Polar 2,5-10x50 2.FP oder Helia 2,4-12x56

Welches würdet Ihr an meiner Stelle kaufen?


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Ich habe, wie angekündigt, SuB eine Email bzgl. des effektiv genutzten Objektivdurchmessers beim 2,5-10x50 Polar gesendet und heute bereits die Antwort von einer Mitarbeiterin aus dem Bereich Entwicklung und Forschung erhalten.
Die Ausführlichkeit der Antwort und die Geschwindigkeit hat mich doch sehr positiv überrascht.
Damit hat SuB definitiv weitere Pluspunkte bei mir gesammelt...

Hier meine Email mit der Frage:

Hallo ........ ,

ich hatte mit Ihnen vor paar Monaten Kontakt bzgl. eines neuen Glases.
Ich habe mich damals für das Polar 2,5-10x50 entschieden und bis jetzt nicht bereut.


Meine Frage jetzt ist, da im Forum eine Diskussion über den effektiven Objektivdurchmesser auf kam, ob bei 7facher Vergrößerung nur 45mm Objektivdurchmesser bei dem 50er Polar genutzt werden?
Das würde ja bedeuten, dass bei 7fach eine AP von 6,5 vorhanden wäre? Das bestreben müsste doch sein, die AP so lang wie möglich über 7 zu halten? Laut Zeiss liegt die AP bei 7fach mit dem 2,5-10x50 HT bei 7 und die gesamten 50mm Objektivdurchmesser werden genutzt.
Ich gehe stark davon aus, dass SuB sich dabei was gedacht hat. Mich würde sehr interessieren was? :)


Vielen Dank und beste Grüße
........



Als Antwort kam der folgende Text:

Guten Tag Herr ..... ,

es freut mich, dass Sie mit dem 2,5-10x50 Polar zufrieden sind.

Den Wert von ca. 45,2 mm für den effektiven Objektivdurchmesser bei 7x kann ich Ihnen bestätigen, der stammt von uns – letzte Woche hat ein Kunde genau nach diesem Wert gefragt. Das bedeutet, wie Sie richtig verstanden haben, dass die Austrittspupille dabei 45,2mm/7 ≈6,5mm groß ist.

Grundsätzlich gilt es: bei einem Zoom-System, d.h., bei einem System mit variabler Brennweite und damit verbundener variabler Vergrößerung, ist auch die Größe des effektiven Objektivdurchmessers variabel.

Ein Beispiel aus der Fotografie: ein Zoom-Objektiv von Nikon NIKKOR 70-300 mm 1:4,5-6,3. Daraus kann man ausrechnen, dass der maximale effektive Objektivdurchmesser bei der kleinsten Vergrößerung 70mm/4,5≈15,6mm und bei der größten Vergrößerung 300mm/6,3≈47,6mm beträgt. Dazwischen ändert sich der effektive Durchmesser fließend, wenn man zusätzlich nicht abblendet.

Wenn man sich zur Aufgabe machen würde, den effektiven Objektivdurchmesser über einen bestimmten Vergrößerungsbereich konstant zu halten, könnte man im Falle des Fotoobjektivs bei großen Vergrößerungen abblenden, das geht aber immer nur in Richtung Verkleinerung. Da aber im ZF eher ein großer eff. Objektivdurchmesser (und eine große Austrittspupille) gewünscht ist, kommt eine solche künstliche Beschränkung nicht in Frage.

Den gesamten Objektivdurchmesser könnte man auch bei 7x nutzen, jedoch nur (!) für zentrales Bereich des Bildes. Dafür müssten die Linsen im Umkehrsystem größer und dicker werden (mehr Gewicht, weniger Verstellweg). Das Bild am Rande bleibt dabei nach wie vor etwas vignettiert! Wenn man die Mitte viel heller macht, als der Rand, könnte es unangenehm werden. Dagegen, gekonnt eingesetzte Vignettierung kann die Randschärfe erhöhen und Gewicht sparen.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. .....
 
