Rotwildbewirtschaftung 2020/21

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@ Mohawk: auch wir jagen nach Alters - und nicht nach Güteklassen, aber trotzdem sind Kronenhirschlein der Jugendklasse tabu!
 
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...und das Geschlechterverhältnis ist überall dort schlecht, also zu Ungunsten des männlichen Wildes - wo die Bestände überhöht sind

Nein, eben nicht überall. Das ist leider sehr oft so, weil die Trophäengeilheit und / oder Rotwildzuchtphantasien vieler Jagdscheininhaber dafür sorgt, was durch Handtuchreviere und Kleingarten-HGs noch unterstützt wird. Ich habe aber auch schon andere Situationen erlebt, wo es bei geringerer Pachtjagddichte drumherum einen Überhang an AK3 / 4 gab ... :rolleyes:

und eine Reduktion nötig ist! Und gerade dann ist es zweckbefreit, jeden Hirsch der Jugendklasse schiessen zu dürfen!

Solange es im Rahmen der Pläne ist ist es nicht zweckbefreit, zu dürfen, sondern dient der effizienten Jagd. Du musst ja nicht jeden jungen Hirsch schiessen und es wird ja auch niemand gezwungen, "am dicken Ende" anzufangen, aber wenn dann mal ein Hirsch liegt, der ein Ende zu viel hat - so what? Das ganze Gezeter und Gejammer und die dann aufkochenden sozialen Giftgemische sind doch völlig überflüssig.
 

z/7

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Hier das Ergebnis aus einem (veränderten) Bejagungskonzeptes des Rotwildes aus dem Hochwald und die Auswirkungen auf Geschlechterverhältnis und AK
(aus Mangel an männlichem Rotwild wurden AK 1 und 2 komplett geschont)

http://www.kwis-rlp.de/fileadmin/we...Abschlussbericht_Rotwildbejagung_Hochwald.pdf

Die Kotanalyse zu Beginn des Projektes spricht von einem Geschlechterverhältnis von 1 : 1,1. So arg unausgewogen kommt mir das jetzt nicht vor. Dann ist das kein Abschlußbericht, sondern ein Zwischenbericht über ganze 4 Jahre, was nahezu anekdotisch ist, das Projekt wird nur in einem Teil des Rotwildgebietes betrieben, und zu den Jagdstrategien sag ich lieber nix.

Das interessanteste ist noch der Vergleich zwischen Kotanalyse und Scheinwerferzählung. Zu der Anzahl von über 7 Stck/100 ha Wald sag ich aber auch besser nix.
 
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Die Kotanalyse zu Beginn des Projektes spricht von einem Geschlechterverhältnis von 1 : 1,1. So arg unausgewogen kommt mir das jetzt nicht vor. Dann ist das kein Abschlußbericht, sondern ein Zwischenbericht über ganze 4 Jahre, was nahezu anekdotisch ist, das Projekt wird nur in einem Teil des Rotwildgebietes betrieben, und zu den Jagdstrategien sag ich lieber nix.

Das interessanteste ist noch der Vergleich zwischen Kotanalyse und Scheinwerferzählung. Zu der Anzahl von über 7 Stck/100 ha Wald sag ich aber auch besser nix.
Unvollständig deshalb, weil die Untersuchung abgebrochen wurde, da der Nationalpark Hunsrück-Hochwald seit 2014 große Gebiete der Untersuchungsfläche, vereinnahmt. Sorry.
Anfänglich ging man von einem erhöhten Geschlechetrverhältnis zu Gunsten des Kahlwildes aus, was sich aber nicht bestätigt hatte. Leider konnte die Auswirkung eines AK Abschussplanes auch nicht erforscht werden (war dann auch nicht Ziel) da zuwenige ältere Hirsche vorhanden.
Im jetzigen NLP ist die Rotwilddichte ca. 6St./100ha bei geringeren Verbiss- bzw. Schälschäden in den Aussenbereichen des NLP.
 
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Was im Hochwald mit dem Rotwild geschah bzw. immer noch geschieht, ist eine einzige Katastrophe! Ältere Hirsche so gut wie nicht mehr vorhanden, kaum noch richtiger Brunftbetrieb....

Ich bin übrigens im Hochwald aufgewachsen!
 
