Rehwild: Anzahl erlegter Stücke / Fläche

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Du hast sicherlich recht mit vielen Aspekten, welche du ansprichst.
Nur stelle ich mir mittlerweile die Frage, warum es der Forst-WIRTSCHAFT da so viel anders ergehen sollte als der Land-WIRTSCHAFT.
Auch da beschimpfen bestimmte Gruppen, häufig ebenfalls ohne jegliches Hintergrundwissen (z.T. auch die von dir angesprochenen "Hobbyjäger"), die wirtschaftenden Landnutzer. Einige gesellschaftliche Kräfte versuchen bereits seit vielen Jahren mit sehr, sehr wenig Wissen, aber sehr viel Emotion, z.T. absurde Interessen durchzusetzen.
Mittlerweile gerät der Forst auch immer mehr in den Fokus genau dieser Gruppen und das Wirtschaften ist dann auf einmal politisch nicht mehr ganz so korrekt; diese Entwicklung hat die Landwirtschaft bereits durch!
Aus Forstwirtschaftlern werden dann vielleicht in naher Zukunft mal vermehrt Waldpädagogen oder Wald-Ranger, wir werden sehen!

Gruß

Prinzengesicht
Der Mannlicher hat eigentlich nur reine berechtigte Geschäfts- und Wirtschaftsinteressen und -Beziehungen angesprochen, wie in jedem Geschäft von Steinkohle bis Atomkraft und von Rüstung bis Finanzen kann man nicht erwarten, daß diese von allen und jeden geteilt werden.

Ich gehe mal davon aus, daß ihn die Art und Weise der Geschäfte mit denen die Hobbyjäger ihr Geld für die Jagd verdienen auch nur nebenher interessiert.

Natürlich unterliegen alle diese Wirtschaftszweige gesellschaftlichen und globalen Veränderungen und Einstellungen. Angenommen wir würden gesellschaftlich wieder auf Atomstrom setzen, dann könnten wir unsere Häuser auch locker mit Elektroenergie heizen und wenn Fracking gesellschaftsfähig wäre, dann würden wir in Öl ersaufen. Vielleicht ist das auch in 30 Jahren wieder so und die Forstwirtschaft hat daneben geplant. Vielleicht eskaliert der Handelskrieg mit den Chinesen weiter, die Exportquote sinkt und können wir uns hier mit mit dem überproduzierten Holz beschmeißen, mehr noch die anderen Holzexportländer werden sogar versuchen ihr Holz in den deutschen Markt zu drücken. Wir wissen es nicht.

In Deutschland ist die Nachfrage nach Buchenholz auf einem Tiefststand, zahlreiche Laubholzsägewerke haben den Betrieb eingestellt. Das ist aber auf verschiedene Faktoren zurückzuführen und liegt nicht ausschließlich daran, daß der deutsche Verbraucher nicht bereit ist mehr Geld in die Hand zu nehmen. Das Produkt und seine Herstellung ist aktuell eben nicht markwirtschaftlich wettbewerbsfähig in Deutschland und das lässt sich wie bei jedem anderen Produkt auch nicht mit Appellen und Schimpfen erreichen.
 
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Du hast sicherlich recht mit vielen Aspekten, welche du ansprichst.
Nur stelle ich mir mittlerweile die Frage, warum es der Forst-WIRTSCHAFT da so viel anders ergehen sollte als der Land-WIRTSCHAFT.
Auch da beschimpfen bestimmte Gruppen, häufig ebenfalls ohne jegliches Hintergrundwissen (z.T. auch die von dir angesprochenen "Hobbyjäger"), die wirtschaftenden Landnutzer. Einige gesellschaftliche Kräfte versuchen bereits seit vielen Jahren mit sehr, sehr wenig Wissen, aber sehr viel Emotion, z.T. absurde Interessen durchzusetzen.
Mittlerweile gerät der Forst auch immer mehr in den Fokus genau dieser Gruppen und das Wirtschaften ist dann auf einmal politisch nicht mehr ganz so korrekt; diese Entwicklung hat die Landwirtschaft bereits durch!
Aus Forstwirtschaftlern werden dann vielleicht in naher Zukunft mal vermehrt Waldpädagogen oder Wald-Ranger, wir werden sehen!