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..., jetzt bin ich doch angenehm überrascht, danke für´s einstellen. Da hat sich mal wirklich einer Zeit genommen.(y)
 
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Ich habe, wie angekündigt, SuB eine Email bzgl. des effektiv genutzten Objektivdurchmessers beim 2,5-10x50 Polar gesendet und heute bereits die Antwort von einer Mitarbeiterin aus dem Bereich Entwicklung und Forschung erhalten.
Die Ausführlichkeit der Antwort und die Geschwindigkeit hat mich doch sehr positiv überrascht.
Damit hat SuB definitiv weitere Pluspunkte bei mir gesammelt...

Hier meine Email mit der Frage:

Hallo ........ ,

ich hatte mit Ihnen vor paar Monaten Kontakt bzgl. eines neuen Glases.
Ich habe mich damals für das Polar 2,5-10x50 entschieden und bis jetzt nicht bereut.


Meine Frage jetzt ist, da im Forum eine Diskussion über den effektiven Objektivdurchmesser auf kam, ob bei 7facher Vergrößerung nur 45mm Objektivdurchmesser bei dem 50er Polar genutzt werden?
Das würde ja bedeuten, dass bei 7fach eine AP von 6,5 vorhanden wäre? Das bestreben müsste doch sein, die AP so lang wie möglich über 7 zu halten? Laut Zeiss liegt die AP bei 7fach mit dem 2,5-10x50 HT bei 7 und die gesamten 50mm Objektivdurchmesser werden genutzt.
Ich gehe stark davon aus, dass SuB sich dabei was gedacht hat. Mich würde sehr interessieren was? :)


Vielen Dank und beste Grüße
........



Als Antwort kam der folgende Text:

Guten Tag Herr ..... ,

es freut mich, dass Sie mit dem 2,5-10x50 Polar zufrieden sind.

Den Wert von ca. 45,2 mm für den effektiven Objektivdurchmesser bei 7x kann ich Ihnen bestätigen, der stammt von uns – letzte Woche hat ein Kunde genau nach diesem Wert gefragt. Das bedeutet, wie Sie richtig verstanden haben, dass die Austrittspupille dabei 45,2mm/7 ≈6,5mm groß ist.

Grundsätzlich gilt es: bei einem Zoom-System, d.h., bei einem System mit variabler Brennweite und damit verbundener variabler Vergrößerung, ist auch die Größe des effektiven Objektivdurchmessers variabel.

Ein Beispiel aus der Fotografie: ein Zoom-Objektiv von Nikon NIKKOR 70-300 mm 1:4,5-6,3. Daraus kann man ausrechnen, dass der maximale effektive Objektivdurchmesser bei der kleinsten Vergrößerung 70mm/4,5≈15,6mm und bei der größten Vergrößerung 300mm/6,3≈47,6mm beträgt. Dazwischen ändert sich der effektive Durchmesser fließend, wenn man zusätzlich nicht abblendet.

Wenn man sich zur Aufgabe machen würde, den effektiven Objektivdurchmesser über einen bestimmten Vergrößerungsbereich konstant zu halten, könnte man im Falle des Fotoobjektivs bei großen Vergrößerungen abblenden, das geht aber immer nur in Richtung Verkleinerung. Da aber im ZF eher ein großer eff. Objektivdurchmesser (und eine große Austrittspupille) gewünscht ist, kommt eine solche künstliche Beschränkung nicht in Frage.

Den gesamten Objektivdurchmesser könnte man auch bei 7x nutzen, jedoch nur (!) für zentrales Bereich des Bildes. Dafür müssten die Linsen im Umkehrsystem größer und dicker werden (mehr Gewicht, weniger Verstellweg). Das Bild am Rande bleibt dabei nach wie vor etwas vignettiert! Wenn man die Mitte viel heller macht, als der Rand, könnte es unangenehm werden. Dagegen, gekonnt eingesetzte Vignettierung kann die Randschärfe erhöhen und Gewicht sparen.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. .....
Ein dickes Lob an die S&B Entwicklung die so bereitwillig erklärt warum die das so machen(y). Denke nicht das jeder Hersteller da so beritwillig den Kunden die Technik näher bringt.
Jetzt könnte man eventuell ahnen warum man bei den Zeiss HTs die Randunschärfe kritisiert...
 
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