, wirklich direkt dahinter.
Die Straßenmeisterei befand sich nicht zuständig und ließ sie liegen. Die Ortsverwaltung befand sich auch nicht zuständig und ließ sie ebenfalls liegen. Insgesamt lag sie da gute zwei Wochen und wanderte peu a peu bis an die Friedhofshecke (dort eindeutig IM Ort), bis langsam die Decke lückig wurde, und sie dann doch eines Tages weg war.

Vielleicht war dieser Fall ja ein ähnlicher Fall der Zuständigkeitsverweigerungen, das Reh kam im Ort zu Tode, einer dachte, es wäre ja statthaft, sich das Tier küchenfertig zu machen, weil es auf seinem Grund lag, bekam dann aber doch Zweifel. Und hat es, statt es liegen zu lassen, dann lieber doch auf die Art entsorgt, die ihm am passendsten erschien.
Es muss nicht immer gleich böser Wille hinter allem stecken, und ich finde es dann in der Tonne besser, als wenn er ein womöglich krankes Stück irgendwo in die Umgegend gefahren und noch widerrechtlicher entsorgt hätte.

Grüße,
Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Online-Statistiken

Zurzeit aktive Mitglieder
102
Zurzeit aktive Gäste
517
Besucher gesamt
619
Oben