Quer: Auftragskiller? Jäger erzürnt über neues Jagdgesetz.

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#31
Bei der hier als Beispiel angeführten Anstalt spielt die Jagd im letzten Geschäftsbericht im Vergleich zum Kerngeschäft eine untergeordnete Rolle. Vergleiche mit den österreichischen Bundesforsten zeigen übrigens ein ganz anderes Bild.
Korrekt! Allerdings ist die Anstalt auch sehr groß und die Situation von FB zu FB ziemlich bzw. krass unterschiedlich, v. a. in den prosperierenden Gegenden Bayerns. Der FB hat teils fast keine Aufwendungen mehr, da die Forstarbeiter keine Möbel bauen, sondern die PB´ler selber machen müssen, aber satte Gebühren für den BGS auf relativ kleiner Fläche, damit auch ganz viele PB´ler Platz haben, die Gebühren bringen.

Klar, schau ich mir den ganzen Geschäftsbericht der Anstalt an, relativiert sich das, aber so kannst du es auch nicht sehen, wenn man ein systemisches Problem kritisiert, nämlich die ethisch fragwürdige Bejagung mit viel künstlich erzeugtem Jagddruck, durch Leut, die von überall her kommen und auch bei der Anstalt die Preise treiben, nicht nur auf dem privaten Sektor.

Schafft man den Wahnsinn ab, kann der jeweilige RL mit JS-Inhabern vor Ort im Intervall hocheffizient jagen, der Druck sinkt und der Schaden auch. Zudem wird Wild wieder sichtbar für die Menschen.
 
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#33
Quer ist eine Art Unterhaltungs/Satiresendung. Den Moderator hab ich einmal persönlich getroffen. "Wir", er, ich mit meinem Sohn, standen zusammen an der Roten Ampel Theresien, Ecke Augustenstraße. "Er" ist dann über die rote Ampel gegangen.... Solche Menschen kann man nicht ernst nehmen. Also als jemand, der das was das Fernsehen so verbreitet, auch kritisch sieht...
Dumm war nur, dass sich "meine" im Verein mal von dem übern Tisch ziehen haben lassen, zu einer Doku über Schießsport..... War eher unklug. So lief dann auch die Sendung ab.

Der ist total "verkopft" und lang nicht so locker, wie er im TV rüber kommt. Ein hochprof. Typ, der die Coolheit mm-genau einstudiert hat. TV-Mann eben.

Das ist zwar keine Entschuldigung, vor einem Kind über die rote Ampel zu laufen, aber eine Erklärung. Da ich ihn kenne, weis ich, dass er das nie absichtlich machen würde.
 
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#34
@ Bluadwurz, Danke sehr für die interessanten Einblicke hinter die Kulissen der Anstalt bei Euch.
:D:D:D
Das ist nicht "hinter die Kulissen", sondern für jeden ersichtlich, der sich damit beschäftigt. Es ist Volkseigentum, d. h. der Staat muss auf Fragen antworten. Die Zahl der PB mit dem Betrag für einen PB multiplizieren, kann jeder und wie groß ein PB ist, erfährt auch jeder, der sich interessiert. Gleich ob in Franken oder im Gamsgebirg. ;)
 
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#36
Welches Bild soll denn damit gezeichnet werden? Umgekehrt wird aus meiner Sicht sehr viel eher ein Schuh daraus: Wer sich grundsätzlich zuerst als Schädlingsbekämpfer sieht, der täte in jedem Falle gut daran seine jagdethischen Motive zu kultivieren.
Ja, wer sich grundsätzlich zuerst als Schädlingsbekämpfer sieht, der sollte an seiner Ethik arbeiten. Davon schrieb hier aber niemand.
 
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#37
Ja, wer sich grundsätzlich zuerst als Schädlingsbekämpfer sieht, der sollte an seiner Ethik arbeiten. Davon schrieb hier aber niemand.
Nein, Du schriebst tatsächlich "Wer das grundsätzlich für sich ablehnt ...". Im Kern ändert sich aber an unseren Aussagen nichts.

