Sauschädel präparieren

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#1
Dachsschädel habe ich jetzt schon ein paar präpariert. Jetzt denke ich über einen Sauschädel von der letzten Bache nach...

Wer hat das schon mal gemacht und kann Tipps geben!?
 
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#2
Prost Neujahr!
Habe auch schon einen Bachenschädel präpariert. Ist viel Arbeit aber geht. Auf YouTube der Kanal "Whitebone Creations Hunting" gibt gute Tipps!
 
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#4
Als anerkannt faule Sau lasse ich die Hauptarbeit von anderen erledigen, Bakterien, Maden , Ameisen und Käfer machen das gerne. die Köppe werden and der Nachbarsgrenze in einer durchlöcherten Obsttüte unter eine Umgekippte Zinkwanne gelegt und irgendwann wieder rausgeholt. Danach auskochen, bleichen und Zähne wieder einsetzen.
Meine erste grössere Sau habe ich in der Werkstatt im guten Gänsebräter zum auskochen aufgesetzt, dann kam ein Kundennotruf mit Alarmstart meinerseits.

Gegen 2330 bin ich aus dem Bett gehüpft und zur Firma gefahren.
Gestank der sich Monate lang gehalten hat, ein versauter Bräter und kein Schädel.
 
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#5
Dachsschädel habe ich jetzt schon ein paar präpariert. Jetzt denke ich über einen Sauschädel von der letzten Bache nach...

Wer hat das schon mal gemacht und kann Tipps geben!?
Habe ich mehrfach gemacht. Die Möglichkeit, die Hauptarbeit von Maden machen zu lassen, um zB das Naseninnere zu erhalten, funktioniert nur bei kleinen Schädeln gut, aber nicht zu lange warten, sonst ist der Schädel gelb. Raubwildschädel ohne Fell in stabile Plastiktüte, handvoll Wildbretabfall dazu, weil dann mehr Maden kommen und der Schädel nicht austrocknet. Ab Mai unter den Fußboden eines Hochsitzes tackern. Nach 3 Wochen abspülen, kurz kochen wegen des Knochenfettes, in feste Tüte und mit Klebeband fest umwickeln. Tüte in Schale auf den Kellerfußboden und oberen Rand am Regal festtackern, damit sie nicht umkippt. Mit Peroxyd füllen. Klebeband um die Tüte dient der Volumenminimierung, um Peroxyd zu sparen. Nach zwei Tagen abspülen, trocknen, fertig.
Die Frage war aber Sau: Hirn raus vor dem Kochen, wegen des Fettes, wichtig und Fummelei. Draht zum rühren und viel Wasser/ Kärcher. Danach kochen, pulen und jetzt kommt das Problem: Schädelhöhlen zwischen Hirnschale und Schädeldecke, da kommt man nicht ran. Vielleicht von hinten/ unten mit langem Bohrer, damit auch dort das Fett rauskochen kann. Waschpulver im Kochwasser sowieso reichlich! Danach die Nummer mit Tüte und Peroxyd, geizige Leute können auch pinseln...
Ein Präparator gab mir mal den Tip, mit Aceton zu entfetten. Schwer zu bekommen...
Faustregel: je älter das Tier, umso schneller kommen nach dem Präparieren die Fettflecken durch. Hoffe, dass ich helfen konnte.
 
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#6
Es gibt halt viele Varianten dafür.

Ich hab´s probiert mit kochen im Kessel und mit mazeration.

Kochen im Kessel: Ist in einem Durchgang durchzuführen, dauert einige Zeit, danach abkärchern. Waschpulver usw. ist klar. Vorteil ist das die Zähne drinnen bleiben.

Mazeration: Geht nur über einen langen Zeitraum, wenig Arbeitszeit notwendig , schonender, wird auch abgekärchert, riecht ein wenig. Hier fallen die Zähne rauch und müssen danach wieder ein geklebt werden.

Beide Varianten müssen gebleicht werden.
Leider ist es so wie tommy-lee schreibt, dass bei beiden Varianten die Stirn nach einiger Zeit wieder fettig wird.

Weil mir so fad war habe ich mit Frischlingen und Überläufern angefangen. Es ist halt nix schönes wenn die Wachstumsfugen dann auseinandergehen.
 
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#7
Ich habe noch schnell ein paar Bilder davon gemacht.




Hier sieht man wie das Fett dann durchkommt


Hier sieht man wie die Knochen arbeiten wenn sie austrocknen


Waren aber junge Sauen




Hier von einer älteren Bache. Da bleibt alles fettig. Es fängt alles an zu glänzen. Ich glaube die habe ich sogar 2x gekocht und trotzdem geht das Fett nicht raus




Zähnesammlung. Sollte noch ein geklebt werden


Wmh
 
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#8
Siehste, hinterer oberer Schädelbereich ist fettig. Genau darunter liegen die beschriebenen Höhlen!
 
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#9
Also ich habe noch keinen zerschnitten aber was wären da für Höhlen? Welche Funktion hätten die? Nur Gewichtsersparnis?
 
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#10
Also ich habe noch keinen zerschnitten aber was wären da für Höhlen? Welche Funktion hätten die? Nur Gewichtsersparnis?
Ein Schädel einer alten Bache, der hinten mit dem Spalter abgeschlagen wurde. Oben die Höhlen. Vielleicht kann uns ein Tierarzt erklären, wozu die sind und was drin ist.
 

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