Photovoltaik Anlage

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Hallo zusammen,

ich überlege gerade mir eine PV Anlage aufs Dach zu machen. Wir heizen mit Nachtspeicheröfen und haben daher einen Tarif mit Tag und Nachtstrom.
Wir verfügen über 2 Zähler, einer davon betrifft meinen Haushalt (Verbrauch 1Kw Tag- und 7 Kw Nachtstrom), sowie den Zähler meiner Eltern über den gigantische 6Kw Tag- und 21 Kw Nachtstrom laufen. Dafür haben Sie es ganzjährig schön warm :)

Nun ist die Überlegung zu der PV Anlage einen Speicher mit etwa 5Kw Leistung verbauen zu lassen. Die Anlage würde mit etwa 10Kw dimensioniert. Der Hauptverbraucher wären somit die Nachtspeicheröfen. Da nur ein Zähler von der Anlage profitieren kann, würde das ganze über meinen Zähler laufen, da ich den Spaß auch zahlen werde. Nun frage ich mich aber, macht es Sinn, einen Speicher zu verbauen, wenn doch gerade im Winter weniger Strom produziert wird?

Hat dazu jemand Erfahrungswerte? Wenn sich das nämlich nicht ansatzweise rechnet, kann man sich das Geld für den Speicher nämlich getrost sparen und den Überschuss an produziertem Strom auch einspeisen. Auch wenn das nicht ideal ist.

Bin um jede Anmerkung und Anregung dankbar.
 
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Sind die Nachspeicheröfen nicht schon genug Speicher?
Ich meine, die sind doch dafür gemacht, über Nacht mit "billigem" Strom "geladen" zu werden, um tagsüber Wärme anzugeben. Die kann man doch auch bei Sonnenlicht "laden" oder zumindest ergänzen.

Wie viel Energie pro Tag kannst du denn pro Tag erwarten? Im Sommer? Im Winter?
Und wie viel Energie verbraucht die Heizung pro Tag? Im Sommer? Im Winter?
 
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Die Sache mit den Zählern ist komplex geworden. Brauchst eigentlich einen pro gelassenem Furz, sprich: wenn PV, wirst Du einen zusätzlich bekommen, vielleicht sogar alle ersetzen müssen. Der Paragraphenschimmel hat da in den letzten paar Jahren gnadenlos zugeschlagen.

In der kalten Jahreszeit kommt wenig über PV rein, und im Sommer braucht man keine Heizung.

Dies vorausgeschickt glaube ich nicht, daß sich das angedachte Konstrukt rechnet.

Aber: PV für den normalen Haushaltsstrom wird sicher anders aussehen, insbesondere wenn man sieht, wie sich sie Strompreise entwickeln.
 
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Soweit ich weiss, kann man die Nachtspeicheröfen auch auf Tagstrom umstellen.
Gestern war ein Anbieter aus der Region da der mir ein Angebot machen möchte. Dieses meinte, dass eine Anlage die 10 Kw Leistung hat denkbar wäre. An wie vielen Tagen im Jahr die dann den vollen Ertrag bringt, weiss ich natürlich nicht. Daher war meine Hoffnung ein paar Infos abzugreifen von PV Anlagen-Besitzern wie viel da in den dunklen Jahreszeiten noch produziert wird.

Der Nachtstrom für die Öfen ist ja einen hauch billiger, aber generell werden die Stomkosten ja nicht niedriger, eher teurer.

Wieviel die Öfen verbrauchen kann ich nicht sagen. Ich habe knapp 6Kw Nachstrom pro Jahr. Davon werden die Öfen den größten Teil ausmachen. Aber auch der Warmwasserboiler läuft nachts, z.B.
 
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Die Sache mit den Zählern ist letztes Jahr hoch komplex geworden. Brauchst eigentlich einen pro gelassenem Furz, sprich: wenn PV, wirst Du einen oder alle ersetzen müssen. Der Paragraphenschimmel hat da in den letzten paar Jahren gnadenlos zugeschlagen.

