OT mit Blutwurst und Fettgedrucktem

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#1
Ein Jägern die erklären warum sie solche Angebotè nicht wahrnehmen können besteht kein Mangel. Oft können sie aber nicht erklären wie sie dann ihre Jagd finden wollen. Sicherlich gibt es da einige Möglichkeiten, vermutlich werden die aber nicht für hundertausend Jagdscheininhaber reichen, die die gleichen Einschränkungen geltend machen.
 
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#3
THAMIEL ich möchte dein Kurzbeitrag einfach umdrehen in Nachfrage die Riesengross und Angebot welches sehr klein. Fast täglich werden von den Jagdschulen die wie Pilze aus der Erde geschosssen sind und noch schiessen in denen man für paar Euro zum Jagdscheininhaber
mit fast 100% Sicherheit gemacht wird, ohne zu wissen das was mache ich jetzt mit dem erworbenen Schein. Wenn dann solche Angebote wie von ELMAR kommen ´,dann ist niemand an einem so umfassenden intressiert? oder plötzlich hat Familie / Kinder /Arbeit / warum hat er dann überhaupt den Schein gemacht. Eine Revieraufsicht bedeutet viel Zeit wer diese nicht hat, oder in der Verwandschaft oder im Umfeld niemanden kennt bei dem er jagdlich unterkommt sollte sich vorher überlegen ob er diesen Schein macht!!!!
 
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#4
Die BaySF haben ca 5.000 gute Pirschbezirkler, vor etwa 20 Jahren beginnend, aus dem Markt genommen. Das war früher das hochmotivierte, jagdliche Prekariat, welches die "selbstherrlichen" Privatpächter kujonieren konnten . Da hat sich einiges verändert. Fragt doch mal, warum ein so wissender Jäger wie SH in einem winzigen PB seit langem glücklich ist.

PS zum Angebot von Elmar:
In der Gegend pachten Jäger, die seinem Anforderungsprofil entsprechen, eher selbst.
Er schreibt auch nicht konkret, ob es sich um einen kostenlosen Erlaubnisschein handelt. Da würde sich ja vielleicht jemand finden. Die guten, ortsansässigen Jäger stecken aber tief und fest verwurzelt in ihren Jagden.
 
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#5
Ein tolles Angebot, auf welches ich mich sofort beworben hätte, wenn ich noch keine Jagdgelegenheit hätte, in der ich voll anpacken kann.
Ich bin froh, damals einen Pächter gefunden zu haben, der nicht nur einen Kirrdödel wollte, sondern mich voll eingebunden hat und mir alle jagdliche Möglichkeiten gezeigt hat. Dem Pächter bin ich dafür sehr dankbar.
Ich kenne aber viele aus meinem Kreisgruppenkurs, denen ein Reh im Dezember genug ist und die am liebsten mit Revierarbeiten nichts zu tun haben wollen.
Da gibt sich die Jagdschule nicht viel.
Dir viel Erfolg bei der Suche nach einem zuverlässigen Mitjäger!
 
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#6
Last mich bitte nicht dumm sterben, fast jede Anzeige in den Foren nicht nur hier bei Wild und Hund, bei E- BAY oder im Jagdschulatlas.de und weiteren jagdlichen Zeitschriften sind voll unter der Überschrift suche Jagdmöglichkeit. Für mich bedeutet Jagdmöglichkeit das gesammte Spektrum was jagen bedeutet, Hochsitzbau ,Pirschsteige pflegen, Sauen schäden beseitigen, Kirrungen beschicken usw. Ein Hegeringleiter meiner Kreisjägerschaft bot in seiner 850 ha großen Jagd freie Büchse / Flinte bei Mithilfe im Revier an. Meldungen eine, die Anfahrt 210 km Entfernung, er wollte nur beim Abschuß helfen. Da fehlen mir die Worte.
Alles unter der Überschrift Jagdaufsicht gesucht.
 
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#7
Wenn es bei mir in der Nähe wäre, ich hätte sofort zugesagt..
Da wo Du zu Hause bist gibt es solche Angebote eher nicht. Viele Jäger mit noch mehr Geld
haben die Pachtpreise bei Euch derartig in die Höhe getrieben, das solche Angebote wie das von Elmar extrem selten sind.
 
