Räude beim Fuchs {Wildbilder von der Wildkamera}

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#34
Ich hab hier keinen beleidigt. Und Rüden bringen durchaus Futter zum Bau, aber soweit mir bekannt kommt auf 1 Geheck mehr als 1 Rüde, immerhin lässt sich die Fähe zumeist von mehr als einen decken ( und ein jeder scheint zu glauben die kleinen sind von Ihm - doch nicht so schlau... der Fuxx)
Du warst auch nicht gemeint! :giggle: Entschuldige wenn das im Kontext so rüberkam. :eek:

Der Knackpunkt ist:
Wenn ein Rüde als räudig "identifiziert" ist ändert das nichts an der Vorgehensweise. Jeder räudige Fuchs der mit dem Geheck in Kontakt ist kann seine Milben weitergeben.
Also muss man immer nach dem Geheck suchen und nicht nur wenn eine Fähe befallen war. Bis man Altfuchs in Anblick - oder auf der Kamera - hat hat das Unglück längst seinen Lauf genommen.

Wie Du schon so richtig anmerktest, man kann die Evolution auf seinen paar Hektar weder durch Abschuss noch durch Nicht-Abschuss beeinflussen. Es ist aber bekannt, dass der Einbruch im Fuchsbestand deutlich gravierender ausfällt wenn die Füchse fehlen, die in der Lage sind die Räude zu überwinden. Daher hat @waldameise einfach recht.
Ich habe immer wieder Individuen die mir von außen zuwandern, das liegt nunmal in der Lebensweise der Füchse und der Bejagung in Arealen auf die ich keinen Einfluss habe, begründet. Insofern blieb mir nichts anderes übrig als mich mit der Materie zu beschäftigen.
Die Jungfüchse haben wenig(er) Chancen, deren Leid kann man verkürzen wenn man um diese Jahreszeit räudige Füchse in Anblick hat. Zu glauben man würde die Seuche bremsen oder für immer verschwinden lassen indem man den Altfuchs abschießt ist naiv.

Bis zum Winter möglichst alle Befallenen erwischen wäre der Idealfall, weil im Winter die Chancen deutlich sinken. Spätestens zur Ranz, meist wohl schon früher, wandern dann wieder neue Räudige zu, das lässt sich in unserem Reviersystem nicht verhindern. Und das Schimpfen auf die Nachbarn ändert auch nichts.
Nebenbei: Luchs und Wolf holen sich ihre Milben auch von den Füchsen. Ich meine es wäre eine Untersuchung im Harz gewesen, die zu dem Schluss kam, dass nach dem Straßenverkehr die Räude bei den dortigen Luchsen die Todesursache Nummer Zwei (bei hoher Dunkelziffer) ist.
 
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#35
Die Ansteckungsgefahr über den "Rüden" ist natürlich gegeben, eine erlegt Fähre zwingt einen aber deutlich mehr zum direkten Handeln. Da Jungfüchse eh so bald als möglich bejagt gehören (rein subjektive Meinung meinerseits) ist ein Ansitz an den Bauen obligatorisch für mich sobald sie den Fang heraus strecken, und vorher kommt man mit legalen Mitteln eh nicht ran.
Betrachtet man die These mit dem Einbruch aus Sicht eines Niederwildjägers wäre es doch zu befürworten das Leid der räudigen Füchse zu verkürzen und dabei noch den Gesamtbesatz sehr gering zu halten, sozusagen eine Win-Win-Situation. Bezieht man jetzt noch den Wolf und den Luchs mit ein müssten sogar Nanu und wie sie alle heißen die Fuchsjagd geradezu propagandieren.
In Bezug auf die Nachbarn schimpft man natürlich gerne mal mit und übereinander, Gott sei dank bei unseren Nachbarn zusammen mit einem Bier, einem Wein oder was antialkoholoischen persönlich zusammen (also wenn du mein Nachbar wärst dürfest du dich zurecht beschweren, dass ich die "resistenten" subklinisch infizierten Füchse zu scharf bejage.)
 
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#36
Kein Mensch beschwert sich über die Fuchsbejagung. Wärst mir als Nachbar deutlich lieber.
Es ging (mir) nur um die Bejagung von Altfüchsen zur jetzigen (Jahres)Zeit.
 
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#37
Ach Gipfl komm, niemand sollte jetzt einen räudigen Fuchs nicht schießen, aber in letzter Konsequenz muss man dann auch die Baue in der Umgebung räumen. Das sollte man zwar unabhängig davon sowieso machen, aber es geht darum den Welpen das elendige verrecken an der Räude zu ersparen! Und das ist angewandter Tierschutz.
 
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#38
These findings indicate that the red fox population is adapting to live with the parasite and that low-grade or sub-clinical infections, and even recoveries, occur amongst exposed foxes.

