Reh nicht erkannt Frau klagt nach nicht bestandener Prüfng

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Ja alles jagdschüler und Spochtschützen... die jungen taugen nix.

"Ich hab noch dem Chef de Hof gepflastert bevor ich zum ersten mal am Stammtisch dabei sein durfte " :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:



Solche "erfahrenen", "gut ausgebildeten" Recken kenn ich auch...
 
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Mal eine Frage, da das immer wieder aufkommt: Ihr Kjs Absolventen haltet euch also per se für die besseren Jäger? So klingen die Wortmeldungen hier zumindest. Ziemlich arrogant, oder? Die besagte Klägerin war NICHT in einer Jagdschule und konnte die Anforderungen nicht erfüllen, obwohl sie doch sooo viele Übungsstunden absolvierte und das Langzeitgedächtnis ja viel besser trainiert war?
Lächerlich.
Jäger sein hat etwas mit Einstellung und Charakter zu tun. Viele " Druckbetankte" haben sich schon lange vorher mit der Jagd befasst, haben beim Hochsitzbau und Anlegen von Wildäsungsflächen mitgearbeitet, habe Wild aufgebrochen und waren bei Drückjagden dabei. Einfach weil man aus eigener Einsicht merkte, dass das zusätzlich Sinn macht. Man kann sich auch selbst verbessern, weil man immer an sich arbeitet. Nicht nur, weil irgendeine Verordnung wieder verschärft wurde. Ziemliches Schubladendenken hier.
Ich weiß ja nicht, warum du ausgerechnet mich hier bei deiner Frage zitierst? Ich verteidige seit jeher das Vorurteilslose. Nur weil jemand die KJS oder die JS besucht hat als Prüfungsvorbereitung macht denjenigen eben NICHT automatisch zum besseren oder schlechteren Jäger.

Die Idealform der Jagdausbildung ist als kleiner Bub vom Vater an der Hand genommen und an die Jagd herangeführt zu werden. Das meiste meines Wissens und meiner Handfertigkeit habe ich von ihm und bin ihm dafür dankbar. Gerne würde ich ihn auch manchmal noch etwas fragen, leider hat auch er bereits das Revier gewechselt.

WH CA
Da hast du natürlich absolut Recht. Aber wem diese Gelegenheit nicht gegeben ist muss eben eine andere Form suchen. Und da finde ich es toll wenn man die Möglichkeit einer fundierten Ausbildung wie Bromisch bekommt. Das ist weit mehr als die normalen Vorbereitungen mit den Mindeststunden!
 
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Nochmal: die damals 17-jährige hat in der Kreisgruppe den Kurs absolviert.
Mit dieser Ausbildung kann doch niemand durchfallen, oder...?

Nochmals der Grund: "In der schriftlichen und mündlich-praktischen Prüfung im Fachgebiet 1 "Dem Jagdrecht unterliegende und andere freilebende Tiere" erreichte die Jagdscheinanwärterin eine Durchschnittsnote von 4,5. Der mündlich-praktische Teil wurde mit der Note 5 bewertet. Unter anderem hatte sie ein Reh und einen Specht nicht erkannt."

Also: schriftlich Note 4 und mündlich Note 5.
Nach einem Jahr Ausbildung Reh und Specht nicht erkennen können...
Aber dann gegen Jagdschulen polemisieren...

Und bei der Dame (oder ihren Eltern) ist es das heutige Selbstverständnis, daß "die Gesellschaft" (oder wer auch immer) die Schuld für das eigene Versagen trägt. Nur man selbst ist nie für irgendwas verantwortlich...
 
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Nein. Mit dem Jagdschein alleine ist man noch kein Jäger.
Aber schön, daß manche in Ihrem Kurs in der Kreisgruppe zum Komplettjäger ausgebildet wurden und danach nichts mehr lernen mußten...
Steht und fällt mit dem Mentor, bei uns war Mentorenzwang, meiner hat von Anfang an klar gestellt, jede Woche ein Abend bei ihm treffen für ergänzenden Theorie, Anschauungsunterricht an seinen Waffen, Trophäen, Fallen usw., wenn was da war auch zerwirken, zusätzlich mind. einmal pro Woche mit raus in Revier, wer wollte auch öfter. Wir waren zu dritt bei ihm und von uns musste zwar jeder auch danach noch dazulernen (und ich persönlich lerne noch immer), konnte aber definitiv alleine jagen gehen. War allerdings pures Glück, ich wohnte beruflich bedingt abseits meiner Heimat, kannte niemanden, habe den Nächstgelegenen genommen und an einen geraten der seit über 30 Jahren Jungjäger ausbildet und zu meiner Zeit schon fast 100 erfolgreich durch die Prüfung gebracht hat, der warf aber auch jeden der nicht mitzog gnadenlos raus.
 
