Sau kommt nach Schuss

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Servus,

Ich hatte 2 Mal (in 21JJ)das Erlebniss das Schwarzwild unmittelbar nach der Erlegung eines anderen Stückes Wild anwechselten bzw dieses sogar angeschnitten haben.

Das erste Mal hab ich einen Fuchs an der Kirrung erlegt. Dich hätte kaum geschossen als ich lautes Knacken aus der Docking hörte. Erst habe ich mich geärgert weil ich dachte die Sau vergrämt zu haben, doch das Keilerchen zog Schnurstracks Richtung Fuchs und blieb direkt davor stehen. K.a. was er vorhatte weil ich ihm die Zeit nicht ließ.
Zwischen der 1. Schussabgabe und dem 2. Schuss lag vielleicht 1Minute.

Das 2. Erlebniss war einige Jahre später beim Bockansitz auf einer Wiese. Ich erlegte einen Jährling an der Kante zu einem Getreidefeld. Das Böcklein lag im Feuer nur ein Paar Meter von der Feldkante entfernt.

Ich bin abgebaumt und weil die Wiese frisch gemäht war wollte ich den Bock gleich mit dem Auto holen. Als ich zum Bock komme (es war noch hell) war dieser verschwunden.
Ich bin am Abschuss und sehe wie eine sehr breite Schneise inkl. Schweiß in das Getreide führt. Ich folge, stark verwundert, der deutlichen Spur und nach ein paar Metern bricht eine Starke einzelne Sau aus dem Feld keine 20M vor mir. Ich bin so perplex das ich nicht mehr zum Schuss komme.
Am Bock angekommen war dieser bereits im Bereich der Keulen angeschnitten.
Die Zeit vom Schuss bis zu meiner Ankunft am Abschuss waren höchstens 5Minuten.

Am selben Sitz hat ein Mitjäger von mir vor ein paar Jahren ebenfalls einen Bock erlegt und der Andere Mitjäger nur ein paar Minuten später und keine 100 Meter weiter auch ne Sau.

Seit dem wird bei mir bei der Saujagd auch kein Fuchs mehr pardoniert.

Habt ihr schon ähnliche Erfahrungen gemacht.

Auffällig war das alle 3 Sauen Keiler waren.

Gruß und Wmh
 
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Selbst noch nicht erlebt, aber ich halte das jetzt nicht für unnatürlich oder ungewöhnlich. Glaube aber eher an den Zufall als das sich Sauen darauf spezialisieren würden nach einem Schuss nach Nahrung zu suchen .
 
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Habt ihr schon ähnliche Erfahrungen gemacht.

In einer mondhellen Nacht kommen zwei Überläufer auf eine offene Wiese und fangen an zu brechen. Die Erkorene fiel im Knall nieder, die andere machte einen kurzen Satz, verhoffte gefühlte zwei Minuten sichernd und wechselte dann zurück, als wollte sie sich vergewissern. Im richtigen Moment war dann auch der zweite Schuß draussen und ich konnte verblüfft eine nächtliche Doublette vermelden.

Auf einer etwas tiefergelegenden Wiese, begrenzt durch einen Fichtenbestand, kam morgens eine ziemlich Dicke heraus, um zu brechen. Ich sitze etwa 120m weit weg auf einer offenen kleinen Leiter, richte mich ein und erwarte den richtigen Moment. Plötzlich kommt ein Bock den kleinen Hang heruntergestürmt (vermutlich wurde er oben gestört), verhofft kurz beim Anblick der brechenden Sau und beide verschwinden nach einer Schrecksekunde im Fichtenbestand. Mist, Mist, Mist denke ich mir noch so, da kommt die Sau nach gefühlten drei-vier Minuten wieder auf die Fläche, um den Tiefbau fortzusetzen! Ka-Bautz und sie fällt in eine Bodenwelle. Während ich noch durchs ZF den Verbleib der Wutz versuche zu ermitteln, tritt etwa 50m vor mir der Bock wieder aus. Ich dachte noch, ich träume! Der Bock blieb auch. Die BEVA war an diesem Morgen auch mit Rehwild erfolgreich und so bleibt eine wunderbare Erinnerung.

