Rehböcke 2018/2019

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Es fängt an, letzte Woche Donnerstag war es meine ich, hab ich beim Batteriewechsel der Kamera ein treibendes Päarchen um mich rum gehabt.

Achja... Schwäbische Alb Großraum Ulm
 
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Bei uns geht es auch schon vereinzelt los seit letzter Woche. Unser Revier liegt in NRW in der Nähe von Bielefeld.
 
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Gestern Morgen ist der erste aufs Blatten gefallen. Mehrjähriger 6er mit 19kg.

Viel geht aktuell noch nicht und groß blatten braucht man auch noch nicht. Lokal der ein oder andere Rickenfiep funktioniert aber.
 
G

Gelöschtes Mitglied 21531

Guest
Gestern morgen das erste Blattzeitpaar (sich in engsten Kreisen treibend im Bu-Gestänge) erlebt...:p an den Bock, den ich seit Mai kenne, bisher nicht bekam und der dann 6 Wochen unsichtbar war, bin ich leider noch nicht rangekommen...
Aber das ist das aktuelle Projekt, bis er ein neues Stück findet...!
Wenns kein Schmalreh ist, hol ich die Ricke mit dem Kitzfiep ! so ist der Plan....;)
Abends ist aufgrund enormer Hitze momentan im Hellen kein Wild unterwegs bei uns … zwischen Eifel, Hunsrück und Westerwald).
 
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Ich habe gestern auch gefiept.
Ergebnis: sehr guter, mehrjähriger Bock tauchte auf. Als ich fertig war mit ansprechen und ihn passend fand, hat er sich nieder getan und gedöst. Naja dachte ich, irgendwann wird er schon wieder aufstehen. Das tat er auch als zwei Geißen vorbeizogen. Er fing sofort das Treiben an und weg waren alle drei. :rolleyes:
 
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Blattzeitbeginn:
Es geht los. Hatte am Freitag auch einen Jährling mit Ricke zusammen vor.

Das war dann übrigens mittlerweile Stück Nummer 4 (also der Bock natürlich) mit Schalldämpfer auf der AR10. Meine Repetierer langweilen sich schon im Schrank...
 
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Die Böcke suchen und es fängt hier und da langsam an. Geblattet wird aber noch nicht. Wenn die eigentliche Brunft zu Ende geht wird es erst interessant. Dieser hier wird auf alle Fälle nicht mehr treiben. Er war geforkelt und ein Licht war blind und trüb.

Waidmannsheil allen für die bevorstehende Blattzeit und hoffentlich springt der ein oder andere unbekannte Alte.
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Warum müssen die Böcke in der Blattzeit denn auch sooo schnell soooo nah kommen... ;) Wie mir der gestern entwischen konnte, bleibt wohl ein Mysterium :cautious::ROFLMAO:
 
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Hallo liebe Foristinnen und Foristen,

ich möchte euch auch mal mein gestriges Rehbockerlebnis zum Besten geben, da ich hoffe dass man daraus einiges lernen kann (zumindest mir ging es so).

Ich saß gestern östlich von München auf einen Rehbock an.
Sitz war unter einem Baum (das wird nachher noch relevant) und vor mir war eine schöne Wiese.
Geradeaus nach vorn sind es ca 75m bis zum Wald. Diagonal nach rechts in die Ecke 110m und nach rechts an den Waldrand 90m.
Diagonal nach links ist Bevölkerung und keine Schußabgabe ratsam.

Ansitz begann ca 19.30 Uhr bei warmem und sonnigen Wetter.
Nach ca 1 Stunde grollen und dunkler Himmel hinter mir.
Erst Sturmböen kommen auf.
Bleibe ich sitzen? Unter einem Baum, bei Gewitter? Der Wind wird immer stärker und der Himmel dunkler. Ich entscheide mich fürs abbaumen. Ich möchte weder einen der dicken Äste über mir als Windbruch auf meinem Kopf haben, noch als Blitzableiter dienen. Also abgebaumt und in das ca 200m entfernte Auto geflüchtet. Faraday sei Dank habe ich dann hier abgewettert und es hat ordentlich geblitzt und geschüttet. Na prima, das war es dann mit dem Jagdtag.

Nach einiger Zeit klarte es auf. das Gewitter war nun südlich von mir und zog weg.
Ca 21 Uhr wieder aufbaumen am Sitz.
Nach einiger Zeit bemerkte ich rechts am Waldrand eine Bewegung. 2 Stücke kamen auf die Wiese. Geiss mit Kitz ? Geiss und Schmalreh oder gar Bock und Geiss ?
Leider hatte ich nur ein billiges Fernglas dabei (dafür aber schön leicht und bei Tageslicht ganz ok ) und ich konnte auf diese Distanz beim besten Willen nicht sagen ob einer der beiden etwas auf den Kopf hatte... Mist. Keine Voreiligen Schlüsse, abwarten.
Während der Gewitter bei den Sturmböen kam der Wind teilweise genau von hinten aber jetzt wieder wie vorhergesagt aus West und daher hatte ich diesen Sitz auch ausgewählt. Augenwind wenn ich die beiden nun beobachtete. Sie zogen langsam auf mich zu, eines der Stücke deutlich schneller.
Ansatt durch das Billigfernglas versuchte ich nun durch meine Zieloptik anzusprechen und zu schauen ob ein Bock hier vor mich getreten ist. Eben dachte ich etwas auf dem Kopf zu erkennen. Oder waren es doch nur Grashalme dahinter ?
Er zog zügig weiter vor und war nun fast auf meiner Höhe, ca 45 m entfernt. Nun konnte ich mir sicher sein, dass es es Bock ist und ich entschloß mich zum Schuss.