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Die Idealform der Jagdausbildung ist als kleiner Bub vom Vater an der Hand genommen und an die Jagd herangeführt zu werden. Das meiste meines Wissens und meiner Handfertigkeit habe ich von ihm und bin ihm dafür dankbar. Gerne würde ich ihn auch manchmal noch etwas fragen, leider hat auch er bereits das Revier gewechselt.
WH CA
Bei mir war es der Schwager, dessen Vater im Sudetenland schon "Heger" bei einer Herrschaft war.
Noch heute kann ich nicht an einen einzigen Jagdaufgang oder überhaupt erinnern, dass er mich in seiner Jagd an die Grenze geschickt hätte. In meinem Buch "Alles im Grünen Bereich" habe ich ihm und anderen Jagdfreunden ein Denkmal gesetzt.
 
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Aber zum Jagen wollen sie später Zeit haben? Echt?
Was hat das damit zu tun???

Wenn der Aspirant gar keine andere Möglichkeit hat außer den 120( ? ) - Stunden-Kurse, nur die Wahl hat zwischen Verteilung der Stunden auf 2 Wochen oder 10 Monaten, wenn er gar nicht in ein Lehrrevier kann und vorher vielleicht nicht einmal weiß das es sowas gibt, usw.

Rückblickend muss ich auch sagen, die zeit für die Vorbereitung war zu kurz. Sie hat gereicht um den Schein in der Tasche zu haben. Aber sie hat nichts damit zu tun wie viele Stunden ich und andere danach auf und mit der Jagd verbringen.

Natürlich gibt es die Aspiranten, die den schnellen Weg wählen weil sie keine Zeit haben. Aber auch hier kann man nicht jeden über den gleichen Kamm scheren.
 
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Und das ist die entscheidende Aussage!
Letztlich egal ob man vor, während oder nach der Ausbildung das Jagen mit einem Mentor lernt! Aber man sollte die Prüfungsvorbereitung und das jagdpraktische Lernen nicht über einen Kamm scheren.
 
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und vieleicht sollte man die alten "Denkmäler" stehen lassen und selber aktiv auf Jungjäger zugehen, wenn man sieht da klemmts
 
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Heutzutage stehen die KJS in Konkurrenz zu den Jagdschulen, mein Verein hat die Ausbildung längst aufgegeben.
Den Kandidaten, die da kommen kann man nix beibringen, die sind in Jagdschulen besser aufgehoben.

Ich habs gerade mal überschlagen und komme auf 180 Stunden im geschlossenen Raum. Dazu mindestens 20 Samstage von 14-17Uhr auf dem Stand.
Ca. 15 Sonntage die komplett im Revier waren Pflanzen bestimmen, Anschußseminar, Hundekurse usw., dazu 20 Sonntage abends mit der Lerngruppe.
Da unter unseren Ausbildern 2 Revierbeamte waren gings für diejenigen die keinen Anschluß hatten auch mal nach dem Kurs spontan nach 22 Uhr zum bergen und versorgen von Wild noch ins benachbarte Revier oder Samstagmorgen zum Kanzelbau in das selbige.
Hinzu kamen die Jagden im Herbst/Winter.
Das zog sich von Ende April bis in den Mai des kommenden Jahres mit Abschluß der mündl. Prüfung.
Praktisch alle hatten schon vor dem Kurs Kontakt zur Jagd, durch Verwandtschaft oder Freunde.
 
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Es geht mir mehr und mehr aufs Geschröt, wie sich so Mancher hier erdreistet, sich über Andere zu erheben und zu richten!

Der / die nach bestandener Jagdprüfung gelöste Jagdschein / Jagdkarte bevollmächtigt den / die / des JungjägerInEs zur ordnungsgemäßen Ausübung der Jagd.

Zack... so einfach ist das.
Es spielt absolut keine Rolle, auf welchem Wege Jemand das Wissen zum erfolgrteichen Bestehen seiner Jagdprüfung erworben hat.

"Erwirb es, um es zu besitzen!"


