Sauen im Feld - Wärmebild- oder Röhren-Nachtsicht-Vorsatzgerät

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13 Jul 2014
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Zu Testzwecken habe ich auch das Luchs 1 von Liemke(WB Vorsatz) mitgenommen,
ZF war Blaser DrückjagdZF 1-7 x 28 mit Schiene, passt genauso bis ca 150 Meter, meiner Meinung momentan die beste Kombination, hat nur einen Fehler = zu teuer!!

Ich benutze auch dieses ZF mit der Blaser-Vorsatzmontage und kann das bestätigen. Teuer ja, aber mMn auch aktuell die absolut bestmögliche Kombo, bin sehr zufrieden und trifft immer wo es soll (habe ein CL42 davor)
 
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30 Jan 2016
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Da habe ich eine Verständnisfrage. Wir haben drei Arten von Vorsatzgeräten:
  • Wärmebild
  • Restlichtverstärker Digital
  • Restlichtverstärker Röhre
Eine korrekt kalibrierte Röhre bringt keine TPL Verlagerung (Kollimator), selbst wenn das VSG etwas verdreht oder verkantet wird.

Die anderen beiden müssen eingeschossen werden und eine unsaubere Montage führt wieder zu TPL Verlagerungen.

Was Du schreibst, klingt eher anders herum - habe ich bisher etwas missverstanden oder habe ich nur Deinen Text missverstanden?

(am "sichersten" bez. TPL sind natürlich Nachsatzlösungen, aber dies grad mal außen vor)

Ich habe auf allen Waffen Zeiss Gläser mit 56er Durchmesser und dementsprechend auch identische Montagen. Ich wechsle die Waffen regelmäßiger, nachts jage ich nur mit Drilling auf Kirrung, R93 in 8x57 und .222 bis 100m mit der kleine Kugel auch mal weiter auf Fuchs.
Also gleichbleibender Setup.

NSG mit Röhre von Jahnke, ich glaube gut 5 Jahre alt. Die Montage ist eigentlich top, hat damals auch der BüMa gemacht und auch einschiessen lassen. Die Konstruktion ist sehr lang und ich habe es oft genutzt, also so 3-4x die Woche. Für mich nicht merkbar, hat die Montage etwas Spiel gehabt. Sie saß straff, ging aber leichter drauf. Dadurch hat sich die TPL bei der R93 geändert, auf 50m ging es noch. auf 100m war es dann (glaube ich) 15 cm. Wieder fester montiert UND eingeschossen, da hat es dann gepasst. Seitdem Kirrungsvorsatzgerät…Ohne Vorsatz blieb die TPL unverändert.

Beim Wärmebildvorsatz hatte ich auf dem Schiesstand testweise 3x die Waffe gewechselt und die TPL blieb gleich bzw. die Abweichung war minimal. Das Vorsatzgerät ist seit gut einem halben Jahr dauernd im Einsatz. Ich erlege Füchse damit fast wie am Tag auf 100m plus x. Allerdings analog der Vorposter ist dann Vergrösserung und Pixelei nervig bis schlecht und ich mache es auch nur mit der 222, da die kaliberimmanent präzise ist.

Mehr Beobachtung als Wissenschaft, schon klar.

Da ich bis auf die wenigen Ausnahmen eher im Bereich unter 100m und zu Dreiviertel bei Sauen unter 50-70m jage, nutze ich Wärmebild bei freier Sicht im Feld, da ich da die Sucherei bei diffusen Lichtverhältnissen Leid war. Im Wald mit Wusselei an der Kirrung ist NSG noch besser.

Technisch meine ich, ist WBK Vorsatz nicht zwingend einzuschließen, da man auf einen Monitor schaut.
 
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Ich hatte ein Nightspotter X mit Laserluchs und kam damit klar. Allerdings ist das Gewicht grenzwertig und der Scheinwerfer war beim Anstreichen immer irgendwie hinter dem Stock oder Baum. Man muss zwei Sachen einschalten.
Jetzt ein CL42 von @Maximtac auf der schallgedämpften .308, Träumchen!!!
Einen "aufgelegten" Überläufer würde ich mir problemfrei auch auf 150m+ vorstellen. Zur Wiederholgenauigkeit: Duo-Verbinder!!! Absolute Klasse!
 
