Patronen delaborieren

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#16
Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.
Die Sicherheitsstandards setzt somit auch jeder in gewissem Rahem für sich.
Das sich z.B. das Abfüll- oder auch Abbrandverhalten von Pulver ändert wenn es schon einmal im Rahmen einer Pressladung verarbeitet wurde kann sein, muss nicht.
Fragen über Fragen.
 
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#17
Weis jetzt nicht was das mit dem Thema zu tun hat, ich rate aber erst nachzudenken und dann zu posten!

Selbstgeladene Munition, Pulver und Alter bekannter Herkunft.
Klingelts?
Und was Bier mit dem o.g. Thema zu tun hat weisst eben auch nur Du...ich rate aber ebenfalls erst nachzudenken und dann zu posten!:cool:
 
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#19
Ich überlege ob man einige der Antworten auch in einem anderen Land als Deutschland bekommen könnte. Der Vergleich mit dem Bierglas ist bisher die besste Antwort aufs Tema.
Eigentlich ist es aber vergleichbar mit: Ich schütte das Bier in ein Glas, das was ich Abends nicht leergetrunken habe schütte ich wieder zurück in die Flasche, Bügelverschluss zu und ab in den Kühlschrank für Morgen. Das ist mir aber noch nicht passiert. Genauso hätte ich die Munition vor Verkauf einfach verknallt;)
Den gemachten Vorschlag das Pulver für Schiesskinomunition, evtl. mit leicht reduzierter Ladung zu nehmen finde ich gut. Auf Wild würde ich damit nicht gehen- bin aber auch pingelig!

Gruß
Jan
 
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#22
Was macht man denn mit dem Restpulver im Pulverfüller oder der automatischen Waage?
Ja, streng genommen, darf das auch nicht zurück.
Nun handhabe ich es so, daß sich beim Wiederladen nur eine Dose Pulver im Arbeitsraum befindet. Diese Dose steht auf dem Tisch und aus der arbeite ich.
Zu Beginn der Arbeit halte ich mein Laborierungstagebuch in der einen Hand, die Dose in der anderen. Ich lese die Pulversorte laut vor aus dem Buch. Ich lese die Sortenbeschriftung auf der Dose laut vor.
Dann kann ich sicher sein, daß nichts anderes im Spiel ist. Da fülle ich manchmal, wenn es nicht mit den Hülsen aufgeht, Pulver zurück in die Dose.
Eine Andere Sache ist das bei Patronen, bei denen schonmal eine verwechselt sein kann. Und ICH möchte nicht N160 und N560 gemischt verladen. Ich lade aber beispielsweise beide Pulver in der 6,5x55 und in der 7x64. (Bald nur noch das N560.)

Also das Verfahren mache ich so. Es gibt sicher andere gut Verfahren.
 
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#24
Ob ich das verladene Pulver wiederverwende, ist eine Frage, wie ich die Geschosse aus der
Hülse gezogen habe. Nehme ich eine Matrize und die Presse zum Entladen, dann habe ich mit der Wiederverwendung des Pulvers kein Problem.
Nehme ich den Entladehammer zum Entladen der Patrone, wird das Pulver entsorgt, weil durch die Schläge, die nötig sind, die Geschosse zu ziehen, die Pulverstruktur verändert wird und die Pulvereigenschaften nicht mehr den Herstellerangaben entsprechen. Eigentlich einfach.
 
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#25
Warten wir einfach noch ein wenig. Es wird sich noch ein Bedenkenträger finden der Reservekanister im Auto ablehnt weil er Motorschäden befürchtet. :giggle:
Vorsicht, genau das kann dir bei lange gelagerten Dieselkraftstoff ( Mikroorganismen durch Biodieselanteil ) passieren . Hatte ich letzte Woche in einer Anlage die wir in der Wartung haben .
 