Ich kann Beispiele benennen, von Revierpächtern, die kaum halb so viel Wissen besitzen, wie so mancher ehemaliger Schüler einer Jagdschule oder Jagdkurses!

Beispiel?
Der Eigenjagdbesitzer schießt auf ein Stuck Rotwild, holt mich zum Bergen.. "Herr B..., sagen Sie mir bitte, dass ich nichts Falsches geschossen habe?!"
Als Eigenjagdbesitzer mit mehrjährigem Jagdscheinbesitz!

Und ich, nicht nur dabei, sondern als damals wie heute noch unwissender Jungjäger mittendrin.
Ja, genau.. Jagen lernt man nach der erfolgreich abgelegten Prüfung.

[ ] Jungjäger*
[ ] Jagdscheininhaber*
[ ] Jäger*
[ ] Besserjäger*
[ ] Waidhailiger*
[ ] bodenständiger, sich selbst ständig fortbildender, Jäger, mit Ehrgefühl im Leib!*


*so kreuzen Sie bitte Mögliches an!

 
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Und das ist die entscheidende Aussage!
Letztlich egal ob man vor, während oder nach der Ausbildung das Jagen mit einem Mentor lernt! Aber man sollte die Prüfungsvorbereitung und das jagdpraktische Lernen nicht über einen Kamm scheren.
Auf gar keinen Fall, bei uns wurde der Unterricht komplett von Ehrenamtlichen gemacht. Qualitätsunterschied war enorm, es gab eben welche die u.a. beruflich bedingt regelmäßig referierten oder begeistert dabei waren und das optimal rüber brachten, andere eher suboptimal bis zugegeben schlecht, ich persönlich habe das aber dann so gesehen, dass ich halt selbst bzw. mit anderen Anwärtern in diesen Bereichen mehr tun musste, bei Ehrenamtlichen kann ich keine Profireferenten erwarten. Das rein theoretische Material war bei einem Freund der eine Jagdschule besuchte defintiv besser aufbereitet.
 
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Ich selbst gehöre seit 2007 zum Ausbilderteam unserer Kreisjägerschaft. Wir haben tatsächlich auch einmal zwei Jahre lang unsere Ausbildung verkürzt, d.h. nicht im Oktober, sondern im Januar begonnen, um unsere Erfahrungen in der verkürzten Ausbildung zu machen. Der Zeitraum war für die reine Vorbereitung zur Prüfung zwar ausreichend, aber er war insgesamt zu kurz um unsere Ansprüche daran zu erfüllen, was wir den Schülern anbieten und vermitteln wollen. Wir sind zum alten System zurückgekehrt und bilden nunmehr wieder von Oktober bis einschl. April aus. Das ist für Schüler und Ausbilder eine lange Zeit, aber sie ermöglicht uns sehr viel mehr Wissen und Erfahrungen zu vermitteln, als das in einer kürzeren Zeit möglich ist.
Meine Anerkennung für deine Mitarbeit in der Jägerschaft! Ich finde das anerkennenswert.
Aber: Die Ausbildungszeit (?) in den Jägerschaften in Wochen oder Monaten zu berechnen, gibt überhaupt keine Vergleichsmöglichkeit. Sie ist ja wohl auch nicht durch eine tiefe innere Erkenntnis entstanden, sondern durch den Arbeitsablauf in der Landwirtschaft.
Nach meinem Wissen ist die Beschulungszeit in Niedersachsen auf 130 Stunden - ohne Schießausbildung - vorgeschrieben. Nur diese Zeit lässt sich vergleichen. Da ist ja wohl niemals jedes Wochenende in der Zeit von Oktober bis April Unterricht. Die Teilnahme eines jeden ist wohl auch nicht so streng kontrolliert. Ob da jeder seine 130 Stunden Unterricht wirklich absolvierte, oder ob dann noch 20 Stunden Jägerlatein beim Bier zu absolvieren war? Ich weiß nicht..
Der Gesetzgeber läßt ja sogar eine Selbstvorbereitung auf die Prüfung zu.

Das die Dame hier aussortiert wurde, ist doch in Ordnung und zeigt die Wirksamkeit des Systems - sogar wenn sie Absolventin des KJV war. Die Klage ist natürlich der Gipfel der Dummheit, aber heute üblich. 2 meiner Kinder unterrichten an Gymnasien - es kann sich niemand vorstellen, was da abgeht.
 
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