Selbstverständlich lehne ich z.B. die Rolle des Schädlingsbekämpfers grundsätzlich für mich ab, weil dies nun einmal absolut nicht meiner Haltung zur Jagd entspricht. Andere mögen diese Rollenzuweisung ggf. grundsätzlich nicht für sich ablehnen und konstruieren ihre vermeintliche Ethik zuerst moralphilosophisch um solche Dinge wie "Notwendigkeit", "Nützlichkeit" oder gar um den "gesellschaftlichen Auftrag" und die "Dienstleistung". Diese vorgeblichen Begründungen kann man für sich wahrscheinlich dann proklamieren, wenn das Erlegen von Wildtieren als Teil der beruflichen Aufgabenstellung z.B. im Forst versteht. Dann ist das Erlegen tatsächlich "Mittel zum Zweck".

Und auch wenn das "Aufsuchen, Nachstellen, Erlegen, Fangen" sowohl für den beruflich Erlegenden, als auch für den Hobbyjäger wie mich die Ausübung (das Wie) definiert, so ist der entscheidende Unterschied das Warum, welches das Eine zur Jagd macht, dass Andere aber zur Schädlingsbekämpfung.

Im besten Falle ist das Ergebnis dieses Tuns bei Beiden z.B. ein sauber erlegtes Reh. Damit liegt der Unterschied von Außen betrachtet (insbesondere auch aus Rehsicht) nicht im Ergebnis, sondern in der Motivation - letztlich in der Ethik.

Ich jage nicht beruflich, sondern ausschließlich um des Erlebnisses willen. Ich habe nicht den geringsten Grund, mir dafür ein moralisches Konstrukt aus gesellschaftlichem Auftrag und Notwendigkeit zur Rechtfertigung zu basteln. Wer als moralisch Höherbegabter die Jagd als notwendige Dienstleistung verkaufen möchte, der wird das als Hobbyjäger niemals glaubhaft können. Bei aller vermeintlichen Notwendigkeit besteht ja schließlich kein Grund, diese Pflicht persönlich zu erfüllen. Insofern ist es schlicht müßig, wenn Förster ihre berufliche Motivation zum Erlegen von Wild zum Maß der Dinge erheben wollen.
 
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#38
....Ich jage nicht beruflich, sondern ausschließlich um des Erlebnisses willen. Ich habe nicht den geringsten Grund, mir dafür ein moralisches Konstrukt aus gesellschaftlichem Auftrag und Notwendigkeit zur Rechtfertigung zu basteln.....
Natürlich muss sich niemand ein "Konstrukt" basteln, das anderen Menschen erklärt, warum man persönlich das mag, was man nun mal mag. Das muss man nicht mal sich selbst erklären. Es ist einfach so, weil das Gehirn selbst entscheidet, was Dopamin ausschüttet und Glücksgefühle beschert und was nicht.

Eine ganz andere Sache ist die persönliche Reflektion des eigenen Handelns:

.... Wer als moralisch Höherbegabter die Jagd als notwendige Dienstleistung verkaufen möchte, der wird das als Hobbyjäger niemals glaubhaft können...
Warum sollte ein Hobby-/Freizeit-Jäger nicht in der Lage sein, seine Passion auf jene Teilbereiche der Jagd zu beschränken, die mit guten Argumenten glaubhaft als "sinnvoll und nötig" vermittelbar sind?!
Das macht einen Jäger nicht gleich zum "moralisch Höherbegabten", es unterscheidet ihn nur vom reinen (uneinsichtigen) "Spaß-Jäger" und das dürfte von der Bevölkerung positiv verknüpft werden. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil für die zukünftige Akzeptanz von Jagd und Jägern.
 