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#8
THAMIEL ich möchte dein Kurzbeitrag einfach umdrehen in Nachfrage die Riesengross und Angebot welches sehr klein. Fast täglich werden von den Jagdschulen die wie Pilze aus der Erde geschosssen sind und noch schiessen in denen man für paar Euro zum Jagdscheininhaber
mit fast 100% Sicherheit gemacht wird, ohne zu wissen das was mache ich jetzt mit dem erworbenen Schein. Wenn dann solche Angebote wie von ELMAR kommen ´,dann ist niemand an einem so umfassenden intressiert? oder plötzlich hat Familie / Kinder /Arbeit / warum hat er dann überhaupt den Schein gemacht. Eine Revieraufsicht bedeutet viel Zeit wer diese nicht hat, oder in der Verwandschaft oder im Umfeld niemanden kennt bei dem er jagdlich unterkommt sollte sich vorher überlegen ob er diesen Schein macht!!!!
Du gibst dir die Antwort doch selbst: Eine Folge der vielen Jagdscheininhaber ist, dass sie geringe Erfahrung jenseits des Prüfungskanons haben.

Warum ein solches Angebot nicht attraktiv erscheint, hängt auch damit zusammen, dass man jenseits des Kurses wenig gesehen hat, weder was die "Bewirtschaftung" einer Pacht angeht, noch was Kontakte betrifft, die man braucht um Jagdeinladungen oder gar Erlaubnisse zu bekommen.

Ich finde das Angebot auch attraktiv. Vor nicht ganz vier Monaten hätte ich mir sowas in 30min Fahrentfernung selbst gewünscht. Aber da war ich schon 2 Jahre auf der Suche nach sowas. Jetzt hab ich was in 10 Minuten Entfernung gefunden für das ich dann sogar vierstellig bezahle.

Was ich sagen will: Nachfrage und Angebot sind nicht bedingungslos. Das Angebot mag für Nichtinteressenten ja attraktiv sein - es wird trotzdem nicht wahrgenommen werden, wenn es mit keinem Interessenten eine hinreichend große Schnittmenge gibt.
 
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#9
Thamiel,
fast völige Übereinstimmung, deshalb bin ich auch mehr für Kurse in der Kreisjägerschaft
da sind die Teilnehmer fast alle aus dem Kreis haben eventuell auch schon Kontakte zur Jägerschaft kommen nicht nur für einige Tage aus allen Teilen der Republik zusammen, um danach wenn kein jagdliches Umfeld vorhanden wie Tausend andere, suche Jagdmöglichkeit,
 
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#12
Last mich bitte nicht dumm sterben, fast jede Anzeige in den Foren nicht nur hier bei Wild und Hund, bei E- BAY oder im Jagdschulatlas.de und weiteren jagdlichen Zeitschriften sind voll unter der Überschrift suche Jagdmöglichkeit. Für mich bedeutet Jagdmöglichkeit das gesammte Spektrum was jagen bedeutet, Hochsitzbau ,Pirschsteige pflegen, Sauen schäden beseitigen, Kirrungen beschicken usw. Ein Hegeringleiter meiner Kreisjägerschaft bot in seiner 850 ha großen Jagd freie Büchse / Flinte bei Mithilfe im Revier an. Meldungen eine, die Anfahrt 210 km Entfernung, er wollte nur beim Abschuß helfen. Da fehlen mir die Worte.
Alles unter der Überschrift Jagdaufsicht gesucht.
Darf ich fragen wo du ungefähr herkommst? ;-)

hier in Niederbayern suchen viele...
 
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#13
Das ist eben ein Phänomen unserer Zeit, übersteigertes Anspruchsdenken.
Mein Nachbar kam irgendwann auf mich zu und sagte, dass Er sich sehr für die Jagd interessiert und ob ich Ihn nicht mal mit nehmen könnte. Habe ich ei paar mal gemacht, dann kam bei Ihm der Wunsch auf den Jagdschein zu machen und die Frage, wie bekomme ich Anschluß?
Ich sagte Ihm Jagdhornblasen lernen und wir bekommen das hin. Das Jagdhorn muß es nicht sein, aber bei mir kommen definitiv nur noch JJ unter, die sich, in welcher Weise auch immer, in die Jägerschaft einbringen...
Mag falsch sein, aber nach etlichen Erfahrungen halte ich es so... Übrigens hatte besagter Jagdinteressierter heute Abend seinen ersten Ansitz , noch mit meiner Büchse, aber einen Drilling haben wie schon , gemeinsam, gekauft.
 
