Quer: Auftragskiller? Jäger erzürnt über neues Jagdgesetz.

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#16
Es wird häufig verkannt, dass die Ministerialbürokratie allerorten ebtsprechend besetzt ist.
Wer da als Regierung drüber steht, ist vollkommen egal.

Grünenwähler sind in großer Anzahl Beamte des höheren Diesntes. Die können sich diese Allüren nämlich leisten. Die Beamten bleiben auch jahrzehnte, während Minister fröhlich wechseln und einfach aisgesessen werden, so sie nicht mitspielen. Da wird manipuliert, verschwiegen, gelogen,...
 
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#18
Natürlich haben wir auch viele Freizeitjunkies, darunter jede Menge (viel zu viele) Hobbyjäger, die durch ständige Hinausfahrerei bzw. Ansitzerei das Wild stressen, oft weit mehr als sonstige Erholungssuchende, die auch ein Recht haben, die Natur zu nutzen, wie auch die Hobbyjäger das wollen. ;)
Die Anstalt beteiligt ca 5.000 jagende Bürger gegen Jagdbetriebskostenbeitrag. Dazu kommen 1.000 Mitarbeiter, die kostenlos mitjagen. Alles Regiejagd 600.000 (!) ha. Verpachtungen gibt es immer noch. Es mögen 200.000 ha sein. Das entlastet den privaten Jagdmarkt signifikant und ist daher zu begrüßen.
 
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#19
Dann soll der Staat auch endlich ehrlich sein und sagen: Biodiversität nur fürs fernsehen, Rehwild muss grundsätzlich komplett entfernt werden. Wählerstimmen der Freizeitgesellschaft und die Kohle sind uns wichtig.
Wie kommst Du zu dieser Schlussfolgerung? Ich kenne niemand auf der Waldeigenümerseite, der so redet. Ich höre das immer nur von Leuten, die sich als traditionelle Jäger verstehen und solche Unterstellungen verbreiten. Fähige Jäger im Zusammenspiel mit fähigen Förstern beweisen, dass man ein gutes Ergebnis für den Wald erreichen kann, ohne das Rehwild auszurotten.
 
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#20
Es wird häufig verkannt, dass die Ministerialbürokratie allerorten ebtsprechend besetzt ist.
Wer da als Regierung drüber steht, ist vollkommen egal.

Grünenwähler sind in großer Anzahl Beamte des höheren Diesntes. Die können sich diese Allüren nämlich leisten. Die Beamten bleiben auch jahrzehnte, während Minister fröhlich wechseln und einfach aisgesessen werden, so sie nicht mitspielen. Da wird manipuliert, verschwiegen, gelogen,...
Du kennst dich ja voll gut aus. In BW sind also über 30 % der letzten Landtagswähler Beamte im höheren Dienst? Das ist mathematisch spannend, wie man aus einem Bevölkerungsanteil der Wahlberechtigten von vielleicht 0,25 % auf über 30 % kommt. So was klappt vielleicht in Belarus, aber hier?
 
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#21
Die Anstalt beteiligt ca 5.000 jagende Bürger gegen Jagdbetriebskostenbeitrag. Dazu kommen 1.000 Mitarbeiter, die kostenlos mitjagen. Alles Regiejagd 600.000 (!) ha. Verpachtungen gibt es immer noch. Es mögen 200.000 ha sein. Das entlastet den privaten Jagdmarkt signifikant und ist daher zu begrüßen.
Nein, es ist nicht zu begrüßen. Die Forstbetriebe der Anstalt können nämlich relativ frei entscheiden, was sie verlangen und durch das Geschäft mit der Jagd die Zahlen schönen. Das gilt für alle Staatsforsten in Deutschland. Wo zuviele Hobbyjäger erzeugt werden, steigen auch beim Forst die Preise in Richtung lukrativer Gewinn mit der Tötung von Wirbeltieren bei steigendem Jagd- und Freizeitdruck, da diese lukrativen Einnahmen verhindern, dass die beste Jagdart für das jeweilige Habitat fachlich gewählt wird. Man kann in prosperierenden Gegenden Deutschlands dem Jagdgast keine höheren Summen abknöpfen und ihn dann für wenig Intervalle zu genau vorgeschriebenen Tagen und Zeiten auf einen Drückjagdbock setzen. Man muss dem Jagdgast das Erlebnis und die Freiheit bieten, selbst entscheiden zu können, wann er auf die Jagd geht. Das wird insbesondere dann und dort immer mehr zum ökologischen Schwachsinn, wo Pirschbezirke klein sind, PB-Gruppen auf relativ kleiner Fläche jagen und zu allem Übel noch der Freizeitdruck durch erholungssuchende Mitbürger die Wildtiere belastet.

