Rehböcke 2019/2020

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Waidmannsheil allen Bockjägern..
Konnte heut Abend meinen zweiten Bock im diesem Jagd Jahr erlegen..
Eigentlich galt es den Sauen nachzustellen... hatte vorgestern an einer Buche meine schnelle Aluleiter mit Blick auf einen Rückeweg ,auf dem die sauen brechen gestellt..heut passte der Wind und es regnete nicht..und so dann fix um 19.30 aufgebäumt.
Die erste halbe Stunde Ruhe , dann konnt ich eine Bewegung links von mir ausmachen. Glas hoch ..Rehwild .
Versteckt in der Verjüngung kann ich's noch nicht ansprechen ..
Lass es , die Sauen kommen schon ...denke ich erst als ich den Bock erkenne , den ich vor fast zwei Wochen von einer nahen Kanzel schon bestätigte ,aber kein sicherer Schuss möglich war..
Dann fällt mir der Spruch ein ( der Wald gibt dir nur eine Chance ) und lege an..
Sind nur 50 m als der Spießer aus der Verjüngung auf den Waldweg tritt.
Steht breit . Halt hinter s Blatt ..
Bumm , ein Sprung zurück , und er liegt... das ging schnell .
50 m , 7x64 , 8gr KS . Flucht 3 m .
20190512_210809.jpg
Waidmannsheil.
 
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Gestern spontaner Abendansitz im lichten Bestand. Schon beim Angehen sehe ich Bewegung, aber um 19.15 auf dem Sitz angekommen ist erstmal eine Stunde Ruhe. Drei Stück Rehwild wechseln im Bestand, den Bock bringe ich nicht ins Glas, die anderen zwei sind flüchtig.
Um 20.30 sehe ich dann in der WBK hinter mir ein Stück. Kurzes Ansprechen durchs Glas: junger Bock, passt.
Ich schicke die .308 auf ca. 80m auf die Reise. Er zeichnet deutlich und geht ab. Mit der WBK kann ich sogar den Anschuss sehen! Tolles Teil! Bin mir also sicher. Ich warte noch 10min und nähere mich dann dem Anschuss: der deutlichen Schweißfährte folge ich nur kurz und sehe den Bock dann liegen.
Hole den Hund, dass er auch ein Erfolgserlebnis kriegt: die 30m Totsuche macht er toll. Die erste richtige Suche. Herrchen ist stolz wie Bolle :D

20190512_205900.jpg
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Waidmannsheil allen Bockjägern.

Am Samstagabend saß ich im Feldrevier an einer Luzernefläche, die an ein Rapsfeld angrenzt. Wir hatten dort bereits mehrere Jährlinge (Knopfer und geringe Spießer) bestätigt und denen sollte es gelten. Bereits nach einer halben Stunde erschienen 2 Jährlinge (ein Gabler und ein Knopfer) neben der Kanzel. Als der kleinere der beiden nach kurzer Zeit auf ca. 30 m breit stand, brach um 19:45 der Schuss und das Böckchen verendete nach einer Totflucht von rund 20 m in der ersten Rapsreihe. Das zweite Böckchen war zunächst verunsichert, begann aber nach kurzer Zeit wieder das Äsen.

Bereits eine viertel Stunde später erschien an der Rapskante auf ca. 80 m ein weiterer Jährlingsspießer (halb Lauscher hoch) der bereits voll verfärbt hatte. Beim in Anschlag gehen sehe ich aus dem Augenwinkel wie direkt neben meiner Kanzel noch zwei Stücke Rehwild aus dem Raps austreten. Also vor Schussabgabe noch schnell die beiden geprüft und festgestellt, dass eins der beiden ein noch schwächerer Knopfer ist. Dementsprechend ging die .308Win um ca. 20:00 Uhr auf ihre kurze Reise von etwa 20 m. Das Böckchen machte eine Flucht von ca. 60 m an der Rapskannte und verschwand im Raps. Da ich etwas hinters Blatt gehalten und gesehen habe an welcher Stelle er vermeintlich im Raps geschlägelt hat, dachte ich mir dabei noch nichts.

Nach einer Wartezeit von ca. 15 Min baumte ich ab und suchte das erste Böckchen auf. Dieser lag wie erwartet mit sauberem Kammertreffer.

