Ohne Jagdhund noch schund?

Registriert
1 Jun 2017
Beiträge
4.294
Man sollte vor allem zwischen echten Nachsuchen und den hoffentlich :sneaky: weitaus häufiger anfallenden Totsuchen unterscheiden.

Bei echten Nachsuchen muss ein Hund ran und der benötigt eine ordentlich Ausbildung und muss ständig gefordert werden. Da merkt man dann auch schnell den Unterschied zu Nachsuchehunden/Gespannen und irgendwelchen Hunden die halt mal die Brauchbarkeit bestanden haben.

Das Wild was ich dank der Wärmebildkamera finde, würde ich vermutlich auch so finden, nur würde ich mehr Zeit benötigen.
Dieses Thema wird auch von Revier zu Revier sehr unterschiedlich gehandhabt, der eine stolpert ne Stunde durch den Wald und holt dann Hilfe. Woanders wird nur der Anschuss gesucht und markiert.
 
Registriert
1 Jun 2017
Beiträge
4.294
Da sagt mir meine Erfahrung, ich weiß vorher nie, was mich erwartet.

PS. eine 100%ge Totsuche hat mir mal beherzt ins Bein gebissen, der 70 kg ÜL wußte nämlich nicht, daß er tot war.

Dieses "Phänomen" kann ich selbst nicht ganz nachvollziehen.

Besonders auf dem Ansitz weiß ich wie ich abgekommen bin und kann die Zeichen am Anschuss interpretieren. Dazu kommt, Schwarzwild ist bei uns nur in der Nacht aktiv, ich arbeite also zwangsläufig mit dem Wärmebildvorsatz. Das berühmte zeichnen des Wilds ist damit mehr als gut zu erkennen.

Aber das gehört eigentlich nicht in den Jagdhund Faden!
Mein Post sollte aussagen, JA ein Jagdhund ist wichtig, denn grade bei echten Nachsuchen geht nichts ohne!
 
Registriert
12 Dez 2009
Beiträge
2.587
Dieses "Phänomen" kann ich selbst nicht ganz nachvollziehen.

Besonders auf dem Ansitz weiß ich wie ich abgekommen bin und kann die Zeichen am Anschuss interpretieren. Dazu kommt, Schwarzwild ist bei uns nur in der Nacht aktiv, ich arbeite also zwangsläufig mit dem Wärmebildvorsatz. Das berühmte zeichnen des Wilds ist damit mehr als gut zu erkennen.

Aber das gehört eigentlich nicht in den Jagdhund Faden!
Mein Post sollte aussagen, JA ein Jagdhund ist wichtig, denn grade bei echten Nachsuchen geht nichts ohne!
Ich schätze mal, dass 60-70% der Schützenangaben fehlerhaft sind. Das fängt nachts schon mit der Fluchtrichtung an und geht weiter über sicheren Lungenschweiß,der sich als Knochenmark entpuppt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Registriert
1 Jun 2017
Beiträge
4.294
Möglich :unsure:
Wenn ich schon nicht weiß ob die Waffe hoch oder tief schießt und es generell einfach an Übung fehlt, sind solche Angaben vermutlich eher ein Ratespiel.

Aber es soll auch tatsächlich Reviere geben in denen ordentlich Strecke gemacht wird und nicht jeden dritten Tag der Hundeführer anrücken muss ;)
 
Registriert
14 Sep 2005
Beiträge
2.518
Ein Hund, der jedes frisch erlegte Stück, das im Knall oder mit kurzer Totflucht zusammenbricht und liegt, suchen und finden darf, wird schwerlich ein guter Schweisshund werden und auf schwierigen Nachsuchen kalter Fährten bestehen, denn er wird mit den heissen Fährten falsch konditioniert.
 