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#26
Ob ich das verladene Pulver wiederverwende, ist eine Frage, wie ich die Geschosse aus der
Hülse gezogen habe. Nehme ich eine Matrize und die Presse zum Entladen, dann habe ich mit der Wiederverwendung des Pulvers kein Problem.
Nehme ich den Entladehammer zum Entladen der Patrone, wird das Pulver entsorgt, weil durch die Schläge, die nötig sind, die Geschosse zu ziehen, die Pulverstruktur verändert wird und die Pulvereigenschaften nicht mehr den Herstellerangaben entsprechen. Eigentlich einfach.
Du glaubst dass 3 Schläge mit dem Entladehammer die Pulverstruktur soweit verändern dass es gefährlich wird? Sorry, das ist völliger Blödsinn.

Ich habe gerad 150 Patronen mit dem Entladehammer entladen und das Pulver neu verladen.
Schießt sich nicht anders als vorher.

Man kann auch Probleme SUCHEN wo keine sind. :rolleyes:
 
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#27
Man kann Geschosse auch mit einer speziellen Spannzange ziehen, und noch einfacher mit einer Kneifzange mit der Presse.
 
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#28
Du glaubst dass 3 Schläge mit dem Entladehammer die Pulverstruktur soweit verändern dass es gefährlich wird? Sorry, das ist völliger Blödsinn.

Ich habe gerad 150 Patronen mit dem Entladehammer entladen und das Pulver neu verladen.
Schießt sich nicht anders als vorher.

Man kann auch Probleme SUCHEN wo keine sind. :rolleyes:
Deine Finger und Dein Problem, solange Du alleine auf dem Schießstand bist.
Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis.
 
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#29
Deine Finger und Dein Problem, solange Du alleine auf dem Schießstand bist.
Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis.
Lass mich das mal rekapitulieren.
Drei Schläge mit dem Entladehammer verändern die Pulverstruktur in derart gefährlicher Weise dass die Waffe zur Handgranate wird?

Wie vielen Schritten entsprechen drei Schläge mit dem Hammer? (Schrittzähler vorhanden.)
Ich muss das unbedingt wissen ab wann ich meine Munition entsorgen muss. Und warum verbietet die UVV nicht endlich das Mitführen von Munition in der Hosentasche? :eek:

Kann eine Wasserpistole zur tödlichen Giftwaffe werden weil das Wasser zu lange nicht gewechselt wurde und verkeimt ist?
Kann wiedergeladene Munition vielleicht gar auch verkeimen???
Fragen über Fragen... :rolleyes:
 
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#30
Moin,

man merkt hier schon ein bischen, wer Laborpraxis hat...
Es gibt einfach ein paar grundsätzliche Regeln, deren Einhaltung eine "absolute Empfehlung" (sic!) sind. Dazu gehört im Labor: Schütte nichts in die Orginalverpackung zurück. Im §27-Sachkundekurs wird das im Übrigen auch so gelehrt!

Bei Elektrikers heißt es bspw. vor der Arbeit: Anlage ausschalten, Spannungsfreiheit prüfen und gegen Wiedereinschalten sichern. Nun ja, wer sich nicht daran hält, endet womöglich klein, schwarz und hässlich. Denn obwohl der Fachkundige weiß, was er da tut, ist der Teufel ein Eichhörnchen. Der entscheidende Unterschied ist hier, daß der Elektriker im Zweifel messen (= zweifelsfrei feststellen) kann, ob Spannung anliegt. Wir können bei delaborierter Ladung nur vermuten, daß keine Veränderung des Pulvers vorliegt. Der Zweifel läßt sich hier nicht vollständig ausräumen (Was ja auch die Argumentationen und die Diskussion an sich hier schon beweisen.). Aus diesem Grund ist mir die Sortenreinheit meines Pulverbestandes in Orginalverpackungen einfach wichtig und ich würde wiedergewonnenes Pulver schlicht in einem eigenen Los sofort neu verladen (Lagern in eigener Verpackung ist ja bekanntnlich auch "bäh".)

Cheers,
Schnepfenschreck.
 
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