Rehwild hegen und züchten in gezäunter Verjüngung

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#76
Dort fahren jetzt Lohnunternehmer, weil bei den Schleppern der Bauern ein paar cm Reifenbreite gefehlt haben und Ähnliches, schöne, neue Welt:mad:
 
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#77
Ohne irgendeine Art von "Gasse" bekommst Du das Holz nur dann aus dem Wald, wenn Du kreuz und quer fährst - das ist Gift für den Boden und im Landeswald bei Euch (und vielen Kommunen) durch FSC und / oder PEFC (Zertifikate) verboten. Die "paar cm Reifenbreite" machen bei entsprechendem Boden schon ganz schön was aus (Stichwort: Grundbruch). Also entweder Gasse oder Holz liegen lassen - bist Du Wohlleben-Jünger? Wenn nicht, dann: Gasse. Oder genauso weiter pfuschen wie früher (kreuz und quer fahren), aber dann bitte auch nie wieder auf "die bösen Förster" schimpfen.
 
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#78
Ohne irgendeine Art von "Gasse" bekommst Du das Holz nur dann aus dem Wald, wenn Du kreuz und quer fährst - das ist Gift für den Boden und im Landeswald bei Euch (und vielen Kommunen) durch FSC und / oder PEFC (Zertifikate) verboten. Die "paar cm Reifenbreite" machen bei entsprechendem Boden schon ganz schön was aus (Stichwort: Grundbruch). Also entweder Gasse oder Holz liegen lassen - bist Du Wohlleben-Jünger? Wenn nicht, dann: Gasse. Oder genauso weiter pfuschen wie früher (kreuz und quer fahren), aber dann bitte auch nie wieder auf "die bösen Förster" schimpfen.
Oder eben mit dem 1,5 Tonnentreker/ Pferd kleine Stücke aus dem Wald ziehen, In einer Mannstunde 20m Brennholz offenfertig zu machen muß ja nicht unbedingt sein:mad::mad::mad:
 
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#79
Pferd geht vernünftig nur im Schwachholz und es ist egal, ob Du mit dem kleinen oder großen Trecker "wilde Sau" spielst - das ist einfach schlecht für den Boden. Ganz leichte Trecker, breite Reifen und Schwchholz in kleinen Mengen (a.k.a. "Brennholzselbstwerbung") mag gehen, ist aber natürlich kein Modell für die Waldbewirtschaftung im großen Stil.
 
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#81
Da es offensichtlich einigen immer noch schwer fällt es zu begreifen, nochmal die 7. Wiederholung:
Dieser Faden ist ein Witz. Witz nix ernst nehmen, und beim nächsten mal kommt es in 25 verschiedenen Sprachen übersetzt mit dem Googletranslater.........
 
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#82
Sorry, Pferdeeinsatz als Allheilmittel oder die Rückeverfahren von vor 60 Jahren propagieren ist auch ein Witz. ;) Außerdem sind wir jenseits von Seite 2 und damit sowieso im "OT-Raum" und, falls es unebdingt "btt" sein soll:

Gatter und Rückerei sind nicht vereinbar, deshalb sollten solche Rehzuchtgatter nur dort stehen, wo kein Holz mehr geschlagen werden kann / muss. Also im Feld ... :p
 
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#83
Sorry, Pferdeeinsatz als Allheilmittel oder die Rückeverfahren von vor 60 Jahren propagieren ist auch ein Witz. ;) Außerdem sind wir jenseits von Seite 2 und damit sowieso im "OT-Raum" und, falls es unebdingt "btt" sein soll:

Gatter und Rückerei sind nicht vereinbar, deshalb sollten solche Rehzuchtgatter nur dort stehen, wo kein Holz mehr geschlagen werden kann / muss. Also im Feld ... :p
@ Büffel
Da muß ich dir, mal wieder, mehrfach wiedersprechen, bei uns in der Gemeinde wird ein deutlicher Teil des Holzes mit Pferden gerückt. Als Waldbesitzer sehe ich das gerne, und in meinen Wald fahre ich mit dem 35ps Ferguson von vor 60 Jahren, rücke damit recht flott, und schädige den Aufwuchs nur minimal, auch eine Bodenverdichtung wird vermienden da fast nur bei gefrorenem oder sehr trockenem Boden gerückt wird.

@ Gelbkehlchen, weiträumige Rehwildgatter halte ich durchaus für eine lohnende Idee, wenn der Holzeinschlag in einem Gebiet durgeführt wurde, kann man das Gatter bauen, bis der nächste Einschlag ansteht vergehen bei guter Planung 15 Jahre, da lohnt das weitersetzten des Zaunes.
 
