Plötzlich Rost im Lauf...

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Ich nutze dünne Maurerschnur, dran ein selbstgedrehtes Messinggewicht und Läppchen aus altem Baumwollstoff.
Wie ich schon sagte: ich bin arm.
 
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Früher, also ganz früher mal, vor der VFG und Boresnakezeit, gab es einen Wollwischer zum Anschrauben an einen Putzstab.
Der Wollwischer wurde leicht mit Ballistol getränkt und nachdem man mit einer Broncebürste
und Werg den gröbsten Dreck aus dem Lauf geholt hat, wurde der Wollwischer 2-3 mal
durch den Lauf geschoben. Wollte man dann wieder auf die Jagd oder auf den Schießstand, wurde der Lauf einfach mit Werg und Putzstab wieder entölt. Aber da es aus dieser Zeit keine schriftlichen Aufzeichnungen mehr gibt, ist das leider aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden.
 
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Ich nutze dünne Maurerschnur, dran ein selbstgedrehtes Messinggewicht und Läppchen aus altem Baumwollstoff.
Wie ich schon sagte: ich bin arm.
Kannst auch einfach, so wie ich, ein Reststück Schnur von der Motorsense nehmen und da am Ende eine Öse mit dem Feuerzeug verschweißen. Der harte Faden lässt sich so durch den Lauf schieben und da ein kleines Stück vom alten Bettlaken ans Ende.
Dann sparst du das teure Messinggewicht.
Ich bin nämlich auch sehr sparsam.🤭🤣
 
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Kannst auch einfach, so wie ich, ein Reststück Schnur von der Motorsense nehmen und da am Ende eine Öse mit dem Feuerzeug verschweißen. Der harte Faden lässt sich so durch den Lauf schieben und da ein kleines Stück vom alten Bettlaken ans Ende.
Dann sparst du das teure Messinggewicht.
Ich bin nämlich auch sehr sparsam.🤭🤣
Ich nutze eine 0,60 Hartmono aus dem Angelbereich, um den Schnürsenkel meiner Boarsnake durch den dünnen Feuertunnel meiner .17 HMR zu bekommen - das funktioniert prima und um Welten besser, als das Jakele Field-Kit (.17), bei dem die Stahlschnur dicker ist als das Kaliber .17 .

Danke für die Tipps.

Bevor ich der Misshandlung meiner Büchsen angeprangert werde - ich habe das K-PAC im Schrank,
einen Luftentfeuchter und der Schrank steht im Wohnzimmer.
Alle Büchsen haben regelmäßig Freigang und sehen (äußerlich) aus wie geleckt - weil ständig gut gepflegt. Ich reinige min 1 mal jährlich oder nach Bedarf Chemisch mit Robla S. und lasse alle Büchsen auf Zimmertemperatur kommen, bevor ich sie in den Schrank stelle.
Daher hat es mich ja so umgehauen, dass dieses Rostproblem so plötzlich auftaucht.

Der sehr interessante Artikel zum Ölschuß einer großen Dt. Jagdzeitung und auch viele andere Erfahrungswerte, darunter eigene, machen`s mir nicht leicht.
Einfach Ölen und vor dem Nutzen einen Patch durchgezogen - romantische Vorstellung, aber wirklich verlässlich?

Es wird nur ein Versuch Gewissheit bringen.
Bei der nächsten Gelegenheit gehe ich wie folgt vor:
1. Ich Öle den Lauf leicht mit Brunox, das ich auf einen Jakele Filz oder eine Boarsnake gebe.
2. Mit einem trockenen Filz o.ä. ziehe ich den lauf trocken (?) - ohne Chemie o.ä. zum Test
3. Erstschuss auf eine Scheibe.
4. das wiederhole ich 3 mal.

Wenn sich dabei keine Treffpunktverlagerung zeigt, fahre ich damit.
Das wäre ein guter Weg, der bei Jagdausflügen, Druckjagden, mehrtägigen Jagden etc.
sinnvoll durchführbar ist, ohne eine Reisetasche voller Pflegeutensilien mit zu führen.
 