Gruß

Prinzengesicht
Da hast Du recht, wobei die Forstwirtschaft sich leichter tut, Naturschutzaspekte auf der Fläche zu integrieren und die Zeiten der Reinertragslehre schon hinter sich hat. Was aber auch in der Landwirtschaft deutlich schwerer zu realisieren ist... Wobei es ja zu Mischarten-Wirtschaft in der Landwirtschaft ja hochinteressante Versuche gibt.

Die Veränderungen in der Gesellschaft bringen es mit sich, dass Deutschland am besten stillgelegt werden sollte, und die Ressourcen woanders her kommen.
Geld spielt keine Rolle, einzige Angst: unwiederbringliche Schäden am Planeten und Klima, und das versucht man sich rein zu kaufen...

Jede Familie 2ha Land zur Selbstversorgung, Geld abschaffen und nur mehr Tauschhandel und das Problem wäre vom Tisch... :p:D
Ach... erinnert mich an was... gabs glaub ich schon mal vor viele Jahren...

Aber ich schweife ab...
 
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Wir jagen jetzt schon seit mehreren Jahren so:

1) Jährlinge als Spießer unter Lauscher
2) Schmalrehe im Mai
3) alte Böcke (>5) die Freude machen
4) Jede Kitz Ricke Doublette, die möglich ist
5) Bei Doppelkitzen, das schwächere zuerst

Damit haben wir in den letzten Jahren zwischen 20 und 28 St auf ca. 250 ha geschossen. Ich kann nicht feststellen, dass der Bestand sich quantitativ verändert hat. jedoch steigen die Wildbretgewichte.

Ich hätte vermutet, dass es irgendwann weniger schwächere Jährlinge bzw. Knopfer gibt - dem ist definitiv nicht so.

Durch Intervalljagd machen wir zu zweit viel Strecke an relativ wenigen Ansitzen sowie einer Bewegungsjagd im Dezember.
 
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Wir jagen jetzt schon seit mehreren Jahren so:

1) Jährlinge als Spießer unter Lauscher
2) Schmalrehe im Mai
3) alte Böcke (>5) die Freude machen
4) Jede Kitz Ricke Doublette, die möglich ist
5) Bei Doppelkitzen, das schwächere zuerst

Damit haben wir in den letzten Jahren zwischen 20 und 28 St auf ca. 250 ha geschossen. Ich kann nicht feststellen, dass der Bestand sich quantitativ verändert hat. jedoch steigen die Wildbretgewichte.

Ich hätte vermutet, dass es irgendwann weniger schwächere Jährlinge bzw. Knopfer gibt - dem ist definitiv nicht so.

Durch Intervalljagd machen wir zu zweit viel Strecke an relativ wenigen Ansitzen sowie einer Bewegungsjagd im Dezember.
Schön wenn man ein Konzept hat.
Zur Frage mit den Jährlingen: Alle bisherigen Ergebnisse zeigen (soweit mir bekannt ist), dass man beim Rehwild die Trophäen nicht mit der Büchse beeinflussen kann. Untersuchungen zeigen z.B. dass Ricken sich nicht zwangsläufig von den Böcken vor Ort beschlagen lassen, sondern kurzzeitig das Gebiet verlassen.
 
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Durch Absenkung der Dichte mit der Büchse erhöht sich zumindest in Gebieten mit hohen/überhöhten Rehwilddichten normalerweise die Trophäenqualität.
 
