Pmax bei "alten" Patronen in neuen Waffen

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#46
Ja, sowas hätte ich mir auch noch vorstellen können, da kommt dann aber zu Dummheit auch noch Unglück und Pech dazu....

Wie @grandveneur schon schrieb. Man wundert sich immer wieder. Die 98er fressen einfach alles :D
Es hat weniger mit dem (98er)System zu tun, als mit den Massen der Patronenlager. Kurze "falsche" Patronen rutschen eben nicht immer so weit vor, das keine Zündung mehr möglich ist, sondern stützen sich mit ihren ja meist dickeren Geschossen irgendwo vorne ab. Der 98er ist hier aber besonders heikel, weil er ja den Rand der Hülse mit seinem Auszieher schon beim einrepetieren greift und festhält.

Ende WKII gab es irgendwo auf dem Balkan eine Situation, in der recht unbedarft aus 8x57IS Waffen irgendwelche 6,5x_irgendwas (griechisch?) verschossen wurden. Einige dieser Waffen sind vor ein paar Jahren in einem Depot aufgetaucht und waren tlw. noch mit der falschen Munition geladen. :oops:

basti
 
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#47
Finde auch, dass man in modernen Systemen bei älteren Kalibern etwas über den Max. Druck gehen kann.

Schaut man Bspw. eine Tikka an und nimmt das Kaliber 6,5x55. Das wird z.Bsp. im gleichen System wie die Gasdruckstärkere 270 Win verbaut...

Wieviel und ob man mit dem Druck höher fährt bleibt natürlich jedem selbst überlassen.
 
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#48
Wieviel und ob man mit dem Druck höher fährt bleibt natürlich jedem selbst überlassen.
Mal ganz knackig und bürokratisch gesagt:
Wer in D aus seiner Waffe Munition verschiesst, für die diese Waffe nicht eingerichtet ist (Beschuss!), handelt vorsätzlich fahrlässig und gefährdet damit seine Zuverlässigkeit.

No Joke - no fake!

basti
 
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#49
Also Quatsch kann es nicht sein, er hatte die Büchse, bzw. was davon noch übrig war, in unserem damaligen Kurs, auf meine Nachfrage hin, stolz präsentiert.

Hallo,
DAS Prüfprotokoll möchte ich sehen.
Die Hülse einer 338Lapua wird bei 6200bar teigig und beginnt zu fließen.....
Was glaubst Du passiert bei 8000bar mit der/einer Hülse ????

Gruß
2RECON
Die Frage kam mir ebenfalls auf. Ich bin jedoch der Überzeugung, dass da eine spezielle "Prüfhülse" mit einer anderen Legierung o. Ä. verwendet wird. Obwohl in dem Link der DJZ, auf den dazugehörigen Bilder zu erkennen ist, dass die .375 H&H Hülse in die Aussparungen floss, u. a. wird auch erwähnt, dass es sich um eine extra Beschusshülse handelt .
Mit einem Protokoll kann ich dir leider nicht dienen.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass das stimmt. Denn selbst wenn bei >6000 bar
dann schon die Hülse, anstatt des Verschlusses, nachgibt, sind 4400 bar meines Erachtens nach
für den Verschluss nicht im kritischen Bereich.


Gruß
Bock
 
Zuletzt bearbeitet:
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#51
wie ein 8,2mm-Geschoss völlig problemlos durch einen 7,82er-Lauf geht = Fake News
Hallo,
mir erscheint zu dem fraglich wie die Patrone überhaupt gezündet wurde.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen wie die 8x57 in dem 300WinMag Lager "abgestützt" wurde …..die schwimmt in jeder Richtung....

Gruß
2RECON
 
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#52
Bei der extremen 8.000bar-Sache wurde geprüft, ob die Waffe dicht hält.

Es wurde nicht geprüft, ob die Waffe danach noch zu gebrauchen ist (war sie natürlich nicht), oder ob von der Hülse noch was nach war.

basti
 
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#53
wenn ich eine 308 Win Pmax 4150 Cip, 4274 SAAMI für meine S202 lade, achte ich schon genau darauf die Grenze auch einzuhalten. Bei 6,5x55 Pmax 3800 habe ich weniger Bedenken sofern es um die gleiche Waffe geht. Bewusst jetzt die 6,5x55 auf 308 Win Druck zu laden würde mir aber nicht einfallen.
 
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#54
Meine 9,3x62 Lade ich mit Hasler Ariete 205gr auf 850 - 860 m/s V3 ist damit bis 200m eine leistungsstarke Patrone. 300m noch bei fast 2500 Joule. Soweit schieße ich aber eh nicht. Habe nicht das Gefühl, dass ich mit mehr Druck noch mehr Leistung brauche. Bis 200m ist genug vorhanden und darüber nimmt die Leistung viel zu schnell ab.
 
