Reichenberg Geschosse, HDB

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#1
Hallo,
über alle bleifreien Geschosse findet man viele Informationen. Lediglich über die Geschosse von Reichenberg sind die Informationen entweder sehr verstreut oder auch sehr alt.
Mir erscheint die Beschichtung der Geschosse z.B. sehr interessant. Sie könnte ein Weg aus dem Dillema mit der Laufverunreinigung bei den bleifreien Geschossen sein.

Ich möchte hier die Informationen und Erfahrungen des Forums über die Geschosse von Reicheberg mal bündeln und alle die Erfahrung mit den Geschossen haben bitten, diese hier zu posten, Kaliber unabhängig.

Mich irritieren auch die beiden verschiedenen Internetauftritte von Reichenberg:

www.reichenberg-ballistics.com
www.spezialgeschosse.de


Gruß und Waidmannsheil
kipphase
 
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#2
Die Abbildungen seiner Geschosse hat er vmtl von seiner HP entfernt, damit man nicht mehr auf den ersten Blick sieht, daß sie einen BC, wie ein Klodeckel haben.
 
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#3
Hallo!
Also ich habe durchweg sehr gute Erfahrungen mit Reichenberg Geschossen gemacht, sowohl was die Wirkung als auch die Präzision anbelangt. Habe die Geschosse in verschiedenen .30er Kalibern als auch in der .375H&H verladen. Dadurch daß die Geschosse einen relativ langen zylindrischen Teil aufweisen sind sie zwar vielleicht nicht so aerodynamisch wie andere, von der Form kommen sie dem Kegelspitz recht nahe, dafür lassen sich höhere Gewichte realisieren. Die Präzision ist wie gesagt fantastisch. Man bekommt von Herrn Reichenberg eine gute Auswahl an Ladedaten und vor allem hat man einen Ansprechpartner. Anrufen und Auskunft erhalten war nie ein Problem. Bei meinen 30er Kalibern lade ich momentan allerdings auch das Brenneke TUG nature, war zwar nicht deine Frage wollte es nur erwähnen, da du auch nach Laufablagerungen gefragt hast, denn auf die Beschichtung der Reichenberg Geschosse würde ich nicht ganz so viel geben. Wenn ich schon mal Patronen entladen habe war alein schon durch heraushämmern des Geschosses aus der Hülse die Beschichtung teilweise ab. Ich denke, daß nach den ersten paar Zentimetern im Lauf die Beschichtung abgerieben ist. Vielleicht irre ich aber auch. In der .375H&H habe ich aber derzeit keine Alternative gefunden. Von ganz leicht (185grs.) bis schwer laufen alle sehr präzise. Demnächst versuche ich das 200grs. reduziert. Hat mit dem 185er schon sehr gut geklappt konnte es auf .308 niveau herunter laden, fünf Schuß berührten sich. Allerdings hatte das 185er eine offene Spitze und machte doch etwas mehr Schaden als die .308. Mit dem 200grs. mit normaler zuener Spitze sollte dies besser klappen.
 
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#4
Die Abbildungen seiner Geschosse hat er vmtl von seiner HP entfernt, damit man nicht mehr auf den ersten Blick sieht, daß sie einen BC, wie ein Klodeckel haben.
Hatte auch auf über 200m nie Probleme. Mir ist auf größere Entfernung in erster Linie wichtig, daß ich enge Streukreise habe, ob ich dann an der ASV 5 Klick mehr mache spielt für mich keine Rolle. Besser als 5 Klick weniger und einen Streukreis von der Größe eines Klodeckels
 
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#5
Wer einen hohen Bc sucht, der greife zum Aero.

Die HDB lassen sich leicht zum schießen bringen. Augenblickswirkung und Wildbretentwertung sind zu meiner Zufriedenheit.

Die Beschichtung dürfte wie schon angemerkt nicht sehr lange im Lauf überleben. Bei Gasdruckmessungen sind aber insgesamt eher geringe Gasdrücke gemessen worden (auch bei hoher v0).
 
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#6
Hatte auch auf über 200m nie Probleme. Mir ist auf größere Entfernung in erster Linie wichtig, daß ich enge Streukreise habe, ob ich dann an der ASV 5 Klick mehr mache spielt für mich keine Rolle. Besser als 5 Klick weniger und einen Streukreis von der Größe eines Klodeckels
Wobei zugegeben das eine das andere nicht ausschließt. ;-)
Die Reichenberg ließen sich bei mir halt mit den unterschiedlichsten Ladungen am einfachsten zu sehr guten Ergebnissen bringen.
 
A

anonym

Guest
#7
Schade, dass die nicht alternativ auch ohne Beschichtung angeboten werden (und dann etwas günstiger)!
 
A

anonym

Guest
#9
Stimmt! Günstig sind die nicht. Hast du sie schon mal getestet?
...hab´s schon überlegt, aber die Beschichtung gefällt mir garnicht!!! Das .224 in 45grs wär einen Versuch wert in der .222 Rem. - aber mir widerstrebt es, ein Geschoss mit Beschichtung zu verwenden - vor allem, da nicht beschrieben ist, welche Beschichtung (Inhaltsstoffe und Art der Aufbringung) da verwendet wird.
 