Nach dem Schuss hörte ich "Getrappel" und dachte natürlich dass das seine Dame war die abgesprungen ist. Weit gefehlt. Die Dame stand etwas gelangweilt auf der Wiese und der Herr war verschwunden. So stark war die Liebe dann anscheinend nicht, wenn sie so leicht darüber hinwegkommt.
MIST.

Habe ich gefehlt? Unterschossen ? Gemuckt?
Ich glase alles ab soweit es nun bei der schnell stärker werdenden Dunkelheit geht.
Nichts. Also abgebaumt, nochmal Anschuss von oben gut eingeprägt und zum Anschuss gegangen. Auch hier. Nichts, kein Schweiss, keine Eingriffe, kein Kugelriss.

Was nun. Das kleine Teufelchen auf der linken Schulter sagt: "Den hast du gefehlt, sicher unterschossen, ist ja auch eine kurze Distanz", das Engelchen auf der rechten Schulter:
" du bist kein schlechter Schütze, wieso solltest du gefehlt haben, du schuldest es jedem Tier es im Zweifel nachzusuchen".
Also biss ich in den sauren Apfel und ging Richtung Wald. Nicht auf der direkten Linie, falls noch ein Hund gebraucht würde wollte ich nicht alles zertrampel, sondern im Bogen außen herum.
Am Waldrand existiert ein tiefer Graben mit sehr dichtem Bewuchs.
Inzwischen war es Zappenduster im Wald und was ein Glück dass ich ordentliches Licht dabei hatte. Auch hier.. nichts.

Also weiter im Wald am Graben entlang, immer wieder in den Wald und in den Graben leuchtend einmal rundherum.

Eine 308 bei einem Rehbock, der kann doch nicht hunderte Meter laufen. Ich muss ihn wohl doch gefehlt haben.

Aber da war ja noch das Engelchen. Also Jagdkollegen angerufen: "ich habe einen Bock beschossen, vermutlich gefehlt, aber komm mal bitte mit deinem Hund vorbei".

Nach 25 Minuten war er da. Das nenne ich Einsatz!
Deutsch Langhaarhündin Aika am Schweißriemen zum Anschuss gebracht. ich bleib oben am Sitz stehen und liess die beiden machen. Aika ging ein wenig links, ein wenig rechts und dann runter (leichte Hanglage) zum Wald an den Graben. Dort auch wieder links und rechts und links und rechts.

Hmm.. wohl doch nichts gefunden? Er holt sie wieder zu sich, setzt sie nochmals an und lässt sie suchen. Wieder Richtung Wald, dann aber etwas mehr nach links.

Jagdkollege ruft mich zu sich. "Lass uns mal in den Brombeeren am Graben schauen" wo sie hin und her ging.

Aika wollte nicht auf Kommando in die Brombeeren, da dies ihrer Frisur abträglich erschien.
Als Herrchen aber voraus in die Beeren sprang, kam sie nach und es erschallte kurz darauf ein "Waidmannsheil zum stattlichen Bock".

Er lag im tief im Graben in den Brombeeren. Ohne Hund und ohne des Hundeführers Einsatzes hätte ich diesen niemals gefunden und er würde dort jämmerlich verludern. So kann er noch ein schönes Dasein in meiner Tiefkühltruhe fristen und mir und meiner Familie an einem Herbstabend als Rehrücken in Pfeffer-Cassis Soße einen schönen Abend bereiten.

Was lernen wir daraus. Bzw was habe ich daraus gelernt?

- Bei Gewitter baume ich rechtzeitig ab
- Ein billiges Fernglas ist in der Dämmerung nutzlos
- Höre niemals auf das Teufelchen, suche immer nach
- Auch mit der 308 korrekt getroffen sind noch kurze Fluchten möglich die das Stück "verschwinden lassen"
- Immer vorher einen Plan B haben wen man zur Nachsuche anrufen kann. Im Zweifel ein professionelles Nachsuchegespann anfordern.
- Rehe flüchten ja eher vom Hellen ins Dunkle. Hätte mir die Brombeeren und den Graben/Brombeeren noch genauer anschauen können, wäre dann aber Gefahr gelaufen die Spuren zu zertrampeln. Das wäre dann eher die Notlösung ohne Hund gewesen.


Für die Techniker und "Daten" Freaks:

Fernglas war ein Zeiss Terra 8x42ED
Tikka CTR 308 mit A-Tec Hertz 150
Kahles 624i
Bock, Alter 2-3J, 17kg

Zur Munition sage ich nichts, denn ich möchte hier in den Jagderlebnissen keinen Munitionsthread auslösen. Ausschuss war 2 EUR Stück groß, Geschoss hat wohl nicht angesprochen. Ist mir bisher noch nie passiert.

wmh
Andi
 
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Waidmannsheil!

Aber wegen einmaligem Erlebnis würde ich mir keine Sorgen machen ob der Munition. Ich glaube im Bockthread vor 4 Jahren steht mein bisher schlimmstes Erlebnis auf Wirkung drin.

Solar Plexus zertrümmert, Lunge kaputt, Ausschussseite Volltreffer des Blatts, die Gelenkkugel lag am Anschuß. Damit hat der Bock noch 150m in die Buchenhölle geschafft...
 
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