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Durch Absenkung der Dichte mit der Büchse erhöht sich zumindest in Gebieten mit hohen/überhöhten Rehwilddichten normalerweise die Trophäenqualität.
Kann ich nicht bestätigen. 560ha Nachbarrevier übernommen. Pächter war erkrankt. Da wurden gute drei Jahre Postkartenabschüsse gemacht. Hab da bös reinlangen müssen. Nichts mit Wahlabschuß. In den jetzt 8 Jahren blieb die Trophäenqualität gleich. Nur das durchschnittliche Wildpretgewicht ist um 1,5 kg gestiegen.

Robert
 
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Du hast die Botschaft vom Maxl nicht verstanden. Die Natur kennt kein "überhöht", nur der Förster. Die Natur hat den Wildbestand, den sie nähren und beherbergen kann. Viel Äsung, hohe Wildpretgewichte und kümmerliche Trophäen habe ich schon genau so gesehen, wie der "Lebensbock" mit Medaillientrophäe auf kümmerlichen 17kg.
 
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Vererbung spielt also überhaupt keine Rolle mehr ?Aus einem Knopfer wird auch ein Medaillenbock,wenn er nur genug futtert oder wie soll man das verstehen ??? Ich höre förmlich,wie sich einige hochangesehenen und verendeten Biologen im Grab umdrehen !!!
Hier wird Einiges völlig verquert dargestellt und nennt man heute fake news !
 
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Vererbung spielt also überhaupt keine Rolle mehr ?Aus einem Knopfer wird auch ein Medaillenbock,wenn er nur genug futtert oder wie soll man das verstehen ??? Ich höre förmlich,wie sich einige hochangesehenen und verendeten Biologen im Grab umdrehen !!!
Hier wird Einiges völlig verquert dargestellt und nennt man heute fake news !
Vererbung spielt sicher eine Rolle. Siehe die Zucht vom Nutzvieh. Nur sind die Bedingungen bei der Jagd andere und der Zeitraum von Ur-Rind zur Hochleistungskuh auch.

In erster Linie sind die Lebensraum Bedingungen entscheiden:
Äsung, Äsung, Äsung, Wilddichte und menschliche Störung.
Interessant wird wie sich die "Störung" Wolf auswirkt.

P.S.: ich habe noch nie einen Knopfbock erlegt. Sehr schwache Jährlinge (selten) haben mal 10 kg (ohne Haupt) und nur kleine Spieße. Die Regel sind 13-15 kg und Gabler/6er. Hatte aber auch schon Jährlinge mit 17kg.
Und nein ich bin nicht im ÖJV
und nein ich jage nicht jedes Reh, sondern selektiv
 
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Interessant wird wie sich die "Störung" Wolf auswirkt.
Die Evolution sorgt für Böcke ohne Gehörn. Die fallen im Unterholz weniger auf und bleiben auf der Flucht nicht hängen. Das beobachtet der Osten jetzt seit 20 Jahren und hat Trophäenschauen deshalb abgeschafft.
 
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Schön wenn man ein Konzept hat.
Zur Frage mit den Jährlingen: Alle bisherigen Ergebnisse zeigen (soweit mir bekannt ist), dass man beim Rehwild die Trophäen nicht mit der Büchse beeinflussen kann. Untersuchungen zeigen z.B. dass Ricken sich nicht zwangsläufig von den Böcken vor Ort beschlagen lassen, sondern kurzzeitig das Gebiet verlassen.
hm bisher dachte ich immer nicht die Ricken wandern umher in der Blattzeit sondern die Böcke.
Würde zumindest erklären warum in der Blattzeit regelmäßig bis dato unbekannte Böcke erlegt werden...

Mir ist es egal auch Wumpe wie die Gehörne aussehen, ich jage primär für den Topf. Aber ein gesunder Wildbestand ist natürlich das Ziel. Fraglich ob Gehörnentwicklung dafür als Indikator gesehen werden kann.

Fakt ist jedoch, dass die Wildbretgewichte im Mittel nach oben gehen. Kann aber natürlich auch eine Folge des Nahrungsangebotes sein, welches durch Wetter und Fruchtfolgen verändert wird...
 
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