Rehböcke 2019

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#16
Also ich tippe auch auf mehrjährig. Starke Träger und mit Abstand das stärkste Stück im Sprung. Würde sagen, der hat 20 kg. Das Foto stammt aus CZ, dem Hochwildrevier. Dort werden die Böcke auch nicht so stark, aber sind jedes Jahr ein paar gute dabei.

Vergleichbar mit den angrenzenden bayerischen Revieren, dort scheitert es am Alter. Unser Rekordbockkitz hatte 17 kg und ein überfahrener Jährling 22 kg. Sind aber Ausnahmen.

Die besseren Rehböcke stehen in CZ in den Flussauen. Ur(Au)wald, Sumpf, große Feldflächen, Biogasprärie. im Wechsel Die Bejagung ist nicht einfach und die Böcke werden halt auch alt. Die Jagd geht am 15.5. auf und die ganze Grenzschinderei wie bei uns in D ist dort unbekannt.
Ein Grundsatz der tschechischen Jäger ist, es muss nicht jedes Stück geschossen werden. "Myslivec" - der "denkende" Jäger. Jagd ist nationales Kulturgut, da rüttelt kein Öko dran. Mir kommt es fast vor, dass sich diese Gelassenheit auch aufs Wild überträgt. Wie nahe ich da rankomme, es ist oft unglaublich. Niemand schießt dort ein "Dorfreh" nur weil es im Vorgarten die Rosen abäst.

Ich parke das Auto neben einer Kirrung, dort steht das Rehwild. Ich packe meine Sachen, lade den Repetierer und die Rehe schauen mir auf 80 m zu, solange ich nicht in ihre Richtung laufe.

Die Verhaltensweisen des Wildes gegenüber dem Menschen sind immer ein Zeichen wie beide miteinander umgehen. Es macht in D in Wirkung auf das Wild keinen Unterschied ob mit jedem möglichen Abschuss die Welt ein Stück weit gerettet wird, oder ob der Grundsatz gilt: Jedem das seine aber mir das meiste....
 
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#19
Bin gespannt wie lange noch, bei den Käfermengen die dort oben anfallen.......
Nicht überall ist es so schlimm mit dem Käfer. Dort wo ich jage, praktisch nichts. Machen viel mit Fangbäumen. Meist Kleinkahlschlägen mit "moderner Streunutzung", die Insider wissen was ich meine.
Selbstverständlich kommen dann große Dickungen. Wenn nebenan höhere AK stehen, sind diese aber immer noch leichter zu bejagen wie der flächig verjüngte "Dauerwald". Das ist in der Fichte ein hartes Geschäft, wenn der liebe Gott noch eine Blocküberlagerung eingestreut hat. Da fischt man bei Drückjagden schnell nur mit sehr groben Netz, vor allem was die Sauen angeht. Kleinräumig angesetzte Jagden sind schlecht möglich. Niemand weiß wo das Wild steckt.
 
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#26
Hier ein paar Bilder meiner Wildkamera vom 12. bzw. 17.03 diesen Jahres.
Er hat inzwischen verfegt, aber wie alt mag der sein?
Unbenannt.JPG
 
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