Reviergestaltung im Niederwildrevier

Anzeige
Mitglied seit
27 Nov 2016
Beiträge
9.843
Gefällt mir
14.881
Der Sohn meines Mitpächters ist im Masterstudium und hat für ein paar Monate Vorführmaschinen für einen großen deutschen Hersteller gefahren. Er erzählte mir neulich, dass Er mit einem Fendt 9xx und einer Kombination dahinter bei einem 3000Ha Betrieb vorgefahren ist. Der Betriebsleiter bestand darauf, dass mittels Meterstab der genau Füllstand des Dieseltanks festgestellt wir, nicht dass Er am Ende der Vorführung noch ein paar Liter zu viel tanken würde:cool:
 
Mitglied seit
15 Okt 2017
Beiträge
1.296
Gefällt mir
1.076
Der Sohn meines Mitpächters ist im Masterstudium und hat für ein paar Monate Vorführmaschinen für einen großen deutschen Hersteller gefahren. Er erzählte mir neulich, dass Er mit einem Fendt 9xx und einer Kombination dahinter bei einem 3000Ha Betrieb vorgefahren ist. Der Betriebsleiter bestand darauf, dass mittels Meterstab der genau Füllstand des Dieseltanks festgestellt wir, nicht dass Er am Ende der Vorführung noch ein paar Liter zu viel tanken würde:cool:
Von den Reichen lernst du sparen, von den Armen die Mildtätigkeit... ;)
 
Mitglied seit
15 Okt 2017
Beiträge
1.296
Gefällt mir
1.076
Das zieht sich durch wie ein roter Faden durch die Landwirtschaft. Schaut man auf den Nitratatlas dann sind es vorallem die Gebiete wo große Agrargenossenschaften "unterwegs" sind. Dem Geschäftsführer ist u. E. vieles egal, Hauptsache der Rubel rollt und nach mir die Sintflut. Ich bin der Letzte der ständig nach neuen Gesetzen schreit, aber diese Grattler verstehen keine andere Sprache. Meist leiden aber dann wieder die anderen Landwirte darunter.
Apropos, ohne zu weit abschweifen zu wollen: Hat jemand verfolgt, ob in Brüssel wegen der Nitratnbelastung in D jetzt geklagt wird? Ende Juli wurde ja eine Abmahnung mit 2-Monatsfrist bezüglich der Vorlage schlüssiger Konzepte zur Reduzierung der Belastung an die Bundesregierung geschickt. Ich meine, die Tagesschau hätte damals von Kosten im Falle einer erneuten Verurteilung Deutschlands von 850000 € pro Tag gesagt...
 
Mitglied seit
23 Nov 2011
Beiträge
930
Gefällt mir
1.121
Das zieht sich durch wie ein roter Faden durch die Landwirtschaft. Schaut man auf den Nitratatlas dann sind es vorallem die Gebiete wo große Agrargenossenschaften "unterwegs" sind. Dem Geschäftsführer ist u. E. vieles egal, Hauptsache der Rubel rollt und nach mir die Sintflut. Ich bin der Letzte der ständig nach neuen Gesetzen schreit, aber diese Grattler verstehen keine andere Sprache. Meist leiden aber dann wieder die anderen Landwirte darunter.
Agrargenossenschaften haben wir nicht.

Ich muss aber bei uns sagen das ich mit den großen Vollerwerbslandwirten da deutlich weniger Probleme hab als mit den Hobbybauern. Bei manchen meinst das ist der finanzielle Ruin 30 cm mehr Ackerrandstreifen stehen zu lassen.
Wobei ich wirklich sagen muss es bessert sich und es sind nur noch einige wenige wirklich uneinsichtige dabei.
Sie merken halt mittlerweile doch auch das es Ihnen nichts mehr bringt jeden Meter rum zu schlitzen oder 3x im Jahr zu mulchen.

Hatte neuliche mal so nebenbei einen Kandidaten gefragt was den los sei. Antwort er wartet mit dem Mulchen der Randstreifen bis der Raps hoch genug ist. Nun ist ja schonmal ein Erfolg.
 
