Sauenhammer

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#1
Hallo Zusammen,

nutzt hier jmd. og. Teil?

Provoziert mann damit nicht evtl. mehr Tiefschüsse?

Danke

Alex
 
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#4
Kommt ja gerade richtig zur DJ-Saison: Der "praktische Zweitriemen" für die DJ.
Umstrapsen der Riemen vom Tragen zum "Hammern".
Umgepfriemel am DJ-Stand, wenn nicht ein zweiter Riemenbügel dran ist.
Der am Gewehr belassene Trageriemen baumelt dann dran rum und wenn er straff gezogen ist,
stört er am Abzugsbügel.
Der durch die Hand-Innenfläche laufende SH reduziert den Griff um den Vorderschaft,
was im Bild gut zu sehen ist. Während der genzen DJ so die Waffen halten zu sollen, finde ich auch nicht optimal.
Vielleicht haben die jagdlichen Schießriemenbefürworter jetzt das "Ei des Kolumbus" gefunden.
Zumindest im Schießkino müsste sich das zeigen und die Kinobetreiber können noch einen "Artikel" anbieten, der den Bümas abgeht.

Die Frage, ob ich denn schon damit geschossen habe, wird erwartet.
Wenn ich rückblickend meine DJ-Strecke betrachte, werde ich meine letzten Jahre sicher ohne damit auskommen.
Der im Clip gezeigte Schütze würde auch ohne den SH gut treffen.
Guten Anlauf und Waidheil wünscht
S.H.

Nachtrag:
In Kombination mit einem S-Haken als Bergeschlaufe denkbar.
 
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#5
Ein Bekannter hat mir erzählt, daß er den SH gerne führt.

Ich benutze lieber griffige Lederhandschuhe, damit habe ich die Waffe im schnellen Anschlag besser im Griff.
Soll doch jeder machen was er will.
 
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#7
Bei Tiefschüssen müsste die Waffen während des Abziehens -eigentlich kurz davor - hinten angehoben werden. Beim Mucken ist die seitliche TPL-Verschiebung mehr ausgeprägt als in der Höhe. Nach unten wird eher selten vermuckt.
 
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#9
Ich hatte den SH mal mit der Büchse eines Bekannten im Kino testen können.
Grundsätzlich ein positives Gefühl, man zieht die Büchse noch etwas besser in die Schulter, Tiefschüsse provoziert man damit gewiß nicht.
Vielleicht lege ich mir mal einen zu, bisher ging es auch ohne ganz gut...
 
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#10
ich habe das Ding im Schießkino und auf lfd Keiler und zum Trockenüben genutzt.

Man kann damit den Anschlag verbessern und das Halten der Schießhand verbessern weil man die Schießhand vom einziehen in die Schulter entlasten kann, denn man kann das Einziehen dann alleinmit der linken Hand am Vorderschaft erzeugen. Die rechte Hand, Schießhand kann sich dann wirklich auf den Abzug und das Repetieren konzentrieren. Auch das im Gesicht repetieren geht damit einfacher, da man sicher sein kann, dass die Waffe sicher und fest in der Schulter bleibt, weil man sie mit der linken Hand und dem SH-Riemen stabil in die Schulter eingezogen halten kann.

Soweit so gut, aber wie ist die Eignung für die DJ?

Nachdem man da ja mehrere Stunden wartet, finde ich es kaum machbar, stundenlang mit der Hand in der Schlaufe am Vorderschaft in Bereitschaftshaltung sein. Wenn Wild anwechselt, dann mit der Hand in die Schlaufe reinzugehen ist etwas viel Gewurstel angesichts der Spannung und der Aufgabe, das heranwechselnde Wild anzusprechen und auf den geeigneten Moment zum In Anschlaggehen zu warten.

Das Ergebnis ist also insgesamt etwas zwiespältig.

Aber Fehlschüsse erzeugt man damit mE nicht.
 
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#11
ich habe das Ding im Schießkino und auf lfd Keiler und zum Trockenüben genutzt.

Man kann damit den Anschlag verbessern und das Halten der Schießhand verbessern weil man die Schießhand vom einziehen in die Schulter entlasten kann, denn man kann das Einziehen dann alleinmit der linken Hand am Vorderschaft erzeugen. Die rechte Hand, Schießhand kann sich dann wirklich auf den Abzug und das Repetieren konzentrieren. Auch das im Gesicht repetieren geht damit einfacher, da man sicher sein kann, dass die Waffe sicher und fest in der Schulter bleibt, weil man sie mit der linken Hand und dem SH-Riemen stabil in die Schulter eingezogen halten kann.

Soweit so gut, aber wie ist die Eignung für die DJ?

Nachdem man da ja mehrere Stunden wartet, finde ich es kaum machbar, stundenlang mit der Hand in der Schlaufe am Vorderschaft in Bereitschaftshaltung sein. Wenn Wild anwechselt, dann mit der Hand in die Schlaufe reinzugehen ist etwas viel Gewurstel angesichts der Spannung und der Aufgabe, das heranwechselnde Wild anzusprechen und auf den geeigneten Moment zum In Anschlaggehen zu warten.

Das Ergebnis ist also insgesamt etwas zwiespältig.

Aber Fehlschüsse erzeugt man damit mE nicht.
Immer diese Praktiker hier im Forum. Wie soll man so sein Sonntagsbier bekommen.
 
