Rotkehlchen, der verlorene Partner

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#1
Am Dienstagmorgen, sitze ich im Garten unter der Terrasse und genieße meinem Kaffee und die Ruhe. Nach 10 Minuten, landet ein Rotkehlchen auf der Terrassenbrüstung, Entfernung 1 Meter, und tickt mir die Ohren voll, fliegt hoch zum Dachfirst des Gartenhauses, kommt wieder zurück und tickt mir weiter die Ohren voll.

Ich überlege ob ein Rotkehlchen überhaupt schon mal so nah an mir dran war, trinke meinen Kaffee und wundere mich über das merkwürdige Verhalten. Immer wieder fliegt es mich an und tickert aufgeregt, fliegt dann wieder zum First, das ganze wiederholt sich ständig.

Bei mir entsteht der Eindruck, als wolle der Vogel mir etwas sagen,(Einbildung) ich stehe auf gehe um das Gartenhaus herum und sehe den Vogel auf der anderen Seite aufgeregt auf der Regenrinne hin und her flattern. Als ich näher herangehe höre ich ein Flattern und Tickern aus dem abgedeckten Regenwasserverrieseler.

Ich öffne den Deckel, und zu meinem Erstaunen sind unten drin ein zweites Rotkehlchen. Es gelingt mir es vorsichtig zu greifen und in die Freiheit zu entlassen. Sofort fliegt es zu seinem offensichtigen Partner, und beide begrüßen sich völlig aufgeregt.

Das Fallrohr habe ich gestern mit einem Netzverschluß gesichert, damit dies nicht wieder passiert.

Und heute morgen, ich sitze an meinem gewohnten Platze, kommen 2 Rotkehlchen geflogen, tanzen auf dem Dach herum und schickern lautstark. Ich denke, nee nicht schon wieder und gehe nachschauen, aber das Fallrohr ist abgedeckt und nichts im Schacht.

Ich habe schon viel im Leben erlebt, aber dies war mir völlig neu, ich hatte den Eindruck als wollten die beiden sich bedanken.

Eine wahre Begebenheit.

Hat von euch schon mal etwas derartiges erlebt?

Grüße aus dem Wald
 
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#2
Ja.
Meine Frau steht auf Piepmätze und füttert deshalb ganzjährig.

Wenn ich das Futterhaus mal auffülle, ist zunächst mal Ruhe, füttert hingegen meine Frau, sitzen sie schon in der Warteschleife in der ca. 5 Meter entfernten Hecke.

Ein ganz besonderer Spezi ist unser Kirschkernbeißer. Wenn die Kirrung leer und meine Frau in der Küche oder im Wohnzimmer zu sehen ist, kommt er ans entsprechende Fenster und klopft solange an, bis aufgefüllt wird.

Ebenfalls erwähnenswert ist Cera, unser Fuchs.
Den hat meine Frau vor Jahren aus dem Osterfeuer gezogen und liebevoll aufgezogen. Cera hat unseren Umzug mit gemacht und im neuen Heim einen eigenen Bau mit Auslauf bezogen. Dort blieb sie fast 3 Jahre lang. Auswilderungsversuche scheiterten kläglich - wenn wir sie mit dem Auto in den Wald brachten und uns heimlich verpieselten, saß sie schon vor der Heckklappe des Autos und wartete.
Kurz vor ihrem dritten Geburtstag büxte sie aus, als ich sie füttern wollte. Ein Satz durch die Tür und weg war sie. Wir haben sie dann einige Wochen nicht mehr gesehen, allerdings muss sie nachts am Haus gewesen sein, denn das Futter in ihrem Auslauf war morgens fast immer verschwunden und das Fährtenbild eindeutig.