Also: Erwarte stets das Unerwartete.
 
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Also ich habe zwei Mal ähnliche Beobachtungen gemacht. Zuletzt am letzten Wochenende. Ich habe ein Reh erlegt, aufgebrochen und versorgt und unter die Kanzel gehängt. Danach habe ich einen Fuchs erlegt. Ca. 15 Minuten später kam ein Überläuferkeiler auf die Wiese gezogen, diesen habe ich dann ebenfalls erlegt. Ich konnte mein Jagdglück kaum fassen, auf Sauen hatte ich mir keinerlei Hoffnungen (mehr) gemacht nach den beiden Erlegungen. Allerdings war der Abstand (15 Min.) ja nicht gering.

Das andere Mal hatte ich vor 3-4 Jahren eine Rotte Überläufer vor und habe eine Sau aus der Rotte erlegt, die Rotte dampft ab und tritt 2 Minuten später - während ich telefonierend meinen Abschuss melde - erneut an identischer Stelle aus. Daraufhin fiel eine 2. Sau.
 
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Hatte es auch schon ein paar mal. Gerade wenn im Wald aufgebrochen wird können die Sauen mit dem Schuss gutes verbinden. Manchmal macht man sie auch durch den Schuss erst hoch. Hatte schon zwei mal kurz nach dem Schuss auf den Fuchs Waidmannsheil auf Sauen.

Hochgemacht hab ich sie schon wesentlich öfter, aber es hat dann nicht gepasst. Und einmal sind sie auf mich zugewechselt als ich einen Bock aufgebrochen hab. Leider war die Kanone schon leer, die Hände voller Schweiß und ich zu perplex 😁
 

Westwood

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Das Sauen mir Beute abgejagd haben hatte ich noch nicht. :unsure:
Was sehr viel regelmäßiger vorkommt ist das ich Sauen bei der Raubwildbejagung im Winter erlege obwohl ich schon Waidmannsheil hatte.

Ich Sitze um die Zeit sehr gerne Flächen ab auf denen ich bei Schnee oder Mond Verhältnismäßig weit schauen kann dementsprechend weit trägt der Schall auch meist den Schussknall. Trotzdem kommt es nicht selten vor das ich eine wenige Minuten, nachdem ich auf einen Fuchs oder ähnliches fertig geworden bin Sauen gesehen, gehört oder erlegt habe.
Das die Sauen dabei jetzt aktiv zum Knall gezogen wären bzw. auf der Suche nach der Ursache waren konnte ich dabei nie beobachten.

Seit ein Schalldämpfer dabei ist kann man das noch häufiger sehen das Wild sich am Schuss selbst wenig stört bzw. nur sehr kurz.
Rehwild bei mir ganz extrem und auch die Sauen gehen meist nicht weit ab. Wie das früher war kann ich aber nicht beurteilen da die WBK mit dem Schalli eingezogen ist.
 

JEF

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Hab ich auch schon erlebt. Übache aus ÜRotte erlegt. Rotte flüchtet. (Schuss mit Schalldämpfer)
Nach 30 Sekunden zieht quasi schnurstracks eine Sau aus dem Grund hoch über den blanken Acker in meine Richtung und begutachtet die Lage. Ebenfalls Keiler.