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Nachdem der NLP HH sein Jagdkonzept nicht an klassischer Rotwildbewirtschaftung festmacht und neben Kahlwildabschuß nur ein paar junge Hirsche schießen lässt, erfreuen sich mittlerweile die Anrainer-Pächter an so manchem altgewordenen Hirsch !

Viele ältere Hirsche landen sicher in den niederländischen Villen der kommunalen Pächter...
 
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Das hat doch nichts mit Trophäenzucht zu tun, aber wenn ich reduzieren will - und darauf läuft ja die Bewirtschaftung nach Altersklassen hinaus - bringt es doch nichts, wenn ein Kronenhirschlein vom 2.Kopf geschossen wird! Reduzieren kann man durch Entnahme der Zuwachsträger - also Versenken der Mutterschiffe! Schiesst einfach Kälber, da fallen dann auch genügend männliche Vertreter der Jugendklasse und man braucht keine postmortale Geschlechtsumwandlung durchzuführen und lasst solche Hirschlein leben - wir brauchen sie für einen guten Altersklassenaufbau!
Aber gerade in Revieren mit sehr hoher Wilddichte überwiegt doch bei weitem das Kahlwild und da hat man es doch nicht nötig, jeden Hirsch der Jugendklasse umzulegen!

Übrigens jage ich gerne auf Trophäenträger und fühle mich sogar gut dabei - wahrscheinlich war es Mohawk noch nie vergönnt, auf einen Trophäenträger ( damit meine ich kein Hirschlein mit „Kindergeweih) zu jagen....
Es sei den es gibt massive Schlagschäden in dem Revier - da ist durchaus auch die Entnahme von Trophäenträgern sinnvoll.
 
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Wegen der Schlagschäden sollen Trophäenträger entnommen werden? Ok, wäre ja auch mal eine Idee!😉
 
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Bei uns in der Nähe gabs Reviere wo nachweislich in kleineren Waldstücken Massierungen von 20 und mehr Geweihten auftraten wovon aufgrund einer unsinnigen Kronenhirschregelung eigentlich keiner erlegt werden durfte, dort wurden 3-4m Hohe Kulturen regelrecht vernichtet, bis dann die Regelung ausgesetzt wurde und wahllos dezimiert wurde. Wer durch einen derartigen Bestand gegangen ist findet Schlagschäden nicht zum ;)
 
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Es ist nunmal eine Tatsache, dass männliches Wild für die meisten Jäger attraktiver ist als weibliches. Erstens gibt es neben dem Braten auf dem Tisch auch noch eine nette Erinnerung an die Jagd, da man eine Trophäe behalten kann. Zweitens wollen auch Heerscharen von Ahnungslosen aus Karnickelrevieren einmal im Leben auf Rotwild waidwerken. Die kann man nur auf durch jeden Radfahrer ansprechbares Rotwild loslassen, also zum Beispiel auf Sechser.
Insofern muss deshalb der Abschuss von männlichem RW begrenzt werden. Dafür werden Gütekriterien hergenommen. Es ist jetzt total egal, was als Gütekriterium bestimmt wird. Selbst das tragen eines rosa Hütchens ist taugliche Voraussetzung. Es geht lediglich um irgendeine Begrenzung.
Wenn man Kriterien aufstellt, ist die Bestimmung von Merkmalen körperlicher Stärke und Vitalität sachlogisch. Was wäre auch die Alternative?

Gütekriterien sind ein Wert an sich.
 
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Bei uns in der Nähe gabs Reviere wo nachweislich in kleineren Waldstücken Massierungen von 20 und mehr Geweihten auftraten wovon aufgrund einer unsinnigen Kronenhirschregelung eigentlich keiner erlegt werden durfte, dort wurden 3-4m Hohe Kulturen regelrecht vernichtet, bis dann die Regelung ausgesetzt wurde und wahllos dezimiert wurde. Wer durch einen derartigen Bestand gegangen ist findet Schlagschäden nicht zum ;)

„Massierung“ von 20 und mehr Geweihten...
Ist das nicht normal in der Kolbenzeit? Das sind doch keine Massierungen, da kenne ich aber anderes!
 
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Ach der Wald ist doch überhaupt nicht wichtig 🙄 der ist doch nur die Hintergrundkulisse, wo der gute teutsche Waidmann auf die richtige Anzahl an Enden Phosphorsauren Kalks für die Wand waidwerken kann...

Das manche das einfach nicht verstehen wollen ... Schlimm schlimm schlimm 🙄
 
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