Der Zweite Anschuss war nach etwas suchen auch gefunden und es ging der Schweißspur nach in den Raps. Nach etwa 15 m im Raps sprang vor mir unvermittelt der 2. Bock auf um sich bereits nach 2 m wieder nieder zu tun. Nach einer kurzen Schrecksekunde fing ich ihn dann mit dem Messer ab. Bei der Kontrolle des Treffersitzes und beim Aufbrechen ist mir dann auch klar geworden, warum der Bock nicht innerhalb kürzester Zeit verendet ist. Ich war wie geplant kurz hinterm Blatt abgekommen, hatte aber leider nicht berücksichtigt, dass bei einem Schuss von einer ca. 5,5 m hohen Kanzel (Brüstungshöhe) auf 20 m der Schusswinkel sehr steil ist und somit ist das Geschoss direkt neben dem Brustbein wieder ausgetreten und hat dabei nur eine Lungenhälfte getroffen.

Für mich eine Lehre, die ich nicht so schnell vergessen werde.
20190511_204007.jpg

Waffe: Blaser R8
Kaliber: .308Win
Geschoss: S&B 180gr TM
Distanz: ca. 30 und 20 Meter
 
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Hier meine Bildergeschichte:
Vergangene Woche schrieb ich dieses unter "Rehwild (ohne Böcke)" am Ende eines Schmalreh -Beitrags.

Bildschirmfoto 2019-05-13 um 17.39.57.png

Freitag kam auch endlich und ich durfte dann gemeinsam mit einem guten Dutzend Mitjäger, alles Foristi, bei Egon zum "Sammelansitz". "Bock tot" hieß es bei mir dieses Jahr noch nicht. (https://forum.wildundhund.de/thread...vom-01-05-05-05-13.86489/page-19#post-3989646)

Am ersten Abend ging es gegen 18:00 Uhr auf diese freistehende Kanzel bei gutem Licht.

IMG_20190511_083627.jpg

Es kam außer Goldammern, Bachstelzen, dem Rotmilan und einem Fuchs zunächst gar nichts in Anblick, nur die Schatten wurden länger. Derweil bimmelte auf dem Gegenhang immer wieder die Dorfkirche und zählte die Stunden herunter.

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Hier mein ganzes Gerödel. Das kleine Patronenetui mit WuH Logo hab ich vor Jahren mal hier gewonnen.

IMG_20190511_075837_2.jpg

Um halb neun kam zu allem Pech der Bauer mit dem Traktor angetuckert. Ob er das Wild stören würde? Ich sah schon meine Erfolgsaussichten vollends schwinden.

IMG_20190510_200724.jpg

Nein, denn es erschien kurz nach 21 Uhr und nach 3 Stunden des Ausharrens ein einzelnes Stück Rehwild auf 120m vor diesem Laubwäldchen tiefer im Tal. Schwupps, stand der "Waldgeist" ohne irgendwelche Ankündigung wie vom Gehölz ausgespuckt plötzlich in der Dämmerung da. Immer wieder erstaunlich.

IMG_20190511_070311.jpg

Rasch war einigermaßen klar, es war ein mindestens mittelalter Bock, die Freigabe war sehr großzügig, dieser würde also passen. Der Wind hatte gedreht, das Stück warf immer wieder unruhig auf und nun war guter Rat teuer. Eigentlich wollte ich ihn näher bergauf ziehen lassen und vielleicht noch ein Foto schießen. Da der Bursche jedoch in Begriffe war, wieder im Bestand zu verschwinden legte ich geschwind an. Überraschenderweise beutelte mich heftiges Jagdfieber. Unverhofft kommt oft. Ich vermute, dies hatte mit meiner langen, konzentrierten Anspannung vorher zu tun. Kurz stand er unverdeckt vom hohen Gras, ich verkeilte mich, so gut es eben ging, in der Kanzelecke, das Absehen stand still und ich ließ fliegen. Helles Mündungsfeuer (Savage PH, Lauf 51cm, .308), kurz geblendet, danach Bühne komplett leer. Rein gar nichts war jetzt auszumachen, 15 Minuten vor Dunkelheit. Entweder lag er oder war ins dichte Wäldchen gesprungen. Bloß das jetzt nicht noch! Nachsuche in der Dunkelheit. Ich bin dann nach 5 Minuten hinunter und da lag er im Gras. Die Anspannung wich großer Erleichterung und Zufriedenheit .

