Remington 700 GRS Bifrost?

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#1
Liebe Rem700er Besitzer.
Die Auswahl an Wechselschäften für die 700er ist ja recht gross, optisch wie auch preislich.
Nachdem mir die AICS Dinger nicht mehr gefallen (und die alten arg teuer sind), versuche ich mich mit denen von GRS anzufreunden. Ausgangsmodell ist eine 700er SPS AAC mit 16,5" Lauf (.308).
Manners oder McMillan wäre natürlich auch was, besonders hinsichtlich Haltbarkeit, dazu gehört sicherlich auch die Produktlinie von PSE.
Dennoch finde ich das Modell von GRS ansprechend. Nur stelle ich mir hier die Frage: da sind ja Gummiflächen auf den eigentlichen Schaft zum besseren Handling drauf geklebt.
Ich habe bei verschiedenen Gummigriffen die leidvolle Erfahrung machen müssen, dass die nach einigen Jahren (>15) klebrig werden können.
Bei den Modellen, die lediglich aus Glasfaser und Epoxy sind, gibt es das Problem ja (theoretisch) nicht.
Spricht das jetzt gegen den Schaft von GRS?
(hier gefällt mir die problemlose Aufnahme eines Butspikes eben sehr gut).
Danke für Eure Meinung oder sogar Erfahrung hierzu.
 
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#2
Werter Mogelmaus-

Mit dem Bifrost für Rem700 kann ich nicht dienen- sind Ihnen Informationen für einen
TIKKA-Bifrost auch recht?

derTschud
 
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#4
Noch so gerne!
Ich denke, bei der Montage spielt es vielleicht eine Rolle, aber in der Haptik weniger.
Mir ist das gestern Abend bei unserem Toaster von Bodum wieder aufgefallen: griffiger Gummi kann, je nach Hersteller, nach Jahren anfangen zu "kleben". Interessanterweise machen das Schuhsohlen von Vibram auch (la Sportiva, Boulder, bisher alle 3 Paare, stört aber nicht, hält besser am Fels;)).
Bin also sehr interessiert an Eueren Erfahrungen.
LG
 
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#5
Werter Mogelmaus-

Ich bitte um Entschuldigung für die Verspätung...

Zuerst einmal: Die GRS-Schäfte ersetzen bei mir langsam, aber sehr sicher die Fabrikschäfte. Das heisst: Keine Büchse mehr ohne GRS.
Die Steifigkeit allein ist weniger Hauptgrund-
die Stellmöglichkeiten und die Neigung der Handauflage sind schon auf der HP von GRS beeindruckend gewesen.

Natürlich kann ich nichts zur Haltbarkeit der Gummiering sagen, aber der "Bifrost" zeigt ein gänzlich anderes, glatteres Einlagematerial als der "Berserk".
Durch die grobe Oberflächenstruktur des "Berserk" rutscht garantiert nicht einmal die schmutzigste Hand- beim "Bifrost" ist dies durch handschmeichlerische Formgebung garantiert.
Und da liegt ein Punkt, der beim Ansitz bedacht sein will: die in leichten Stufen "gewellte" Form der vorderen Auflage ist keine glatte Oberfläche.
Das liegt einfach daran, dass der "Bifrost"
nicht für das BR-mässige Schiessen gedacht ist.
Abhilfe bei der Laborierungssuche oder dem hochpräzisem Schuss von Hochsitz &Kanzel schafft ein Stück Kunstseide, die glatte Seite nach innen zusammengenäht. Diesen Schal unter den Vorderschaft gelegt, läuft er glatt und geschmeidig zurück, und der Schuss zeigt Treffpunktlage wie gewünscht.

Das hintere Pica-Element habe ich abgenommen, ich benötige es einfach nicht.
Die Schraublöcher werden mit den mitgelieferten pilzförmigen Gummistopfen verschlossen.
Die Mechanik von Backe und Kappe hat durch etwas Fett und Arbeit die Zicken ausgetrieben bekommen.
Die Kappe selbst schluckt die 4500Joule der 7,62x57mm sehr gut.

Ich wurde gerade gerufen.
Kaufen Sie!
Die Aufwertung ist schwer zu beschreiben.
Sie ist sehr hoch.
Es ist einfach ein besseres Schiessen...


derTschud
 
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#6
Ich würde ja einen 700er SPS AAC umschäften. Die haben kein entnehmbares Magazin, aber hinged floorplate. Das sollte ja kein Problem sein, oder?
Schon mal herzlichen Dank für Deine obige Rückmeldung...
 
