Richtige Lauflänge zur Munition oder Die einen lieben Lange die Andern nicht

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anonym

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#16
Jedem das seine aber die Angebereien Bitte für sich behalten :13kg Gewehr 30-40Km mitgetragen plus dem Marschgepäck; diese Leute haben keine blose Ahnung von 13kg Gewehr und 40km, vielleicht von 4km ohne die 0 hinten daran ; in einem Buch hatte ich mal das Wort Blindgänger gelesen. '' So Jetzt zum Thema '': diejenige die glauben dass ein 63er Lauf in der Kanzel zu lang ist die sollen nicht auf die ''' Minus Kanzel ''' gehen, sondern grössere bauen. Mich hatte noch nie ein 65er Lauf auf einer Kanzel gestört und das seit über 40 Jahre. Eine richtige Lauflänge kann man nur nach dem Kaliber und der Patrone festlegen ( Dralllänge, Pulver,... u.s.w ), um die optimale Präzision und Leistung zu erreichen. Eine Jagdwaffe mit längerem Lauf als 63 - 65cm ist überflüssig, im Schiesssport ist das was ganz anderers.

WmH - 8,5mm M.M.
 
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#17
Eine richtige Lauflänge kann man nur nach dem Kaliber und der Patrone festlegen ( Dralllänge, Pulver,... u.s.w ), um die optimale Präzision und Leistung zu erreichen. Eine Jagdwaffe mit längerem Lauf als 63 - 65cm ist überflüssig, im Schiesssport ist das was ganz anderers.
Du hast es auf den Punkt gebracht...........:thumbup:
Heute reichen oft bei Standardkaliber 23 " LL aus.
Bei Magn.-Klaiber 24 "
Ja sogar 20 " reichen in .308 Win völlig aus.
Voraussetzung: richtige Pulverwahl.

Ob dicke Läufe jagdl. Sinn machen...........:roll:

WmH R-M
 
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#20
War nicht als Angeberei gedacht. Musste inm m einer Dienstzeit öfter ein MG3 mit Wechsellauf über diese Distanzen Schleppen. Wenn du deines leichter gekriegt hast bitte Raus mit dem Tipp. Obwohl mein Kaleu dann wohl Gewichte reingepackt. Beim UFZ und Bootsmannslehrgang stand der auf so was.:roll: Und das hat nun mal dieses Gewicht. Sanntasche und Trage sind zusammen auch nicht leichter pro Mann. Ich sprach vom gerade noch Erträglichen und das mir bei großen Strecken in dem Bereich eher 5-7kg Waffengesammtgewicht genehm sind. Heist mit Glas, Mun, Zweibein usw.:sad: warum versteht mann mich immer Falsch?

Die längeren Läufe sind das hat nun mal nicht jeder und die Dicken mag ich halt. Von für die Jagd nötig hat doch niemand etwas gesagt!:unbelievable: Oder habt ihr beide etwa nur Waffen mit dem aller Nötigsten und auch nur die Nötigsten Kalieber? @ Rüdemann und 8,5 Messner?
 
A

anonym

Guest
#21
Für die Jagd braucht man keine dicke Läufe Mündungs Ø 16,5 bis 17,8 mm reichen volkommen aus. Und von meinen Kalibern kannst du nur noch träumen, :lol: Ende im Gelände und gute Nacht.

Gruss - J.M.
 
