Sauen stopper sst Titelbild

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#46
Richtig übel im Vergleich zu dem Bild finde ich Zeitlupenwiederholungen, die neben dem spritzenden Blut auch die "Emotionen" des getroffenen Tiers einfangen, ganz besonders im Zusammenhang mit dieser erbärmlichen Exekution am Futtertrog (das shotkam-Training ist aber sehenswert):

 
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#47
Mich hat das Bild der "zerfetzenden" Sau auch sehr erschreckt. Bin froh, dass das anderen hier auch so geht. Passt auch nicht nicht zu unserem Wahlspruch " ... den Schöpfer im Geschöpfe ehrt".
Und allein das Wort "Sauenstopper" - unsäglich.
 
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#48
Da halte ich diverse Computer-Ballerspiele, bei denen der der Spieler möglichst viele menschliche Gegner eliminieren muss, die dann bildstark in Blutfontänen niedersacken, für deutlich ungünstiger, gerade für Kinder. Was für eine kuriose Welt, in der der von Blut triefende Quentin-Tarantino-Filme Oscars bekommen und getroffenes Wild nicht mal mehr
A.) Zur Mun-Variante STT will ich mich nicht äußern.
B.) Das Bild in sich geht subjektiv in Ordnung, taugt auch speziell im Rahmen der Ausbildung.
C.) Das Bild in jagdlichen Printmedien ... gefühlt muss das nicht sein.
- - -
Wir leben in einer Zeit, wo ein Großteil unserer Mitmenschen das Tun und Handeln,
sowie die Motivation eines Jägers nicht im Ansatz nachvollziehen können.
Überall dort erzeugt ein Blick auf dieses Foto eine negative Emotion - muss das sein?
Denn unsere jagdlichen Printmedien liegen inzwischen überall aus, angefangen beim
Wartezimmer eines nichtjagenden, allgemeinen Arztes - damit auch zugänglich für
Minderjährige und Kinder.
Von daher halte ich die Auswahl dieses Fotos für mindestens etwas unglücklich.

Aber das ist nur meine Meinung - ich wünsche Euch einen schönen Tag!

Danke für den Beitrag
 
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#49
Servus!
Mich hat das Bild der "zerfetzenden" Sau auch sehr erschreckt. Bin froh, dass das anderen hier auch so geht.
Das ist vermutlich für viele der "Knackpunkt". Solange man den Tod auf Distanz verursacht, wird man von den kleinen, nicht immer schönen "Details" des Sterbevorgangs nach Schußverletzung gnädig verschont. Das vielzitierte "BummUm" ist in der Vergrößerung/Zeitlupe eine brachiale Sache. Wer 70 kg flüchtige Sau schlagartig verenden lassen will, muss schon ganz schön viel Gewalt aufwenden.
Vermutlich wären die meisten Jäger über die tatsächliche Geschoßwirkung ihrer auf "normale Feldjagddistanz" erlegten "BummUm"-Stücke genauso erstaunt. Da ich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten meines Reviers die meisten Stücke im Schnitt auf 30-40 m erlege, aber auch einige in sehr kurzer Distanz (5-20 m) geschossen habe, bin ich sehr dicht am Geschehen dran. Ein Teil der mit gutem Schuß schlagartig umgefallenen Stücke zeigt durchaus noch einige Zeit physiologische Reaktionen auf den Schuß. Hier sind mir insbesondere die mit dem "guten Küchenschuß" hinters Blatt aufgefallen. Wenns dumm läuft, reiner Lungentreffer: Tödlich, aber nicht sofort...
Muß ich Dir als Arzt aber vermutlich nicht erklären.

Passt auch nicht nicht zu unserem Wahlspruch " ... den Schöpfer im Geschöpfe ehrt".
Die Maxime "vermeidbares Leid verhindern" ist wohl die Quintessenz des obigen religiös eingefärbten Mottos. Dazu muss man sich auch eingestehen, daß Jagd schon immer ein rauhes Handwerk war. Manche Dinge sind, insbesondere in Slow-Motion/Vergrößerung, nicht schön anzuschauen. Aber trotzdem wird so Leid möglichst klein gehalten.
Eure Kritik erscheint mir deshalb pauschal nicht gerechtfertigt. Noch kann niemand Wild zu Tode streicheln oder knuddeln.
Über den Ort der Bildpräsentation kann man streiten, mir persönlich ist ein Artikel im Fachblatt, nicht auf dem Umschlag, ein passender Ort.