In der kalten Jahreszeit kommt wenig über PV rein, und im Sommer braucht man keine Heizung.

Dies vorausgeschickt glaube ich nicht, daß sich das angedachte Konstrukt rechnet.

Aber: PV für den normalen Haushaltsstrom wird sicher anders aussehen, insbesondere wenn man sieht, wie sich sie Strompreise entwickeln.
Du meinst also ein Speicher würde sich nicht rentieren.
Ich denke es würde anders aussehen wenn man z.B. ein E-Auto hat welches viel Strom verbraucht zu Zeiten in denen kein Strom oder wenig Strom produziert wird. Das ist aber nicht angedacht in unserem Fall.
 
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Nein, Speicher rentiert sich, insbesondere bei steigenden Strompreisen.

Hatte Dich nur so verstanden, daß Du die Nachtspeicherheizung mit PV betreiben willst. Das dürfte sich nicht rechnen, weil sowieso „billiger“ Strom.
Vielleicht hatte ich Dich da missverstanden.

Mal ein paar Zahlen von meiner 9 KW PV:
Dezember 2021: 195 KWh produziert
September 2021: 1145 KWh produziert
 
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Die Idee war, zumindest die überschüssige Energie die im Speicher hängt (da ja der Bedarf an Tagstrom nicht so hoch ist), dann für die Öfen in der Nacht zu nutzen. Falls man das überhaupt so steuern kann. Alternativ die Öfen auf Tagstrom umklemmen. Ich weiss nicht wann der Strom dann bei Nichtnutzung eingespeist wird, bzw. ob dieser überhaupt aus dem Speicher heraus wieder eingespeist wird oder nur was zusätzlich produziert wird sobald der Speicher z.B. voll ist.

Wenn nun aber der Output der Anlage im Winter eh gering ist, dann frage ich mich ob sich der Speicher lohnt. Hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt :)
 
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Die Ertragsprognose für eine Dachanlage hängt von ziemlich vielen Faktoren ab. Daher kann man hier eigentlich nur den Jura-Spruch anbringen: "Es kommt drauf an, ..."

Generell dürfte aber richtig sein, daß ein Hausspeicher nur lohnt, wenn er 1. richtig zur PV dimensioniert ist und 2. der Hausverbrauch zur Entnahmeleistung im richtigen Verhältnis steht.

Wenn Du noch mehr Dachfläche zur Verfügung hast und Einspeiserträge erzielen willst (unternehmerische Tätigkeit, Abschreibung der Investition, etc. pp.) würde ich dazu raten, auf den Speicher zu verzichten und stattdessen lieber größer (oder effizienter = in der Anschaffung meist teurer) zu bauen. Dabei aber die Grenzwerte des EEG beachten oder vielleicht dort auf zu erwartende Änderungen spekulieren.
 
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Wenn nun aber der Output der Anlage im Winter eh gering ist, dann frage ich mich ob sich der Speicher lohnt. Hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt :)

Kommt u.a. auf Deine monatliche Stromrechnung an. Von etwa März bis Ende September quasi 0,00 zu zahlen kann auch ohne große Abschreibungen lukrativ sein.
Insbesondere, falls Du in die Situation wie mittlerweile viele kommen würdest, wo Dein Stromversorger pleite geht, Deinen Vertrag kündigt und Du nur für 80ct/KWh überhaupt einen neuen Vertrag bekommst.
 
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Den Speicher braucht man,

wenn man KfW - Zuschüsse bekommen will. Heute ist das Prinzip wohl so, dass man den erzeugten Strom einspeist, den man nicht selber verbraucht, dann nachts gespeicherten Strom für's Fernsehen und die Geschirrspülmaschine am Abend verbraucht und sich dann zum Nulltarif den über's Jahr eingespeisten Strom kostenfrei aus dem Netz zurückholt.

Das Defizit bezahlt man dann. Also erzeugter Strom - Eigenverbrauch = x KWh; die Nettoentnahme - Differenz Eigenstrom (X) = Stromrechnung.