Die lukrative Einnahme steht also dem Sachverstand und der ethisch korrekten Bejagung entgegen. Genauso wie auch im prviaten Bereich, wo - je nach Pächter - gegen Hegebeitrag zu viele Begeher Jagddruck erzeugen, den es nicht bräuchte. Sich aber dann wundern, wenn man die pflichtgemäßen Ziele nicht erreicht und deshalb dann noch der große Ramadama im Herbst mit immer mehr Verrückten.

Selbstverständlich gibt es aber auch im staatlichen Bereich - genauso wie bei privaten Pächtern - Leute, die umsonst jagen und sozusagen ehrenamtlich dem Zweck dienen.

In der Not frisst eben der Teufel Fliegen, sagt sich so mancher Förster oder Private, wenn er die Leut umsonst rein lassen muss. Freiwillig wird sich kein Förster finden, der die Jäger gratis jagen lässt, wenn er noch fünf andere haben kann, die zahlen. Da gibt es deutlich mehr Private, die hier revierlosen Jägern die Möglichkeit geben - was zu begrüßen ist - aber das sind halt vielfach solche, die die Freigaben stark eingrenzen.

Raubzeug am besten hundertfach, aber den Bock über Lauscher doch lieber noch ein Jahr lang abbusseln und dann schau mer mal, wer ihn dawischt oder blos nicht zuviel Schmale im Mai, nicht dass man im Puff noch Kurzarbeit anmelden müsst..... ;)

P.S.: Mit "Förster" war natürlich jetzt der Arbeitgeber gemeint und nicht "der" Förster als natürliche Person.
 
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#22
... Wer das grundsätzlich ablehnt, soll sich zur Kultivierung seiner jagdethische Motive Jagdreisen kaufen. Dort kann er dann, die Cohiba in der Hand, die Blaser Ruth.an der Wand, philosophieren über Leute und Land ...
Welches Bild soll denn damit gezeichnet werden? Umgekehrt wird aus meiner Sicht sehr viel eher ein Schuh daraus: Wer sich grundsätzlich zuerst als Schädlingsbekämpfer sieht, der täte in jedem Falle gut daran seine jagdethischen Motive zu kultivieren.
 
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#23
.... die Bejagung von Rehwild unter Berücksichtigung von Geschlecht- und Altersstruktur.
Das ist subjektiv die Grundlage bzw. der zielführende Ansatz.
Dieses kombiniert mit sinniger Winter- und Ablenkfütterung würde helfen.
Das Kennen und Respektieren der alten Fernwechsel, sowie Einbeziehen in die Gestaltung
von Wald und Wegebau würde die Situation auch vielerorts entspannen.
So gibt es viele, oft nicht erkannte bzw. ignorierte Parameter, die man nicht berücksichtigt.
Als letztes bleibt der Mensch selbst, der Wald und Natur doch eher respektlos nutzt.

Die Unfähigkeit der Menschen soll letztendlich das Rehwild verantworten und ausbaden.
Ein trauriges und eher ernüchterndes Bild ergibt sich dabei, wenn man den zuständigen,
kompetenten Fachleute zuhört.
Diese Kompetenz basiert oft auf wissensfreiem Sachverstand. Er ist einer Ideologie geschuldet,
die eine Berufsgruppe bereits während der Ausbildung indoktriniert bekommen hat.

Auch der Klimawandel kommt aktuell nicht überraschend!
Zumindest mir als Jagdausübungsberechtigtem hat bereits im letzten Jahrtausend ein Waldbesitzer erklärt, wie er seinen Wald für den anstehenden Klimawandel umbauen wird.
Das war für mich beeindruckend! Man hatte sich dort schon seit Jahren damit beschäftigt.
Als Privatwaldbesitzer, der primär vom Forst lebt, war das offensichtlich eine wichtige Basis
zur nachhaltigen Bewirtschaftung seiner Wald-Flächen.
Beim Staatsforst scheint dieser Gedankenansatz vielerorts über 2 Jahrzehnte nicht zulässig.
Wenn man sich dann ein Vierteljahrhundert später der Problematik bewusst wird, muss
man fast zwangsweise 'verantwortliche Szenarien' instrumentalisieren, um von eigener
Kompetenz und Verantwortung abzulenken.

