Rebhühner zum Auswildern

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#61
Die Elterntiere aus Ungarn - den Organisator kennst Du ja ;)
Brutmaschine habe ich besorgt und N. hat dann das Zuchtgeschäft in einem geschützten Raum bei sich auf dem Hof besorgt.

Sind am Anfang in einem Aufzuchtkäfig mit Rotlicht und bekommen Kükenstarter. Dann im Verlauf in die Voliere und dort Getreide Mischungen. Voliere ist in einem kleinen Wäldchen, dass etwas versteckt und abseits der Wege am Dorfrand liegt. Komm mal vorbei und schau Dir das an. (y)

Könntest mal ein paar Fotos einstellen?
 
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#62
Könntest mal ein paar Fotos einstellen?
Von der Voliere ? Ja, ich nehme mal einige auf.

Die Brutmaschine ist ein Modell 3000 Digital von BruJa mit vollautomatischer Wendung. Mit verschiedenen Einsätzen kann man Eier unterschiedlicher Größe ausbrüten - also Fasan, Rebhuhn oder Enten.
 
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#63
Also was die Maisfütterung angeht: Kein Wildtier frisst sich in die Bewegungsunfähigkeit. Das macht nur der Mensch oder bei Volierenfasanen ohne Bewegung ist das sicher so. Hab diese Meinung vor Jahren auch mal vertreten.

Werden kurz vor der Jagd fette Volierenfasane freigelassen, dann können die nicht gut fliegen. Das ist klar. Beim Mais sehe ich eher die Gefahr wenn er schimmelt. Ein Fasan kann eine leichte Fettabdeckung haben. Das ist ganz normal. Der Mongolicus muss in seiner Heimat große Kälte aushalten, der packt richtig auf wenn er kann. Aber dann geht er eben mal ein paar Tage nicht an die Fütterung.

Vor ein paar Jahren hatten wir einen starken Schnee- und Frosteinbruch. In einem Feldgehölz überwinterten ca. 25 Jagd- und 10 Königsfasane. Sie gingen über eine Woche an keine Fütterung. Kein Geläufe und nichts auf der Kamera, grad mal eine Henne. Als das Wetter umkippte, war da von einem Tag auf den anderen wieder Hühnerhof angesagt.

Zudem wird in den Fasanerien häufig auf Körpergröße selektiert. Das geht dann schief.
Der Torquatus (Chin. Reisfasan, Chin. Ringfasan) ist sehr fruchtbar, braucht aber Schilf und baumt nicht so gut auf. Das geht im Schilf auch ohne, aber wenn Schnee kommt.....
Die anderen mehr oder weniger angrenzenden Unterarten wie Karpowi im Norden und Strauchi sindvom Habitat her eher für unsere Verhältnisse geeignet.
Zur Zeit hab ich als Zuchthahn einen Strauchi in der Voliere sitzen.
Strauchi (1).JPG
Habe vor Jahren mal Versuche mit der Weißflügelgruppe (Zarudny, Serafzan, Chrysomelas) gemacht, die Hennen baumten einfach nicht auf.

Wer sich für die Unterarten interessiert: Der Zoo Plzen hat europaweit die größte Sammlung aller Colchicus-Unterarten.
 
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#64
Die Elterntiere aus Ungarn - den Organisator kennst Du ja ;)
Brutmaschine habe ich besorgt und N. hat dann das Zuchtgeschäft in einem geschützten Raum bei sich auf dem Hof besorgt.

Sind am Anfang in einem Aufzuchtkäfig mit Rotlicht und bekommen Kükenstarter. Dann im Verlauf in die Voliere und dort Getreide Mischungen. Voliere ist in einem kleinen Wäldchen, dass etwas versteckt und abseits der Wege am Dorfrand liegt. Komm mal vorbei und schau Dir das an. (y)
Gerne!
 
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#65
Also was die Maisfütterung angeht: Kein Wildtier frisst sich in die Bewegungsunfähigkeit. Das macht nur der Mensch oder bei Volierenfasanen ohne Bewegung ist das sicher so. Hab diese Meinung vor Jahren auch mal vertreten.

Werden kurz vor der Jagd fette Volierenfasane freigelassen, dann können die nicht gut fliegen. Das ist klar. Beim Mais sehe ich eher die Gefahr wenn er schimmelt. Ein Fasan kann eine leichte Fettabdeckung haben. Das ist ganz normal. Der Mongolicus muss in seiner Heimat große Kälte aushalten, der packt richtig auf wenn er kann. Aber dann geht er eben mal ein paar Tage nicht an die Fütterung.

Vor ein paar Jahren hatten wir einen starken Schnee- und Frosteinbruch. In einem Feldgehölz überwinterten ca. 25 Jagd- und 10 Königsfasane. Sie gingen über eine Woche an keine Fütterung. Kein Geläufe und nichts auf der Kamera, grad mal eine Henne. Als das Wetter umkippte, war da von einem Tag auf den anderen wieder Hühnerhof angesagt.