Irgendwann im Mai saßen wir, meine Frau, die Kids und ich, noch lange vor dem Fernseher. Plötzlich stieß meine Frau mich an und zeigte vorsichtig nach draussen. Unmittelbar vor der Scheibe auf der Terrasse stand unsere Fähe mit 3 Welpen. Die vier sahen uns eine Zeit lang an, dann marschierten sie gemütlich zu Ceras Auslauf, wo sie nach Futter suchten, aber natürlich nichts mehr fanden.
Tags drauf habe ich dann abends auch Füchschen gefüttert, allerdings nur kleine Portionen, die Racker sollten gefälligst mäuseln lernen. Das Futter war einige Wochen lang morgens weg, aber auch damit war irgendwann Schluß
Ich bin überzeugt, Cera wollte uns ihre Welpen vorstellen, denn das Procedere wiederholte sich mehrere Jahre lang, bis sie irgendwann nicht mehr auftauchte.
 
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#3
Am Dienstagmorgen, sitze ich im Garten unter der Terrasse und genieße meinem Kaffee und die Ruhe. Nach 10 Minuten, landet ein Rotkehlchen auf der Terrassenbrüstung, Entfernung 1 Meter, und tickt mir die Ohren voll, fliegt hoch zum Dachfirst des Gartenhauses, kommt wieder zurück und tickt mir weiter die Ohren voll.

Ich überlege ob ein Rotkehlchen überhaupt schon mal so nah an mir dran war, trinke meinen Kaffee und wundere mich über das merkwürdige Verhalten. Immer wieder fliegt es mich an und tickert aufgeregt, fliegt dann wieder zum First, das ganze wiederholt sich ständig.

Bei mir entsteht der Eindruck, als wolle der Vogel mir etwas sagen,(Einbildung) ich stehe auf gehe um das Gartenhaus herum und sehe den Vogel auf der anderen Seite aufgeregt auf der Regenrinne hin und her flattern. Als ich näher herangehe höre ich ein Flattern und Tickern aus dem abgedeckten Regenwasserverrieseler.

Ich öffne den Deckel, und zu meinem Erstaunen sind unten drin ein zweites Rotkehlchen. Es gelingt mir es vorsichtig zu greifen und in die Freiheit zu entlassen. Sofort fliegt es zu seinem offensichtigen Partner, und beide begrüßen sich völlig aufgeregt.

Das Fallrohr habe ich gestern mit einem Netzverschluß gesichert, damit dies nicht wieder passiert.

Und heute morgen, ich sitze an meinem gewohnten Platze, kommen 2 Rotkehlchen geflogen, tanzen auf dem Dach herum und schickern lautstark. Ich denke, nee nicht schon wieder und gehe nachschauen, aber das Fallrohr ist abgedeckt und nichts im Schacht.

Ich habe schon viel im Leben erlebt, aber dies war mir völlig neu, ich hatte den Eindruck als wollten die beiden sich bedanken.

Eine wahre Begebenheit.

Hat von euch schon mal etwas derartiges erlebt?

Grüße aus dem Wald

sehr schöner Artikel, ich füttere das ganze Jahr über " meine Vögel ", und wenn kein Futter mehr in den Automaten ist, wird geschimpft, was das Zeug hält. Dabei sind die Vögel mittlerweile so zutraulig geworden, das sie auf 1-2 meter an mich heran kommen. Selbstverständlich wird auch in der Wassertränke gebadet. Sehr schön anzusehen
 
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#5
Schöne Berichte. Kommen leider viel zu kurz.
.... das sehe ich auch so, es wird viel darüber Geschrieben/diskutiert, welches Kaliber, welche Entfernung, welches Geschoss etc. aber ich bin der Meinung das unsere heimischen Vögel hunger leiden ( auch im Sommer ) und diese Diskusion kommt leider viel zu kurz. Es mag sein, das nicht alle im Forum Vogelliebhaber sind, aber m.M. nach gehöhrt auch dies zum angewanten Naturschutz, dem wir uns doch auferlegt haben, oder lieg ich jetzt ( in meinem Alter ) neben der Spur??
MfG
D.T.
 
