OT Drückjagden 2022/23 Schlechte Schüsse etc

z/7

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So. Nachdem sich jetzt alle hübsch in Rage gehetzt haben, halten wir mal nen Moment die Luft an und denken drüber nach, daß Westen für den Hund nicht ausschließlich positive Wirkung haben.

Sie schränken die Bewegung ein, sie heizen auf, sie sind unangenehm zu tragen, es können Äste einfädeln, auch die Sau sieht gelbe Hunde besser und am Ende richt das Ding mehr Schaden als Nutzen an. Und das alles, weil man meint, mancher könne Hund und Sau nicht auseinanderhalten. Komischerweise können es die Erzähler dieser Geschichten dann irgendwie doch immer.

Es ist eine Güterabwägung, und die obliegt dem Führer und sonst keinem.
 
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z/7

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Wo wir gerade bei Hundegeschichtenauf DJ sind...... neulich am Sammelplatz, ein DJT mit Weste bei dem die komplette obere Stoffschicht gefehlt hat, also Signalwirkung mit dem grauen Stichschutz natürlich bei weniger als Null, wird von einem anderen HF mitgebracht. Das sorgt natürlich für entsprechende Kommentare. Kurz vor meinem Abrücken kommt ein jüngerer Mann auf mich zu, fragt mich ob ich einen DJT gesehen hab, mein Kommentar:"geh mal da rüber, aber zieh dir en Helm an".
Ein verwunderte Blick und schont wird er rasiert ob er sich nicht schämen würde den Hund so laufen zu lassen, man wolle schon eine Sammelaktion für eine neue Weste starten........
Leute gibt's........
Schon darüber nachgedacht, daß sich diese Weste auch im Laufe der gerade absolvierten Jagd zerlegt haben könnte?
 
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So. Nachdem sich jetzt alle hübsch in Rage gehetzt haben, halten wir mal nen Moment die Luft an und denken drüber nach, daß Westen für den Hund nicht ausschließlich positive Wirkung haben.

Sie schränken die Bewegung ein, sie heizen auf, sie sind unangenehm zu tragen, es können Äste einfädeln, auch die Sau sieht gelbe Hunde besser und am Ende richt das Ding mehr Schaden als Nutzen an. Und das alles, weil man meint, mancher könne Hund und Sau nicht auseinanderhalten. Komischerweise können es die Erzähler dieser Geschichten dann irgendwie doch immer.

Es ist eine Güterabwägung, und die obliegt dem Führer und sonst keinem.
Bei deinem Post kennt man die Praxiserfahrung raus- Hut ab👍
 
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... und gleich kommt wieder schwarze und fuchsfarbende Hunde haben eh nix im Wald zu suchen....

Es ging um Signalwesten und wenn selbst in Halsungen könnten sich Äste einschieben, also lassen wir die jetzt auch weg und Ortung sowieso da lernen die Hunde bloß Taxifahren...
 
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So. Nachdem sich jetzt alle hübsch in Rage gehetzt haben, halten wir mal nen Moment die Luft an und denken drüber nach, daß Westen für den Hund nicht ausschließlich positive Wirkung haben.

Sie schränken die Bewegung ein, sie heizen auf, sie sind unangenehm zu tragen, es können Äste einfädeln, auch die Sau sieht gelbe Hunde besser und am Ende richt das Ding mehr Schaden als Nutzen an. Und das alles, weil man meint, mancher könne Hund und Sau nicht auseinanderhalten. Komischerweise können es die Erzähler dieser Geschichten dann irgendwie doch immer.

Es ist eine Güterabwägung, und die obliegt dem Führer und sonst keinem.

Deine Argumente beziehen sich auf eine Stichschutzweste, eine reine Signalweste hat eigentlich keinen deiner „Nachteile“.
Ich werde diese Argumentation gegen eine Weste, sei es Signal- oder Stichschutz nie verstehen. Man hängt doch an seinem Vierbeiner als Besitzer und möchte demnach doch sicher sein, dass er bestmöglich geschützt ist. Das ist zumindest in meinen Augen Stichschutzweste und Ortung.
Ohne dich persönlich angreifen zu wollen,
deine vorgetragenen „Argumente“ sind in meinen Augen einfach nur Ausreden, dem Hund keinen ihm zustehenden Schutz von deiner Seite zu gewähren.
 
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z/7:
Wie Du weißt, denken wir in vielen Dingen der Jagdhundeführung ähnlich - aber in punkto Weste vertrittst Du in meinen Augen eine nicht zeitgemäße Einzelmeinung, und wenn Du sie noch so argumentativ hinterlegst. Die Gründe dafür sind mir nicht nachvollziehbar.

