Rettungspunkte Forst

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#16
eben nicht, dazu ist es viel zu kurz gedacht, da nicht jeder ein Mobiltelefon sein eigen nennt!
Was ist mit Menschen Ü65 und älter?
Da kenne ich paar, die nie ein Mobiltelefon mit nehmen, aber ständig im Wald rum geistern!

Nur wissen viele Nicht, wo die Dinger ( Schilder ) hängen und was sie bedeuten!
In der Panik, wie erkärt die Mutter / Oma mit dem Preypay Mobiltelefon, dann der Leitstelle, wo sie sie im Wald finden!


In Zeiten, in denen mittlerweile praktisch jeder Autoschlüssel einen GPS-Empfänger eingebaut hat, sind diese "Rettungspunkte" genauso "sinnvoll" wie Notrufsäulen an der Autobahn.
Aber Hauptsache, wieder mal ein paar zusätzliche Planstellen rausgeschunden.
 
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#17
eben nicht, dazu ist es viel zu kurz gedacht, da nicht jeder ein Mobiltelefon sein eigen nennt!
Was ist mit Menschen Ü65 und älter?
Da kenne ich paar, die nie ein Mobiltelefon mit nehmen, aber ständig im Wald rum geistern!

Nur wissen viele Nicht, wo die Dinger ( Schilder ) hängen und was sie bedeuten!
In der Panik, wie erkärt die Mutter / Oma mit dem Preypay Mobiltelefon, dann der Leitstelle, wo sie sie im Wald finden!
Ach was, WER denkt denn jetzt zu kurz ?!
Wie sollen dann die "Ü65 Menschen" ohne Handy die Leitstelle informieren, wenn sie vor dem "Rettungspunkt" stehen ? :-D

Ganz abgesehen davon, dass sie erst mal vor dem Rettungspunkt stehen müssten, während sogar ein normales Handy in Notfällen auch direkt ÜBERALL im Gelände geortet werden kann.

Das ganze ist ein reiner Planstellen-Humbug, dem ich keine 10 Jahre gebe und dann muss der ganze Kram wieder abgebaut und entsorgt werden.
Aber bis zum Abbau wird noch fleissig vermehrt, gepflegt, gewartet, repariert und ausgetauscht ...

... Denn habe ich die Koordinaten des genauen Notfallsorts bringt das nix, wenn ich nicht weiß wie man da vernünftig abseits der normalen Wege hin kommt.
Ich habe ein stinknormales Navi (Marke / Typ müsste ich nachsehen), in das kann ich beliebige Koordinaten (z.B. WG84 Dezimalgrad oder auch Grad / Minuten / Sekunden) eingeben und es führt mich auf den kleinsten Feld-/ Forstwegen bis zum nächstmöglichen per KFZ erreichbaren Punkt. Und wenn ich es dann in die Hand nehme, führt es mich durch das Gelände bis genau zum Ziel.
Die Funktion ist aber scheinbar für die breite Masse so unwichtig, dass sie in der Produktbeschreibung nicht angegeben war, obwohl ich gezielt danach gesucht hatte.
Für Geländearbeiten extrem praktisch.
 
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#18
Auch ich sehe den Kommentar etwas kritisch. Die Notrufsäulen erfüllen nach wie vor ihren Zweck. Sind sie doch unabhängig von Netz, Akku etc. Des weiteren ermöglichen sie den zuständigen Kräften eine genaue Lokalisation des Meldenden, denn sie sind alle eindeutig referenziert. Es kommt oft genug vor, dass gerade auf Autobahnen immer wieder Unklarheiten bezüglich der genauen Stelle des Notfalls auftreten. Alleine die Fahrtrichtung kann hier schon entscheidend sein, welche Kräfte alarmiert werden. Man glaubt gar nicht welche Arbeit die Dispos da zum Teil haben, um dem Anrufer die Infos zu entlocken.
Ähnliches gilt für die Rettungspunkte. Dies sind primär Anfahrtspunkte für die Hilfeleistenden. Dort sollten Personen zur weiteren Einweisung bereit stehen. Denn habe ich die Koordinaten des genauen Notfallsorts bringt das nix, wenn ich nicht weiß wie man da vernünftig abseits der normalen Wege hin kommt.
 