Es ist wahrscheinlich nicht einfach, über Generationen primär vom Wald zu leben.
Eine nachhaltige Bewirtschaftung ist sicherlich die Grundvoraussetzung.
Aus zwei Beispielen aus näherer Umgebung glaube ich zu erkennen, dass das auch
mit einem jagdlich attraktiven Wildbestand möglich ist.
Nur die Bewirtschaftung unterscheidet sich in ein paar Details deutlich von den
Ansätzen, die von den staatlichen Forstämtern kommuniziert werden.

Vorstehende Ausführungen gelten lokal und sind evtl. nur bedingt zu verallgemeinern.
Außerdem bin ich faktisch nur Waidmann.
Vom Forst verstehe ich nur bedingt etwas.
Allerdings glaube ich nach ein zwei Jahrzehnten des Zuschauens, Hinhörens und Fragen
zu verstehen, warum der Privatwaldbesitzer so viel erfolgreicher sein kann.
Dabei habe ich sicherlich nur einen Bruchteil der kompletten Philosophie verstanden.

Zunächst einmal sollten wir einfach mal damit aufhören, permanent auf waldbaulichen Entscheidungen der Vergangenheit herumzureiten. Wir haben eine Situation so, wie sie HEUTE ist und aufgrund dieser Fakten müssen wir überlegen, was wir heute und in Zukunft wie tun werden.
In der Vergangenheit galten andere Prämissen, die nicht unbedingt überall falsch gewesen sein müssen. Sie waren halt anders, als heute und das galt im Übrigen nicht nur beim Wald im Volkseigentum sondern tausendfach auch bei den Privateigentümern.

Vielleicht solltest Du einmal einsehen, dass es bei uns keine "Natur" gibt. Es sind vom Menschen an seine Bedürfnisse angepasste Kulturlandschaften und dazu gehört eben auch der bewirtschaftete Wald.

Dabei begeht man Fehler, bewusst oder auch im Rahmen einer Abwägung / Bewertung von Einflüssen und Interesseen. Im Übrigen auch Fehler, die man zum damals gültigen Wissensstand nicht absehen konnte, möglicheweise auch nicht so recht wollte. Auch das gab es im Einzelfall sicher.

Und? War das in der Hobbyjagd (beschränken wir uns mal nach 1945) je anders???? Das waren mehrheitlich verantwortungslose Zeitgenossen, die sich einen Dreck scherten, ob überhaupt etwas wächst. Hegeschauen, Medaillien, Gewichte, gesellschaftliche Events beim Niederwild, ... das war die Hobbyjagd der Vergangenheit und HEUTE mit dem HEUTIGEN Wissen stellt sich dieser verlogene Haufen hin, erhebt sich und möchte die Bedingungen bestimmen, sozusagen postoperativ für Probleme, die über Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte noch nicht einmal erkannt geschweige denn "anerkannt" wurden.

Wenn Du es schaffst, in Deinem Revier mit höherem Schalenwildbestand so viele Bäume ungeschädigt wachsen zu lassen, wie in Deinem Revier auch wachsen können, dann ist doch eh alles o.k. Dann ruf gleich die Hl. Ökoliesl an (NICHT die Gamschristl!) und zeig ihr, wie bei jagdlich attraktivem Wildbestand der Wald wächst. Tu es und rede nicht nur darüber.

Aber bitte mach eines nicht: Vergleich nicht Deine kleine Insel der Glückseligkeit mit tausenden Hektarn Staatswald, die gemanaged werden müssen.

Es mag immer Ausnahmen geben, aber wir müssen in der Fläche auf den Regelfall abstellen, wenn wir uns über Jagd, Waldbau und diverse weitere Funktionalitäten des (Wirtschafts-) Waldes unterhalten. Wir können NICHT aufgrund von Ausnahmen (löblich oder weniger löblich) Gesetze machen und Verordnungen erlassen.

Hier war wieder mal der Aufrege des Tages im Bayerischen Fernsehen der Mindestabschussplan, der wohl kommen wird.

Warum bekommen wir den? Der Grund ist das völlige Versagen einer jahrzehntelang gelebten Hobbyjägerkultur in allen Facetten jagdlicher Freuden und ökologischer Unvernunft.