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Habe mit meiner Jahnke-Röhre bei Sauen im Feld öfter das Problem, daß ich sie mangels Kontrast nicht erkennen kann. Sprich - mit Wärmebild sind sie da, aber Schuss ist nicht möglich, weil die Röhre nicht genug Kontrast liefert.
Was für ein Gerät verwendest du und welche Leistungsklasse hat dein Jahnke-Gerät? Oder besser gleich die Werte für Auflösung und Signal-Rausch-Verhältnis angeben. Vielleicht lässt sich anhand dieser Werte schon sagen, ob es am Gerät liegen kann.
 

Wheelgunner_45ACP

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Was ich getestet habe:
- Pard in erster Version
- Dedal GT252 mit Laserlux 850, dazu deutlich teurere Lösungen bei mehreren Bekannten
- CL42, seit ein paar Monaten ersetzt durch CL-50

Erkenntnis? Da gibt es leider kein "One-Fits-All" o_O Das muss man für sich testen. Da geht es nicht nur um die optische Gesamtleistung. Da spielt auch die Waffe mit ihrem Setup mit rein, beispielsweise Platz zwischen SD und ZF. Hab hier mal ein Fotos mit Maßband gepostet, um das zu verdeutlichen


Das Pard ist bei mir wieder weg, da mein Kopf mit dem geringen Augenabstand als Brillenträger nicht klar gekommen ist. Ist aber dennoch für mich mit Abstand der Preis-Leistungs-Sieger. Im Wald hat für mich ganz klar der WB- Vorsatz Vorteile, am Waldrand dann nach Lust und Laune. Daher entscheide ich nach Wetter und Sitz, ob ich das Dedal oder das CL mit nehme. Meist ist es allerdings das CL-50.

Weitester Schuss bisher? 140m mit dem Vorgänger CL-42 auf einen räudigen Fuchs.

Wobei ich nachts versuche zu vermeiden, dass ich so weit schiessen muss. Dann lieber angehen. Am Stand und dem CL-50 bisher erfolgreich bis auf 200m. Aber da geht noch was bei der Entfernung, muss noch das richtige Verhältniss zwischen Digitalem Zoom im WB-Vorsatz und optischen Zoom am ZF finden

Bei NS- Technik gehört aber auch Lichtdisziplin mit dazu, das darf man nicht vergessen.

Und grundsätzlich: Man muss sich mit der Technik vertraut machen. Meiner Erfahrung nach ist das bei weitem nicht Plug-and-Play.
 
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Ich hatte bisher den Jahnke Vorsatzgerät. Technisch war ich damit absolut zufrieden, aber... Es gibt damit für mich zwei-drei "aber". Erstens, es gibt ungalubliche Unterschiede wie dieses Gerät mit welchen ZF zusammen harmoniert - und die teuerste und qualitativ beste ZF sind da überraschend nicht die beste Wahl. Selber getestet und erlebt. Zweitens, das Wetter, es ist mir zig Male passiert, wenn es nebelig ist, sehe ich das SW zwar mit der Beobachtungs-WBK, aber leider nicht in der Zieloptik, das ist manchmal sehr frustrierend. Drittens, das Gewicht. Zu dem Rohrengerät, egal wie guten, braucht man noch den Strahler. Der wiegt auch etwas, dazu noch eine Montage... ich kann morgen das ganze Setup auf die Waage stellen.

Mit dem WBK Vorsatz - Infiray CH50 V2 - bin deutlich mehr zufrieden. Egal welche Waffe mit welchen ZF werde ich nehmen, das Bild ist immer sehr sehr gut. Und, ich kann deutlich mehr Vergrösserung nutzen als mit dem Jahnke Röhrenvorsatz. Das Wetter stellt praktisch keinen Problem mehr dar. Ich brauche keinen Strahler mehr. Das ganze Setup ist nur das Gerät selbst, es ist fühlbar leichter, ich werde es auch auf die Waage stellen.

Meine subjektive Empfehlung - kauf dir einen guten WB Vorsatz und sei zufrieden. Alles was du noch brauchst sind nur paar Ersatzbatterien.

P.S. Mit TPL hatte ich nie Probleme. Mit dem Rusan Adapter einmal eingeschossen und es war immer gut. Am Anfang hatte ich die Jahnke Röhre immer zum Stand genommen und überprüft, dasselbe mache ich auch mit dem Infiray. Bis jetzt problemlos und ich überzeugt, dass es auch so bleibt.
 
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Sprich - mit Wärmebild sind sie da, aber Schuss ist nicht möglich, weil die Röhre nicht genug Kontrast liefert. Weiß nicht, ob ich da was falsch mache, oder doch auf Wärmebildtechnik umsatteln sollte.
Das kenne ich auch. Gerade wenn die besagte Stelle im Schatten der Bäume ist. Man hört immer, dass man mit der Röhre besser ansprechen kann. Aber in dem Fall sehe ich mit der WBK bei einer Bäche Striche, die ich mit der Röhre nicht sehe.