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Du machst Dir so viel Angst vor dem Ölschuss. Und hast Dir dabei massiv Probleme eingehandelt. Da gibts nicht mehr viel zu überlegen...
Der Test wird Erkenntnis bringen.

Das Problem ist auch nicht der Lagerung geschuldet. (Wobei das unbenommen auch sein könnte.)
Als alter Schwarzpulver-Schütze hab ich schon viel Einblick in die Unterschiede der Jahreszeiten gekriegt. Der Sommer war gut feucht und zumindest in Teilen dann doch auch wieder warm. Schlimmer geht es nicht für einen Lauf.
Im Winter kannst nach einem Schwarzpulver-Tag am Stand durchaus mal bis zum nächsten Tag warten mit dem Putzen, leicht mal einölen langt bis dahin. Im Sommer MUSS es immer gleich und sofort sein, egal wie spät es schon am Abend ist.
Insofern wundert es mich wenig, dass Du das Problem jetzt nach dem Sommer dieses Jahres gekriegt hast, der war optimal für Rost.
 
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Zumal ich es nach den letzten beiden Erlegungen mit der heym schwer herausgefordert habe.
Spät geschossen, gemütlich aufgebrochen, Schalldämpfer an der Büchse gelassen, erst nach ein paar Stunden im Revier nachhause gefahren und dort die Büchse lange/langsam trocknen gelassen. Das könnte die Initialzündung gewesen sein, da vorher nie Rost zu sehen war...

Ich denke die Heym muss etwas warten bis ich den Test machen kann, aber dann berichte ich gerne von den Ergebnissen.
 
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Ich nehme den Dämpfere nach jeden Schuß runter, puste durch und wedel den noch etwas aus, derweil steht der Knallstock mit offenem Verschluß oder hängt über der Schulter.
Damit ist man den größtn Dreck los.
Darum bin ich auch ein Fan von Schnellverschlüssen wie dem A-Lock.
Der neue Waffenhalter für die Jagdbixn hat dann Halterungen, wo ich den Dämpfer reinstelle und der dann durchlüften kann.
 
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Komischerweise! Es steht seit ca. 1952 ein 98er bei Opa/Vaddern im Schrank. Wird seit 1990 ca. alle 10-15 Jahre mal von mir durchgezogen. Chemische Reinigung hat der noch nie gesehen. Seit 40 Jahren nur die billigste Munition. Da war noch nie was dran vergammelt! Da frage ich mich was da los ist. Warum gammeln wesentlich neuere und teurere Waffen im Lauf? Habe 3 gleiche Waffen im Schrank, unterschiedliche Baujahre, eine gammelt, die anderen nicht.
Und ich ziehe nach dem Schuß immer durch damit das nicht passiert. Aber trotzdem.
Da wurde doch minderwertiger Stahl verwendet!
 
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Kann an Legierungsbestandteilen liegen!
Man erinnere sich an die frühen Golf 1 und zeitgleich hergestellte Trabant 601, da wurde russiches Blech verbaut, das von innen her rostete, wenn ich mich recht entsinne, zu viel Kupfer oder sowas.

Bei Laufstählen isses wohl auch so, dass neuer nicht immer besser ist.
Ich habe ein Vetterli 1878/81, das wohl so 1885 gebaut wurde.
Wurde ja mit SP-Patronenbetrieben. Der Lauf ist einer der schönsten, den ich je gesehen habe, blitzeblank, keine Rattermarken oder Riefen, wie man die bei neueren Läufen recht oft sieht.
Eine traumhafte Waffe, hochpräzise.

Wenn der Rost einaml gegriffen hat, bekommt man das nur schlecht in den Griff.
Irgendwelche Öl+Bürste Orgien helfen kaum.
Ich weiss GENAU wovon ich da rede, ich sammle seit Jahren alte Ordonnanzen und bin schon auf so manches Rostloch gestoßen. Was da al einziges half: Lauf entfetten, und verkorken, Hammerite Rostlöser rein, einen Tag stehen lassen und dann den schwarzen Schnodder rausbüsten. Das Schwarze war man roter Rost!!!!!!!!!
Die Oberfläche ist dann auch passiviert, wenn man dann ölt, gammelt es auch nicht mehr.
 