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#19
es gibt ja immer noch Mitmenschen, die durch den Wald laufen und dann für die Oma oder XY telefonieren.

Ich war auch schon mal froh, dass ich in der nähe von einer Mountainbikestrecke, den Punkt kannte und so dem gestürzten Jungen, schneller helfen konnte!
Aber sage mal einem von der Leitstelle, der am Wochenende irgendwo im Umkreis von 40 km sitzt, komm zu der Hedwigseiche :biggrin: oder wie auch so mancher Fleck, in der Gemarkung genannt wird.
Die einfache Nr. brauch er ja nur in seinen Computer eintippen und so ist der Weg bis dahin schnell erklärt!

Ach was, WER denkt denn jetzt zu kurz.
Wie sollen dann die "Ü65 Menschen" ohne Handy die Leitstelle informieren, wenn sie vor dem "Rettungspunkt" stehen ? :-D
 
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Gelöschtes Mitglied 15848

Guest
#20
Das ganze ist ein reiner Planstellen-Humbug, dem ich keine 10 Jahre gebe und dann muss der ganze Kram wieder abgebaut und entsorgt werden.
Völlig korrekt, deshalb hat man in meinem Bundesland nur müde abgewunken als die Idee aufkam. Mal abgesehen davon, dass in 10 Jahren dann wohl der letzte Grünrock, der kein Handy besitzt aus dem Wald verschwunden sein sollte und kein Handy mehr auf dem Markt ist, was keinen Notruf mit Positionsangabe beinhaltet.

Hier sind supermoderne Leitstellen installiert worden, die bei jeden Anruf den Standort des Anrufers bestimmen können. Da hat sich schon so mancher Fan des Notrufmissbrauchs gefreut.

Die Position des Anrufers kann über Satellitenlink direkt in die Navigationssysteme der Hubschrauber eingespielt werden, in der Leitstelle sieht der Disponent auf recht aktuellen Karten und Luftbildern den gesamten Einsatzraum und selbstverständlich lässt sich auch der Anruf vom Notfallort über selektiven Digitalfunk bis zum Rettungsfahrzeug/Hubschrauber durchstellen. Ne Karte nimmt hier niemand mehr in die Hand. Nicht mal mehr die Bergwacht, selbst die haben hand-helds mit Kartendarstellung und Koordinateneingabe. Brauchen würden die das sicher nicht, kennen sich ja blind aus. Aber der Fortschritt eben... dem kann man nicht entgehen.

Da es ja um "Forst" ging,

Forst der nicht über ein brauchbares befahrbares Wegesystem verfügt, gibts hier nicht. Wie soll denn sonst das gute Holz aus dem Wald? :)
 
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#21
Der kürzeste Weg ist nicht immer der beste!
Viele Navis können einen zwar (auf Waldwegen) zur nächsten öffentlichen Straße führen, umgekehrt machen sie das meistens nicht, zumal sie die NavLog-Daten (use google) nicht haben dürften.

@Jon
Welches ist denn "Dein" Bundesland?

Wie bestimmen denn die Leitstellen die Position des Anrufers, wenn das Handy keine GPS-Daten übermittelt?
Triangulation funktioniert in Innenstädten recht genau (viele, kleine Funkzellen), im Wald dürfte das sehr viel schwieriger sein.
Was viele nicht wissen ist, dass die Rufnummer des Anrufers bei Notruf IMMER übermittelt wird, auch wenn sie vom Anrufer unterdrückt wird (gilt nicht nur für Handys und ist etwas komplizierter als hier geschrieben).


