Pflanzen für Rehwild

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#1
Hallo Forumsgemeinde,

wir (Jagdkumpel und ich) haben die Möglichkeit bekommen, in einem Revier jagdlich tätig werden zu können. Der derzeitige Jagdpächter kann aus Altersgründen nicht mehr raus und da wurden wir gefragt, ob wir Lust dazu hätten. Wat für ´ne Frage ...
Nun stehen wir vor der Aufgabe, uns das Revier zu gestalten, da schon seit langer Zeit nichts mehr gebaut oder erneuert wurde.
Wir möchten jetzt, da es ein reines Rehwildrevier ist, den Abschuss erhöhen (derzeit sind drei Böcke laut Abschussplan vorgegeben und seit längerem werden maximal zwei erlegt. Das liegt aber nicht an der Wilddichte ...).
Ich hatte mal einen Bauplan gefunden, den ich nachbauen möchte.
Dort wurde ein "Haus" abgebildet, das aussah wie eine Dackelgarage der Bundeswehr. Also zwei Schrägen im 90 Grad Winkel aneinander gelegt und somit ein Dach gebildet haben. Das Dach wurde dann mit dünnmaschigem Drahtzaun belegt, so dass von unten Pflanzen durch das Dach wachsen konnten.
Nun zur Frage zurück: Welche Pflanzen wirken auf Rehwild anziehend? Was kann man unter das Dach pflanzen, damit die Rehe diesen "Futterspot" nicht links liegen lassen können ??? ;-)

Danke und Waihei
Thilo
 
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#2
Also wenn Ihr den Abschluss um 50% steigern müsst, also von 2 auf 3 Stücke und der Bestand ist ausreichend, dann wage ich mal zu wetten dass es überhaupt kein Problem ist.

Der einfachste Bauplan ist ein Stamm oder Pfahl den man in die Erde haut und dann Salz oben drauf macht. Nennt sich Salzlecke. :biggrin:
 
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#3
Mal ne blöde Frage: Wieso soll ich ein Haus bauen, aus dem Pflanzen wachsen, die das Rehwild äsen soll? Irgend etwas habe ich an deiner fragestellung nicht verstanden.

:what::what:

Wenn du freie Flächen im Wald / am Feldrand hast, die du bepflanzen könntest, könntest du verschiedene Verbissgehölze pflanzen oder Wildäcker / Äsungsflächen anlegen und gut ist's.



wmh


Jäger:cool:
 
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#4
Hallo Forumsgemeinde,...
Nun zur Frage zurück: Welche Pflanzen wirken auf Rehwild anziehend? Was kann man unter das Dach pflanzen, damit die Rehe diesen "Futterspot" nicht links liegen lassen können ??? ;-)

Danke und Waihei
Thilo

Besonders anziehend wirkt im Grunde alles was sonst nicht im Revier wächst.

Diverse Weiden, wenn es der Standort hergibt, Holunder, was eigentlich immer zieht ist Pfaffenhütchen und alles was man im Gemüsegarten findet.

Idee dieser "Häuschen" ist , dass der Strauch oder was auch immer sich etablieren kann und mit Durchwachsen des Drahtgeflechts dem Wild zur Verfügung steht.

Man kann den Draht dann auch entfernen und weiter für den nächsten Heger verwenden.


CdB
 
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#6
Ev. schon mal über einen, oder besser, mehrere Wildäcker nachgedacht.
Mischungen gibt's da wie Sand am Meer, Das muß ja nicht unbedingt ein Kleefeld mit 1ha werden. Hier und dort ein bisserl was.
Ein zentraler Platz ist ja ohnehin kontraproduktiv, da streiten sich dann 2 Böcke drum und es bleibt dann der Platzbock übrig.
Da Rehwild einen kleinen Pansen hat, naschen die ja eh nur hie und da, und suchen sich halt das für sie beste raus.
Schau daß du das weibliche Rehwild binden kannst, dann kommen die Böcke von selber.....
 
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#7
Moin!

Ich hatte mal einen Bauplan gefunden, den ich nachbauen möchte.
Dort wurde ein "Haus" abgebildet, das aussah wie eine Dackelgarage der Bundeswehr. Also zwei Schrägen im 90 Grad Winkel aneinander gelegt und somit ein Dach gebildet haben. Das Dach wurde dann mit dünnmaschigem Drahtzaun belegt, so dass von unten Pflanzen durch das Dach wachsen konnten.
Wie @CdB anmerkt sollen diese Dinger das Etablieren von stark verbissenen Sträuchern etc. ermöglichen. WENN da so viel Wild ist, dass der Verbiss ein Problem darstellt, braucht ihr keine Äsungsverbesserung sondern ein anderes Jäger-Raum-Zeit-Management oder einen aktiveren rechten Zeigefinger. Abgesehen davon ist IMHO die Anbringung von Maschendraht in einer Art und Weise, dass da Tiere reintreten können, ein absolutes no-no!

Sucht Euch lieber etwas lichtere Ecken, sorgt da für eine aufgelockerte Bodenvegetation und ggf. Sträucher als Äsung (Weiden-Stecklinge z. B.) und / oder mulcht an Wegerändern mal ein bischen - das bringt oft schon einiges in Gang.

Viele Grüße

Joe
 
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#8
Für kleine Äsungsflächen eignen sich auch alte Holzlagerplätze am Wegrand oder je nach Bestand Rückegassen die für die nächsten 2 oder 3 Jahre nicht mehr benutzt werden. Müssen ja keine Grossen Flächen sein. Lieber hier und da mal 100 qm über das ganze Revier verteilt ist besser wie ein grosser Acker mitten drin. Die kleinen Flächen kann man auch mit der Hand oder einer kleinen Fräse schön bearbeiten.

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#9
@ Quaks:


Jeder Jagdverein hat / oder kann dir einen Revierberater vermitteln. Das sind Sachkundige Personen, die dir im Rahmen einer Revierbegehung Empfehlungen für das Revier geben können, was zur Biotopverbesserung deines Revieres beitragen kann und welche Standortvoraussetzungen für welche Maßnahmen erforderlich sind.

Einfach mal nachfragen.


wmh


Jäger:cool:
 
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