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#11
...hab´s schon überlegt, aber die Beschichtung gefällt mir garnicht!!! Das .224 in 45grs wär einen Versuch wert in der .222 Rem. - aber mir widerstrebt es, ein Geschoss mit Beschichtung zu verwenden - vor allem, da nicht beschrieben ist, welche Beschichtung (Inhaltsstoffe und Art der Aufbringung) da verwendet wird.
Den unten angeführten Text habe ich mal auf die schnelle auf seiner Seite gefunden, wird dir aber warscheinlich nicht sehr weiterhelfen, bzw. hast du bestimmt auch schon gelesen. Habe guten Kontakt zu Reichenberg, wenn erwünscht kann ich mal versuchen an Infos zu kommen.


[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Entscheidend für die Schusspräzision ist eine saubere Führung und Drallaufnahme während des Rohrdurchgangs. Ein unterkalibriertes Geschoss wie beispielsweise das HDB mit seinen insgesamt relativ schmalen Führungsringen oder -bändern wird im Lauf ebenso zuverlässig geführt wie ein adäquates Geschoss mit durchgehendem, langem Führungszylinder, hat aber letzterem gegenüber den Vorteil einer erheblich kleineren Anlagefläche in Bezug auf die Lauf-Felder. Das aber bedeutet letztlich einen deutlich geringeren Ein- und Durchpresswiderstand und einen dementspre-chend niedrigeren Spitzengasdruck. In gleicher Weise wirkt sich auch die Oberflächenbe-schichtung mit einem sogenannten »Multiplate« aus, die unter anderem als Gleitmittel fungiert und ebenfalls den Reibungsverlust reduziert. Dies ist jedoch eher ein Nebeneffekt, denn in der Hauptsache dient sie dazu, dem Umfang von Kupferabrieb (sogenannte Laufschmierungen) zu begrenzen und so die Lebensdauer des Waffenrohrs zu verlängern. Das beim HDB benutzte hergestellte Gleitmittel basiert im wesentlichen auf Molydändisulfit (MoS2) und wird in einem speziellen, von der Firma Binder entwickelten Verfahren abriebfest auf die Geschossoberfläche aufgebracht.[/FONT]
 
A

anonym

Guest
#12
...tja es steh halt IM WESENTLICHEN MoS2 und WIRD AUFGEBRACHT - ja was ist der Rest der Mischung und wie wird es aufgebracht!

Interessant wäre auch, wozu das Zeug jetzt wirklich gut ist, dann durch die Führungsbänder (wie er selbst schreibt) ist die Auflagefläche sehr gering und wenig Reibung. Ich befürchte, dass ein Grossteil der Beschichtung bereits bei Start weg ist und das meiste im Übergang verheizt...!

Also ohne Beschichtung wärs mir lieber!
 
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#13
...tja es steh halt IM WESENTLICHEN MoS2 und WIRD AUFGEBRACHT - ja was ist der Rest der Mischung und wie wird es aufgebracht!

Interessant wäre auch, wozu das Zeug jetzt wirklich gut ist, dann durch die Führungsbänder (wie er selbst schreibt) ist die Auflagefläche sehr gering und wenig Reibung. Ich befürchte, dass ein Grossteil der Beschichtung bereits bei Start weg ist und das meiste im Übergang verheizt...!

Also ohne Beschichtung wärs mir lieber!
Dort wo die Führbänder von den Zügen "durchschnitten" werden ist naturgemäß das blanke Kupfer zu sehen.
Sonst löst sich von der Beschichtung nichts (ich hab ein paar dieser Geschosse aus dem Sand gebuddelt).
 
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#14
Dort wo die Führbänder von den Zügen "durchschnitten" werden ist naturgemäß das blanke Kupfer zu sehen.
Sonst löst sich von der Beschichtung nichts (ich hab ein paar dieser Geschosse aus dem Sand gebuddelt).
Da die Geschosskörper "unterkalibriert" sind wird mit Ausnahme der Führungsringe kein anderer Teil der Geschossoberfläche mit dem Lauf in Berührung kommen, die Beschichtung erfüllt dort also auch keinerlei Zweck…
 
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#15
Hallo
seit ca. 6 Jahren nutze ich nur noch die HDB Geschosse in verschiedenen Kalibern. Die Patronen beziehe ich von der Fa. Skadi.
Die Präzision ist hervorragend. Die Wildbretentwertung ist gering.
Eine 7x64 habe ich aus 5 Meter in eine Wassertonne geschossen. Das Geschoss ist auf den doppelten Kaliberdurchmesser aufgepilzt. Das Restgewicht betrug noch 97%. Die Beschichtung war noch zu ca. 30% erhalten.
Die Läufe werden von mir nur mit einem Filz durchgezogen. Eine chemische Reinigung nach 80 Schuss bei einem Büchsenmacher ergab nur eine sehr geringe Verschmutzung.
Im übrigen sind die Geschosse der .22 l.r. auch gefettet.

Waidmannsheil

A. R.
 
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