Die Position des Anrufers kann über Satellitenlink direkt in die Navigationssysteme der Hubschrauber eingespielt werden, ...
Und Du bist ganz sicher, dass das über Satellitenlink läuft?
Fliegt die Bergwacht jetzt Apaches? :roll:


WaiHei
 
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#22
Moin!

Völlig korrekt, deshalb hat man in meinem Bundesland nur müde abgewunken als die Idee aufkam. Mal abgesehen davon, dass in 10 Jahren dann wohl der letzte Grünrock, der kein Handy besitzt aus dem Wald verschwunden sein sollte und kein Handy mehr auf dem Markt ist, was keinen Notruf mit Positionsangabe beinhaltet.
MEIN Handy verschickt nie an irgendjemanden eine GPS-Lokalisation ...

Die Rettungspunkte haben zwei Funktionen: sie sind Treffpunkt von Rettungskräften und Ortskundigen und sie bringen Ordnung ins Chaos.

Hier sind supermoderne Leitstellen installiert worden, die bei jeden Anruf den Standort des Anrufers bestimmen können. Da hat sich schon so mancher Fan des Notrufmissbrauchs gefreut.
Funktioniert leider nur im Fernsehen. Bei uns in der Familie hat z. B. niemand ein Handy mit GPS. Triangulation "im Busch" geht auch nur, wenn das Signal von wenigstens zwei Stationen empfangen wird ...

Wenn einfach angesagt wird: "Rettungspunkt 08/15" weiss der Ortskundige, wo er den RTW abholen muss oder wo der Verletzte hinzubefördern ist. Damit ist die Sorge, wie man denn die eigene Position so beschreibt, dass die ein Rettungswagenfahrer auch findet, weg. Und zu dem Punkt "Die haben GPS + Navi, die finden das" - erstens wissen die oft nicht, wo "das" ist, und zweitens:

Die Position des Anrufers kann über Satellitenlink direkt in die Navigationssysteme der Hubschrauber eingespielt werden, in der Leitstelle sieht der Disponent auf recht aktuellen Karten und Luftbildern den gesamten Einsatzraum und selbstverständlich lässt sich auch der Anruf vom Notfallort über selektiven Digitalfunk bis zum Rettungsfahrzeug/Hubschrauber durchstellen. Ne Karte nimmt hier niemand mehr in die Hand. Nicht mal mehr die Bergwacht, selbst die haben hand-helds mit Kartendarstellung und Koordinateneingabe. Brauchen würden die das sicher nicht, kennen sich ja blind aus. Aber der Fortschritt eben... dem kann man nicht entgehen.
Und da ist tagesaktuell hinterlegt, welcher Weg auch in realiter befahrbar ist, welcher zugeparkt ist (und daran denken: das letzte, was man z. B. bei einem DJ-Unfall braucht sind im Wald sich gegenseitig bei dem Versuch, den RTW duchzulassen, behindernde Kolonnen - die unbeteiligten Schützen bleiben da doch am Besten wo sie sind - aus dem Weg nämlich!), wo der Ladeverkehr gerade langfährt, wo man wenden kann und ob man an den vVerletzten z. B. nicht einfacher den langen Weg von ... aus anfährt, weil man ihn dann nur 200 horizontal die Rückegasse entlang tragen muss, während im anderen Fall 100m steil bergan / bergab anstehen?

(Stichwort Ortskenntnis)

Da es ja um "Forst" ging,

Forst der nicht über ein brauchbares befahrbares Wegesystem verfügt, gibts hier nicht. Wie soll denn sonst das gute Holz aus dem Wald? :)
Richtig, aber: siehe oben.

Die Rettungspunkte sind ein Angebot. Planstellen werden dafür keine geschaffen. Man kann sie nutzen, muss aber nicht. Nur muss man sich dann im Falle eines Falles fragen lassen, ob der Ausgang der Geschichte nicht eventuell hätte besser sein können un dman sollte im Vorfeld garantieren können, dass die vorhandenen Möglichkeiten wirklich besser sind.