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#84
@ Büffel
Da muß ich dir, mal wieder, mehrfach wiedersprechen, bei uns in der Gemeinde
Was bei Euch in der Gemeinde passiert, ist also als "Allheilmittel" oder generelle Lösung für überall brauchbar? :unsure: Hallo Herr Wohlleben! :p

Was bei euch passiert, das hängt u.a. von eurer Sortimentsstruktur im Einschlag ab und da sind z. B. die echten Starkholzsortimente an der oberen Grenze dessen, was Pferde auf Dauer bewegen können (von Rückeschäden noch zusätzlich abgesehen) und die Kostenstruktur bei den schwächeren Massensortimenten andererseits spricht auch gegen den Einsatz der Pferde. Die sind in manchen Fällen eine gute Wahl, für die breite Masse aber aus verschiedenen Gründen eher ungeeignet. Und ja, ich habe sowas selber schon häufiger organisiert und durchkalkuliert.

wird ein deutlicher Teil des Holzes mit Pferden gerückt. Als Waldbesitzer sehe ich das gerne, und in meinen Wald fahre ich mit dem 35ps Ferguson von vor 60 Jahren, rücke damit recht flott, und schädige den Aufwuchs nur minimal, auch eine Bodenverdichtung wird vermienden da fast nur bei gefrorenem oder sehr trockenem Boden gerückt wird.
Rücken bei Frost ist gut, aber nicht immer oder überall möglich. Siehe oben: generelle Empfehlungen aus kleinbetrieblicher Perspektive abzuleiten geht leicht daneben. Die Bodenverdichtung siehst Du auch nicht unbedingt. Dazu hat ein ehemaliger Kollege seine Diplomarbeit angefertigt, der konnte noch Fahrspuren eben so eines alten Treckers nach über 20 Jahren nachweisen - gesehen hat man davon oberflächlich nichts. Etliche andere Arbeiten dazu haben das Ergebnis bestätigt: die Verdichtungen wirst Du erst mit der nächsten Eiszeit oder durch Bodenerosion wieder los. ;)

PS: 15 Jahre Pause zwischen zwei Hiebsmaßnahmen sprechen eher nicht für "gute Planung", sondern eher für kleinbäuerlicher Privatwald mit reiner Sparkassenfunktion und gelegentlicher Brennholznutzung oder völlig wuchsschwache Extremstandorte, aber das hat mit "echter" Forstwirtschaft eigendlich nichts zu tun. Wenn ich hier jetzt aber noch ein Waldbau-Seminar dranhänge flippt der Baumi völlig aus ... ;)
 
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#85
Bodenschäden entstehen durch Gewicht pro Flächeneinheit. Pferde sind da nicht besonders günstig. Und das ist jetzt kein Witz, sorry m. m.
 
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#89
Einspruch. Um z.B. auf das Niveau zu kommen, was im Wald (aller Besitzarten) an Biodiversitätsleistungen relativ erbracht wird, wird die Landwirtschaft sich in weiten Teilen gewaltig strecken müssen bzw. "gestreckt werden".

Die Forstpartie ist auch mit dem "Strukturwandel" im Großen und Ganzen durch, die LaWi steht da aktuell noch vor ganz anderen Herausforderungen (Nitrat, Methan, ...), da werden sich die Landwirte wohl am Ende doch sehr viel mehr als die Förster über das wundern, was in den nächsten Jahren so passieren wird.

Na da warten wir mal doch mal ab, wieviel "der Forst" in nicht all zu ferner Zukunft in der BRD noch "forstWIRSCHAFTEN" darf oder ob ihr ein Ranger-Käppchen aufgesetzt bekommt und als Wald/Umweltpädagogen den Wald zu großen Teilen maximal noch etwas pflegen dürft. Ich bin da jedenfalls sehr skeptisch; der aktuelle politische Zeitgeist sieht den Wald nicht mehr primär als Wirschaftsgut, das ändert sich gerade in den urbanen Räumen mit den großen Bevölkerungs- und entsprechenden Wählerschichten rapide schnell.
Zur Landwirtschaft; da hast du recht, da stehen gewaltige Veränderungen an!
Aber ich bin da zuversichtlicher bezüglich des "Wirtschaftens" als in der Forstwirtschaft.
Die Landwirtschaft ist nach meinem Empfinden gerade aufgrund ihres deutlich stärker ausgeprägten Unternehmergeistes der meisten übrig gebliebenen, stark gewachsenen Betriebe im Gegensatz zur traditionell eher trägen Forstverwaltung der ehemals öffentlichen Hand ("Forstdampfer") deutlich flexibler und damit anpassungsfähiger an die anstehenden Frage- und Problemstellungen.
Natürlich sind die Zyklen in der Forstwirtschaft auch etwas anders und länger dauernd als in der Landwirtschaft, das kommt noch erschwerend hinzu.
Spannend wird es auf jeden Fall;

Gruß

Prinzengesicht
 
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