Registriert
30 Jul 2010
Beiträge
1.234
Also wenn ich mir die letzten 7 Seiten so durchlese, könnte man ein Haufen Kommentare direkt in den Trööt "Unnütze Kommentare und abgelutschte Kalauer" übernehmen. Ich würde mal fast behaupten das der Großteil der Jägerschaft seinen (Jagd)Hund nicht zu 100% auslasten kann. Und wie definieren sich die 100%? Muss der Hund permanet platt und abgekämpft in der Ecke liegen? Pro Tag mind. eine 200 Meter Totsuche und/oder 5 Stück Flugwild apportieren? Was mach ich in der jagdfreien Zeit? Batterie raus um eine Tiefenentladung zu vermeiden? Was aber sicher ist, ist das sich so noch weniger Leute finden die bereit sind einen Jagdhund zu führen und Zeit und Geld in die Ausbildung zu stecken. Weil Sie werden dem Hund ja eh nicht gerecht da sie ihn nicht auslasten können...... Dann machen wir danach direkt wieder den nächsten Beitrag auf "Warum führen kaum noch Jäger einen Hund"? Ja warum nur.......gute Frage.
Jagd ohne Hund ist und bleibt Schund. Nicht jeder hat die Zeit oder die Möglichkeit einen Hund zu führen. Aber das macht denjenigen nicht zum schlechten Jäger. Genausowenig macht es einen aber nicht zum schlechten Hundeführer wenn der Hund mal eine Woche keine Arbeit hat. Mein braunes Ungetüm liegt gerade in der Ecke und schläft. Ist wahrscheinlich nicht ausgelastet; War heute bisher nur 45 Minuten draußen und hat ein paar Dummys geholt. Aber leider musste ich in der Vergangenheit lernen das die Leute die am meisten rumheulen, das es keine brauchbaren Hunde mehr gibt auch die sind, die wenig dafür tun das es besser wird. Und sei es nur das man den Leuten eine Ecke im Revier zum üben anbietet. Da fangen die Problem nämlich meistens schon an. Es stimmt das ein JJ erstmal Erfahrung sammeln sollte aber einem sofort jegliche Kompetenz absprechen (oder hier schon fast entmutigen) halte ich für den falschen Weg.
 
Registriert
20 Jan 2016
Beiträge
675
....
Das wäre mir auch lieber! Dumm ist nur, wo raus rekrutiert sich der gute Hundeführernachwuchs? In meinem Umfeld haben die passionierten Hundeführer von Anfang an einen Jagdhund geführt, meist war die Jagdhundeführung der wichtigste Grund für den Jagdschein. Hundeführer, die schon mehrere Jahre jagen, dann auf den Hund kommen und dann auch noch passioniert mit diesen jagen sind mir bisher sehr selten untergekommen.

Mein Fazit daraus, wir müssen aus den 100% Anfängern unter den Jagdhundehaltern die 80% wenig passionierten und die ohne Durchhaltevermögen ausselektieren und die 20% passionierten Jagdgebrauchshundeführer mit allen verfügbaren Mitteln fördern! Wir dürfen die nicht als Konkurenz sehen, sondern als Bereicherung.
Das Problem in unsrer Gegend ist, dass diese 80% ihren Hunden(egal welche Rasse) bunte Westen anziehen, ein paar Glöckchen (nein nicht zur Sicherheit) umhängen um den teilweise nicht vorhandenen Laut zu substituieren.
Arbeiten tun die selten.


Es gibt immer wieder Jagdherren, die sich nicht früh genug um Hunde kümmern und dann diese Hunde nehmen.

Weil bringen ja Geld in Nds durch die ASP Prämie. Inzwischen bestätigt ja der Hundeführer die Brauchbarkeit seines Hundes.
Das führt natürlich dazu, dass sich diese Hundeführer bestätigt fühlen...

Warum denn überhaupt noch mühsam ausbilden...
 
Registriert
20 Sep 2018
Beiträge
1.379
Glöckchen umhängen, habe ich überhaupt noch nie gesehen und gehört 😲
 
Registriert
21 Jan 2002
Beiträge
70.149
Hört sich wie eine Herde Schafe die durch den Wald zieht, schadet aber nix...
 
Registriert
31 Aug 2009
Beiträge
7.172
....

Das Problem in unsrer Gegend ist, dass diese 80% ihren Hunden(egal welche Rasse) bunte Westen anziehen, ein paar Glöckchen (nein nicht zur Sicherheit) umhängen um den teilweise nicht vorhandenen Laut zu substituieren.
Arbeiten tun die selten.


Es gibt immer wieder Jagdherren, die sich nicht früh genug um Hunde kümmern und dann diese Hunde nehmen.

Weil bringen ja Geld in Nds durch die ASP Prämie. Inzwischen bestätigt ja der Hundeführer die Brauchbarkeit seines Hundes.
Das führt natürlich dazu, dass sich diese Hundeführer bestätigt fühlen...

Warum denn überhaupt noch mühsam ausbilden...
Wenn unfähige Hundeführer auf Beständer ohne Anspruch treffen, dann haben sich doch die richtigen Leute gefunden. Jeder Jäger und Hundeführer mit ein wenig Anspruch an Jagd und Jagdhundearbeit hält sich von diesen Leuten fern und gut ist!
 
