Rigby Highland Stalker

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Ein aufmerksamer Forist machte mich darauf aufmerksam: Die clevere Marketing Abteilung von Rigby hat sich mal wieder was einfallen lassen:

Zum Auftakt einer "Heritage Series" ist jetzt eine technisch und optisch auf der 1928ger Rigby Mauser des Elefantenjägers "Karamojo Bell" auf 50 Stück limitierte basierende Kleinserie "Karamojo Bell Rigby" in 275Rigby und mit Flügelsicherung erschienen.

Mit im Stil der Zeit nachgebautem Waffenkoffer, einem Messer und einigen anderen Zubehörteilen steht das Paket bei etwa 16TEUR plus MwSt. Fokus wird sicher der solvente US-amerikanische Waffensammler-Markt sein, denke ich....



https://www.johnrigbyandco.com/rigby-releases-new-limited-edition-w-d-m-bell-highland-stalker-rifle/
Das Video dazu...

 
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Eine wirklich schöne Büchse und mal etwas anderes als Plaste- Leder- Geradezuggedöns... Mir sehr sympatisch, allerdings fehlt mir für so eine Anschaffung das nötige Kleingeld. Und mehr als meine M12 kann sie eigentlich auch nicht.
 
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Seit April gibts eine 12 Repetierer umfassende Sonderserie der .375 H&H von Rigby, die unter dem Namen "Tsavo" und in Erinnerung an die gleichnamigen "man eater lions" firmiert.

https://www.johnrigbyandco.com/big-game-tsavo-limited-edition/



In den wenigen Bildern, die es dazu im Netz gibt ist das mit "Katzen Pfötchen" und den etwas weiblich aussehenden, der Geschichte entsprechend zutreffend mähnenlosen aber dennoch männlichen Löwen der Geschichte (Geist &Dunkelheit) verzierte Layout der Waffe sicher eher für den amerikanischen Geschmack dekoriert.



Mit gefiel die Waffe, die in Erinnerung an Bell entstand (auf der Highland Stlker basierend und in 275 Rigby) oder gar die Mopane, die ich auch mal bei Grambow Fieldsports als dem deutschen Händler von Rigby in den Pfoten halten konnte, deutlich besser...
 
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Na wunderbar, die Büchse mit der die Löwen von Tsawo geschossen wurden, war ´ne 7x57 alias .275Rigby.
Rigbys Mittelkaliber war die .350Rigby Mag. N.E. rimless und nicht die .375H&H Mag.
Das Ding hat mit "Tsavo" also soviel zu tun, wie meine M66 in 6,5x68.
Mal wieder so ´ne typisch mißlungene "Jubiläums-/Erinnerungswaffe", wie damals die M98 Pirschbüchse in .30-06 zum 100sten, oder der Jagdstutzen "Rominten" mit Schwedenmausersystem. :rolleyes:
Gibson käme auch nicht auf die Idee für ein limitiertes Les Paul Modell Fenderteile oder gleich ´nen Telecaster-Korpus zu verbauen oder Mercedes einen BMW-Motor, nur weil der 3er mehr verkauft wird als die C-Klasse. o_O
 
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Na wunderbar, die Büchse mit der die Löwen von Tsawo geschossen wurden, war ´ne 7x57 alias .275Rigby.
Dann musst Du mehr wissen als die mir verfügbare Literatur hergibt:

Patterson äußert sich in seinem Buch "The Man-Eaters of Tsavo" dazu wie folgt:

"the battery, to be sufficient for all needs, should consist of a .450 express, a .303 sporting rifle, and a 12-bore shot gun; and I should consider 250 rounds of .450 (50 hard and 200 soft), 300 rounds of .303 (100 hard and 200 soft), and 500 12-bore shot cartridges of say, the 6 and 8 sizes, sufficient for a three months' trip. Leather bandoliers to carry 50 each of these different cartridges would also prove very useful."

Heutzutage wäre das also eine .450 Nitro Express, .303 British und eine 12er Flinte, die er vermutlich mit Posten geladen hatte, so wie es PHs zur Verteidigung der zarten Haut ihrer wohlbehüteten Jagdgäste noch heute machen. ;)

Bei der Erlegung des ersten Löwen saß der gute Patterson auf einer Art Plattform (im indischen Macan Stil gefertigt und vermutlich aus seiner Zeit als Armeeoffizier dort inspiriert).


Welche Waffe dabei verwendet wurde scheint nicht bekannt, nur das der Schuß durch die Schulter ins Herz ging.



https://www.grandviewoutdoors.com/predator-hunting/courage-against-the-man-eaters-of-tsavo

https://www.range365.com/guns-that-killed-man-eaters-tsavo/

Zum zweiten Löwen heißt es in verschiedenen Quellen: "On the second lion, he got six hits. The first three were from the .303 rifle. The next shot he fired from the .450 from a tree, and the final two he fired head on into the lion’s head and body, also with the .450, during its final charge. He said the rounds that killed it were loaded with Martini bullets."



Ich vermutle mal, mein lieber @Sirius, Du verwechselst hier Patterson und Corbett ? Letzterer führte seine 275 Rigby auf Leoparden und, soweit ich weiß, schoss er auch einen seiner Tiger damit.



Den Rest der gestreiften Katzen wurde jedoch mit diesem Püster hier gestreckt, der vor einigen Jahren von einem US-amerikanischen Sammler ersteigert wurde (und auf Youtube bei einem Probeschießen vorgeführt wird https://www.youtube.com/watch?v=x2rZabt_C_8 ):

 
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Ist trotzdem der traurige Versuch mit dem Namen Tsavo Geld zu verdienen.

Für Amis ist das i.O. Aber wer sonst lässt sich schon im Busch mit so etwas sehen?
 
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Ist trotzdem der traurige Versuch mit dem Namen Tsavo Geld zu verdienen.

Für Amis ist das i.O. Aber wer sonst lässt sich schon im Busch mit so etwas sehen?
Nun, Geld verdienen wollen die alle - aber das Rigby Marketing ist mit der Verknüpfung ihrer Geschichte und der Aura der großen Jagdgeschichten und Jäger vergangener Zeiten schon sehr clever. Wenn ein Produkt eine gute Geschichte erzählt, dann verkauft es sich auch i.d.R. besser.

Klar tuts Plastik-Schaft oder Waffen, die nach Sportergonomischen Erkenntnissen aus dem modernen Wettkampf-Schießen in Carbon o.ä. gefertigt sind. Auch das wird Menschen ansprechen.

Aber was die "Tsavo" betrifft, bin ich mal ausnahmsweise bei Dir ;) - wäre mir auch "too much" und ich vermute auch, dass sich diese Waffe eher in den klimatisierten Panzer-Glas Vitrinen der Trophy-Rooms jenseits des Atlantiks aufhalten wird... was schade aber jedem Käufer schließlich selber überlassen ist.

Die "Mopane" (s.u.) war, wie ich schon geschrieben habe, eine klassisch-schlichte Waffe ohne Firlefanz, einfach super Holz und hervorragend verarbeitet... da bin ich fast nochmal schwach geworden....aber ich habe mein schießendes Werkzeug eigentlich zusammen.

 
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