Ohne Jagdhund noch schund?

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Naja. Ich finde es gut wenn der TO sich Gedanken macht ob er die Arbeit mit einem Hund stemmen kann.
Schlecht ausgebildete bzw untaugliche Hunde gibts reichlich.
Da muss man nicht noch einen mehr produzieren.
Wer neben seinem Beruf, Familie und all dem anderen die Ausbildung und die täglichen mindestens 2-3 Stunden aufbringt, super.
 
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Jagd ohne Hund ist und bleibt Schund! Jagd ist von Haus sehr vielfältig, leider wird sie immer häufiger zur Ansitzjagd plus die ein oder andere Drückjagdteilnahme degradiert. Daraus resultiert dann die "Ich suche mit der Wärmebildkamera oder Ich brauche meinen Hund nur für ein paar Totsuchen"-Einstellung. Man kann soviel jagdlich mit und ohne Hund anstellen, man muß es nur tun! Treibjagd, Drückjagd, Klüngeln, Drückerchen, Nachsuche von Niederwild / Schalenwild, Entenjagd, Gänsejagd, Taubenjagd, Krähenjagd, Baujagd, Brackieren,

Nicht jeder braucht einen eigenen Hund, aber jeder braucht brauchbare Gespanne in seinem jagdlichen Umfeld die greifbar sind, wenn man sie denn braucht.

Ob Hundegespanne brauchbar werden, hängt zu 95% vom Führer ab. Wenn dem Führer ein brauchbarer Hund wichtig ist, dann tut er alles Nötige, um seinen Hund brauchbar zu machen! Da ist es auch egal, wieviel Stunden er arbeiten muß, wie lange der Hund alleine ist, ob Unterstützung seitens der Familie da ist und was es sonst noch an Widrigkeiten zu bewältigen gibt. Ein wirklicher Hundeführer löst diese Probleme und geht mit Anspruch an die Jagdhundeausbildung und Führung heran. Ein guter Hundeführer weiß wie gute Hundearbeit aussieht und er will genau diese bei seinen Hunden sehen. Die Hunde merken das natürlich ihrerseits, geben sich mehr Mühe und werden dann mit Erfolgen belohnt. Es heißt nicht umsonst "Des Jägers Hund ist hinter Wild, des Herrn getreues Spiegelbild." Es gibt nichts schlimmeres wie Hundeführer, die zu schnell aufgeben und das Buch "Die 2000 gängigsten Entschuldigungen für Jagdhundeführer" auswendig kennen.

Das es immer weniger brauchbare Gespanne gibt, liegt viel an der mangelnden Kenntnis und Anspruch vieler Beständer in Sachen Hundearbeit begründet. Sie sind es, die brauchbare Gespanne rufen müssen und ihnen die Möglichkeit zu arbeiten geben müssen.

Für mich sind Jäger, die einen brauchbaren Hund vor und / oder nach dem Schuß führen, die einzig kompletten Jäger. Allen anderen fehlt etwas!
 
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Und wenn mein JH einem JJ sagt, daß das Schxxx ist was er da mit seinem Junghund treibt, bekommt er zur Antwort, "früher hat man das anders gemacht".
Das ist heute oft erlebte Realität.
Ich finde es toll, wenn sich jemand die Arbeit macht und einen guten Hund führt, aber das geht nicht so schnell wie den JS machen.
 
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Wheelgunner_45ACP

Moderator
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Wie hieß es Früher beim Hund? 3Jahre Ausbilden, 3 bis 6 Jahre damit jagen, 3Jahre Austrag/ Rente
 
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Wenn Du Deine

dauerhafte Jagdgelegenheit(en) gefunden hast,

wenn Du dann die Zeit zum Abführen des Hundes hast,

wenn Deine Lebensumstände zu einem Hund für Deine Jagdgelegenheit(en) passen,

dann

schaff Dir den passenden Hund dazu an, führ ihn ab und jag mit ihm. Er freut sich über 5 Totsuchen Jahr, er stöbert auf den Drückjagden, zu denen Du gehst, er apportiert Dir Deine Enten im November, er stellt Dir die angeschweißte Sau, findet den Bock, der sich in die Brombeeren eingeschoben hat und hält ihn, und

er sagt Dir beim Ansitz wann und von wo Wild anwechselt lange bevor Deine Wärmebildkamera es erfasst.