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#39
... Warum sollte ein Hobby-/Freizeit-Jäger nicht in der Lage sein, seine Passion auf jene Teilbereiche der Jagd zu beschränken, die mit guten Argumenten glaubhaft als "sinnvoll und nötig" vermittelbar sind?!
Das macht einen Jäger nicht gleich zum "moralisch Höherbegabten", es unterscheidet ihn nur vom reinen (uneinsichtigen) "Spaß-Jäger" und das dürfte von der Bevölkerung positiv verknüpft werden. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil für die zukünftige Akzeptanz von Jagd und Jägern.
Warum sollte die Frage nach der Vermittelbarkeit die Definition dessen, was "sinnvoll und nötig" bestimmen? Warum sollte das Bestreben nach der "positiven Verknüpfung" der Bevölkerung das Maß der zukünftigen Akzeptanz bestimmen?

Es ist selbstverständlich, die Jagd so auszuüben, dass sie den geltenden Gesetzen und Verordnungen entspricht und im handwerklichen Bereich als "sauber" bezeichnet werden kann. Der Maßstab kann dabei aber nicht zuerst die "Vermittelbarkeit" sein. Eine solche Schwerpunktsetzung ordnet zwangsläufig die Fachlichkeit nachrangig ein.

Ich bin "Spaßjäger". Aus welchen Grund sonst sollte ich ohne Not nicht wenig Geld für Revier, Waffen und Jagdausrüstung ausgeben und meine Freizeit mit der Jagd verbringen?

Kein Hobbyjäger jagt aus Pflichtgefühl und Altruismus um damit eine positive Verknüpfung der Bevölkerung zur Jagd zu schaffen.

Wer immer "seine" Jagd so "verkaufen" möchte, ist entweder a) verlogen oder erhebt sich eben b) als moralisch überlegener Jäger, weil er so sein Tun für sich selbst rationalisiert.
 
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#40
Nein, es ist nicht zu begrüßen. Die Forstbetriebe der Anstalt können nämlich relativ frei entscheiden, was sie verlangen und durch das Geschäft mit der Jagd die Zahlen schönen. Das gilt für alle Staatsforsten in Deutschland.
Das funktioniert nur in Betrieben, in denen mit dem Holz kaum was zu verdienen ist. In Deutschland also die absolute Ausnahme.
Für die BaySF insbesondere gilt:

Bei der hier als Beispiel angeführten Anstalt spielt die Jagd im letzten Geschäftsbericht im Vergleich zum Kerngeschäft eine untergeordnete Rolle. Vergleiche mit den österreichischen Bundesforsten zeigen übrigens ein ganz anderes Bild.
Wenn die ÖBF es tatsächlich schaffen, relevante Einkünfte aus der Jagd zu erzielen, läßt mir das demzufolge erstmal die Haare zu Berge stehen. Die exorbitanten Preise für Gamsabschüsse in Verbindung mit exorbitanten Mengen an Gams im Hochgebirge sind ein möglicher Erklärungsansatz. Die Gunst der Lage und das eherne Gesetz des Örtlichen.

Im übrigen sind die BaySF anscheinend die einzigen Landesforsten auf weiter Flur, die das mit der Beteiligung revierloser Jäger ernsthaft umsetzen. Bis auf die beiden Gatter ist DJ-Teilnahme kostenlos, und einen Pirschbezirk kann sich wirklich jeder leisten. Dafür haben sie aktuell auch keine Probleme, DJ trotz Corona durchzuführen. Der Anteil auszuladender holländischer Jagdgäste hält sich schwer in Grenzen :cool:.
 
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#41
Ich bin "Spaßjäger". Aus welchen Grund sonst sollte ich ohne Not nicht wenig Geld für Revier, Waffen und Jagdausrüstung ausgeben und meine Freizeit mit der Jagd verbringen?
Man kann auch jagen ohne viel Geld auszugeben für Waffen, Jagdausrüstung und Revier. Warum soll sich eine Jagdgenossenschaft einen Pächter antun, der das ganze nur betreibt, um Geld loszuwerden? Das Umdenken hat längst begonnen. Gefragt sind Jäger, die Strecke machen, ob auf Sau oder Reh.
 
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#42
Man kann auch jagen ohne viel Geld auszugeben für Waffen, Jagdausrüstung und Revier. Warum soll sich eine Jagdgenossenschaft einen Pächter antun, der das ganze nur betreibt, um Geld loszuwerden? Das Umdenken hat längst begonnen. Gefragt sind Jäger, die Strecke machen, ob auf Sau oder Reh.
Aber die Kohle für die Pacht nimmt man trotzdem gerne noch zusätzlich mit............
 