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#7
Ich kann bei dem Wetter nicht schoen schreiben.(Wenn ueberhaupt)
Tagwerk in feindlicher Umgebung verrichtet, Hund geschnappt und dann ans Wasser:
Es gaebe mehr zu sagen, aber ob das hier noch der Rahmen dazu ist?
"Hund war nicht an der Leine", "Betretungsrecht", "Eisvogel untypische Warte geboten" "Hund nicht scharf" "Fische sterben an Hundefutter und Brot" "Wild war Gatterwild" - egal- hatte einen guten Tag im Wasser, alle genannten auch...
 
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#8
Ich fände es sehr bedauerlich, Jagd nur auf den Abschuss von Wild zu reduzieren. Jedes mal, wenn ich draußen bin schöpfe ich neue Kraft und Energie, alleine der Aufenthalt entschädigt mich für den Arbeitstag. Ich habe mir einfach abgewöhnt, mich über jeden Hundehalter, Reiter, MTB Fahrer, Crossfahrer, etc. zu ereifern, dazu ist mir meine Lebenszeit zu kostbar.

Grüße aus dem Wald
 
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#9
Ich habe im Garten auch eine Schale aufgestellt mit Wasser für alle gefiederten Besucher und -notgedrungen- auch die ganzen Freigänger (6 an der Zahl). Die Schale steht so das die Katzen sich nicht unentdeckt anschleichen können. Nistkästen will ich auch noch aufhängen.

An der Jagdhütte haben wir 3 Stück hängen und weitere 4 in unmittelbarer Umgebung. Es ist schon schön im Bett zu liegen und auf der anderen Seite der Wand hört man dann die Vögel ein und ausfliegen.

Immer wenn ich auf der Terrasse sitze und das Rotkehlchen sehe, den Zaunkönig, die Singdrossel und den Specht höre freue ich mich das a.) die ganzen Freigänger doch noch nicht alles weg geholt haben was da flattert und b.) ich ein klein wenig Natur noch habe und höre.

Dann und wann verirrt sich auch Rehwild in den Garten XD.
 
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#10
Eine alte Geschichte von mir,die sich vor einigen Jahren zugetragen hatte.
Blaumeise mit "Schuss".
Meine Geschichte hat mit Jagd nur im übertragenen Sinn zu tun.
Ich bewohne mit meiner Gattin über meinem
Autohaus eine Wohnung mit einem großen Dachgarten.Zu diesem geht auch ein Fenster
von meinem Jagdzimmer.
Nun werden wir seit drei Tagen von einem
Blaumeisenmännchen "terrorisiert".
Das sieht sich nämlich in dem bespiegelten Fensterglas und "reitet"ununterbochen Attacke auf sein Spiegelbild.Um es vor sich selbst zu schützen,ließen wir die Rolladen herunter und wir hatten Ruhe.Da wir aber nicht ständig in einer Dunkelkammer leben wollten,zog meine Frau nach Stunden die Rollo wieder hoch und der Tanz begann von Neuem.
Heute morgen ging ich dann zum Generalan-
griff über.Ich ließ das Rollo halb herunter und stellte eine große Messingente auf das
Fensterbrett,mit dem Erfolg,das meine Kampfmeise diese als Flugzeugträger benutzte.Nächster Versuch:eine Seite mit Greifvögeln fotokopiert und an die Scheibe geklebt.Erfolg:Meise nutzte diese als Basis zur nächsten Attacke.
Letzter Versuch:Rollo herunterlassen und ca.20cm offen lassen.Dann von innen warten und den nächsten "Angriff" abwarten.Blitzschnell ließ ich das Rollo herunter und Meise war zwischen Rollo und Fenster gefangen.Nach dem ich sie mit einem Handtuch vorsichtig eingefangen hatte,brachte ich sie mit dem Auto zum ca.800m entfernten Waldfriedhof und ließ sie fliegen.Da ich wegen der 30ßiger Zone nach 3 Minuten wieder zu Hause war,kam schon der Anruf meiner Frau aus der Wohnung,die "Kamf-
meise" ist wieder eher da als du zurück.
Daher steht es im Moment 3:0 für meinen gefiederten Freund.Ich gebe den Kampf auf und wir ertragen weiterhin ihre Attacken auf Ihr Spiegelbild.
 