Die Langeweile dazwischen bringt ihn nicht um, wenn Du ganzjährig regelmäßig zum Jagen gehst. In Deutschland wird nicht nur im Herbst gejagt.

Gruß,

Mbogo
 
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Nochmal:
Jungjäger, (der Normale ohne Intensivvorprägung durch Altvordere) lerne erstmal zu jagen...!
Wenn Du bei der Jagd bleibst und ausreichend passioniert bist, kannst Du es angehen, je nach den jagdlichen Möglichkeiten und wenn Du den Einsatz um den Hund (Ausbildung und Führung) bereit bist zu leisten.
Ein Hund ist nicht einfach ein Ausrüstungsgegenstand, den man anschafft, weil man meint, als Jäger muss man einen haben, sonst ist man nicht komplett !

Heute gibt's Unmengen JagdscheinInhaber ohne feste, ständige Jagdmöglichkeit...Die brauchen alle keinen Gebrauchshund.
 
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Außerhalb der Jagd den Hund auslasten ist doch kein Problem.

Da gibt es doch hier im Forum sehr gute Vorschläge z.B.

Verschiedene Jacken anziehen beim Spaziergang.

Weihnachten eine Pudelmütze aufsetzen und im Sommer eine Sonnenbrille.

Immer Fotos machen wie er vorm Kamin auf dem Rücken liegt oder im Mercedes

Geländewagen vom Beifahrersitz aus dem Fenster das Revier genau beobachtet.

Sehr gut auch wie sie andere Tiere säugt z.B. einen kleinen Frischling oder ein

verwaistes Kätzchen.

Prüfungen gehen immer und die Diskussionen mit Richtern, die von moderner

Hundearbeit nichts verstehen.

Es wird dem Hund auch in der jagdarmen Zeit nie langweilig werden.

Besonders gute Vorschläge gibt es auch im Tread

Rauhaardackel sind gefragt endlich ist er da.


:ROFLMAO:🤣

Lange nicht mehr so gelacht!!!!
Danke!!
 
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Ich jage seit knapp 40 Jahren, hatte mit 18 meinen ersten eigenen Jagdhund (Dackel). Danach immer durchgängig Hunde im Haus. Teckel, Jagdterrier und als letzten Gefährten einen BGS-Rüden, welchen ich jetzt im 12 Behang in die ewige Jagd entlassen musste. Ich möchte trotz aller Mühen niemals die Zeit mit Ihnen missen, auch außerhalb des Jagdbetriebes. Niemals wäre mein Jägerleben so bereichert gewesen wie ohne vierläufigen Jagdbegleiter. Ich könnte locker ein Buch schreiben, so mannigfach war das Erlebte. Konkret kann ich nur sagen, nicht raten: Es ist gut, dass Du Dir die Frage stellst. Mache Deinen "Schein" (ich drücke die Daumen) und gehe mit Waidgenossen auf die Jagd, die das Wort Hundeführer im besten Sinne verstehen. Schaue ihnen auf die Finger, löchere sie mit Fragen, befasse Dich mit der Kreatur Jagdhund und rufe Sie immer zur Stelle, wenn nach Deiner Schußabgabe das Stück nicht im Feuer bleibt, auch wenn Du sicher gefehlt zu haben scheinst. Manche Überraschung wird sich für Dich auftun. Nutze bspw. die Messe Jagd & Hund, fast alle im JGHV vertretenen Zuchtvereine stellen dort aus. Dort kannst Du Dir auf einen Schlag einen Rasseüberblick verschaffen und Dich mit erfahrenen Fachleuten austauschen. Zu guter Letzt, kläre es mit Deinem sozialen Umfeld ab. Ein eigener Hund ist fast immer ein Familiending und muss oder sollte von dieser mitgetragen werden. Zum Wohle des felligen Jagdkameraden, denn das ist das mindeste was er verdient hat. HoRüdho!
 