Viele Grüße

Joe
 
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#23
Moin

MEIN Handy verschickt nie an irgendjemanden eine GPS-Lokalisation ...
Höhöhöhö.... du hast es vielleicht so eingestellt, aber wenn du nicht entweder das GPS-Modul rausgebohrt hast oder wirklich keines enthalten ist, nur dann würde ich eine solche Aussage so sicher tätigen[emoji6]

Offiziell telefoniert natürlich keins von den Geräten nach Hause.


Waidmannsheil

Meetschloot
 
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#24
Mein Handy ist zum telefonieren, da ist kein GPS-Modul drin und da war auch nie eines drin. Dafür hat es Akku-Standzeiten ... :roll:

Viele Grüße

Joe
 
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#25
Triangulation "im Busch" geht auch nur, wenn das Signal von wenigstens zwei Stationen empfangen wird ...
Ich wusste doch, dass mir das große Latrinum irgendwann fehlen wird! ;-)

Und selbst wenn das Signal von drei Basisstationen empfangen wird sind die Funkzellen im Wald so groß, dass das nur seeehr grob geht; evtl. könnte man aus der unterschiedlichen Signalstärke noch ein "näher an A und B, als an C" schließen, aber auch das wohl nur in rel. ebenem Gelände.
Und "irgendwo zwischen kilometerweit entfernten Basisstationen" ist wirklich ein bisschen grob, um jemanden im Wald aufzufinden.
Bei verirrten Personen mag das vielleicht noch klappen und helfen den Suchbereich für die großen Suchmannschaften deutlich einzuschränken, bei einem schweren Unfall ist das Opfer aber "ausgelaufen und kalt" bis man es so findet.


WaiHei
 
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#26
Moin!

Ich wusste doch, dass mir das große Latrinum irgendwann fehlen wird! ;-)
Hast ja Recht - ich war davon ausgegangen, dass die schon mit zwei annähernd angegebenen Punkten zufrieden sind (die man ja theoretisch bekommen könnte, auch wenn "Punkt" ein nicht ganz zutreffender Begriff ist ... :p )Es sei denn, die können die Signalstärke nicht messen, dann helfen aber auch keine 4, 5 oder sechs Masten. Und ich kann nicht ausschliessen, dass die Erinnerung an Triangulation mit handgehaltenen Antennen die Finger verwirrte. :sad:

Viele Grüße

Joe
 
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#27
...
Die Rettungspunkte sind ein Angebot. Planstellen werden dafür keine geschaffen. ...
Joe
Märchenstunde ?
Ich habe gerade die shape-Datei mit den "Rettungspunkten" für Deutschland ins GIS eingelesen.
Und das weist 42.825 Objekte aus, obwohl grosse weisse Flecken zeigen, dass ganze Bundesländer bzw. Regionen nicht mitmachen.

Wenn für die Erstellung, Dokumentation, Verwaltung, Beschilderung, Wartung und Reparatur von 42.825 "Rettungspunkten" KEINE zusätzlichen Planstellen notwendig sind, hatten vorher aber wohl VIELE Forstangestellten GROSSE Langeweile und mussten dringend irgendwie beschäftigt werden ... :lol:

Und Apps zu den "Rettungspunkten" gibt es auch schon. :lol:

Eine einfache App zum Anzeigen der Koordinaten des aktuellen Standortes (gibt es wie Sand am Meer) ist allerdings weit sinnvoller und nützlicher, denn die wenigsten Unfälle werden sich an einem "Rettungspunkt" ereignen, und statt die Verunfallten zum "Rettungspunkt" zu schleppen, ist es weit besser, wenn die Rettungskräfte zum realen Unfallort kommen ...
 