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#43
Warum sollte die Frage nach der Vermittelbarkeit die Definition dessen, was "sinnvoll und nötig" bestimmen?....
Weil man zumindest bei vernunftbegabten Menschen nicht mit dem albernen Versuch durchkommt, sie mit (nicht vermittelbaren) Scheinargumenten für dumm zu verkaufen.

.... Warum sollte das Bestreben nach der "positiven Verknüpfung" der Bevölkerung das Maß der zukünftigen Akzeptanz bestimmen?...
Weil wir Jäger zur Ausübung unserer Passion politische Unterstützung nötig haben und deshalb auf ein gewisses Maß an Sympathie, oder besser auf ein möglichst geringes Maß an Ablehnung, durch die Bevölkerung angewiesen sind. Was glaubst Du, wird ständig schlechte Presse über "reine Spaßjäger", also Leute, die in freilebenden Tieren zuerst eine Zielscheibe sehen, auf dauer für politische und jagdrechtliche Auswirkungen haben? Stichwort "Kanton Genf"!

....Es ist selbstverständlich, die Jagd so auszuüben, dass sie den geltenden Gesetzen und Verordnungen entspricht.....
Eben - und die ändern sich!
Sogar recht schnell, wenn eine Interessengruppe, die gern Tiere erschießt, nur noch auf stur schaltet.

..... und im handwerklichen Bereich als "sauber" bezeichnet werden kann..... .
Genau das ist die Jagd nicht mehr, wenn man auf Tiere schießt, auf die nicht geschossen werden müsste, weil der erweiterte Sinn über reinen Jagdspaß hinaus fehlt!

Der Grund dafür ist die menschliche Fehlbarkeit. Wäre zu 100% sichergestellt, dass bei reiner Spaßjagd JEDER Schuss das Wild auf der Stelle schmerzfrei töten würde, könnte auch reine Spaßjagd als "ethisch sauber" bezeichnet werden. So ist es aber nicht. Deshalb muss man bei reiner Spaßjagd jedes krank geschossenen Wild als sinnloses Leid bezeichnen und das ist m. E. nicht gut vertretbar.

....Kein Hobbyjäger jagt aus Pflichtgefühl und Altruismus um damit eine positive Verknüpfung der Bevölkerung zur Jagd zu schaffen.....
Das ist auch nicht nötig, es reicht ein Schnittmenge, bei der die verpachtenden Grundeigentümer ihre Flächen gut behandelt sehen, bei denen die Bevölkerung IHRE HERRENLOSEN freilebenden Tiere SINNVOLL bejagt und tierschutzgerecht behandelt sieht und bei der ein pachtender Jäger IMMER NOCH einen Nutzen in Form von Jagdspaß für seine Pachtsumme hat.

....Wer immer "seine" Jagd so "verkaufen" möchte, ist entweder a) verlogen oder erhebt sich eben b) als moralisch überlegener Jäger, weil er so sein Tun für sich selbst rationalisiert.
Nein, er erkennt einfach an, dass man sein Tun ständig reflektieren und sich den gesellschaftlichen und kulturellen Erfordernissen in angemessener Weise anpassen muss, wenn man den geliebten "Bloodsport" weiterhin erlaubt bekommen möchte.
 
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#44
Der Grund dafür ist die menschliche Fehlbarkeit. Wäre zu 100% sichergestellt, dass bei reiner Spaßjagd JEDER Schuss das Wild auf der Stelle schmerzfrei töten würde, könnte auch reine Spaßjagd als "ethisch sauber" bezeichnet werden. So ist es aber nicht. Deshalb muss man bei reiner Spaßjagd jedes krank geschossenen Wild als sinnloses Leid bezeichnen und das ist m. E. nicht gut vertretbar.
Das gilt für die Managmentjagd nicht?
Es entbehrt nicht einer gewissen Komik wenn jemand der Long-Range schießen bei der Jagd und das schießen auf flott bewegtes Wild bei DJ als einzig zielführend ansieht über sinnloses Leid sinniert..........

