Pmax bei "alten" Patronen in neuen Waffen

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#1
Mal eine Frage:
Die 9,3x62 ist, wenn man sie mit leichten Bleifreien Geschossen läd (Jaguar, Aero usw) also so bis knapp 200gr eine echte Überlegung als Alternative zu einer Magnum. Die 9,3x62 hat aber "nur" 3900bar Pmax.
Welchen sachlichen Grund gibt es (ausser alte Waffen) die 9,3x62 nicht auf z.B. 4200bar zu laden (ja, nicht CIP usw) . Denn dann macht man mit der alten 9,3x62 so richtig viele moderne Magum Patronen lächerlich. Also, liegt es nur daran, dass die Patrone von 1905 ist oder gibt es aufgrund der Geometrie objektiv, sachliche Gründe?
Was bestimmt den Unterschied ob eine Patrone 3900 bar, 4000 oder gar 4400 bar haben darf? Dünner als eine 8x57 ist die Hülse ja nicht???
 
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#2
Deine Waffe bzw deine Hülsen werden dir ihre individuelle Pmax schon zeigen.
Bei der passenden Waffe gibts keinen sachlichen (außer dem rechtlichen - und selbst der ist so naja) Grund nicht auf 4200bar zu laden.
Beschossen ist deine alte Neundrei ohnehin mit etwa 5000bar.

Es ist halt ein Standard der irgendwann einmal festgelegt wurde, daran orientieren sich aber auch alle, also Obacht!

Aber: Eine 9,3x62 ist von der E0 schon immer im Magnumbereich gewesen. Wenn du die aber mit leichen Geschossen fütterst, wird die ohnehin schon schlechte Außenballistik noch schlechter.
Dann hast du Magnum Kick, aber keine Magnum Performance auf die Distanz.

Keines Beispiel:
Sax Labo KJG SR.
194m GEE! Wow. :love:
4700J E0 Wow :love:
E300: 2040J Nichtsowow :(

Eine popelige .300WSM macht bei ähnlichem Pulververbrauch von +- 60grains und einer ähnlichen E0 von 4800J mit einem 165grains Interlock (was echt nicht den besten BC hat) auf 300m noch 2800J
Mit der Nosler Accubond LR- Labo macht die .300WSM auf 600m noch die 2000J

Worauf will ich hinaus? Die 9,3x62 ist mit leichten Geschossen keine Alternative zur Magnum. Man macht aus einem Haflinger kein Rennpferd.
 
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#3
Wenn die Patrone gecipt ist, dann ist 'die CD gebrannt' sozusagen. Sämtliche beschossenen Waffen haben dann den Beschuss mit 30% Überdruck überstanden.
Nachträgliche Erhöhung von Pmax würde hier alles über den Haufen werfen. Die bisherigen Waffen entsprächen nicht mehr den gültigen Beschussbestimmungen. Wird also keiner machen.

Auch sachlich nachvollziehbar: bei neuen modernen Waffen vlt. nicht, aber ältere Waffen mit zum Teil in der Hülse eingeschwalbten Montageunterteilen z.B. - wer möchte denn da für die Hand ina Feuer legen, dass man nicht in den kritischen Druckbereich kommt?
....gibt doch im Bereich Schwedenmauser einige Vorfälle, die aufzeigen, dass hier Vorsicht angebracht ist ;)
 
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#5
Von welcher zusätzlichen "Leistung" reden wir da eigentlich bei 300 bar?
20-30 m/s V0 bei einem 600er Lauf
 
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#6
Horrido,

die Waffen werden immer auf 25% über Pmax beschossen, das heißt Waffe als auch Patrone
müssen dem standhalten.
Und die normalen Mausersysteme halten auch eine Menge aus, da sie große und massive Verriegelungsflächen besitzen. Ich hatte mal ein Gespräch mit unserem BüMa, welcher dieses bestätigte. Unter anderem erzählte er, dass jemand mal unabsichtlich aus einem 98er in 300 Win. Mag. eine 8x57 IS verschoss (er hat die Munitionstaschen verwechselt und dann wohl nicht weiter drauf geachtet...)
Was passierte: Ein passendes Stück trat aus und letzendlich gab es einen lauten Knall, das Geschoss presste sich mit aller Wucht in die Züge und Felder, blieb dann auch bald stecken, das Wild sprang ab, die Büchse segnete das Zeitliche, aber der Verschluss hielt. Lediglich eine Warze war angerissen. Die Belastung auf den Verschluss war, wie sich jeder vorstellen kann, äußerst enorm.
Also der Verschluss sollte 4200 bar ohne Probleme mitmachen (98er System!)

Bei der CIP gibt es auch einen sog. "höchstzulässigen statistischen Einzelwert", welcher bei 15% über Pmax liegt. Im Falle der 9,3x62 wären das somit 4485 bar. Ich denke bei 4200 bar sollte, wie bereits erwähnt, nichts passieren (Ich garantiere für nichts!), du bist aber auf jeden Fall mit dem Pmax auf der sicheren Seite!

Gruß
Bock
 
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#7
Wie habt ihr vor den Druck zu messen ?

Steigt sehr schnell in relativ kleinen Hülsen.
 
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#8
Genau um das zu Überprüfen ist ja das BA da. Du kannst jederzeit Patronen zum BA geben und dann kommt das Ergebnis der Druckmessung via Post. Hab dort auch schon - aus versehen - Patronen mit 500bar über PMax gehabt, der Messlauf und Verschluss ist darauf ausgelegt, mit DEUTLICH Reserve! Konsequent> Keine, Nix extra, nur normale Gebühren waren fällig
 
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#12
Ist es nicht möglich, seine Waffe mit Überdruck beschießen zu lassen?
Ich meine mein BüMa hat da mal was erwähnt...
 
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