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#28
Moin!<br><br>
Märchenstunde ? <br>
Ich habe gerade die shape-Datei mit den "Rettungspunkten" für Deutschland ins GIS eingelesen.<br>
Und das weist<strong> 42.825 Objekte</strong> aus, obwohl grosse weisse Flecken zeigen, dass ganze Bundesländer bzw. Regionen nicht mitmachen. <br>
<br>
Wenn für die Erstellung, Dokumentation, Verwaltung, Beschilderung, Wartung und Reparatur von <strong>42.825</strong> "Rettungspunkten" <strong>KEINE</strong> zusätzlichen Planstellen notwendig sind, hatten vorher aber wohl <strong>VIELE</strong> Forstangestellten <strong>GROSSE</strong> Langeweile und mussten dringend irgendwie beschäftigt werden ... <img src="images/smilies/16.gif" alt="" title="" smilieid="100" class="inlineimg" border="0"><br>
<br><br>Das wird im laufenden Betrieb nebenbei erledigt, warum dauert das wohl so lange? Und welche Forstverwaltung hat in den letten 20 Jahren NEUE Planstellen geschaffen? Die haben alle nicht mal geschafft den Personalstand von damals zu halten. <br><br><br>
<br>
Und Apps zu den "Rettungspunkten" gibt es auch schon. <img src="images/smilies/16.gif" alt="" title="" smilieid="100" class="inlineimg" border="0"><br>
<br><br>Du hast es nicht kapiert - solange nicht alle Menschen mit einem implantierten Smartphone rumlaufen MÜSSEN ist das mit der App immer nur für weniger Menschen hilfreich als für "alle Menschen mit Handy". <br><br>
<br>
Eine einfache App zum Anzeigen der Koordinaten des aktuellen Standortes (gibt es wie Sand am Meer) ist allerdings weit sinnvoller und nützlicher, denn die wenigsten Unfälle werden sich an einem "Rettungspunkt" ereignen, und statt die Verunfallten zum "Rettungspunkt" zu schleppen, ist es weit besser, wenn die Rettungskräfte zum realen Unfallort kommen ...
<br>
<br>Du kommst doch aus den Bergen, habt ihr da so einheitliche, einfache Wegebedingungen, dass man einem normalerweise nur auf festen Strassen fahrenden RTW-Team zutrauen kann, in jedem Fall auch wirklich ohne ortskundige Führung zu dem Verletzten zu kommen? Wenn man sowieso Spezialisten (Bergrettung) oder Helikopter einsetzt braucht man die Punkte vielleihct nicht, aber die Realität bei uns im Flachland ist nicht "so einfach". Bei mir im PB gibt es alleine zwei Schlammlöcher in Wegen und etliche hundert Meter von Sauen zerwühlte Wegstrecke, die einen RTW zu Umwegen zwingen würden, versuchte er, der Karte gemäß den kürzesten Weg von der Landesstrasse zum straßenfernsten Punkt zu fahren ... <br><br>Viele Grüße<br><br>Joe
 
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Gelöschtes Mitglied 15848

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#29
Und Du bist ganz sicher, dass das über Satellitenlink läuft?
Fliegt die Bergwacht jetzt Apaches? :roll:
2-Wege Iridium-Satellitenlink, rescuetrack, seit mindestens 5 Jahren in allen deutschen Rettungshubschraubern verbaut. Echtzeit-Positionsanzeige, Statusinformation, Einspielen von Einsatzdaten und Einsatzkoordinaten, Möglichkeit der Informationsübertragung per Freitext zwischen Leitstelle und Hubschrauber wie in einem Forum :biggrin:

Interessant finde ich übrigens immer, dass der oft beschworene mündige Bürger, der seine eigenen Entscheidungen treffen kann und will, immer dann wenn es um seine Haut geht nach staatlicher Fürsorge ruft. Stichwort Eigenverantwortung