Zudem wird in den Fasanerien häufig auf Körpergröße selektiert. Das geht dann schief.
Der Torquatus (Chin. Reisfasan, Chin. Ringfasan) ist sehr fruchtbar, braucht aber Schilf und baumt nicht so gut auf. Das geht im Schilf auch ohne, aber wenn Schnee kommt.....
Die anderen mehr oder weniger angrenzenden Unterarten wie Karpowi im Norden und Strauchi sindvom Habitat her eher für unsere Verhältnisse geeignet.
Zur Zeit hab ich als Zuchthahn einen Strauchi in der Voliere sitzen.
Anhang anzeigen 103078
Habe vor Jahren mal Versuche mit der Weißflügelgruppe (Zarudny, Serafzan, Chrysomelas) gemacht, die Hennen baumten einfach nicht auf.

Wer sich für die Unterarten interessiert: Der Zoo Plzen hat europaweit die größte Sammlung aller Colchicus-Unterarten.

Toller Tip. Den Zoo muss ich mir mal ansehen.👍
 
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#66
Ist schon einen Besuch wert. Der Eintritt ist moderat:
Um die Fasane zu sehen, muss man den Dinopark mit bezahlen, dort sind die meisten Volieren der Edelfasane. Die versch. Wasservögel sind auch für Jungjäger interessant.
Zoo + DinoPark (pouze duben–říjen): Dort ist nur von April bis Oktober offen
dospělí:280 Kč = Erwachsene 11,20 €
děti a studenti:190 Kč = Kinder 7,60 €
rodiny (2+2): 890 Kč 0 Familie 2 + 2 = 35,60 €
Die Preise im Imbiss sind auch nur ein Bruchteil der Preise in deutschen Zoos.
Auffallend das Verhalten der tschechischen Kinder: Um alle Gehege laufen stromführende Drähte, da langt einfach keiner hin. Bei uns gäbe das eine Flut von Beschwerden von Eltern im Zustand der Wohlstandsverwahrlosung und ohne Benehmen der Kinder aufgrund antiautoritärer Erziehung.
 
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#67
Sehr schicker Hahn übrigens, dein Strauchi.
Screenshot_20200127-183625_Gallery.jpg
Screenshot_20200127-183618_Gallery.jpg
Bei uns sehen alle Hähne so aus. Manche sind auch ganz ohne Ring. Aber sonst keinerlei Variation.
So ein Grünrücken oder wie dein Schmuckstück da oben wäre natürlich was fürs Auge. Aber weiß nicht ob man noch welche dazu setzten sollte.🤔
Geht vielleicht nach hinten los.
 
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#68
Wenn Fasane in einem natürlichen Besatz vorkommen, dann sind das die welche dort am besten gedeihen. Die Hähne auf den Fotos sind eine Mischung aus den drei Hauptarten:
Colchicus ist überall drinn
Die hellen Hufeisen auf den Flügeldecken sind vom Torquatus, in dem Fall ist nicht so viel Mongolicus drin, er hat Federohren, die der M. nicht hat, der Rücken ist aber von ihm. Die Flügeldeckfedern sind vom Colchicus, sind sie hellgrau dann vom M.
Überaugenstreif wäre auch ein Torquatuserbe. In Schilfgebieten tendiert der Europ. Jagdfasan schon mal in Richtung Torquatus. Die Fasane ähneln sich alle, egal ob im Münsterland bis nach Niederbayern.
Ich würde nichts aussetzen, Du hast die besten Fasane die es für das Revier gibt. Dass sie im Schilf bei den Jagden nicht hoch fliegen, darfst ihnen nicht verübeln, sie wollen einfach nur überleben. Auch hier hat vielleicht eine Selektion stattgefunden.
 
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#69
mit den vorkommenden kommt man am weitesten, die haben sich angepasst. Habe heute wieder gefüttert, es sind viele Hähne da, aber ich habe schon länger keine Henne mehr gesehen. Habe neben der Sauensicheren Fütterung 2 Kaffhaufen rausgefahren in die wird wöchentlich ein 10 Liter Eimer Weizen eingeharkt.
 
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#70
Wenn Fasane in einem natürlichen Besatz vorkommen, dann sind das die welche dort am besten gedeihen. Die Hähne auf den Fotos sind eine Mischung aus den drei Hauptarten:
Colchicus ist überall drinn
Die hellen Hufeisen auf den Flügeldecken sind vom Torquatus, in dem Fall ist nicht so viel Mongolicus drin, er hat Federohren, die der M. nicht hat, der Rücken ist aber von ihm. Die Flügeldeckfedern sind vom Colchicus, sind sie hellgrau dann vom M.
Überaugenstreif wäre auch ein Torquatuserbe. In Schilfgebieten tendiert der Europ. Jagdfasan schon mal in Richtung Torquatus. Die Fasane ähneln sich alle, egal ob im Münsterland bis nach Niederbayern.
Ich würde nichts aussetzen, Du hast die besten Fasane die es für das Revier gibt. Dass sie im Schilf bei den Jagden nicht hoch fliegen, darfst ihnen nicht verübeln, sie wollen einfach nur überleben. Auch hier hat vielleicht eine Selektion stattgefunden.


Tolle Analyse der Merkmale. Danke dir.👍
 
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#71
Wir sind ja hier bei den Rebhühnern. Schlage vor dass wir im anderen Faden weitermachen.
 
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