Man kann "Wald vor Wild" in unterschiedlicher Intensität ausleben. Wenn nun einige unter uns die neuen Gesetze mit mehr oder weniger Empathie fürs Wild interpretieren, haben das genau Jene zu verantworten, die jetzt - mit oder ohne Hutnadeln im Fernsehen - dagegen aufmucken.

Wald vor WIld ist NICHT diskutabel, wohl aber diverse Strategien in der Umsetzung. Das liegt ganz einfach daran, dass wir heute landauf landab bestimmte Verhältnisse haben, die man nicht nach dem Motto "wünsch dir was" einfach umkrempeln kann.

Aber abgesehen mal davon. Es gibt auch streng bejagde Reviere, die trotzdem nachhaltig gute Strecken beim Rehwild haben. Der Grund ist ganz einfach: Wird erstmal so weit runter geschossen, dass innerhalb kürzester Zeit viel Verjüngung nachkommt, ist in einigen Jahren alles so dicht, dass genug Deckung für mehr Rehe vorhanden ist, d. h. es wird immer schwerer mit der tatsächlichen Reduktion. Man schöpft an einem Punkt X dann blos noch den Zuwachs +- x% ab, aber die Bestände bleiben relativ stabil und wenn dann mal wo was verbissen wird, fällt es auch nicht mehr groß ins Gewicht.

Diese ganze Plärrerei nach dem Motto "es wird alles tot geschossen" ist schon allein deshalb ein Krampf.

Beim Rotwild muss man sicher anders überlegen und auch jagen. Da ist die Sache natürlich deutlich komplizierter (Stichtwort "genetischer Austausch und Erhalt einer gesunden überlebensfähigen Population"). Aber das hatten ja die Kasköpf im TV-Beitrag sowieso nicht.

Also was lernen wir daraus: Viel Wind um NIX!
 
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#24
Du kennst dich ja voll gut aus. In BW sind also über 30 % der letzten Landtagswähler Beamte im höheren Dienst? Das ist mathematisch spannend, wie man aus einem Bevölkerungsanteil der Wahlberechtigten von vielleicht 0,25 % auf über 30 % kommt. So was klappt vielleicht in Belarus, aber hier?
Mathematisch spannend ist, wie du Aussagen fehlrechnest ;)

Du kannst den Wahlauswertungen gern misstrauen. Lesen sollte man sie aber wenigstens einmal, um sie zu verstehen.
Es sind die Zahlen der Parteien. Nicht meine Erhebungen.
 
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Nein, es ist nicht zu begrüßen. Die Forstbetriebe der Anstalt können nämlich relativ frei entscheiden, was sie verlangen und durch das Geschäft mit der Jagd die Zahlen schönen. Das gilt für alle Staatsforsten in Deutschland.
Bei der hier als Beispiel angeführten Anstalt spielt die Jagd im letzten Geschäftsbericht im Vergleich zum Kerngeschäft eine untergeordnete Rolle. Vergleiche mit den österreichischen Bundesforsten zeigen übrigens ein ganz anderes Bild.
 
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#27
Quer ist eine Art Unterhaltungs/Satiresendung. Den Moderator hab ich einmal persönlich getroffen. "Wir", er, ich mit meinem Sohn, standen zusammen an der Roten Ampel Theresien, Ecke Augustenstraße. "Er" ist dann über die rote Ampel gegangen.... Solche Menschen kann man nicht ernst nehmen. Also als jemand, der das was das Fernsehen so verbreitet, auch kritisch sieht...
Dumm war nur, dass sich "meine" im Verein mal von dem übern Tisch ziehen haben lassen, zu einer Doku über Schießsport..... War eher unklug. So lief dann auch die Sendung ab.
 
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#30
Quer ist eine Art Unterhaltungs/Satiresendung. Den Moderator hab ich einmal persönlich getroffen. "Wir", er, ich mit meinem Sohn, standen zusammen an der Roten Ampel Theresien, Ecke Augustenstraße. "Er" ist dann über die rote Ampel gegangen.... Solche Menschen kann man nicht ernst nehmen. Also als jemand, der das was das Fernsehen so verbreitet, auch kritisch sieht...
Dumm war nur, dass sich "meine" im Verein mal von dem übern Tisch ziehen haben lassen, zu einer Doku über Schießsport..... War eher unklug. So lief dann auch die Sendung ab.
Sehr aufschlussreich!
 
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