Gruß & WH
ANS
 
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#50
Sterben ist selten schön, darüber sollte sich jeder klar sein und Jäger insbesonders! Das Bild, welches der Auslöser für diesen Fred ist, finde ich von der Sache her nicht besonders schlimm. Allerdings kann ich mir vorstellen, daß es abstoßend auf zartbeseitete Jagdscheininhaber und viele Nichtjäger wirkt. Mich stört an dem Bild das Reisserische, die Effekthascherei. Man nimmt dem Stück Wild sogar noch im Sterben, die letzte Würde. Das ist für mich auch der Grund, warum ich so gut wie nie Jagdvideos anschaue.
 
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#51
Da halte ich diverse Computer-Ballerspiele, bei denen der der Spieler möglichst viele menschliche Gegner eliminieren muss, die dann bildstark in Blutfontänen niedersacken, für deutlich ungünstiger, gerade für Kinder. Was für eine kuriose Welt, in der der von Blut triefende Quentin-Tarantino-Filme Oscars bekommen und getroffenes Wild nicht mal mehr in einer Fachzeitschrift Anerkennung erhält.

Der Unterschied zwischen Fiktion und Realität ist dir schon noch bewußt oder? Und zum Kinderschutz gibt es (die FSK)+ Verantwortung der Eltern. Zudem weise ich die unterschwellige Unterstellung zurück, dass dies irgendwie besser angesehen wäre bzw überhaupt angesehen würde.

Ich verweise solche Bilder in den Graubereich, in dem sich schon einige Personen bewegen, die den Unterschied zwischen "Kunst" und Realität nicht mehr wahrnehmen können oder wollen. Das wäre dann schon angehender Voyeurismus, nicht mehr weit von den Gaffern die Tot, Elend und Sterben mit ihren Mobiltelefonen aufnehmen und verbreiten müssen, aber schon mitten drin im "Sauenfieber 1- x".

Als Jäger nimmt man die Situation sowieso wahr, mal mehr mal weniger. Mir ist nur schleierhaft warum ich mir dies nun noch ablichten, wiederansehen und verbreiten muß. Oder noch besser warum muß ich mir da noch die Heldentaten anderer ansehen und gutheißen?

Jeder Mensch ist natürlich anders als der nächste; einer legt großen Wert auf eine volle Kühltruhe, andere auf eine imposante Trophäenwand und wieder andere sammeln Bilder und Filme vom Sterben ihrer Beute. Soll sich jeder aussuchen was er mag, aber von anderen zu verlangen dass sie diese oder jene Passion (unkritisch) teilen halte ich für abwegig.


CdB
 
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#52
Wenn wir Lebewesen teilweise oder im Ganzen nutzen wollen, ist in vielen Fällen das Ableben des Wesens unausweichlich bzw. zwingende Voraussetzung.

Nicht tötliche Nutzungen wären z.B.
- Pilze sammeln, also den Fruchtkörper graußam durch Enthaupten entnehmen
- Kartoffeln, Getreide oder Mais ernten, also das gesamte Wesen durch Ganzkörperschnitt oder Enthauptung töten, Massensterben zusehen, die Körperreste schreddern, zu Ballen aus Kadavern schnüren, in Biogasanlagen den wilden und graußamen Bakterien zum Fraß vorwerfen und damit unwürdig behandeln
- Eier von Zuchtgeflügel bekommen

tödliche Nutzungen wären
- jedwedes Tier in der Nähe des Schlachters töten, sein täglich Brot im Schweiße seines Angesichts hart oder lustvoll verdingen
- Wild auf Entfernung mit verhältnismäßigem möglichst kurzem Leid sauber erlegen, respektvoll und dankend behandeln und restlos nachhaltig verwerten

Ich frage, ob eine jagdliche Flaute wirklich nur schräge Gedanken hervorbringt. Haben wir nichts Wichtigeres?
 
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#53
Falls euch das nicht gefällt könnt ihr ja Beschussvideos/Bilder von Ballistischer Gelantine anschauen.
Hier wurde einfach mal in guten Slowmow Bildern eingefangen wie es beim Jagen aussieht.
Das eine Geschoss macht halt mehr auf als das andere.
Das ist ne jagdliche "Fachzeitschrift",wenn nicht hier wo soll das dann gezeigt werden.
 
