Rückgang der Artenvielfalt - das Nichts breitet sich weiter aus

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#1
Wenn ich im Moment durch meine Jagd fahre, dann fühle ich mich an die "Unendliche Geschichte" von Michael Ende erinnert - da wird das imaginäre Reich Phantasien langsam aber sicher vom sich immer weiter ausdehnenden "Nichts" verschlungen.

Auf den landwirtschaftlichen Flächen ist wirklich NICHTS - keine Hasen, keine Tauben, vielleicht einmal ab und zu eine Krähe. Und diese Todeszonen dehnen sich immer weiter aus, verschlucken hier einen Wegrandstreifen, dort ein Gehölzriegel. Da wird einen Wallhecke zu Tode gepflegt, bis nur noch ein nackter Wall mit golfplatzrasenkurzem Bewuchs übrigbleibt. Selbst Naturschutzflächen werden durch Wanderschäfer noch radikal kahl gehalten. In den wenigen Waldstücken röhren jetzt auch noch die Motorsägen der Brennholzwerber. Die tiefen Gräben werden ausgebaggert und klinisch sauber gehalten. In den kahlen Alleen entlang der Straßen habe die nordischen Bussarde ihren Ansitz bezogen und hoffen auf - vielleicht einen Regenwurm ?

Der Artikel in WuH ist gut recherchiert, aber welche konkreten Lösungsvorschläge gibt es ?

Oder ist die Rückkehr des Wolfes ökologisches Feigenblatt genug, und die Artenvielfalt in Wald und Flur wird der Energiewende und Exporterfolgen der Großagrarwirtschaft geopfert ?
 
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#2
:thumbup: :thumbup: :thumbup:

Genau so ist es !

Und von den ganzen selbsternannten Umwelt und Naturexperten hat keiner die Zusammenhänge begriffen.
 
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#3
Auch von mir :thumbup:

Das wirklich wahnsinnige daran ist unter welcher Flagge das alles geschieht.

Schöne, neue, bunt-grüne Welt.:twisted:
 
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#5
Es ist schon bedenklich, wenn man für ein diffuses Fernziel ( Klimaschutz ) den Arten und Naturschutz vor der eigenen Haustür mit Füßen tritt.
Deutschland mit seinen 4% an der globalen CO2 Emission wird sicher nichts am Klimawandel ändern. Größenwahn zu glauben man rettet die Eisbären, wenn man das eigene Land in eine Energiewüste verwandelt.
 
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#6
Ich denke du beziehst dich auf den Artikel S. 16.

Wenn du den von S.14 oben deneben legst, weißt du auch warum der bruharhar "Naturschutz" da nix gegen unternimmt.

Die Artenvielfalt ist in Schutzgebieten genauso bedroht wie auf Kulturland.

Hatten wir auch hier im Forum schon einigen Male durchgekaut, Artenschutz heißt Arbeit und die bringt weniger als ´s MAul aufreißen... :evil:


CdB
 
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#7
Ich weiß gar nicht was ihr habt, ist doch alles schön grün aufm Acker........ :twisted::twisted:
Habe ich von einer Spaziergängerin auch gehört. Der musste ich dann erklären, dass der Genmais nur wegen der Leute grün gemacht wurde. Eigentlich wäre der ja rosa :roll:.
Der Blick, den ich dafür bekam, war einmalig :unbelievable:

@Wautzebautz
:thumbup::thumbup::thumbup:
Gruß-Spitz
 
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#11
Oft auch einfach: Schützen durch "in Ruhe lassen", wachsen lassen, die Natur ein Stück weit gewähren lassen.

Letztlich geht es um Biotopschutz, Biotopschutz und nochmal Biotopschutz.
Das kommt auf das Schutzziel an. Willst Du einen Borstgrasrasen erhlaten, muss die Sukzession weg, sonst wird es Wald. Aber die Beobachtung des TS ist richtig, die "Energiewende" ist wirklich bedrohlich. Das gilt durchaus auch für Wälder, mir missfallen die überall entstehenden Reisighäufen, die zur Hackung bereitliegen (ich sehe nur zwei begründete Ausnahmen: Hiebe an Straßen, Parkplätzen, Bebauung, wo das Ast- und Gipfelmaterial stört oder, wenn ein Bestand gerade in Verjüngung ist und das Material zu sehr verdämmen würde, was aber selten ist).
 
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#12
... Selbst Naturschutzflächen werden durch Wanderschäfer noch radikal kahl gehalten. ...
In meiner Nachbarschaft haben die Naturschmutzverbände mit der ULB zusammen in einem alten Steinbruch eine über Jahrzehnte an einem aufgelassenen Steinbruch gewachsene Buschlandschaft auf den Stock gesetzt, um (!)Orchideen(!) die Möglichkeit zu geben sich auszubreiten. Wer noch vor ein paar Jahren dort erwischt worden wäre, dass er sich einen Zweig aus dem Busch pflügt, den hätte Thors Hammer getroffen. Wenn Behörden das zusammen mit Ökofreaks machen, nennt man das Pflegemaßnahme.

Jetzt sollen Ziegen dafür sorgen, dass die Büsche nicht wieder gedeihen und sich stattdessen die Orchideen breit machen können. Nur - keiner kann mir erklären, wie man Ziegen dazu bringt, zwischen beginnendem Buschwerk und Orchideen zu unterscheiden. Wenig Berücksichtigung fand auch die Tatsache, dass der Schallschutz (A 1 verläuft in der Nähe) bei Orchideen praktisch Null ist und dass auch die Sauerstoffproduktion bei Büschen höher sein dürfte als bei den kleinen Blümchen.

Der Unfug wird aus EU-Mitteln und mit Zuschüssen aus der Region finanziert. Und damit letztendlich von uns.
 
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#13
Bei uns war es genau umgekehrt - wegen der Orchideen sollte eine Waldwiese nicht mehr gepflegt werden - verbuschte natürlich zusehends. Als sich niemand mehr so richtig für die Wiese interessierte (der Enthusiasmus erlahmt da bei mangelndem Presseinteresse ganz schnell) habe ich mit einem pensionierten Mitarbeiter gesprochen - jetzt ist die Wiese wieder gepflegt ...
 
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#14
Wie wäre es, statt dem Geschimpfe mal selbst etwas Verantwortung zu übernehmen?
Kaufe oder pachte dir ein Stück Land und bewirtschafte es so, wie du es gerne bewirtschaftet sehen möchtest.
 
A

anonym

Guest
#15
Was ist eigentlich mit "Greening"?
Ich kenne das nur als Schlagwort ohne genaueren Hintergrund dazu...
 
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