Raubwild 2019/2020

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Der Unterschied zwischen einen guten und einen schlechten Tag ist bekanntlich oft nur ein Fuchs. Es gibt besondere Tage und besondere Füchse. Daher will ich dem hier eine Geschichte widmen.
Ich bin täglich draußen, Raubwild hat es schwer bei uns. Im August sagen wir uns zum ersten Mal:
Jüngfüchse wandern zu werden oft ziemlich schnell wieder erlegt. Die beiden Jungfüchse spielten übermütig am Rande eines Maisfeldes. Die weiße Luntenspitze des einen war auffällig und ich nannte ihn später "Weißspitz". Zu weit war es, geschätzt 220 m und so ein kleines Ziel, welches ständig in Bewegung ist......? Ich will die Füchse ja nicht erschrecken. Gute Kunden kommen wieder. So war es auch einen Tag später, wieder spielten beide, wieder zu weit. Den Bruder erwischten wir bald, aber Weißspitz war immer schlauer. Er hatte sich auch eine gute Ecke gewählt: Kaninchen ohne Ende, Fasane und Hasen. Mäuse gab es heuer auch genug.
Dann kam die GPS-Ernte. Vorsichtshalber wegen Sauen an einer schmalen Stelle postiert. Ohne den geringsten Hinweis kam er schon zu Beginn der Ernte auf 4 m, Haken schlagend und die 308 ging in den Acker.
Dann wieder zu weit am Mais, aufs Mäuseln regagierte er überhaupt nicht. Es begann zwischen uns ein Katz-und-Mausspiel.
Ein anderes Mal kam er früh im ersten Licht auf meiner Leiter an der Kaninchenhecke 10 m vor mir, schnürte aber nicht übers Freie sondern wählte die Ackerfurche weg von mir. Nur die weiße Luntenspitze brachte ich ins ZFR.
Zwei Tage später saß ich wieder. Er zeigte sich nicht. Als es hell wurde sah ich den Tauschlag. Er war schon vorher durch und nach oben in die Hecken. Als es hell war schaute ich irgendwann nach oben: Da saß Weißspitz und wir schauten uns beide an. Den kleinen Zucker in Richtung Gewehr nahm er sofort übel und weg war er.
Einen anderen Abend saß er schon um 20 Uhr bei bestem Licht unter meiner Leiter und wartete vermutlich auf mich. Ich habe irgendwann aufhört, meine Niederlagen zu zählen. Drei Monate ging das jetzt so.
Heute war die Dose zu. Wird es Weißspitz sein? Er war es. Ein starker Rüde ist aus ihm geworden. Andere seiner Sippe werden nachrücken, das ist klar. Trotzdem ist der Fuchs eine Schlüsselfigur bezüglich der Artenvielfalt im Offenland und unsere Zahlen geben uns Recht.

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Die Mäuse sind weniger geworden, die Fallen fangen jetzt endlich wieder und Fallensteig gestern mit Laubsauger gereinigt. Sauere Milch und uralte Marmelade meiner Mutter war der Köder.

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Bin gespannt wie es mit dem Fischotter in Bayern weitergeht, denke die Bejagung ist nur noch eine Frage der Zeit. Die Verluste in der gewerblichen Fischerei sind verheerend.
Vor ein paar Tagen wurde der hier in unserem Revier überfahren. Die wütenden Briefe des Fischteichbesitzers sind beim Umweltministerium. Nun wird erst mal Ruhe sein, vielleicht.

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Ein kapitaler Bursche, im Nachbarrevier wurden heuer schon zwei überfahren, ist nur 1 km von dieser Unfallstelle entfernt. Nicht einmal unmittelbar am Wasser, der Otter geht auch weit über Land. Hätte den Balg sogar behalten können...ist ja jagdbares Wild.
 
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Ja, bei uns an der Isar in München auch großes Geschrei nach den ersten sesshaften Fischottern letztes Jahr. Der breitet sich schneller aus als der Biber.
 
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Konnte gestern diese Fähe am Feld ausmachen als sie am mäuseln war.
Bin ein klein wenig den Feldweg entlang gepirscht und eine freie Schussposition gesucht. Als alles gepasst hat und der Fuchs auch noch so freundlich war mir entgegen zu kommen hab ich nur mehr auf den passenden Zeitpunkt warten müssen.
Als die Fähe sich dann auf knappe 70m auch noch für eine Maus interessiert und gestoppt hat, schickte ich das Geschoss der 270WSM auf die Reise.
Die Fähe lag am Anschuss.

Weidmannsheil

 
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