Reiten im Wald

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#1
Danke an dieser Stelle für die Darstellung der Rechtslage in den Ländern - sehr sachlich dargestellt und solide geschrieben. Die Hinweise zu Konfliktvermeidungen sind auch durchdacht.
Eine kleine Anmerkung habe ich allerdings, weil das zufällig gerade ein Thema bei uns im Revier (4 große Reiterhöfe) ist. Leider sind die Ländergesetze oft völlig hinfällig, weil im Wald gar nicht geritten wird - es wird das Pferd spazierengeführt. Bei uns in BW greift zum Beispiel eine Regelung, die das Reiten auf Wanderwegen unter 3m Breite konkret verbietet und es ausdrücklich nur auf Straßen oder "dafür geeigneten Wegen" erlaubt. Auch das Fahren von Gespannen ist geregelt. Der Gesetzgeber macht aber keinerlei Angaben zum Führen von Pferden. Nach dem Grundsatz, dass alles, was nicht explizit verboten ist, erlaubt ist, muss man jederzeit in jedem Gelände mit - ja was sind das eigentlich... - Flanierpferden (?) rechnen.

P.S.: Die machen teils auch Nachtwanderungen...
 
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#2
Da es ja bei der Erlaubnis (oder auch nicht) auf Wegen beim Reiten hauptsächlich um die Beschädigung desselben durch die Beschläge der Pferdehufe geht, denk ich mir, dass das Spazierenführen dem Reiten ebenbürtig einzuschätzen ist?
 
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#3
Da es ja bei der Erlaubnis (oder auch nicht) auf Wegen beim Reiten hauptsächlich um die Beschädigung desselben durch die Beschläge der Pferdehufe geht, denk ich mir, dass das Spazierenführen dem Reiten ebenbürtig einzuschätzen ist?
Auslegung je nach Bundesland. In NRW gelte ich, wenn ich mein Pferd an der Hand führe, nicht als Reiter, sondern als Mensch mit Tier, also z. B . Hundehaltern gleichgestellt.
 
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#6
Das Reiten auf dem Bürgersteig ist in Brandenburg verboten, das Führen allerdings nicht. Alles eine Frage der Formulierung.....
 
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#9
Aber auf Wegen, also verdichtetem Boden? Ich hab noch keine Waldwege gesehen, die von Pferden unbrauchbar gemacht worden wären. Nicht, dass es das nicht geben kann, ich finds nur gerade nicht gut vorstellbar, daher meine Frage.
 
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30 Aug 2007
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#10
Aber auf Wegen, also verdichtetem Boden? Ich hab noch keine Waldwege gesehen, die von Pferden unbrauchbar gemacht worden wären. Nicht, dass es das nicht geben kann, ich finds nur gerade nicht gut vorstellbar, daher meine Frage.
Sieht nach 20 Pferdchen deutlich schlimmer aus als nach 20 Enduros!
Gruß-Spitz
 
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#12
Ist wie wenn man den Weg mit ner Hacke bearbeitet. Mit Reifen von was auch immer gar nicht zu vergleichen. Im Schritt natürlich weniger Krafteinwirkung als im Galopp, nichtsdestotrotz ist der Effekt da.

Wegeinstandhaltung und Reparatur von Wirtschaftswegen ist ein ziemlicher Kostenpunkt. Die wurden in erster Linie zur Erschließung für den Bewirtschafter gebaut, alle anderen Nutzer sollten sich möglichst unschädlich verhalten.
 
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#13
Sind denn nicht dafuer die Reitkennzeichen bzw. die Reiterplakette? Die Einnahmen sollen eigentlich in die Instandhaltung der Wege, auch Waldwege fliessen. Wie gesagt, "eigentlich".
 
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