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#11
Ist schon eine Weile her:
Ich sitze draussen auf dem Fensterbrett und qualmen die Morgenzigarette.
Ein paar Singvögel drängeln sich im Vogelhäuschen, etwa 5m von mir entfernt.
Auf einmal macht es laut 'Miau' und die Vögel spritzen weg.
Denke noch....wie...Miau?
Da fliegt eine Krähe aus den Büschen und versucht sich in's Futterhaus zu zwängen.
Seid dem habe ich nur noch Fettblöcke für die Singvögel. Festgezurrt. Sonst fliegen die Elstern mit ihnen weg.
So ein Gesindel :oops:
 
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#13
Sitz grad im Garten mit Hund im Schatten und die Stare ernten meinen Frühapfelbaum. Dreckspack - das geht schon seit tagen so und alles fällt angepickt und unbrauchbar auf den Boden. Wir haben hier Schaaren, das kann sich kein Mensch vorstellen. Jedes Jahr das Gleiche ....
 
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#14
Ich kann bei dem Wetter nicht schoen schreiben.(Wenn ueberhaupt)
Tagwerk in feindlicher Umgebung verrichtet, Hund geschnappt und dann ans Wasser:
Es gaebe mehr zu sagen, aber ob das hier noch der Rahmen dazu ist?
"Hund war nicht an der Leine", "Betretungsrecht", "Eisvogel untypische Warte geboten" "Hund nicht scharf" "Fische sterben an Hundefutter und Brot" "Wild war Gatterwild" - egal- hatte einen guten Tag im Wasser, alle genannten auch...

..... bitte helfen, ich verstehe Deinen Artikel nicht!
MfG
D.T.
 
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#15
Eine alte Geschichte von mir,die sich vor einigen Jahren zugetragen hatte.
Blaumeise mit "Schuss".
Meine Geschichte hat mit Jagd nur im übertragenen Sinn zu tun.
Ich bewohne mit meiner Gattin über meinem
Autohaus eine Wohnung mit einem großen Dachgarten.Zu diesem geht auch ein Fenster
von meinem Jagdzimmer.
Nun werden wir seit drei Tagen von einem
Blaumeisenmännchen "terrorisiert".
Das sieht sich nämlich in dem bespiegelten Fensterglas und "reitet"ununterbochen Attacke auf sein Spiegelbild.Um es vor sich selbst zu schützen,ließen wir die Rolladen herunter und wir hatten Ruhe.Da wir aber nicht ständig in einer Dunkelkammer leben wollten,zog meine Frau nach Stunden die Rollo wieder hoch und der Tanz begann von Neuem.
Heute morgen ging ich dann zum Generalan-
griff über.Ich ließ das Rollo halb herunter und stellte eine große Messingente auf das
Fensterbrett,mit dem Erfolg,das meine Kampfmeise diese als Flugzeugträger benutzte.Nächster Versuch:eine Seite mit Greifvögeln fotokopiert und an die Scheibe geklebt.Erfolg:Meise nutzte diese als Basis zur nächsten Attacke.
Letzter Versuch:Rollo herunterlassen und ca.20cm offen lassen.Dann von innen warten und den nächsten "Angriff" abwarten.Blitzschnell ließ ich das Rollo herunter und Meise war zwischen Rollo und Fenster gefangen.Nach dem ich sie mit einem Handtuch vorsichtig eingefangen hatte,brachte ich sie mit dem Auto zum ca.800m entfernten Waldfriedhof und ließ sie fliegen.Da ich wegen der 30ßiger Zone nach 3 Minuten wieder zu Hause war,kam schon der Anruf meiner Frau aus der Wohnung,die "Kamf-
meise" ist wieder eher da als du zurück.
Daher steht es im Moment 3:0 für meinen gefiederten Freund.Ich gebe den Kampf auf und wir ertragen weiterhin ihre Attacken auf Ihr Spiegelbild.
sehr gut, manchmal geht das Leben seltsame Wege,..... und die Meisen auch! Aber immer schön anzuschauen.
MfG
#D.T.
 
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