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#55
Hallo,
mir erscheint zu dem fraglich wie die Patrone überhaupt gezündet wurde.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen wie die 8x57 in dem 300WinMag Lager "abgestützt" wurde …..die schwimmt in jeder Richtung....

Gruß
2RECON
Genaueres habe ich damals leider auch nicht gefragt. Wäre möglich, dass der BüMa sich auch irrte und die 8x57 aus einer .30-06 verschossen wurde, das wäre auch m. M. n. schon mehr im Bereich des Möglichen und am Wahrscheinlichsten. Ich warf keinen Blick auf die Kaliberangabe der Büchse.
Jedenfalls wurde der .30er Lauf mit einer .323 Murmel vergewaltigt.

Gruß
Bock
 
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#56
Mal ganz knackig und bürokratisch gesagt:
Wer in D aus seiner Waffe Munition verschiesst, für die diese Waffe nicht eingerichtet ist (Beschuss!), handelt vorsätzlich fahrlässig und gefährdet damit seine Zuverlässigkeit.

No Joke - no fake!

basti
Möchte auch keinen dazu animieren.

Denke aber, dass ich mit meiner Theorie nicht gaaaaaanz daneben bin;)
 
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#57
In der Theorie könnte man ja auch aus der "Scheibenpatrone" 8,15x46R mit 4400bar Pmax eine "Magnum" machen und bräuchte dann auf alles, außer Großwild, nix anderes mehr. ;)
 
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#58
Habe gerade auch einige Varianten durchgespielt im Vergleich zur 8x68s bei rund 200-220gr Geschossgewicht.

Da kommt man auf ganz unterschiedliche Ergebnisse - je nach Geschoss, Pulver und Lauflänge etc.

Ich habe für mich mal so zusammengerafft:
Bei ähnlichem Geschossgewicht und gleichem Druck kann man die 8x68 flotter verladen und in Verbindung mit besserem BC 'gewinnt' die 8x68 - vor allem >200m.

Aber: durch Druckerhöhung der 9,3 lässt sich der Einsatzbereich schon erweitern.

Eine richtige Magnum wird da aber nicht daraus. Andere habens ja auch schon geschrieben: >200m macht sich der größere Diameter einfach bemerkbar, auch wenn sich der Effekt verschieben ließe.
Die dickeren Bohnen haben einfach den Vorteil der schwereren Geschosse mit höherer Energie auf kürzere Distanz auf schweres Wild - und da sollte man sie auch belassen.
 
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#59
Jein, je schwerer das Geschoß umso besser die Energieerhaltung. Der Geschwindigkeitsabfall und damit die Krümmung der ballist. Kurve hat mehrere Faktoren, die zusammenwirken müssen:

1.) Querschnittsbelastung (QB) = das Verhältnis Geschoßdurchmesser zu Gewicht
2.) Formwert (BC) = Luftwiderstandswert des Längsschnittes in Verbindung mit dem Gewicht
3.) Fluggeschwindigkeit
4.) gegebener Luftwiderstand
5.) gegebene Erdanziehung
6.) Erdbewegung

Punkt 4 und 5 spielen nur in großer Höhe und dort v.a. bei steilem Schußwinkel bergauf/bergab eine Rolle. Punkt 6 ist bei Geschosse aus Handfeuerwaffen und den Entfernungen sowie Flugdauer zu vernachlässigen.

Soll heißen: Ein langes Geschoß mit günstig geformter Außenkontur und hohem Gewicht, sowie hoher Fluggeschwindigkeit in großer Höhe verschossen ist außenballist. am günstigsten, wobei hohe QB (bedingt hohes Gewicht), gefolgt von hohem BC, am meisten dazu beiträgt, dann erst die Geschwindigkeit.
Wäre für die 8x68S z.B. ein 14,3g Sierra Gameking, wobei das Bootsheck (boattail), lt. W.Lampel, außenballist. erst ab Entfernungen von ca. 300m zum Tragen kommt.
Greg Zeillinger könnte es dir noch detaillierter (und wahrscheinl. richtiger) erklären, aber der macht sich leider die letzte Zeit ziemlich rar hier. :cautious:
 
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#60
Hallo,
mir erscheint zu dem fraglich wie die Patrone überhaupt gezündet wurde.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen wie die 8x57 in dem 300WinMag Lager "abgestützt" wurde …..die schwimmt in jeder Richtung....

Gruß
2RECON
Bei Systemen mit "Controlled Round Feed" a'la Win79-Pre64 oder k98 geht dass evtl . . . Eventuell, trifft halt dann der SchlaBo nicht mittig, es reicht aber noch zum zünden
 

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