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Ich nutze eine 0,60 Hartmono aus dem Angelbereich, um den Schnürsenkel meiner Boarsnake durch den dünnen Feuertunnel meiner .17 HMR zu bekommen - das funktioniert prima und um Welten besser, als das Jakele Field-Kit (.17), bei dem die Stahlschnur dicker ist als das Kaliber .17 .
Ein sehr wertvoller Tipp, weil das ist schon bei einigen .22er-Boresnakes (insb. die günstigen :)) ein Problem, das Gewicht nicht schwer genug, um die Reibung der Schnur im Lauf zu überwinden...hatte dann eine 17er für .22 gekauft, aber Reinigungsleistung zwangsweise mau.
 

EJG

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Komischerweise! Es steht seit ca. 1952 ein 98er bei Opa/Vaddern im Schrank. Wird seit 1990 ca. alle 10-15 Jahre mal von mir durchgezogen. Chemische Reinigung hat der noch nie gesehen. Seit 40 Jahren nur die billigste Munition. Da war noch nie was dran vergammelt! Da frage ich mich was da los ist. Warum gammeln wesentlich neuere und teurere Waffen im Lauf? Habe 3 gleiche Waffen im Schrank, unterschiedliche Baujahre, eine gammelt, die anderen nicht.
Und ich ziehe nach dem Schuß immer durch damit das nicht passiert. Aber trotzdem.
Da wurde doch minderwertiger Stahl verwendet!
Ich denk es liegt nicht an den modernen Staehlen die sind eher besser als frueher. Oft hoehrt man von gleichen Buechsen wovon eine rostet die andere nicht. Ich hatte auch ein LW Lauf der nachtraeglich bruniert wurde und wie bloed im innern rosten wollte. Ich fing damals an meine neuen Buechsen alle wie vorher beschrieben mit heissem Seifen Wasser abzuwaschen, gut zu spuehlen um alle Salze etc aus vorhergehenden Prozessen zu entfernen. Kleiner Tropfen "Saltaway" in die seifen Bruehe wuerde auch nicht schaden.
Erst wenn das gemacht ist lohnt es die Korrosionsschutzoele aufzubringen.
edi
 
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1. Ich Öle den Lauf leicht mit Brunox, das ich auf einen Jakele Filz oder eine Boarsnake gebe.
2. Mit einem trockenen Filz o.ä. ziehe ich den lauf
Wenn du es andersherum machst also öliges Filz durchziehen und mit der boarsnake entölen, ist dein patronenlager auch gleich gewischt da die snake dicker ist als ein Filz
😉
 
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Ich mache es so: nach jedem Schuss mit der "Bore- Blitz" und etwas Öl dreimal durchziehen, vor dem Schuss dreimal mit der "Bore- Snake" trocken. Bis jetzt keine Probleme.
 
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Viele nutzen die Taktik geölte Snake und trockene vor dem nutzen hinterher.
Wie stellt ihr sicher, dass die "trockene" nach dem 10 durchziehenauch noch wirklich trocken ist?
Ab und an Waschen oder entfetten?

Interessant wäre auch zu wissen, welche Öleverwendet werden.
Brunox soll z.B. laut Herstellen (achtung!) keinen Ölschuss verursachen 🤞
 
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Ein sehr wertvoller Tipp, weil das ist schon bei einigen .22er-Boresnakes (insb. die günstigen :)) ein Problem, das Gewicht nicht schwer genug, um die Reibung der Schnur im Lauf zu überwinden...hatte dann eine 17er für .22 gekauft, aber Reinigungsleistung zwangsweise mau.
Ja, das funktioniert wirklich super.
Du kannst auch etwas stärkere Mono verwenden.
Tipp - das Ende der Schnur mit einem Feuerzeug anschmelzen und möglichst ballig-rund abformen. So bleibt es nicht in den Feldern und Zügen hängen.
Das andere Ende der Mono verknote ich mit einem Grinner oder Clinchknoten, so lässt sich das Konstrukt gut durch den Lauf ziehen...

Die Mono sollte mindesten 1,5 Lauflängen haben!

Gruß
 

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