Ich habe 30 Jahre zum " Spaß" gejagd aber kaum Leid produziert, einfach aus dem Grund das ich mich deutlich unter der von mir beherschten Schußdistanz hielt und gewartet habe bis das Stück breit steht und auf Rieglern nie auf hochflüchtiges Wild geschossen habe.

Wer sinnloses Leid vermeiden will muss seinen Kopf und seinen Zeigefinger unter Kontrolle haben und eben auch mal auf eine Möglichkeit verzichten können die Risiken birgt.
 
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#45
Weil man zumindest bei vernunftbegabten Menschen nicht mit dem albernen Versuch durchkommt, sie mit (nicht vermittelbaren) Scheinargumenten für dumm zu verkaufen.



Weil wir Jäger zur Ausübung unserer Passion politische Unterstützung nötig haben und deshalb auf ein gewisses Maß an Sympathie, oder besser auf ein möglichst geringes Maß an Ablehnung, durch die Bevölkerung angewiesen sind. Was glaubst Du, wird ständig schlechte Presse über "reine Spaßjäger", also Leute, die in freilebenden Tieren zuerst eine Zielscheibe sehen, auf dauer für politische und jagdrechtliche Auswirkungen haben? Stichwort "Kanton Genf"!



Eben - und die ändern sich!
Sogar recht schnell, wenn eine Interessengruppe, die gern Tiere erschießt, nur noch auf stur schaltet.



Genau das ist die Jagd nicht mehr, wenn man auf Tiere schießt, auf die nicht geschossen werden müsste, weil der erweiterte Sinn über reinen Jagdspaß hinaus fehlt!

Der Grund dafür ist die menschliche Fehlbarkeit. Wäre zu 100% sichergestellt, dass bei reiner Spaßjagd JEDER Schuss das Wild auf der Stelle schmerzfrei töten würde, könnte auch reine Spaßjagd als "ethisch sauber" bezeichnet werden. So ist es aber nicht. Deshalb muss man bei reiner Spaßjagd jedes krank geschossenen Wild als sinnloses Leid bezeichnen und das ist m. E. nicht gut vertretbar.



Das ist auch nicht nötig, es reicht ein Schnittmenge, bei der die verpachtenden Grundeigentümer ihre Flächen gut behandelt sehen, bei denen die Bevölkerung IHRE HERRENLOSEN freilebenden Tiere SINNVOLL bejagt und tierschutzgerecht behandelt sieht und bei der ein pachtender Jäger IMMER NOCH einen Nutzen in Form von Jagdspaß für seine Pachtsumme hat.



Nein, er erkennt einfach an, dass man sein Tun ständig reflektieren und sich den gesellschaftlichen und kulturellen Erfordernissen in angemessener Weise anpassen muss, wenn man den geliebten "Bloodsport" weiterhin erlaubt bekommen möchte.
So, ich habe zwei Tage Bäume umarmt, und habe mal wieder Zeit zum Lesen.
Es gibt für fast jede Wildart eine sinnvolle Begründung sie zu erlegen.
Bei allem was man essen kann immer das Wildbret.
Rehwild zum Schutz der Naturverjüngung,
Füchse für den Artenschutz im Bereich der Bodenbrüter, und zum Schutz der Geflügelfreilandhaltung.
Nutrias für den Hochwasserschutz,
Krähen machen enorme Schäden im Gemüsebau,
Maderhunde und Waschbären als Schutz gegen Neozooen.
Schwarzwild braucht man nicht auszuführen.
Was macht den Schaden am Wald anders als den Schaden am Gemüse oder an den Freilandhühnern?

Achso zum Bäume umarmen:
Ich habe die umarmt, das Seil für die Winde darumgelegt und die schönen alten Buchen gefällt.
Kommt mir jetzt nicht mit, es ist zu früh im Jahr. Alles Verkehrssicherungspflichten.
Und nächste Woche geht es weiter.
 
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