Ich rede jetzt mal zu allererst von den heutigen Signalwesten div. Farben, die meist als halbrückendeckendes Bustier gearbeitet sind !
Wenn nicht uralt und nie sauber gemacht, lassen sie jeden dunkelgefärbten Hund besser für Schützen erkennen ! Signalrot, Blau oder Pink gibts nicht im Herbstwald, lediglich reines (verschmutztes) Gelb ist schon kritischer zu sehen...
Dazu kommt die Geräuschwirkung im Bewuchs, auch das ist ein anderes Geräusch, wenn ein Hund in Weste kommt, als wenn nur die Brombeeren wackeln. Letzeres ist nat. bei um so voluminöseren Westen (Schlagschutz) noch mehr der Fall. Bei diesen mag ich vor allem bei kleineren schwächeren Hunden (Teckel!) die Gefahr des sich Verhängens im Gestrüpp durchaus sehen. Bei einer Warnweste ist das i.d.R. nie der Fall.
Verloren hab ich im übrigen noch keine, wenn die Klettverschlüsse infolge Verschmutzung nachlassen, nähe ich Klickverschlüsse an Gurtbändern an, wenn der Zustand der Weste das noch lohnt, außerdem ist sind Kosten für Neue überschaubar. Wenn man sich um seine Ausrüstung rechtzeitig kümmert, geht da auch nix zu Bruch im Einsatz.
Die Wahrscheinlichkeit, daß sich Hunde mit anliegenden Warnhalsungen -oder Westen irgendwo an Ästen aufhängen, ist übrigens weit geringer, als daß dem Jäger im trocknisgeschädigten Buchenbestand ein Dürr-Ast auf den Kopp fällt !
Wenn das Ding richtig gekauft und befestigt ist, engt die Signal-Weste aus flexiblen Material keinesfalls den Hund ein oder behindert ihn, egal wie schnell die Jagd gerade ist.
In Brombeeren schützt es sogar noch zu kleinen Teilen den empfindlichen Bauch.

Warme Temperaturen bilden immer ein gewisses Risiko für den Hund, auch hier sind reine Signalwesten weniger ein Problem als Schlagschutzzeug. Hier muß mit Wassergabe und zeitbegrenztem Einsatz sowieso entgegen gewirkt werden.

Westen gegen Verletzungen durch Schwarzwild haben eine andere Qualität und sicher ein paar Nachteile im Verhau, sind aber für echte Sauhunde ein Muß. Die Teile sind bekanntlich teuer und sollten auf Maß gemacht sein, bewahrten aber schon viele Jagdhunde vor ernsthafteren Verletzungen. Leider wurden auch schon Hunde totgeschlagen mit Weste.

Jede Art von Weste ist bereits dem Junghund anzugewöhnen, hinterher merkt der das gar nicht mehr und das Anziehen ist ein festes Ritual. Unangenehm gibts nicht.

Eines aber ist doch klar, wenn ich meinen geliebten Jagdhelfer, mit dem ich zusammenlebe, maximal schützen kann, so mache ich das.
Je nach Jagdverhalten und Einsatz des Hundes, sollte man wissen, was man dazu braucht und minimiert das nicht künstlich auf eine Halsung, die niemals einen guten Signaleffekt hat.
Auch die aufgebrachte Nummer der Halsung lässt sich nicht gut ablesen, falls der Hund sich nicht anleinen lässt. Bei Westen kann man die so anbringen, daß sie auf ein paar Meter noch lesbar sind.

Für mich gilt der Sachverhalt auch für das Hutband beim Schützen, das in seiner Signalwirkung niemals ausreicht. Ich bin hier sogar gegen reine Westen, da diese nur wenig Leuchtfläche im dunklen Bestand bilden. Es gibt heute genügend gute Jacken in allen Ausführungen, die eine ordentliche Warnfläche bilden.

Die Gefahren, daß ein Hund vom Schützen nicht als solcher angesprochen wird, sind im übrigen höher einzuschätzen als man gemeinhin glaubt.
Jedes Jahr kommen Hunde ums Leben durch voreilige Schützen. Nicht jeder Fall wird bekannt.
 
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... das kann man auch anders ausdrücken! :unsure:
D.T.

OK, fair aber: Was soll der Jagdleiter tun, wenn ein Teilnehmer der Jagd einem anderen Gewaltanwendung androht? Natürlich versucht man sowas zu deeskalieren, aber in dem von mir zitierten Beitrag hörte sich das nicht nach "anschaulicher Übertreibung" an, sondern da wurde konkret ein Jagdteilnehmer mit ner Ohrfeige gedroht, für den Fall dass er nicht macht, was gefordert wurde.