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#14
Die BaySF haben ca 5.000 gute Pirschbezirkler, vor etwa 20 Jahren beginnend, aus dem Markt genommen. Das war früher das hochmotivierte, jagdliche Prekariat, welches die "selbstherrlichen" Privatpächter kujonieren konnten . Da hat sich einiges verändert. Fragt doch mal, warum ein so wissender Jäger wie SH in einem winzigen PB seit langem glücklich ist.

PS zum Angebot von Elmar:
In der Gegend pachten Jäger, die seinem Anforderungsprofil entsprechen, eher selbst.
Er schreibt auch nicht konkret, ob es sich um einen kostenlosen Erlaubnisschein handelt. Da würde sich ja vielleicht jemand finden. Die guten, ortsansässigen Jäger stecken aber tief und fest verwurzelt in ihren Jagden.
Er schrieb, dass es ihm NICHT um etwas Entgeltliches ginge. Aber Du hast natürlich recht. In der bayrischen Diaspora hat jeder seine Jagdgelegenheit, der tatsächlich eine will, insbesondere dann, wenn Sauen nicht nur WW sind, wie bei @Elmar.

Ob man beim PB im Staatsforst aber lange glücklich werden und bleiben kann, hängt ganz davon ab, wo der PB liegt und wie es mit sonstigen Gelegenheiten ausschaut. Wenn in der Not der Teufel Fliegen frisst, ist man mit Sicherheit auch über einen PB dankbar, zumindest wenn man auf Trophäen keinen gesteigerten Wert legt und alles was man erlegt, auch zu halbwegs vernünftigen Preisen mitnehmen darf.

Das tollste Angebot nützt aber nix, wenn man erstmal ne Stunde fahren muss. Das geht, wenn ich ganztags im Revier verweile, um etwas herzurichten, instandzusetzen, mal ne Hecke zu pflanzen oder ne Äsungsfläche anzulegen. Aber zum passionierten jagan auf "reichlich vorhandenes Rehwild" :p ist das kalter Kaffee, geschweige denn zum Fallen kontrollieren....
Da werden weder Gast noch Jagdherr glücklich.
 
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#15
Das ist eben ein Phänomen unserer Zeit, übersteigertes Anspruchsdenken.
Mein Nachbar kam irgendwann auf mich zu und sagte, dass Er sich sehr für die Jagd interessiert und ob ich Ihn nicht mal mit nehmen könnte. Habe ich ei paar mal gemacht, dann kam bei Ihm der Wunsch auf den Jagdschein zu machen und die Frage, wie bekomme ich Anschluß?
Ich sagte Ihm Jagdhornblasen lernen und wir bekommen das hin. Das Jagdhorn muß es nicht sein, aber bei mir kommen definitiv nur noch JJ unter, die sich, in welcher Weise auch immer, in die Jägerschaft einbringen...
Mag falsch sein, aber nach etlichen Erfahrungen halte ich es so... Übrigens hatte besagter Jagdinteressierter heute Abend seinen ersten Ansitz , noch mit meiner Büchse, aber einen Drilling haben wie schon , gemeinsam, gekauft.
Das siehst Du ganz grundlegend falsch mein Lieber. Du kannst doch mit Deiner Minifeldjagd überhaupt keine passionierten Jaga brauchen. Auf drei Jahr 18 Böck, 30 Weiberl und Kitzl, ....
Wenn Du selber noch was davon haben möchtest, reichen Dir 1,5 Hobbysonntagsjäger mit Tirolerhut und Haferlschuh. :cool::D Sorry, das hat echt nixn mit "übersteigertem Anspruchsdenken zu tun, aber entweder bin ich Jäger oder Hobbykasper. Ich will mich als Jäger nicht in irgendwelche Vereinskaspereien einbringen, denn den brauch ich nicht und der mich nicht, sondern ich möchte einfach nur JAGEN und zwar im ursprünglichsten Sinne des Wortes.

Insofern ist das, was Du denkst nicht falsch, denn der, der die Musik bezahlt, bestimmt was gespielt wird, aber unser System zieht halt eindeutig die Falschen an und das muss sich ändern, EGAL wie.
 
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