Wer sich abseits von urbanen Gebieten, in unübersichtlichen und unwegsamen Gelände bewegt, vielleicht noch einer nicht ganz ungefährlichen Tätigkeit nachgeht und dabei vorsätzlich auf die seit Jahren verfügbaren Handys mit Notruffunktion oder eine der zahlreichen verschiedenen Rettungs-Apps, Auto-Notruf usw. verzichtet, sollte dann nicht die Minuten zählen bis ihm Rettung zu Teil wird. Er hat ja selbst bewusst auf wesentliche Möglichkeiten zum Auffinden und schnellstmöglicher Hilfeleistung verzichtet.


Es fährt ja auch niemand vorsätzlich ein Auto ohne Airbag oder verzichtet beim Bäumefällen auf Helm und Schnittschutz und beschwert sich nach einem Unfall bei den Rettungskäften, dass sein Passbild nicht mehr mit seinem Gesicht übereinstimmt.

Das solls von mir dazu gewesen sein. Die Hälfte der Bundesländer macht nicht mit und in den Bundesländern die mitmachen, zum größten Teil auch nur der Staatsforst aufgrund politischer Einflussnahme. Das KWF ist im übrigen ein massiver Subventionsempfänger, der ohne Steuermittel nicht existent wäre. So gesehen fliesst in das "Rettungspunkte Forst" Projekt sehr wohl eine Menge Steuergeld direkt in das KWF und indirekt bei den beteiligten Staatsforsten für Schilder, Personaleinsatz...


P.S:

Du kommst doch aus den Bergen, habt ihr da so einheitliche, einfache Wegebedingungen, dass man einem normalerweise nur auf festen Strassen fahrenden RTW-Team zutrauen kann, in jedem Fall auch wirklich ohne ortskundige Führung zu dem Verletzten zu kommen? Wenn man sowieso Spezialisten (Bergrettung) oder Helikopter einsetzt braucht man die Punkte vielleihct nicht, aber die Realität bei uns im Flachland ist nicht "so einfach". Bei mir im PB gibt es alleine zwei Schlammlöcher in Wegen und etliche hundert Meter von Sauen zerwühlte Wegstrecke, die einen RTW zu Umwegen zwingen würden, versuchte er, der Karte gemäß den kürzesten Weg von der Landesstrasse zum straßenfernsten Punkt zu fahren ...
Lies noch mal dein eigenes Eröffnungsposting genau nach, das RettungsPUNKTE Forst Projekt verwaltet in der Hauptsache auch nur Koordinaten von Rettungspunkten. Mehr oder weniger macht auch ne App und ein Handy mit Notruffunktion nicht.

Das RettungsKETTE Forst Projekt verwaltet die Zufahrten und Wegbeschreibungen. Tagaktuell wie von einem anderen user eingeworfen ist es auch nicht. Also nicht einfach alles durcheinander schmeissen.
 
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#30
Sofern ich mich erinnere kam hier in RLP der Anstoß für die Einrichtung der Rettungspunkte vom "Forst". Deshalb auch der Begriff "Rettungspunkte Forst."
Ich habe bisher zwei Einsätze (mit der Feuerwehr) gehabt bei denen wir uns an den Rettungspunkten orientiert haben. Und beide Male hätten wir ohne die RPs ziemlich dumm ausgesehen, zumal es sich bei beiden Einsätzen um ortsunkundige Beteiligte handelte.
Der Rettungsdienst mag ja mit Navis, etc. ausgestattet sein, aber die "Dorffeuerwehr" muss sich in so Fällen leider mit Karten behelfen. Und da hat so ein System doch ziemliche Vorteile.

Was ich jetzt schon mehrfach gehört habe ist das sich Disponenten Positionen von Verunfallten per WhatsApp schicken lassen. Guter Ansatz, klappt aber auch nur da wo man Netz hat bzw. wenn die Kundschaft auch ein WhatsApp fähiges Telefon hat.
 
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