Rehwild wie am besten Schweiß für Hundeausbildung sammeln?

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Hallo zusammen,
ich wurde letztens von einem Hundeführer gefragt, ob ich ihm Rehwild Schweiß für die Ausbildung zur Verfügung stellen könnte. Das mache ich natürlich gerne, allerdings frage ich mich, wie man am am effizientesten den Schweiß abzweigt? Eigentlich geht die Frage schon vor dem Schuss los, bei welchem Treffersitz (wo in der Kammer) ich den Schuss antragen soll, damit möglichst wenig Schweiß verloren geht? Anschließend muss der Schweiß beim (wohl am besten hängend aufbrechen) gesammelt werden.
Ich würde es spontan so machen:

- Rehwild hängend aufbrechen bis zum Brustbein
- Großes und kleines Gescheide entfernen (am Zwerchfell abschneiden) und in die Wildwanne fallen lassen
- weitere Wildwanne unter das Stück stellen und die Kammer öffnen, Schweiß läuft heraus
- Von Wildwanne umfüllen in Gefäß (Flasche) und einfrieren
- erste Wildwanne wieder unter das Stück schieben und weiter wie gewohnt aufbechen

Oder geht es noch einfacher?
Danke und WMH
HansDampf
 
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Ich mache das genauso. Aufhängen und stechen mit Eimer darunter, dann Brustbein öffnen (dann kommt i.d.R. auch nochmal ein Schwung, der durchs Stechen nicht kam). Was dann noch kommt, ist meist nicht mehr viel und für mich vernachlässigbar.

Aber was ich anders mache: ich sammel für den Hund kein Schweiß vom Reh 🙃
 
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Super, danke für die Tipps, werde ich beim nächsten Stück berücksichtigen! Ja, kenne beim Reh auch eher den Fährtenschuh, aber bei der Hundeausbildung halte ich mich als Nichthundeführer lieber raus ;-)
 
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24 Mai 2019
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einen einigermaßen "vernünftigen" Hund braucht man auf Reh nicht speziell einzuarbeiten, schon gar nicht mit Fährtenschuh...;)

falls Du dennoch unbedingt liefern mußt mach Dir nicht son Kopp...nimm kl. PlastikGetränkeflaschen mit in den Busch, schieß auf die Kammer, breche herkömmlich auf und mach die Dinger voll...hinterher abwaschen, einfrieren, fertig...für Rühren des Geronnenen sollt der Abnehmer ran, der kann ja auch was machen für seinen Fifi !
 
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z/7

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Normale Flaschen beim normalen Aufbrechen befüllen? Das machst Du mir vor. 😆

Die oben beschriebene Methode ist schon die einfachste. Oft ist in der Kammer auch schon geronnener Schweiß in großen Batzen, den bekommt man nicht ohne weiteres durch nen normalen Flaschenhals. Brauchst Trichter und ich nehm gern weithalsige Milch- oder Saftflaschen.

In der Botanik nehm ich meist einfach nen Becher, um den Schweiß aus der Kammer zu schöpfen und dann z.B. in ein Yoghurteimerchen kippen. Da kann man auch von mehreren Stücken sammeln. Bei den Klecksel-Fährten der üblichen Kurse ist Wildschweiß schon ein Highlight für die Hunde :rolleyes:.
 
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Ich bin faul. Bestelle immer wieder Übungsschweiss. Diesen verdünne ich stark, dh um ca. 3/4.
Aus 500ml Schweiß mache ich sozusagen 2 Liter und ziehe die auf einfache Spritzflaschen. Dann schütte ich Salz rein, damit es nicht Klumpen beim Öffnen gibt. Und die Sauerei geringer bleibt.

Der Hund soll das Nachsuchen, auf das ich ihn Ansetze. Reh, SW, Rind und von mir aus sogar Speiseöl oder Rotwein. Ich nehme Schweiss mit und ohne Fährtenschuh. Spass macht es Fuchsnachsuche zu Üben. Irgendwo ist der Anschuss, der Hund wird geschnallt und soll dann Finden und Bringen. Ist alles Spass auf der kalten Übungsfährte und ich bin mir sicher, dass das Reizpotential auf der warmen Fährte dann ungleich höher ist.

Habe einen DD, also kein prädestinierter Nachsucher, brauche deshalb beim Üben immer mal wieder etwas Show.
 
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Aber im Ernst - Kälberstich ist okay, in Nam haben wir Kudus auf den Kopf geschossen und dann die Schlagader aufgemacht. Ich denke, das geht noch besser.
Zum Einfrieren:
Es gibt Gefrierbeutel um Eiswürfel her zu stellen. Das geht prima mit den Dingern.
 
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Ich habe mir so Tropfflaschen gekauft und immer mitgenommen. wenn ich an Stück aufgebrochen habe habe ich die Tropfflasche einfach innen in die Suppe rein gehalten und hab den Schweiß rein laufen lassen bei sauberen Kammerschüssen. Nachdem ich das Schloss geöffnet habe habe ich die Flasche hinten dran gehalten und den Rest auch noch einlaufen lassen.

Hat für meine Hundeausbildung immer gereicht.
 

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Da auch Rehe nachgesucht werden müssen, ist es auch sinnvoll mit Schweiß vom Reh zu üben.
Das ist in der Sache richtig - Rehwild muss und wird nachgesucht !

Aber die Nachsuche auf Rehwild ist, vor allem auch durch das andere, deutlich kleinräumigere Fluchtverhalten dieser Wildart, ganz anders als die auf anderes Schalenwild. Von daher kommt dem Rehwildschweiß zumeist keine Bedeutung zu.

Das lange Nachhängen auf einer Schweißfährte gibt es i.d.R. eher bei Schwarzwild, Dam- und Rotwild. Und daher kommt dem Schweiß dieser Wildarten für die Übung eine m.E. nach berechtigter Weise höhere Bedeutung zu, als bei der nicht minder komplizierten aber doch unterschiedlichen Nachsuchen auf Rehwild.

Gibt zur Rehwild Nachsuche auch einen guten Artikel in der W&H:

https://wildundhund.de/wp-content/uploads/sites/2/old_docs/018_023_rehwild_anschuesse_0906.pdf

Übrigens arbeiten viele SH-Führer ihre Hunde nach klassischer Jägerhof Methode auf der kalten Gesundfährte ein. Z.B. als getretene Fährte mit Schalen und Fährtenschuh. Habe zuammen mit meiner Frau Vorsteher und unsere HS Hündin ausgebildet und muss sagen, dass ich die bei der HS Hündin verwendete Ausbildungstechnik mit der getretenen Fährte insgesamt für zielführender als die getupfte oder gespritzte Fährte halte.

Möchte ich Schweiß für die Vorsteher sammeln, haben sich Perfusoren-Spritzen bewährt.

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Ich nehme zum Sammeln beim Aufbrechen Müllermilch oder Buttermilch Flaschen. Entweder zwischen den Keulen durch rein laufen lassen oder mit ner Soßenkelle raus geschöpft.
Der Schweiß wird dann so eingefroren und nach dem Auftauen durch ein feines Sieb im Trichter in die Spritzflaschen gefüllt
 
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Fährtenschuh mit Rehwildschale macht m.E. wenig sinn, es sei denn, du schnallst die Dinger unter die Füße eines Kindes. Eine "Besonderheit" bei Rehwildnachsuchen ist, dass die Bodenverwundungen relativ gering ausfallen - zumindest im Vergleich zu den größeren Schalenwildarten. Von daher macht die getupfte oder espritzte Scheißfährte mit Rehwildschweiß durchaus Sinn!
 
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