Die politische Absicht ist es, "alle" Ein- und Mehrfamilienhäuser weitgehend autark bzgl. des Stromverbrauchs zu machen. Endgültig gelingen kann das wohl erst, wenn Speicherlösungen i.F. einer dafür tauglichen Brennstoffzelle für solche Häuser / Verbraucher marktverfügbar ist.

Gruß,

Mbogo
 
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Heute ist das Prinzip wohl so, dass man den erzeugten Strom einspeist, den man nicht selber verbraucht, dann nachts gespeicherten Strom für's Fernsehen und die Geschirrspülmaschine am Abend verbraucht und sich dann zum Nulltarif den über's Jahr eingespeisten Strom kostenfrei aus dem Netz zurückholt.

seit wann gibt es dieses Prinzip denn? Ich speise für ca 10ct ein und muss Strom für rund 30ct kaufen wenn ich welchen brauche.

wenn es so wäre macht doch ein eigener Speicher überhaupt keinen Sinn, wenn ich das Netz als Speicher nutzen kann/darf.
 
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bei mir ist es im Moment ähnlich ich habe mir eine 25kw anlage aufs Dach gemacht die im Januar ans netz geht, erstmal ohne Speicher, und schauen was dabei rum kommt. Grade jetzt im winter. In meiner wohnung habe ich nur noch 2 Nsp öfen im gebrauch das auch nur in den schlafzimmern wo doch nicht viel geheizt wird. Ein speicher in der passenden größe hätte das gleiche wie die gesamte anlage gekostet und ob der speicher im winter vollgeladen werden kann ist auch fraglich.
 
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Den Speicher braucht man,

wenn man KfW - Zuschüsse bekommen will. Heute ist das Prinzip wohl so, dass man den erzeugten Strom einspeist, den man nicht selber verbraucht, dann nachts gespeicherten Strom für's Fernsehen und die Geschirrspülmaschine am Abend verbraucht und sich dann zum Nulltarif den über's Jahr eingespeisten Strom kostenfrei aus dem Netz zurückholt.

Das Defizit bezahlt man dann. Also erzeugter Strom - Eigenverbrauch = x KWh; die Nettoentnahme - Differenz Eigenstrom (X) = Stromrechnung.

Die politische Absicht ist es, "alle" Ein- und Mehrfamilienhäuser weitgehend autark bzgl. des Stromverbrauchs zu machen. Endgültig gelingen kann das wohl erst, wenn Speicherlösungen i.F. einer dafür tauglichen Brennstoffzelle für solche Häuser / Verbraucher marktverfügbar ist.

Gruß,

Mbogo
Das währe mir auch neu, das währe super sollte das so sein. In den Niederlanden ist das so! dort kann der zähler auch Rückwärts laufen. Und man zahlt dort nur den strom den man gebraucht hat.
 
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Den Speicher braucht man,

wenn man KfW - Zuschüsse bekommen will. Heute ist das Prinzip wohl so, dass man den erzeugten Strom einspeist, den man nicht selber verbraucht, dann nachts gespeicherten Strom für's Fernsehen und die Geschirrspülmaschine am Abend verbraucht und sich dann zum Nulltarif den über's Jahr eingespeisten Strom kostenfrei aus dem Netz zurückholt.

Das Defizit bezahlt man dann. Also erzeugter Strom - Eigenverbrauch = x KWh; die Nettoentnahme - Differenz Eigenstrom (X) = Stromrechnung.

Die politische Absicht ist es, "alle" Ein- und Mehrfamilienhäuser weitgehend autark bzgl. des Stromverbrauchs zu machen. Endgültig gelingen kann das wohl erst, wenn Speicherlösungen i.F. einer dafür tauglichen Brennstoffzelle für solche Häuser / Verbraucher marktverfügbar ist.

Gruß,

Mbogo
Kann es sein dass du von der Cloud Lösung sprichst?
 

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