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#7
Werter mogelmaus-

Ein Inlay ist ein Inlay...

Will sagen: Warum sollte Ihre Remington 700 SA nicht in den dafür vorgesehenen Bifrost passen?
Bei mir gab es keine Probleme- lediglich im Bereich des Hülsenkopfes "fiel" die Waffe nicht in den Schaft- ein kleiner Klaps, und schon hatte ich schmatzende Passung mit dem Rückstoßstollen...
Mit dem Drehmomentschlüssel auf die empfohlenen 5,2Nm angezogen, H1R2korrigiert, und mit dem Üben angefangen.

Den Rückstoß empfinde ich als spürbar geringer, ob erhöhte Masse oder weichere Kappe
das erledigen, müssen bessere Schützen beurteilen.
Die Neigung der schießenden Hand um die vielbeworbenen 6° empinde ich als sehr angenehm,
die Fingerrillen und die ausgeprägte Daumenrast führen nach dem schnellen Repetieren
zuverlässig wieder in die richtige Position.

Ein kurzer Einwurf zur Größe des GRS Bifrost:
Ich bin durchaus kein Hüne, habe Handschuhgröße 8,5.
Aber daß ich wie der Waidgenosse CAST einen GRS als Klotz erkläre, ist mir wirklich noch nicht eingefallen. Ich mag einfach robuste Dinge, und die sind manchmal "füllig".
Bei Vaters Mauser 66 hatte ich schon manchmal Angst, daß ich vielleicht etwas kaputtmache...

Die Gummierung ist im Gegensatz zum "Berserk" sehr genau eingepasst, von Kleberesten
keine Spur. Nicht zu grob, nicht zu fein, alles sehr gefällig.
Am Pistolengriff führt eine Verlängerung der üblichen Fingerrillen den Abzugfinger zum Züngel.
Diese Verlängerung ist linksseitig hohl, das gefiel mir nicht, ich habe sie mit Bettungsmasse füllen lassen.

Richtig gut gefällt mir die seitliche Neigung der Kappe.
Diese nette Vorrichtung habe ich in verschiedenen Stellungen ausprobiert, 5° links passt bestens.
Man schwingt damit anders- hmmm- gerader.
Man schwingt seitlich einen größeren Winkel, ohne zu Verkanten, so ists richtig beschrieben.
Jagdliche Relevanz?
Ich weiß es noch nicht, das zeigen weitere Übungen.

Wie sich das Gummi in fünfzehn Jahren verhält, kann ich Ihnen freillich nicht sagen.
Ich hoffe halt, daß das ein Qualitätsprodukt ist.
Narretei...

Meinen "Bifrost" habe ich in Grün genommen- der Ton gefällt mir.
Er ist dunkler als die meisten TRG-Schäfte, die ich bisher gesehen habe.

Vor allem Anderen aber bin ich die geradezu beleidigende Nachschwingerei der Stellbacke
des originalen TIKKA-Schaftes los.
Der Schuß bricht, die Waffe macht ein kleines Hüpferl, fällt zurück, und das wars.


Fazit?
Stabil, vielseitig, griffig, angenehmer Pistolengriff, ausbaufähig via Picatinny-Elemente.
Für rein sportliche Gaudi sind die Laminat-Modelle besser geeignet.

Der GRS Bifrost ist kein PSE-Composites.
Und er ist ganz bestimmt kein TRG-Schaft.
Aber für das Geld bin ich so schwer beeindruckt, daß ich meine andere Büchse in
einen GRS Sporter/Varmint (alte Art) gesteckt habe.
Und mein derzeitiges Projekt bekommt den GRS Hybrid verpasst.
Das kann ich Ihnen aber sagen...!


derTschud
 
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#8
Ich interessiere mich auch für den Bifrost. Wies sieht's denn mit der Verstellung des Schaftes aus.
Sind da die Teile aus Plastik oder aus Metall(z.B. dieses kleine Zahnrad an der hinteren Verstellung)?
Und wie klingt der Schaft wenn er irgendwo dran schlägt?
Gewichtsmäßig liegt er ja bei ung. 1,3kg. Ich habe leider keinen Vergleich. Liegt das im selben Bereich wie ein stink normaler Holzschaft?
Vielen Dank schonmal.
 
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