Weltweit Pflicht zur Kitzsuche?

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#1
Hallo,

leider hat meine Suche hier, im Netz, und auch im Gesetz kein eindeutiges Ergebnis gebracht.

Mich würde interessieren in wie weit ein Jagdpächter (alternativ JAB) eine Pflicht hat, Wiesen vor der Mahd nach Kitzen oder Rehen im Allgemeinen abzusuchen?

Also zum Beispiel einmal angenommen (bzw. so oder so ähnlich bei uns vorgekommen), Landwirt ist gerade (Sonntag) am mähen, ruft Jäger an, sagt er soll kommen, hier sind Rehe in der Wiese. Jäger sagt er hat gerade keine Zeit, auch andere JAB sind gerade nicht in der Lage zu kommen. Landwirt mäht, erwischt Rehe, sagt hinterher - ist der Jäger Schuld, "ich habe Bescheid gegeben, aber es ist keiner gekommen".

Und jetzt spinnen wir mal, er will Wildschaden wegen verunreinigtem Futter.
Oder noch weiter hergeholt, er wälzt evtl. Konsequenzen nach Tierschutzgesetz auf den Jäger ab, weil er kann ja nicht mehr machen ausser Bescheid geben? (Nein, langsamer fahren kann er wirklich nicht!)

Wie würdet ihr das bewerten.

Und es sei noch erwähnt - wir haben mit den allermeisten unserer Landwirte ein gutes Verhältnis, und freuen uns wenn sie uns frühzeitig die Gelegenheit geben nach Kitzen abzusuchen etc. Das wird auch gemacht, mit gutem Erfolg, aber man kann nicht immer und überall gleichzeitig sein.

Besten Dank für eure Meinung
 
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#2
Keiner zwingt ihn, die Wiese ohne fristgerechte Vorankündigung zu mähen.
In dem Fall liegen alle Konsequenzen beim Landwirt.
 
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#3
Von wem geht die Gefahr aus?

Derjenige von dem die Gefahr ausgeht muß alles mögliche tuen um diese zu vermeiden.
Man kann (und sollte) helfen, ist aber nicht in der Pflicht.

Und wenn der Landwirt dumm kommt, würde er eine Anzeige erhalten wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetzt, denn ER macht sich strafbar wenn er Kitze ausmäht.

Nichts gegen Landwirte, die machen auch nur Ihren Job.
Aber es gibt da LEIDER solche und solche.
Der eine ruft 1-2 Tage vorher an und sagt ich möchte dann und dann mähen manche sogar schon eine Woche vorher und sagt:
"Du, ich plane mal so grob dann und dann zu mähen, ich melde mich sobald ich das gemäß Wetterbericht abschätzen kann!"
Dann kann man sich umhören.
Der nächste ruft an (wenn überhaupt), wenn er das erste Ritz ausgemäht hat. Bei denen schwillt mir der Hals!
Und da das immer die Gleichen sind, hilft oftmals nur die große Keule.
 
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#4
Derjenige von dem die Gefahr ausgeht muß alles mögliche tuen um diese zu vermeiden.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, nennen Juristen das "Das Verursacherprinzip". Daran muß man leider manche Landwirte und deren "Erfüllungsgehilfen" auf den voll klimatisierten 250 000Euro Maschienen erinnern.
 
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#6
Wo soll bitte ein Wildschaden sein??? Ursache ist das vom Landwirt getötete Wild!
 
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#7
Der Jäger hilft i.d.R. gerne, auch im Rahmen des guten Miteinanders.

Es bleibt aber unstrittig die Pflicht des Landwirtes die Wiesen abzusuchen usw. und damit sicherzustellen das keine Kitze ausgemäht werden. Da gibt es nichts zu rütteln und davon entbindet ihn nichts. Schon gar kein Anruf beim Jäger dessen Aufgabe es ja gar nicht ist.
 
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#8
Der Jäger hilft i.d.R. gerne, auch im Rahmen des guten Miteinanders.
Es bleibt aber unstrittig die Pflicht des Landwirtes die Wiesen abzusuchen usw. und damit sicherzustellen das keine Kitze ausgemäht werden. Da gibt es nichts zu rütteln und davon entbindet ihn nichts. Schon gar kein Anruf beim Jäger dessen Aufgabe es ja gar nicht ist.
Das kann man offensichtlich gar nicht oft genug klarstellen!!!
serveimage.jpg
In den Köpfen der meisten Landwirte und augenscheinlich auch vieler Jäger scheint das so nicht deutlich zu sein.
 
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#11
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#13
Naja, aus der Hegepflicht eine Verpflichtung zur aktiven Mitwirkung bei der Kitzrettung herauszulesen, halte ich mindestens für gewagt.

Ist ja aber auch nur die Einzelmeinung eines direkt Betroffenen (Bayrischer Bauernverband), kein Urteil.

Jop. Das hat was von Parteigutachten.
Bedeutet nicht, dass wir uns nicht beteiligen würden an der Suche. Aber dazu braucht es Vorlaufzeit!
 
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