Sah dann so aus....
IMAGE_583_7.jpg
 
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Erst Raubwild und kurze Zeit später eine Sau hatte ich im Hochwildrevier früher auch schon das ein oder andere mal.
Aber auch im Niederwildrevier hier 2 Begebenheiten,
1.Gemeinschaftsansitz auf Schwarzwild an einem etwa 4ha großen Schilfstück im Oktober. Die Rotte kommt auf den Weg und wird beschossen( gefehlt) flüchtet ins Schilf und kommt etwa 20min später ca. 100m weiter auf dem Acker raus und beginnt zu brechen. Dieses Mal mit Erfolg beschossen.
2. Eine einzelne Bache (58 Kilo) an der Kirrung. Wird vom Jungjäger beschossen aber gefehlt. Anruf von ihm" Was soll ich machen?" Ich sage " Bleib noch 30min sitzen sitzen vielleicht kommt sie nochmal, dann komm ich zur Kontrollsuche"
Nach 15min kam die Sau wieder und er erlegte sie sauber. Der JJ kam aus dem staunen nicht mehr raus.😅
 
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Schon mein Vater hat immer nach einem Schuss eine Zeit gewartet. Ich mach es auch so. Nach einem Schuss auf Rehwild dauert es nicht sehr lange, dann taucht ein Fuchs auf um nachzusehen. Habe schon recht oft Einen erlegen können. Die haben wohl gelernt, dass es oft nach einem Schuss einen Aufbruch zu finden giebt.
 
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Mir kam mal Ende Januar, beim Ansitz auf den Fuchs, ein Keiler auf die Hasenklage. Der machte eine Quersuche durch das Altholz um die Quelle der Klagelaute zu finden - das hätte jedem Vorstehhund zur Ehre gereicht.
Aufgebrochen 96kg.
 
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Vor zwei Jahren waren mein Sohn (Jugendjagdschein) und ich Anfang Mai auf Sauenansitz an der Kirrung. Auf dem Weg nebenan kommen zwei Jungfüchse angeschnürt. Nach kurzer Beratung wird ein Fuchs vom Junior mit der .308 und SD erlegt. Fuchs 2 bleibt völlig perplex sitzen. Junior erlegt auch Fuchs 2. Da fängt der bereits liegende Fuchs 1 leise an zu klagen. Da wir nur noch 2 Patronen haben, baume ich ab und fange den Fuchs mit dem Messer ab. Plötzlich summt mein Handy - Whatsapp von Sohnemann, dass die Sauen auf dem Weg zur Kirrung sind. Ich schleiche zurück, baume ganz vorsichtig auf, da steht schon die Bache sichernd an der Kirrung. Geblieben ist dann noch ein Frischling mit aufgebrochen 4,5 kg 😅
 
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Solche Anschneidestorys kenne ich sonst nur vom Raubwild. Aber das ich vorher Raubwild oder anderes Wild erlegt habe und danach Sauen anwechselten hatte ich schon mehrfach.
 
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In mehr als 50JJ hab ich sowas öfters erlebt.Die Krönung war vor etlichen Jahren im Januar bei Schneekriesel.Ich saß mitten im Bestand einer Schwarzkiefernschonung an der Kirre,als 4 ÜL auftauchten und ich einen zum Bleiben aufforderte. Ich lud nach und blieb noch sitzen,da es gerade mal dunkel geworden war.Plötzlich standen die 3 Übrigen wieder auf der Kirre und fraßen ungestört weiter,direkt neben dem Erlegten. Der 2 Schuß streckte abermals einen aus der Restrotte. Dann baumte ich ab und ging zum Auto,um Hilfe anzufordern. Die wurde zugesagt,es könne aber noch dauern,da der Helfer noch unterwegs sei. So setzte ich mich abermals auf die Kanzel,als ich im Bestand leise Geräusche wahrnahm. Ich machte mich fertig und kurz darauf lag da erneut eine Sau. Die Hilfe kam dann mittels 3er Männer ,die es nie geglaubt hätten,wenn sie es nicht selbst gesehen hätten.
 
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25 Dez 2018
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Glaube aber eher an den Zufall als das sich Sauen darauf spezialisieren würden nach einem Schuss nach Nahrung zu suchen .
Sie sind lernfähig, welcher Jäger wüsste das nicht?
Im Grunde reicht es wenn sie aus einem Revier stammen, wo es normal war gleich im Revier aufzubrechen. Dann wird der Schuss damit gleichgesetzt, dass es dort was zu holen gibt.
 
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