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#12
Was für mich bleibt, als das eigentlich interessante, ist die Möglichkeit die Schießhand wirklich "frei" zu haben und dadurch die Griffintensität der Schießhand frei und überlegt modulieren zu können. Diesen Bereich der eigenen Schießtechnik kann man dadurch nochmal neu erfinden. Die Schusshand soll ja den Pistolengriff ungefähr so fest halten wie ein normaler Händedruck, aber bitte nicht fester. Wenn man von den stärkeren Kalibern kommt oder viel stärkere Kaliber schießt oder insgesamt "krallig" ist, fällt das eher schwer, wer schwerere Kaliber schießt wird eher mit festerer Schusshand schießen als die Jäger mit 308 oder 270 oder darunter.

Wenn die Schusshand weniger fest ist, repetiert sichs auch leichter weil "nicht erstmal sich die Kralle lösen muss", man hat auch mehr Gefühl für den Abzug, es vermeidet das Durchreißen des Abzugs: Wenn schon die ganze Hand nicht viel Druck ausübt, fängt auch der Abzugsfingerbereich nicht damit an, mit Gewalt Mist zu bauen.
 
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#13
Bei Tiefschüssen müsste die Waffen während des Abziehens -eigentlich kurz davor - hinten angehoben werden. Beim Mucken ist die seitliche TPL-Verschiebung mehr ausgeprägt als in der Höhe. Nach unten wird eher selten vermuckt.
Wie Sir Henry aufzeigt, der Begriff Mucken wird oft für eine Vielzahl von Schießfehlern genommen. Der Begriff ist auch psychisch für das Selbstvertrauen unschön, weil er Defizite unterstellt, deshalb sollte man damit sparsam umgehen.

mE gibt es Mucken ieS als vorweggenommene körperliche Reaktion des Schützen, begründet durch Schmerz/Schock/Nerv Erfahrungen in der Vergangenheit.

Das muss nicht erst sein dass eine Weatherby traumatisch die Augenbraue gestanzt hat oder eine DB aufs Nasenbein gedoppelt hat. Das kann auch entstehen durch ein zu langes Schießtraining bei dem die innere Stimme die Bremse zieht oder einfach einen unangenehm laut empfundenen Schussknall (Kopfhörer zu schwach oder mal nicht aufgehabt), und einer unterlassenen positiven mentalen Verknüpfung zwischen Schuss und Jagderfolg.

Dieses Mucken äußert sich (in der Intensität steigend dargestellt) durch Augenzukneifen, Kopfwegziehen bis hin zum Schulter-Wegziehen, oft dazu ein inneres Gefühl von "die ganze Situation mog I net". Das abzustellen ist schwierig, aber machbar.

Alles andere sollte man davon unterscheiden, als da wären (bitte gerne ergänzen):

- Muckbewegung oder Reißen am Abzug durch schlichte Nervosität/Jagdfieber/jagdliche Ungeduld/Hitzigkeit/Kaffeekonsum, aber auch durch Nichtmehrhalten können der Körperspannung und dann "den Schuss rauslassen um sich aus der Lage zu befreien", vor allem wenn man lange gezielt und das Gewicht der Waffe gehalten hat; sowas tritt eher punktuell mal auf statt als Dauerphänomen. Solche Schüsse sitzen oft viel zu tief oder gehen unspezifisch deutlich daneben. Bei einem Jagdgast mit viel Passion oder der zu lange nicht zu Schuss kamen, hilft es manchmal, wenn man sie mal "irgendwas Kleines" schießen lässt, damit etwas Dampf rausgeht.

- Verreißen des ganzen Abzugs oder der ganzen Waffe, mit Schießfinger oder ganzer Schießhand aufgrund zu schweren Abzugsgewichtes, solche Schüsse sitzen meist viel zu tief. Da hilft Abzugsgewicht runter verstellen und Abzugstraining mit Pufferpatronen in Form von Mitschwingen und parallel abziehen, mit dem Ziel die Schwunglinie unverändert gerade zu halten, keine "Nickbewegung".
 
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#14
Im wesentlichen wurde alles gesagt.
A wie Abziehen ist nur ein Aspekt des (aufgelegten) Büchsenschießens.
Dazu kommt A wie Anschlag und A wie Auflage.
Je besser das zusammenwirkt, umso besser ist das Ergebnis.
Und da spielen schon recht kleine Kleinigkeiten mit rein.
Wenn einer wie auch immer zuverlässig trifft, soll er das so beibehalten.
Wenn nicht, sollte er daran etwas ändern.
 
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#15
Hallo Zusammen,

nutzt hier jmd. og. Teil?

Provoziert mann damit nicht evtl. mehr Tiefschüsse?

Danke

Alex

Ich nutze den seit letzem Jahr. Tiefschüsse produziert man dadurch nicht. Die Waffe ist besser unter Kontrolle. Ich habe eine separate Öse montiert so "klicke" ich den Riemen aus und den SH ein.
Ich habe auf Drückjagden schon immer den Riemen entfernt insofern gibt es auch kein "Gepfriemel".
Falls man schnell schiessen muss und die Waffe nicht die ganze Zeit hält schießt man eben wie vorher ohne SH.
Das der Riemen in der Handinnenfläche läuft wie hier einer schrieb ist auch Blödsinn.

Probier es selber aus. So hoch ist der Preis ja nicht. Die die ich kenne und den nutzen sind zufrieden.
 
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