Das Wetter stellt praktisch keinen Problem mehr dar. Ich brauche keinen Strahler mehr. Das ganze Setup ist nur das Gerät selbst, es ist fühlbar leichter,
Der Vorteil des WBK-Vorsatz. Es bietet viel mehr Komfort. Am Anfang kann man das Gerät scharf stellen, dann einfach abschalten wenn es benötigt wird und ggf. schießen.
Kein zusätzliches zuschalten des ir bei schlechten Licht. Dann ist es neblig oder der irnwird reflektiert und man sieht noch weniger. Wieder zurück drehen... Ich kenne das Spiel.
 
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Hm, schwierig. Ich selbst habe keine Röhre sondern ein WB Vorsatz. Bei meinen Jagdfreunden verhält es sich so: Die Waldjäger und überwiegend im Wald jagende nutzen fast alle die Röhre zum schießen und WB zum spektieren. Die Feldjäger in der Mehrheit beides mit WB und seltener Röhre. Wer in einem Revier mit anderen Schalenwildvorkommen auch im dunkeln noch geschlechterspezifisch beobachten/zählen können will hat meistens eine Röhre.
Mit dem WB brauchts halt auch Erfahrung und i. d. R. kürzere Distanzen zum geschlechterspezifischen ansprechen von Schwarzwild.
Die die "nur" die Röhre haben, sind bei aufziehenden Bodennebel, Schneetreiben, starkem Regen gehandicapt. Gibt halt nicht das Ei des Columbus. Einen Tod muss man immer sterben.
 
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ich hab beides. weitere Schüsse im Feld klarer Sieger das Pard mit passendem glas und ordentlichem Zusatz Laser, mit der Kombi kann ich bei passendem Wetter auf 300m Borsten zählen.
Aber... sobald die Fläche nicht absolut frei von irgendwelchem höherem bewuchs ist oder gar im wald... hat das 35 thunder die Nase Kilometer weit vorne, auch um das nächste stück ins absehen zu bekommen. Kontrast ist mit dem Wärmebild um weltenbesser.
Präzisionstechnisch hat die Nachsatzlösung logischerweise die Nase vorne
 
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Meine Nachtjagdlösung habe ich vor kurzem auch auf neue Füße gestellt, zum suchen Wärmebild und an der Waffe bin ich von der alten Jahnke Seitenlösung mit Strahler auf dem Okular, auf eine vollständige Okularlösung mit Restlichtverstärker gewechselt. Dazu ein Laserluchs und irgend so ein Hawke-Zielfernrohr mit Paralaxenverstellung. Bei klarem Wetter kann man damit sehr weit schießen. Allerdings nur was für den Ansitz, fürs Pirschen zu komplex zu justieren und handzuhaben.
Das Ansprechen von Feinheiten geht mit dem Restlichtgerät besser, man sieht eben ein echtes Bild und nicht nur Kontraste.

Mit jagdlichen Grüßen
 
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Technisch meine ich, ist WBK Vorsatz nicht zwingend einzuschließen, da man auf einen Monitor schaut.
Genau deshalb sollte man das Teil immer einschießen. Alles mit Monitor wo man drauf "zielt" muss kontrolliert werden. Röhre theoretisch auch, aber die Hersteller machen die i.d.R. (nicht immer) parallel und die kann man selber kaum einstellen.
 
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Meiner Erfahrung nach sind die meisten WB vorsätze gut auf das ZF zu justieren und mit guten Adaptern durchaus präzise und wiederholgenau. Schwankungen der Treffpunktablage sind im jagdlichen Betrieb fast ausschließlich vernachlässigbar.

Ich weiss ja nicht wie eure nächtlichen Schussdistanzen so im Schnitt aussehen, aber bei mir liegen sie so im Schnitt so um 100 m +/- 20m. Selbst im Feld, dort wird dann bei bedarf die Sau angepirscht.
Viele davon sogar auf Kirrungsentfernung 35 bis 50 m. An der Kirrung im Wald.

Für mich ist es deshalb kein Kaufkriterium ob ich mit einem Nachtsichtvorsatz auf 300 m den rechten Flügel einer Mücke abschießen kann.

Mir geht es um sicheres ansprechen bei Nacht und wiederholgenaue Treffpunktablage des Vorsatzes auf nächtlich angepasste "kürzere" Schussdistanzen.
 
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