IMG_20190510_211406.jpg

Die herrlich geperlte abnorme Trophäe wird mich fortan immer an dieses schöne Wochenende mit den Jagdfreunden erinnern. Wenn man sein Horn dran hängen kann, dann zählt es als Ende. Ich denke, hier ist die Sache klar. Es ist noch viel passiert, darüber wird in dem oben verlinkten Faden mit weiteren Bildern berichtet werden.

IMG_20190511_132709.jpg

Ein kräftiges "Waidmannsdank" an die Beständer!
 
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Mitte letzter Woche wollte ich eine schwer bejagbare Revierecke einen kleinen Besuch abstatten.
Ich habe dort einen Wechsel welchen ich von keinem Sitz bestreichen kann. Daher kam der kleine grüne Angelstuhl zum Einsatz. Vor Jahren als Müll bei einem Festival aufgelesen. Dabei war nur ein Beinchen minimal beschädigt.
Was die Leute so alles weg werfen. Seither begleitet er mich zu einigen Ansitzen.
Dazu natürlich das Dreibein.
Alles unter den Arm und Waffe geschultert ging es los. Ziel ein kleiner bewachsener Graben. Dort habe ich mich günstig zum Wechsel positioniert. Kaum 30 Minuten nach dem Bezug kam ein Pärchen von Jährling und Schmalreh.
Mein Grundsatz ist immer erst Schmalreh dann Bock. In diesem Fall war es aber nicht möglich. Das Schmalreh nährte sich zu schnell und hatte mich weg. Es sprang zwar nicht ab nur war der Winkel rechts entlang des Grabens für mich unmöglich bestreichbar ohne es zur lauten Flucht zu veranlassen.
Der Jährling stand dafür sehr günstig. Also vorsichtig in Position gebracht und der Schuss halte auf. Der Jährling lag nach 2 Fluchten.

Ich habe mich zum zügigen abbaumen entschieden. Der Wecker klingelt früh. Die vorherigen Nächte waren kurz. Gesagt getan. Auf dem Heimweg fiehlen mir an der Rapskante 3 Stücken Rehwild auf.
Ich kannte dort schon einem Bock. Nur konnte ich diesen bis jetzt nicht ansprechen. Also Rückwärtsgang rein und angehalten.
Vorsichtig an der Rapskante entlang gepirscht bis zum kleinen Sitz. Diesen ganz langsam erklommen. 2 Ricken und besagter Bock.
Es waren 300 deckungslose Meter. Also warten. Es waren noch 30 Minuten Licht. Das warten lohnte sich. Der Bock zog in meine Richtung. Krachend schlug die Kugel ein.
 
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Freitag Abend konnte ich auch meinen Mai Bock strecken.
Im letzten Licht wechselte er von der Feldholzinsel auf das Feld, was ihm zum Verhängnis wurde. Das es sich aber um einen so alten Recken handelt habe ich nicht gedacht.
 

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Gestern Abend kam mir ein 2-3 jährige sechser noch bei ordentlichem Licht . Kurz abgeschaut und entschieden ihn nicht zu erlegen . Nach längerem beobachten kam mir die Sache komisch vor da der Bock „ zu kleben“ schien. Als er sich doch mal bewegte waren die Bewegungen im hohen Gras sehr langsam und ich konnte sehen wir er stark schonte. Aber seht selbst..
Gott sei dank habe ich ihn erlegen können .
Der Bock war unbekannt ..
 

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Gestern Abend kam mir ein 2-3 jährige sechser noch bei ordentlichem Licht . Kurz abgeschaut und entschieden ihn nicht zu erlegen . Nach längerem beobachten kam mir die Sache komisch vor da der Bock „ zu kleben“ schien. Als er sich doch mal bewegte waren die Bewegungen im hohen Gras sehr langsam und ich konnte sehen wir er stark schonte. Aber seht selbst..
Gott sei dank habe ich ihn erlegen können .
Der Bock war unbekannt ..
Waidmannsheil zum Hegeabschuss! Sehr gut, dass du diesen Bock erlegen konntest!
 
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