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#22
Hallo,

früher setzte man halt auf längere Läufe, auch bei Standardkalibern.
Noch 1938 konnte man bei Mauser für seine 98er Repetierbüchse ("Zivil-Mauser"), neben drei Laufkonturen (rund, achtkant, halb-achtkant) zw. 60 und 70cm Lauflänge wählen (der Stutzen hatte 50cm). Standardkaliber waren 6,5x57, 7x57, 8x60S, 9x57, 9,3x62, 10,75x68, 10,75x73 (=.404Jeffery).
Munitionskonstukteure der damilgen Zeit, wie Wilhelm Brenneke, E.A. vom Hofe, Halbe&Gerlich, legten ihre Patronen, wie z.B. 7x64, 8x64, 9,3x64, 5,6x61, 7x73, .244Halger, .280Halger, .335Halger Super, für 70-72cm Läufe aus.
Ballistisch sicherlich vernünftig, konnte so doch die volle Ladung ausgenutzt werden, allerdings war ein 98er mit Standardsystem dadurch rd. 120-123cm lang, mit Magnumsystem noch 1,5cm mehr.
Damals, als die Pirschjagd noch viel häufiger ausgeübt wurde als heute und enge Kirrungskanzeln noch weitgehend unbekannt waren, störte es auch nicht weiter.
Militärgewehre hatte bis etwa 1920 für die Linien-Infanterie durchweg 75cm Läufe; zu Zeiten großkalibriger Schwarzpulverpatronen mit Bleigeschosse meist über 80cm.
Durch die Erfahrungen im 1.WK ging man dann in der Zeit danach meist auf 60cm Lauflänge bei Militärgewehre, da die klass. Linien-Infanterie im "modernen" Kriegswesen ausgedient hatte und die Soldaten erkannten, das durch 15cm weniger Lauflänge die Waffe sehr viel führiger wurde. Deshalb wurden nach dem 2.WK (der berühmte K98k, mit 60cm Lauflänge, wurde 1935 ins dt. Heer eingeführt) auch Jagdwaffen ausschließl. mit 60cm Lauflänge gebaut, da diese Lauflänge bei Standardkalibern ein sehr guter Kompromiss zw. Leistung und Waffenlänge ist und die meisten Jagd-98er in den 50er und frühen 60er Jahren lediglich mit Jagdschäfte versehene Wehrmachtsaltbestände waren.
Diese 60cm Lauflänge wurde dann auch bei Neuentwicklungen der Nachkriegszeit beibehalten (z.B. Krico 700, Heym SR10, Steyr Mannlicher M, Mauser 66, Sauer 80/200, etc.), nur Waffen eingerichtet für Magnumpatronen (zu denen Anfangs auch die 7x64 gerechnet wurde) erhielten 65cm lange Läufe.
Erst in den letzten 20 Jahren ging man dann, wohl aufgrund der vielen US-Importe dank des günstigen Dollar-Kurses, auf die "amerik." 22"-Länge (56cm) bei Standardpatronen über. Da die Werbung auf die Maxime setzte "kürzer ist besser" (ohne, wie die "Altmeister" oben, die Ballistik zu berücksichtigen), zogen auch die europ. Hersteller auf 56cm Lauflänge gleich.

Grüße
Sirius
 
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anonym

Guest
#23
@sirius - du vergisst aber, dass sich in den letzten 100 (!) Jahren einiges am Treibladungssektor getan hat - auch hier blieb die Entwicklung nicht stehen.

Warum gab es damals so grosse Hülsen wie bei der 6.5x68? Tja, lange Zeit war die Klasse der 4350er Pulver das Langsamste, das mit "gleichbleibender" Qualität und einem brauchbaren Verhältnis von J/g hergestellt werden konnte. Um die Leistung rauf zu bringen, den Gasdruck aber in Grenzen zu halten wurden die Hülsen übertrieben gross (und die Geschossgewichte wurden verringert). In dieser Konstellation war damals schon ein 60-65cm Lauf "ausreichend" um die damlas bahnbrechende 6.5x68 richtig schnell zu bekommen.
 