So leid es mir tut: Wer nicht der Jagdleiter ist, kann bei Verstößen welcher Art auch immer nichts tun, außer a) den Jagdleiter informieren und b) heimgehen. (hier ging es um nen Verstoß gegen UVV, nichts strafrechtlich relevantes)

Was hätte Bausaujäger getan, wenn der andere gesagt hätte: OK, mach doch?
 
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"Erfahrung" der Schützen ist eine Unart in der Jagd,
Das unterschreibe ich absolut nicht.

Jeder, der schon etwas länger auf der Jagd ist und entsprechend viele dieser Aktionen erlebte, bei denen es gefährliche Situationen geben kann, kann es differenzierter beurteilen, als jemand, der damit anfängt.
Der noch nie eine braune kleinere Sau im dusteren Bestand flitzen sah, der noch keinen Westfalenterrier dahinter rennen sah oder das gleiche alles in in schwarz.
Der sich nicht vorstellen kann, wie dunkelbraune Hunde nass in Richtung schwarz verfärben...
Wer noch nie einen wildscharfen Terrier oder Wachtelhund unsichtbar unter Brombeeren an Schwarzwild arbeiten sah, wo es in allen Richtungen anfängt zu wackeln, dem fehlt einfach die Vorstellung zu manchem...

Eine Unart ist es, wenn Leuten, die ein paar Jahre +/- erfolgreich dabei sind, alles wissen zu wollen, obwohl ihnen zwangsläufig der Erfahrungshorizont fehlt.
 
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OK, fair aber: Was soll der Jagdleiter tun, wenn ein Teilnehmer der Jagd einem anderen Gewaltanwendung androht? Natürlich versucht man sowas zu deeskalieren, aber in dem von mir zitierten Beitrag hörte sich das nicht nach "anschaulicher Übertreibung" an, sondern da wurde konkret ein Jagdteilnehmer mit ner Ohrfeige gedroht, für den Fall dass er nicht macht, was gefordert wurde.

So leid es mir tut: Wer nicht der Jagdleiter ist, kann bei Verstößen welcher Art auch immer nichts tun, außer a) den Jagdleiter informieren und b) heimgehen. (hier ging es um nen Verstoß gegen UVV, nichts strafrechtlich relevantes)

Was hätte Bausaujäger getan, wenn der andere gesagt hätte: OK, mach doch?
Was regst Du Dich auf, wenn hier jemand mal scherzhaft überzieht, bist Du neu hier ?! ;)
und lass mal den BSJ , der weiß mehr, wovon er redet, als ganz Viele hier !
 

z/7

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Die Wahrscheinlichkeit, daß sich Hunde mit anliegenden Warnhalsungen -oder Westen irgendwo an Ästen aufhängen, ist übrigens weit geringer, als daß dem Jäger im trocknisgeschädigten Buchenbestand ein Dürr-Ast auf den Kopp fällt !
Das ist genau der Punkt. Die Wahrscheinlichkeit. Alles, was Du sagst, trifft unter bestimmten Umständen zu, oder auch nicht. Genau deshalb ist das eine Güterabwägung, und deshalb wird die Entscheidung beim einen anders ausfallen als beim andern.

Meine Entscheidung fällt aktuell gegen Westen, weil ich die Wahrscheinlichkeit eines voreiligen Schusses unter den Umständen, unter denen ich den Hund schnalle (Hauptbeute Wiederkäuer, Sauen Beifang, geübte gelassene Schützen), so gering einschätze, daß es nicht dafürsteht, den Hund jede Jagd mit den Nachteilen einer Weste zu belämmern, weil vllt ein in ner million male doch etwas sein könnte. Eine Signalhalsung, die diesen Namen auch verdient, reicht in meinen Augen völlig aus. Und ja, ich hab auch schon schwarze Hundesauen mit seltsamen Umrissen gesehn.
Wer noch nie einen wildscharfen Terrier oder Wachtelhund unsichtbar unter Brombeeren an Schwarzwild arbeiten sah, wo es in allen Richtungen anfängt zu wackeln,
In Situationen, wo es ohne Hilfsmittel unmöglich ist, Hunde und Sauen (oder auch nur einzelne Sauen 🤯 ) voneinander zu unterscheiden, sollte der Finger ohnehin grade bleiben.

