Rasierpinsel aus selbst erlegtem Dachs(haar) fertigen lassen - Wer hat Erfahrungen?

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#16
Kurzer Zwischenstand:

>Mühle: Wie schon vom Sporti vorausgesagt ist denen das Ganze mit dem Zurichten der Haare zu aufwendig und lohnt dort erst ab 50kg Haare. Ich hab zwar Dachse im Revier - wollte aber auch welche vor Ort behalten ;)

>wunschpinsel.de: Danke an alle bzgl. des Tipps. Hier gab es eine erste positive Rückmeldung. Ich kläre gerade die Details und was ich davon hier so posten darf. Nicht das der Gute morgen 30 Dachsschwarten im Briefkasten hat. Zudem ist eine grobe Preisorientierung für den ein oder anderen Interessenten sicher auch ausschlaggebend. Melde mich später zu Details.

Horrido
Christian
 
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#17
Neuer Zwischenstand:

Rückmeldung Pinselmachermeister aus dem Pinselmuseuum in Bechhofen: Er ist sich unsicher ob die Qualität deutscher Dachshaar ausreicht, da sonst Haare aus eindeutig kälteren Regionen genutzt werden. Er bietet Prüfung der Haare bei Zusendung an.
>> Ich würde erstmal Rückmeldung des Haarzurichters von Wunschpinsel.de abwarten
>> Immerhin zeigt sich hier noch eine Alternative wenn es bei wunschpinsel nicht klappt!

Rückmeldung Mühle: Hat noch anderen Hersteller empfohlen wo man es versuchen kann.


Ich schlage vor wir schauen erstmal was sich bei Wunschpinsel. de ergibt und sondieren im negativen Fall die Alternativen!

Grüße
Christian
 
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#18
Das schöne an Wunchpinsel.de ist das der gute auch gerne mal tüftelt und versucht. Er hat mir bestimmt schon 6 Rasierpinsel nach meinen Vorstellungen gebaut.Echt genial richtig nach Zeichnung und XXL Kopf
Ring Maas ca 30 mm das ist schon sehr viel. Und von der Qualität - Haarverlust gleich null
 
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#19
OK, ich bin grad über Euern Faden gestolpert.

ich hab vor zig Jahren mir auch mal nen Rasierpinsel aus Dachsborsten gebunden. Als Inspiration diente seinerzeit ein Film über die Arbeit eines Gamsbartbinders. Ich bin dabei folgender Maßen vorgegangen:
1. Dachs besorgen. Meiner war einer, den mein Dad vor Jahren gegen Ende der Schusszeit erlegt hatte (Winterschwarte). Ich hab selbst noch keinen Dachs erlegt und kann daher die Beschaffenheit der Sommerschwarte nicht beurteilen. Wenn sich der Dachs nicht von allem anderen Haarwild unterscheidet, wär mir die Winterscharte lieber. Mein Dachs war gegerbt, damit hat sich das desinfizieren erledigt.
2. Such die die Borsten mit den geeignetsten Grannen aus, ich hab mich am Rücken bedient, wo die Borsten mehrfarbig sind.
3. Schneid kleine Büschel aus und streich die Unterwolle raus. Die feinere und gewellte Unterwolle ist m.E. unbrauchbar.
4. Vom Fliegenbinden hab ich nen Haarstößel. Das ist n kleines Röhrchen, wo unten zu ist. Dort kommen die Haare mit den Grannenspitzen voran rein (abgeschnittene Enden schauen noch raus). Das Röhrchen wird dann mehrfach auf die Tischplatte gestoßen, daruch ordnen sich die Borsten alle gleichlang aus.
5. Nehm das Büschel aus dem Haaraufstoßer und umwickel das untere Ende (abgeschnittenes Ende) mehrfach mit einem halbweg stabilen Nähfaden. Knoten drauf. es sollte ein Gebilde mit 3 bis 4mm Durchmesser entstehen.
6. wiederhol die Schritte 3 bis 5 etwa 10 bis 15 mal (oder noch öfters)
7. Die Büschel sollten in etwa alle gleich dick und gleich lang sein.
8. Fang mit zwei Büscheln und dem Bindfaden an, Wickel den über die erste Wicklung mit zwei bis drei Unwicklungen zusammen, dann kommt der nächste Büschel hinzu. Dabei ist drauf zu achten, dass die Haarbüschel alle möglichst gleich lang eingebunden werden.
9. binde anschließen immer ein bis zwei neue Büschel ein, bis ein gleichmäßig rundes Gebilde entsteht. Zum Schluss sollte der Pinsel am gebundenen Ende einen Duchmesser von 2 bis 2,5cm haben.
10. Nach dem Zusammenbinden aller Haarbüschel werden die unten herausragenden Haare alle auf eine Länge abgeschnitten. Am besten mit einen scharfen Messer. Die Wicklungen sollten dabei nicht in Mittleidenschaft gezogen werden.
11. Ist der Pinsel fertig gebunden, wird das glatt geschnittene Ende in einen Wasserfesten Klarlack oder dünnflüssigen Kleber getaucht. Die Wicklung bekommt damit auch mehr Halt. Ggf. das Lackieren 1 bis 2 mal wiederholen. Wer möchte, kann sich jetzt noch nen Holzgriff dazu drechseln (lassen) und den Pinsel einkleben. Orginell wäre auch der Stoßboden von ner 20er Schrot oder der hintere Hülsenteil von ner entsprechend großen Kugelpatrone.

Mir hat mein Rasierpinsel so über mehrere Jahre gute Dienste geleistet, allerdings rasier ich mich seit Jahren nur noch mit dem Langhaarschneider und schneid meine Gesichtsbehaarung auf nen mehr oder weniger gepflegten drei Tages bis drei Wochenbart zurück. Daher ist mein Rasierpinsel seit Jahren verschollen...
 
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#20
So. Bei mir lässt der Dachs auf sich warten aber der Kollege von www.wunschpinsel.de würde es gern mal mit nem Dachs probieren und wer möchte kann ihn gern kontaktieren. Unklar ist noch wieviel Dachse es braucht.

Also wer kann > los!

Christian
 
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#23
Aktuell liegt ein Dachs (nicht von mir) bei ihm und da für einen hochwertigen Rasierpinsel nicht einfach alle Haare nutzbar sind ist sein Eindruck, dass bis zu drei Dachse für einen "silvertip" nötig sind. Er hält mich und ich damit euch auf dem Laufenden...

Christian
 
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#24
Eine schöne Idee mit dem Rasierpinsel aus selbst gejagtem Dachs. Dazu noch ein Griff aus einem Stück Geweih... hmm ziemlich gute Idee.
Aber drei Dachse für einen Silvertip? Hat der Herr verraten, welche Haare für solch einen Pinsel benutzt werden? Also stammen die von einem Körperteil, oder werden die nach Qualitätsmerkmalen zusammengesucht?
Bei drei für einen Pinsel kommt mir mein Silvertip langsam etwas günstig vor.
 
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#25
Gibt es schon neue Informationen oder gar Bilder und Berichte?

Aber drei Dachse für einen Silvertip? Hat der Herr verraten, welche Haare für solch einen Pinsel benutzt werden? Also stammen die von einem Körperteil, oder werden die nach Qualitätsmerkmalen zusammengesucht?
Bei drei für einen Pinsel kommt mir mein Silvertip langsam etwas günstig vor.
Auf der Seite der Wunschpinsel.de werden die verschiedenen Qualitätsstufen erklärt.
 
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#27
Er ist ein echter Könner habe 4 Stück von ihm die nach meinen Wünschen gefertigt wurden ( kein selbst erlegter Dachs )
 
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