Was ist an diesen „Ubooten“ positiv. Solch Adaptationen findet man oft bei Erreger/Parasit Wirt Beziehungen. Es gibt immer ein paar subklinische Dauerausscheider/-anstecker/-reservior die dafür sorgen dass der Spuk nie ein Ende findet. Das hat übrigens überhaupt nix mit RESISTENZ zu tun
Definition Resistenz :

"Die Resistenz (vom lateinischen resistentia für „Widerstand“; englisch Resistance) ist die Widerstandsfähigkeit eines Lebewesens gegen schädliche Einflüsse der Umwelt (wie z. B. Parasiten, Infektionen, Krankheiten, Klima), ..."
https://de.wikipedia.org/wiki/Resistenz

Wenn ein Fuchs eine Räude-Infektion ausheilen kann, ist er dagegen also selbstverständlich resistenter als ein grosser Teil seiner Artgenossen.
Nach Räudezügen ist die verbleibende Fuchspopulation insgesamt über eine gewisse Zeit resistenter gegen die RäudeMILBEN und es entwickeln sich entsprechend oft keine Symptome, die Fuchs-Räudemilben (Sarcoptes scabiei var. vulpes) können sich also aufgrund der Resistenz der Wirte nicht bis zu einem schädlichen Ausmass entwickeln.
Parasiten sind typischerweise wirtsspezifisch und das Säugetier-Immunsystem ist insgesamt in der Lage, solche Parasiten zu bekämpfen.
Das sieht man ja schon daran, dass z.B. Menschen auf Sarkoptes-Räudemilben des Fuchses viel weniger als Caniden reagieren, während die Krätze für den Menschen wiederum wirtsspezifisch (Sarcoptes scabiei) und damit schwerer zu bekämpfen ist, aber auch ausgeheilt werden kann.

Eine latente Anwesenheit der Räudemilben im Fuchsbestand ist insgesamt übrigens NIE völlig zu verhindern, das Ziel sollte also sein, durch eine geringe Fuchsdichte und die Selektion auf resistente Tiere einen offenen Ausbruch zu vermeiden.
Dazu ist der Abschuss von Tieren, die eine Räudeinfektion erfolgreich selbst ausgeheilt haben, völlig kontraproduktiv und stört die natürliche Selektion.
Genau so etwas sollte die Jagd grundsätzlich vermeiden.

ROT markiert : Für Korinthenkacker korrigiert ! ;-]
 
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#39
Definition Resistenz :

"Die Resistenz (vom lateinischen resistentia für „Widerstand“; englisch Resistance) ist die Widerstandsfähigkeit eines Lebewesens gegen schädliche Einflüsse der Umwelt (wie z. B. Parasiten, Infektionen, Krankheiten, Klima), ..."

Wenn ein Fiuchs eine Räude-Infektion ausheilen kann, ist er also dagegen selbstverständlich resistenter als ein grosser Teil seiner Artgenossen.
Nach Räudezügen ist die verbleibende Fuchspopulation insgesamt über eine gewisse Zeit resistenter gegen die Räudevieren und es entwickeln sich entsprechend oft keine Symptome, die Räudemilben können sich also aufgrund der Resistenz der Wirte nicht bis zu einem schädlichen Ausmass entwickeln.

Eine latente Anwesenheit der Räudemilben im Fuchsbestand ist insgesamt übrigens NIE völlig zu verhindern, das Ziel sollte also sein, durch eine geringe Fuchsdichte und die Selektion auf resistente Tiere einen offenen Ausbruch zu vermeiden.
Dazu ist der Abschuss von Tieren, die eine Räudeinfektion erfolgreich selbst ausgeheilt haben, völlig kontraproduktiv und stört die natürliche Selektion.
Genau so etwas sollte die Jagd grundsätzlich vermeiden.
Das ist ja was ganz neues, das räude jetzt von Viren ausgelöst wird, bisher nahm ich immer an, die Sarkoptes Milbe verursacht die Räude.......
 
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#40
Das ist ja was ganz neues, das räude jetzt von Viren ausgelöst wird, bisher nahm ich immer an, die Sarkoptes Milbe verursacht die Räude.......
Das erste Wort nach "z. B." im Zitat ist für Dich der Schlüssel zum Verständnis ...
Aber auch für "Infektionen" und "Krankheiten" gibt es andere Ursachen als Viren.
 
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#43
Bist Du grad dabei einen Höhepunkt zu kriegen? :oops::LOL:
Poetische Wortwahl, mal was anderes als immer nur "Ja! Ja! Ja!"
Tut mir leid dich enttäuschen zu müssen, aber mein Höhepunkt bleibt ausschließlich den Frauen vorbehalten, dort aber umso lieber....... du bist ja zu deinem Pech ein Mann, wirst also niemals in den Genuss meines Höhepunktes kommen 😋
 
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#45
Räude beim Fuchs und Kamera kam mir gerade was in den Sinn:

Sieht man auch durch eine WBK einen Unterschied?! Sollte man ja eigentlich?
 
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