A

anonym

Guest
#24
Hallo,
früher setzte man halt auf längere Läufe, auch bei Standardkalibern.
[...]
Danke für die erstklassige Erläuterung! :thumbup:

Ich bin bekennender Langlauf-Fan, und zwar aus zwei Gründen:

1. Waffen mit langen Läufen liegen wesentlich ruhiger als solche mit kurzen Läufen. Das "Kippeln" der Kurzlaufwaffen nervt mich (wobei ich zugebe, daß im dichten Busch kurze Läufe vorteilhaft sind, da sie weniger zum "Hängenbleiben im Gebüsch" neigen. Aber im dichten Busch jage ich üblicherweise nicht. :) )

2. Ich brauche keine Magnum-Patrone, wenn ich sie mir durch einen kurzen Lauf kastriere. Bzw. umgekehrt gilt es auch: Wenn ich für eine Mittelpatrone einen langen Lauf wähle, bekomme ich (fast) die Leistung einer Magnum-Patrone; allerdings mit weniger Pulver.

Fazit: Für mich heißt es: Länge läuft!

Rolf2
 
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#25
Fazit: Für mich heißt es: Länge läuft!
Das gilt für Schiffsrümpfe und Geschossformen, aber nicht für die Lauflänge!;-)

Ich bin bekennender Kurzlauf Fan!

Warum? Weil kurze Läufe, ich meine hier Büchsenläufe mit 45-50cm Länge, nur Vorteile gegenüber langen Läufen (55-65cm) haben. Der Trend zu kurzen Läufen ist bei Weitem kein Modetrend wie mache behaupten, sondern die Konsequenz aus der technischen Weiterentwicklung der Munition. Das ist auch schon in unzähligen Beiträgen hier dargelegt worden warum das so ist und konnte auch von der Langlauf Fraktion nicht mit Fakten widerlegt werden.

Und ja, ich nehme im Zweifelsfall lieber eine Magnum mit kurzem Lauf, weil die immer noch mehr Lesitung bringt als ihr Standardpendant mit einem überlangen Rohr.

Länge ist nutzlos und stört (bei Büchsenläufen:biggrin:)!

---
Tom
 
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anonym

Guest
#26
Ich bin bekennender Kurzlauf Fan!

Warum? Weil kurze Läufe, ich meine hier Büchsenläufe mit 45-50cm Länge, nur Vorteile gegenüber langen Läufen (55-65cm) haben.
Im dichten Busch - ansonsten nicht.

(Dein Geschmack ist davon natürlich unberührt - über den läßt sich bekanntlich nicht streiten)

Das ist auch schon in unzähligen Beiträgen hier dargelegt worden warum das so ist und konnte auch von der Langlauf Fraktion nicht mit Fakten widerlegt werden.
Falsch - es wurde lediglich dargelegt, daß der Verlust an Geschwindigkeit auf den jagdlich üblichen Entfernungen bis etwa 200m keine große Rolle spielt.

Und ja, ich nehme im Zweifelsfall lieber eine Magnum mit kurzem Lauf, weil die immer noch mehr Lesitung bringt als ihr Standardpendant mit einem überlangen Rohr.
Wie sinnvoll: Um 5% mehr Leistung zu bekommen, nimmst Du (mindestens) 20% mehr Pulver.


Fazit: Was mich an der Kurzlaufitis stört, ist nicht, daß die Jäger, die dieser Mode verfallen sind, Waffen mit kurzen Läufen kaufen können, sondern daß es für Fans der langen Läufe fast keine neuen Waffen mehr auf dem Markt gibt.

:evil:

Rolf2
 
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#27
I
... daß es für Fans der langen Läufe fast keine neuen Waffen mehr auf dem Markt gibt.

:evil:

Rolf2
Eben weil es keine Modeerscheinung, sondern technischer Fortschritt verbunden mit zahlreichen Vorteilen ist, sind Waffen mit kurzen Läufen mehr gefragt. Ergo gibt es immer weniger Waffen mit langen Läufen. Alles andere macht ja auch wenig Sinn!

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Tom

P.S. Du kannst dir natürlich eine Custom Waffe nach deinem Geschmack bauen lassen, keine Frage!
 
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