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#54
Finde das Bild auch grenzwertig. Man sollte gerade in der heutigen Zeit mehr darauf achten wie sich die Jagd nach außen präsentiert. Es wird schon genug Stimmung gegen Jäger gemacht... Ist in der Gesellschaft keine Akzeptanz mehr übrig für die Jagd, wird sie eines Tages verschwinden. Zumindest in der heutigen Form. Ich halte es für falsch sich mit Solchen Bildern und Videos wie zum Beispiel Schwarzwildfieber etc. zu identifizieren/ zu präsentieren. Wenn selbst ich als Jäger kein Verständnis dafür habe, wie soll dann bitte der nicht jagende Teil der Gesellschaft darauf reagieren?
 
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#55
Gegen ein ethische Diskussion dieses Bildes ist sicher nichts einzuwenden - jeder empfindet anders.
Aber es fällt mir doch unangenehm auf, dass das Bild von manchem selber reißerischer dargestellt wird als ist: denn rein sachlich betrachtet sind die beschriebenen "Fetzen" oder das "Zerfetzen" nicht zu erkennen. Es ist farbneutrale Flüssigkeit in Tröpfchen- und Dampf-Form zu sehen, aber keine Fetzen. Es ist auch nicht als Schweiß erkennbar - zumindest nicht in der oben gezeigten Kopie.
Es sei jedem unbenommen seine Empfindungen dazu zu äußern und einen Austausch darüber zu führen - sicher immer mal gut untereinander zur reflektieren. Aber wenn wir als Jäger Dinge hineininterpretieren, die nicht da sind, pushen wir das Beklagte selber in Richtung "reißerisch".
 
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#56
ich find das Bild ehr langweilig.... Sau von Hinten, Schön!? Sau von vorne wäre sicherlich ansprechender gewesen, dann vielleicht noch ein kapitaler Keiler. Oder lieber nicht, sonst wird gleich wieder die doofe Trophäenjagd draus.

Aber was soll man von einem Hobby-Journalisten und Hobby-Fotographen schon anderes erwarten. Da hätte man ja auch mal einen völlig emotionsfreuen Profi ranlassen können. Der hätte das perfekte Bild gezaubert.
 
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#57
Richtig übel im Vergleich zu dem Bild finde ich Zeitlupenwiederholungen, die neben dem spritzenden Blut auch die "Emotionen" des getroffenen Tiers einfangen, ganz besonders im Zusammenhang mit dieser erbärmlichen Exekution am Futtertrog (das shotkam-Training ist aber sehenswert):

Hallo.
ja.. hammerhart, was einem da, nicht nur in W&H, so zugemutet wird!
Pfui Teufel :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
 
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#58
Vielleicht

wäre es an der Zeit, eine Liste mit zu vermeidenden Darstellungen zusammen zu stellen. Aus der amerikanischen neueren Jagdliteratur (Zeitschriften, Videos) ist mir so etwas schon bekannt. Jeder, der etwas veröffentlichen möchte, kann sich daran orientieren. Manchen ist einfach nicht bewusst, woran eine GROSSE ZAHL von Nichtjägern intuitiv Anstoß nimmt. Das ist ein bißchen wie die Wahrnehmung eines potenziellen Sexualpartners als attraktiv: die ersten paar Sekunden des Erblickens entscheiden.

Gruß,

Mbogo
 
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#59
Da bin ich dagegen.

Die Diskussion muß erhalten bleiben und ohne die Bilder gibt es keine Auseinandersetzung mit dem Thema. Ich nehme zwar selbst ein Stück weit Anstoß daran, aber ein Ausblenden wie im weiteren Sinne Verheimlichen trage ich nicht mit.

Die Auseinandersetzung mit dem Bild oder mit bestimmten Filmchen zeigt besser wie weit wir Mensch sind und wie weit wir mit den Vorgängen bekannt sind als das Verschweigen.


CdB
 
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#60
....Manchen ist einfach nicht bewusst, woran eine GROSSE ZAHL von Nichtjägern intuitiv Anstoß nimmt.....
Das kommt mir ein bissl wie die Oma vor, die die Polizei anruft, wegen eines Exhibitionisten am Fenster gegenüber und der Beamte dann auf einen Hocker steigen muss, um ihn aus dem Oberlicht der Dachgeschosswohnung überhaupt sehen zu können. ;)

Wer sich gern über Jagdbilder echauffieren möchte, sucht i.d.R. gezielt danach und wird auch was finden. Auf Seite XY einer Jagdzeitschrift halte ich so ein Bild für absolut unbedenklich, es sei denn.....


.....man sucht den Aufreger. ;)
Übertriebene "political correctness" kann auch langweilig und nervig sein.
 
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