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Das glaube ich dir, wenn ich sehe was mein Kollege aus dem Emsland für einen Aufwand betreibt um seinen Vorstehhund auszubilden, Niederwild geht eben nicht ohne.
 
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In anderen Ländern wird nur im Herbst gejagt und selbst da haben sie gute Hunde 😊
Aus eigener Erfahrung kann ich Dir hier recht geben, auch in anderen Ländern gibt es gute Gespanne und brauchbare Hunde. Trotz alledem halte ich unser deutsches Jagdhundewesen und PRÜFUNGSWESEN für das Beste auf diesem Globus, gerade Vereine wie VH und KGBS führen zu einer flächendeckenden "Elite" im SH-Wesen, dass in vielen anderen Länder seinesgleichen sucht (und zum Teil aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten und gesetzlichen Bestimmungen auch nicht realisierbar ist). Ebenso gibt es im Lager der Hühnerhunde, der Bracken und Erdhunde viele gute Gespanne, hier haben nicht zuletzt die Hegeringe auch Ihren Anteil. Wir klagen zumeist auf hohem Niveau, natürlich gibt es die Kofferraumhunde, die ab und an auch mal jagen dürfen und denen Herrchen dann vormacht, wie man apportieren muss, aber auf meinen Dunstkreis bezogen überwiegt der Anteil der durchgeprüften und brauchbaren Hunde.
Der einzige Unterschied ist für mich, dass im Lager der Kofferraumhunde zum Teil Hunde weniger "Angst" und angstbezogenen Apell vor "schlechten Führern" zeigen, da es eher hip ist, die Hunde alternativ zu erziehen als mit der Rute.
 
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Der eigene Hund hat gerade für JJ viele Vorteile und deshalb sollte man sich zuerst einen fertigen Hund zulegen. Man spart Zeit und Kraft und braucht keine Ausbildungsmöglichkeit. Man nehme, um dies zu erreichen eine ausgemusterte Züchthündin der Rasse der Wahl. Sie muss aber JagdErfahrung haben. Ein weiterer Vorteil ist es, nicht allen auf den Sack zu gehen und Anschüsse und Totsuchen gleich erledigen zu können. Das ist professionell und gibt eine entsprechende Wertschätzung. Jagdeinladungen darf man nicht erwarten, aber sie kommen. Hundearbeit erschließt Fantastische Nerzwerke. fantastische Netzwerke. Schei....Autokorrektur. Man kann seinen JJ-Kurskameraden helfen und Freundschaften vertiefen. Und, das ist für junge Jungjäger ein echter Trumpf. Unter den Hundetrullas sind doch immer wieder ganz hübsche und auch jagdlich brauchbare Mädels zu finden.

Busch hat grundsätzlich Recht. Lern erstmal jagen. Dann bilde einen selbst aus. Bis dahin kann man das Lernen des Jagens unter Anleitung und den Erlebnissen, die ein erfahrener Jagdhund einem bietet, intensivieren.
 
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Diese „Nachsuchen“ mit WBK nerven! Ich weiß ja nicht wie die Physik in anderen Revieren ist, aber wenn ich die berühmte Zigarettenlänge warte, sehe ich eigentlich nichts mehr an warmen Schweiß.

Und das Rumtrampeln beim Anschuss um „mal zu sehen“, ist manchmal die Spezialausbildung für Verleitungen.

Auch kleinere Totsuchen sind ein Spaß für die Hunde. Und für manchen Kofferraumhund der einzige Spass
 
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