Registriert
14 Dez 2000
Beiträge
2.420
Also wenn ich mir die letzten 7 Seiten so durchlese, könnte man ein Haufen Kommentare direkt in den Trööt "Unnütze Kommentare und abgelutschte Kalauer" übernehmen.
So ist es leider.
Ich würde mal fast behaupten das der Großteil der Jägerschaft seinen (Jagd)Hund nicht zu 100% auslasten kann. Und wie definieren sich die 100%? Muss der Hund permanet platt und abgekämpft in der Ecke liegen? Pro Tag mind. eine 200 Meter Totsuche und/oder 5 Stück Flugwild apportieren? Was mach ich in der jagdfreien Zeit? Batterie raus um eine Tiefenentladung zu vermeiden?
Wann ist ein Jagdhund ausgelastet? Im Herbst gehen einige vielleicht sogar über ihre Grenzen, sofern sie mehrmals die Woche entsprechend eingesetzt werden. Da tun "dienstfreie" Zeiten, möglichst im Rudel ihnen wohl auch gut. Ich finde es aber etwas befremdlich, wenn manche lediglich darüber nachdenken einen Hund als "Bergehilfe" für (vermeintliche) Todsuchen anzuschaffen. Jagd hat vielmehr Facetten und Jagdhunde sehr viel mehr Einsatzmöglichkeiten. Kommt natürlich auch etwas auf die Region an.
Was aber sicher ist, ist das sich so noch weniger Leute finden die bereit sind einen Jagdhund zu führen und Zeit und Geld in die Ausbildung zu stecken. Weil Sie werden dem Hund ja eh nicht gerecht da sie ihn nicht auslasten können...... Dann machen wir danach direkt wieder den nächsten Beitrag auf "Warum führen kaum noch Jäger einen Hund"? Ja warum nur.......gute Frage.
Wer sich dadurch abhalten lässt, sollte es auch bitte tun. Wer tatsächlich einen Hund haben, ausbilden und führen möchte wird sich daran nicht stören. Vielleicht verkommen dann weniger entsprechend veranlagte Zuchttiere eine wenig artgerechte Haltung.
Jagd ohne Hund ist und bleibt Schund. Nicht jeder hat die Zeit oder die Möglichkeit einen Hund zu führen. Aber das macht denjenigen nicht zum schlechten Jäger. Genausowenig macht es einen aber nicht zum schlechten Hundeführer wenn der Hund mal eine Woche keine Arbeit hat. Mein braunes Ungetüm liegt gerade in der Ecke und schläft. Ist wahrscheinlich nicht ausgelastet; War heute bisher nur 45 Minuten draußen und hat ein paar Dummys geholt. Aber leider musste ich in der Vergangenheit lernen das die Leute die am meisten rumheulen, das es keine brauchbaren Hunde mehr gibt auch die sind, die wenig dafür tun das es besser wird. Und sei es nur das man den Leuten eine Ecke im Revier zum üben anbietet. Da fangen die Problem nämlich meistens schon an. Es stimmt das ein JJ erstmal Erfahrung sammeln sollte aber einem sofort jegliche Kompetenz absprechen (oder hier schon fast entmutigen) halte ich für den falschen Weg.
Natürlich ist man kein schlechter Jäger, weil die Voraussetzungen keine Hundehaltung zulassen.
Ausbildungsmöglichkeiten sollte man sich vor der Anschaffung sichern. Dazu reicht aber keine kleine Ecke im Revier. Da Bedarf es schon wechselnder größerer Flächen. Dies wird vielfach vergessen. Revierinhaber sollten sich Gedanken darüber machen, ob und in welchem Umfang sie die Hundeausbildung unterstützen können. Viele tun es auch, andere bleiben leider beim Nein! Sie müssen dann halt schauen wo sie im Falle eines Falles einen Helfer herbekommen.

Für den Threadstarter:
ich würde erstmal eine Weile so viel wie möglich jagen gehen (Jagdmöglichkeit überhaupt schon vorhanden?). Im Laufe der Zeit kommt es zu unterschiedlichen Jagdmöglichkeiten mit hoffentlich vielen Facetten. Dabei lernt man auch unterschiedliche Hundearbeit kennen und vlt ist was dabei, was einen besonders interessiert. Dann bei diesen Rassen schlau machen, mitgehen oder Prüfungen besuchen und dann entscheiden ob ja oder nein.

wipi
 
Registriert
9 Jul 2019
Beiträge
3.033
Glöckchen umhängen, habe ich überhaupt noch nie gesehen und gehört 😲
Sind oft an den Schutzwesten dran und werden nicht etwa umgehangen. So kapiert auch der lodenjockeligste Besserjäger, daß das, was da in der Dickung knackt, kein bunt angezogenes Schwein ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Neueste Beiträge

Online-Statistiken

Zurzeit aktive Mitglieder
94
Zurzeit aktive Gäste
412
Besucher gesamt
506
Oben