Mitglied seit
15 Okt 2017
Beiträge
1.296
Gefällt mir
1.076
Sieht doch gut aus. Wie breit bist du (mit der Hecke natürlich... :p )? So bissel über drei Meter?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
14 Feb 2006
Beiträge
7.023
Gefällt mir
7.316
Kiepenkerl ist schon okay, ich bestell manchmal auch dort. Hatten als einzige Firma einen Furchenkohl als Stängeltyp.
Aber mit dem Vertrieb von Wildpflanzenmischungen für Buntbrachen tun sie sich halt schwer. Dort wo kein Schnee liegt, mag die WSM-Mischung schon was bringen als Deckung. Aber in Sachen Insekten sind halt Blühmischungen einfach vorne dran.
Wenn die Fasane im Frühjahr nichts anderes haben, gehen sie in die WSM. Haben sie Buntbrachen zur Auswahl dann dort hin.
 
Mitglied seit
1 Nov 2013
Beiträge
1.431
Gefällt mir
1.165
Das zieht sich durch wie ein roter Faden durch die Landwirtschaft. Schaut man auf den Nitratatlas dann sind es vorallem die Gebiete wo große Agrargenossenschaften "unterwegs" sind. Dem Geschäftsführer ist u. E. vieles egal, Hauptsache der Rubel rollt und nach mir die Sintflut. Ich bin der Letzte der ständig nach neuen Gesetzen schreit, aber diese Grattler verstehen keine andere Sprache. Meist leiden aber dann wieder die anderen Landwirte darunter.


Kurz zur Info:
Das ist leider so nicht richtig; eher ein wohlgepflegtes Vorurteil von uns Westlern!
Schau dir mal die Karte bzw Abbildung 3 im FAQ zu Nitrat des Umweltbundesamt von 2018 an und du wirst erkennen, das es mitnichten primär die Regionen sind, in denen die "großen Agrargenossenschaften" unterwegs sind, welche hohe Nitratbelastungen im Grundwasser aufweisen!

Prinzengesicht
 
Mitglied seit
14 Feb 2006
Beiträge
7.023
Gefällt mir
7.316
Danke, werd mich mal schlau machen. Ich kenne die Quelle nicht mehr. Es gab überall Hotspots aber in Ostdeutschland waren sie schon auffällig oft zu erkennen.
 
Mitglied seit
15 Okt 2017
Beiträge
1.296
Gefällt mir
1.076
Ich hab mich gestern mit Landwirten zwecks Biotopverbesserungen durch Blühstreifen etc. unterhalten und gefragt, warum sie das nicht mehr machen, wo es doch eine Landesförderung in BW gibt. Bei der Antwort sieht man wieder mal, was die Politik so verbricht...

Also, das Problem auf der Alb grundsätzlich ist, dass es bei uns früher Winter und später Frühling wird als im Rest von BW, mit Ausnahme der Höhenlagen im SW. Bis vor wenigen Jahren wurde das als regionale Besonderheit berücksichtigt und die Landwirte durften hier früher mulchen, was abgeblüht war. Mulchen müssen sies, um einer zu großen Rainüberwucherung entgegenzuwirken. Jetzt gibt es diese regionale Sonderregelung nicht mehr und alle Landwirte in BW müssen mit dem Mulchen bis 15.11. warten. Das führt dann bei uns dazu, dass die ohnehin schon schwieriger als in anderen Landesteilen zu bewirtschaftenden Äcker in einer denkbar bescheuerten Phase (alles durchfeuchtet) mit schwerem Gerät belastet werden (ungleichmäßige Bodenverdichtung) und eventuell die Möglichkeit einer Verunkrautung besteht, weil aufgrund von frühem Schnee auch gar nicht mehr gemulcht werden kann.

Das führt dann im Ergebnis dazu, dass viele aus den Begrünungsprogrammen wieder aussteigen.

Ob das so haltbar ist, kann ich nicht beurteilen, aber solange die Landwirte das so sehen, ist es ein reales Problem...
 
Zuletzt bearbeitet:
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Oben