Die Signalwestenmanie ist in meinen Augen vor allem eine Folge der Unsitte, dem Hund irgend ein schäbigesverblichenesdreckiges Irgendwas umzuhängen, statt ne vernünftige Kunststoffhalsung, die auch dreckig noch gut erkennbar ist bzw. den Dreck gar nicht erst annimmt. Wer ein übriges tun will, nimmt ne Schwedenhalsung. Was ich hingegen grade bei Schlagschutzwesten oft an Restsignalwirkung noch vermute, ist ein Witz, aber kein Schutz.

Daher, wer es mag, kann das meinetwegen gerne betreiben, aber es pauschal als alleinseligmachend zu bezeichnen ist nicht gerechtfertigt. Vom Schwingen moralischer Keulen ganz zu schweigen.
 
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Was regst Du Dich auf, wenn hier jemand mal scherzhaft überzieht, bist Du neu hier ?! ;)
und lass mal den BSJ , der weiß mehr, wovon er redet, als ganz Viele hier !

Hm. Was mich da stutzig macht ist die typische lodenjockelige intolerenz gegenüber allen, die nicht das machen wie man selber - nur weil der Jungjäger ne AR führt, hat er noch nix falsch gemacht. Auch das große Magazin ist mittlerweile erlaubt, wenn nicht mehr wie 2; in BW 4 Bohnen drin sind. Auch mit geladener Waffe darf er durchgehen (der einzige, der das verbieten darf, ist wieder der Jagdleiter) - er darf nur nicht auf gesundes Wild schiessen, sondern nur Fangschüsse antragen.

Genau genommen hat der Knabe also gar nichts falsch gemacht, und wird dafür von nem alten so angemacht - ICH käme in Versuchung, wenn mir einer mit ner Ohrfeige droht, obwohl ich nichts falsch gemacht hätte, den komplett anzuschwärzen.
 
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Auch wenn ich den Gedanken an eine AR15 auf der Jagd befremdlich finde meine ich, dass auf der Einladung zu vermerken ist, wenn vom Veranstalter dieses oder jenes erwartet oder nicht erwünscht ist.
Dann weiß jeder woran er ist und man spart eine Menge Lebenszeit, die sonst für Diskussionen draufgegangen wäre. Wenn für mich im Vorfeld etwas unklar geblieben ist, habe ich bislang zum Telefon gegriffen und gefragt. Wurde nie negativ aufgefasst, manchmal war mein Gegenüber sogar ganz froh über Gespräch wenn etwas unbeabsichtigt missverständlich war.
 
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Das unterschreibe ich absolut nicht.

Jeder, der schon etwas länger auf der Jagd ist und entsprechend viele dieser Aktionen erlebte, bei denen es gefährliche Situationen geben kann, kann es differenzierter beurteilen, als jemand, der damit anfängt.
Der noch nie eine braune kleinere Sau im dusteren Bestand flitzen sah, der noch keinen Westfalenterrier dahinter rennen sah oder das gleiche alles in in schwarz.
Der sich nicht vorstellen kann, wie dunkelbraune Hunde nass in Richtung schwarz verfärben...
Wer noch nie einen wildscharfen Terrier oder Wachtelhund unsichtbar unter Brombeeren an Schwarzwild arbeiten sah, wo es in allen Richtungen anfängt zu wackeln, dem fehlt einfach die Vorstellung zu manchem...

Eine Unart ist es, wenn Leuten, die ein paar Jahre +/- erfolgreich dabei sind, alles wissen zu wollen, obwohl ihnen zwangsläufig der Erfahrungshorizont fehlt.
Darum geht es nicht, Erfahrung und Training ist gut aber sie sollten nie technische und organisatorische Maßnahmen ersetzen sondern nur ergänzen.

Nach der Logik könnte man auch die Warnkleidung bei Schützen verzichten, weil die erfahrenen Schützen ja genau ansprechen und niemals einen anderen Jäger gefährden würden.

Wenn ich durch eine technische oder organisatorische Maßnamen wie eine Weste beim Hund oder eine Warnjacke beim Menschen das Risiko einer unbeabsichtigten Schussabgabe minimiere, dann ist das immer besser als sich einzig auf das Können den einzelnen Schützen zu verlassen.

Genau so sollten auch Stände ausgewählt und eingerichtet werden das es möglichst zu keiner gegenseitigen Gefährung kommen lasse, auch da versuche ich den Faktor "Mensch" ja zu minimieren.

Bei all diesen Punkten habe ich schon gehört, wie darauf verwiesen wurde das man auf solche Maßnahmen ja bei ausreichend erfahrenen Schützen verzichten könnte.
 
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